Hängematten-FAQ

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  • Diskussion zum Artikel Hängematten-FAQ:

    Zitat
    Wie finde ich die richtige Hängematte? Worauf muss ich achten? Diese und weitere häufig gestellte Fragen beantworten wir hier. Wenn etwas fehlen sollte, dann schreibt es in den Forenfaden zum Artikel und wir bemühen uns, es zeitnah zu ergänzen.

    Innere Betrachtungen anzustellen ist viel interessanter als Fernsehen, und es ist eine Schande, daß nicht mehr Menschen darauf umschalten.

    (Robert M. Pirsig: "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten")

  • Gratuliere: mir gefällt der Beitrag sehr gut und du hast alle wesentlichen Punkte angesprochen. :)


    Mir sind nur 2 Sachen aufgefallen:

    ich würde beim 1. Punkt, wo es um die Auswahl der HM geht wahrscheinlich doch grobe Anhaltspunkte angeben: Körpergröße zu HM-Länge. Waldläufer70 spricht ja von 1 : 1,9. Ich finde, dass man als grobe Richtlinie schreiben könnte: Leute bis 1,70 können mit einer 3 m HM (10 Fuß) zurecht kommen, darüber sollte man sich um 3,30 m Liegefläche (!) kümmern (11 Fuß). Als Breite sollte man nicht unter 1,50 m bleiben.
    (Übrigens haben mich, als ich hier neu war, immer die Angaben in Fuß irritiert, nachdem wir hier in Deutschland sind und kein Mensch die Einheit Fuß benützt... vielleicht kann man das einmal in Klammern setzten, damit jeder weiß, was gemeint ist)
    Natürlich ist mir klar, dass es je nach HM auch anders sein kann ( TreeGirl und Mittagsfrost schlafen anscheinend beide gut in der Warbonnet BB - trotz sehr unterschiedlicher Größe), aber um zu verhinden, dass normal große Männer sich eine 2,70 m Matte kaufen, wäre eine ungefähre Angabe, glaube ich, schon hilfreich.


    Ansonsten ist mir nur ein kleiner Schreibfehler aufgefallen:

    "Wenn es schon Bewegtbild sein soll, dann empfehlen wir dir die deutschsprachigen Hängemattenvideos von unserem Mitglied Christian unterwegs
    . Weiterhin gibt es empfehlenswerte YouTube-Playlists für Hägematten-Einsteiger von den US-Amerikanern Shug, Spiguyver, Jason/Frozen oder The Marine – je nach persönlichem Geschmack und Bodenhaftung."

    Bei Hägematten (s. fett) fehlt das n.


  • Danke für dein Feedback, barfuß  :) Der Rechtschreibfehler ist eleminiert und ich habe noch einen Satz zur Liegefläche eingefügt, wie du es vorgeschlagen hast.

    Innere Betrachtungen anzustellen ist viel interessanter als Fernsehen, und es ist eine Schande, daß nicht mehr Menschen darauf umschalten.

    (Robert M. Pirsig: "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten")

  • Vielen Dank für den Artikel, Furbrain ! Ich staune immer wieder, woher du die Zeit oder die Musse nimmst, dich so intensiv schriftstellerisch zu betätigen.


    Ich werde den Artikel sicher noch im Detail lesen. Ich habe nur die Hinweise von barfuß mitbekommen, da sie mich erwähnt hat.


    Ein Detail: 10 Fuss entsprechen 305cm (1 Fuss = 30,48cm). Das würde ich so anpassen. Auch bin ich nicht sicher, ob man so einfach sagen kann: Ab 180cm Körpergrösse braucht man 11 Fuss. Unterschiedliche Menschen empfinden das unterschiedlich. Du könntest auch einfach nach dem Hinweis darauf, dass die Körpergrösse eine Rolle spielt, auf meinen Artikel zu den Hängemattengrössen hinweisen. Dort ist der Faktor von 1,9 drin versteckt. Klar, wenn man den Faden falsch liest, dann geht er noch mehr in die falsche Richtung. Aber immerhin gibt es dort auch den Einwand von Mittagsfrost und eine kleine Diskussion darüber. Und es wird deutlich, dass der europäische Hängemattenmarkt in Sachen längere Hängematten nicht viel hergibt.


    Die Breite würde ich auch eher in Relation zur Länge setzen. Grössere Leute brauchen nicht nur längere, sondern in der Regel auch etwas breitere Hängematten. Meine 360cm lange Hängematte funktioniert zwar auch mit 146cm Breite. Das ist aber eher eng. Ich würde grob empfehlen, dass eine Hängematte ungegähr halb so breit sein sollte wie lang.


    Ich würde auch nicht von der Liegefläche sprechen. Eine Hängematte muss immer deutlich länger sein als die eigentliche «Liegefläche», die man benötigt, um bequem zu liegen. Im Grunde hat am Kopf- und vor allem am Fussende einiges an Stoff lediglich die Aufgabe, dass sich die Hängematte öffnen kann, womit diagonales Liegen erst möglich wird. Ich würde deshalb besser von der Hängemattenlänge (von Raffung bis Raffung) sprechen, als von einer «Liegefläche», die in einem aufgehängten Tuch nicht so eindeutig definiert ist. Dazu kommt noch, dass bei Hängematten mit Clew / Seilfächer die «Liegefläche» meist nur den Stoff meint und dann zusätzlich in der Regel noch die Gesamtlänge angegeben ist, die für den Liegekomfort relevant ist. Die Gesamtlänge einer Hängematte mit Clews entspricht der gerafften Stofflänge einer reinen Stoffhängematte.


    Was mir im Artikel noch fehlt, wäre der Hinweis auf die anderen Hängematten-Typen wie Brücken-Hängematte und Querhängematte / 90°-Hängematte.


    Nochmals vielen Dank für deine Arbeit!


    PS: Wenn man dem Faktor von 1,9 zustimmen will, dann läge der Übergangsbereich von 10 zu 11 Fuss bei einer Körpergrösse von 160cm bis 176cm. Die Mitte davon liegt bei 168cm, was grob den von barfuß vorgeschlagenen 170cm entspricht.

  • Danke auch für dein Feedback, Waldläufer70


    Ich habe über deine Anmerkungen nachgedacht und habe mich dann bei der Überarbeitung des Artikelabsatzes entschieden, zwei Schritte rückwärts und einen neuen Schritt nach vorn zu gehen.


    Die FAQ ist für den Einstieg konzipiert und die Antworten auf die einzelnen Fragen sollten somit nicht zu ausführlich und bereits an dieser Stelle sehr tief ins Detail gehen. Vielmehr ist die Idee dahinter, unerfahrenen Leser mittels Links im Text den Zugang zu den entsprechenden Bereichen des Forums zu erleichtern. Daher habe ich mich entschieden, die Frage nach Hängemattenlänge und -Typen nun mittels (hoffentlich guten und erhellenden) Verweisen ins Forum zu lösen.


    Ihr habt natürlich recht, die von euch angesprochenen Punkte sind für unser Hobby essentiell. Ich möchte dennoch Dopplungen in den Artikelinhalten möglichst gering halten (es ist noch ein "Hängmatten-Lexikon" in Planung), und auch die Länge der FAQ-Antworten sind bewusst so gehalten, dass sie visuell nicht arg lange Absätze ergeben mögen.


    Ich hoffe, du und barfuß könnt meine Entscheidung bis hierhin nachvollziehen und seht eure Anmerkungen dennoch in der überarbeiteten Version berücksichtigt.

    Innere Betrachtungen anzustellen ist viel interessanter als Fernsehen, und es ist eine Schande, daß nicht mehr Menschen darauf umschalten.

    (Robert M. Pirsig: "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten")

  • Ich finde deine Überlegungen richtig und die Verweise auch. Jeder, der sich etwas vertieft informieren will, findet dort die nötigen Infos.

    Für Leute, die aber erst einmal einen kurzen und schnellen Überblick suchen, fand ich die vorige Fassung mit den ca.-Angaben (bis 1,70 ist 10 Fuß möglich, darüber besser 11 Fuß) deutlich übersichtlicher. Dass das nur Anhaltspunkte sind und jeder spezielle Vorlieben haben kann ist ja klar. Es geht nur darum, Neueinsteiger (in der Regel Männer über 1,70 m) darüber zu informieren, dass eine 2,70 m Matte ziemlich sicher für sie nicht besonders bequem sein wird.....

  • Gibt es in Deutschland oder woanders auf der Welt Plätze, wo man ganz offiziell und ohne vorherige Erlaubnis übernachten darf?


    Kurzgesagt: In Deutschland? – Nein.

    Hi Furbrain , ich will das Thema nicht ausufernd vertiefen aber trotzdem darauf hinweisen, dass diese Aussage so nicht ganz zutrifft. Nach § 59 BNatSchG darf jeder Wege und ungenutzte Flächen in der Landschaft kostenlos betreten und sich dort aufhalten und erholen. Weder das Übernachten, noch das Zelten sind ausdrücklich verboten. Auch in den Landeswaldgesetzen ist das Betreten der Wälder und der Aufenthalt dort ausdrücklich erlaubt (in SH und Hessen während der Nacht eingeschränkt auf Wege). Verboten (mit Erlaubnisvorbehalt) ist das Aufstellen von Zelten und Wohnwagen, manchmal wird formuliert: "das Zelten", manchmal: "das Aufstellen von Zelten". In Bayern gilt das Verbot (mit Erlaubnisvorbehalt) für mehr als 3 Zelte.

    Im Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht ist immer nur das sanktioniert, was ausdrücklich genannt wird. Ansonsten gilt der verfassungsrechtliche Grundsatz, dass alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklich verboten ist (Art. 2, 14 (2) Grundgesetz)

    Etwas differenzierter sind die zivilrechtlichen Möglichkeiten der Eigentümer den Gebrauch einzuschränken - das allgemeine (gesetzliche) Betretungs- und Aufenthaltsrecht darf dadurch aber nicht verhindert werden. Sonderregelungen gelten in Naturschutzgebieten.

    Eine Legaldefinition des Begriffes "Zelten" fehlt meistens, im Baurecht ist ein Zelt etwas, was durch eine Konstruktion selbst steht und wie ein Bauwerk wirkt.

    Das Schlafen in Schutzhütten, Höhlen oder sonstigen in Unterschlupfen ist damit auch im Wald nicht verboten und damit erlaubt, das gleiche gilt für die Nutzung von Biwaksäcken u.ä.. M.E. gilt das auch für Hängematten. Ob das Aufspannen eines Tarps schon als Zelt gilt, ist Auslegungssache, m.E. fehlt hier die selbsttragende Konstruktion.

    Dieses "Zelt-Verbot" gilt wie gesagt nur für Wälder, in der freien (ungenutzten) Landschaft gilt diese Einschränkung nicht.

  • Ich finde deine Überlegungen richtig und die Verweise auch. Jeder, der sich etwas vertieft informieren will, findet dort die nötigen Infos.

    Für Leute, die aber erst einmal einen kurzen und schnellen Überblick suchen, fand ich die vorige Fassung mit den ca.-Angaben (bis 1,70 ist 10 Fuß möglich, darüber besser 11 Fuß) deutlich übersichtlicher. Dass das nur Anhaltspunkte sind und jeder spezielle Vorlieben haben kann ist ja klar. Es geht nur darum, Neueinsteiger (in der Regel Männer über 1,70 m) darüber zu informieren, dass eine 2,70 m Matte ziemlich sicher für sie nicht besonders bequem sein wird.....

    Damit ķönnte ich auch gut leben. Tatsächlich gefällt es mir hier auch besser, bereits bei 170cm die tendenzielle Grenze zu setzen. Ein Problem dabei ist, dass man sich ab etwa 184/185cm bereits in Richtung 12-Fuss-Hängematte orientieren könnte/müsste. Diese sind aber auf dem (europäischen) Markt noch schwieriger zu finden. TreeGirl hat aber welche im Angebot. Da aber in den USA primär 10- und 11-Fuss-Hängematten den "Insider"-Markt bestimmen, ist die Beschränkung auf die Grenze bei etwa 170cm Körpergrösse schon sinnvoll.


    Mit meinem Impuls oben wollte ich primär zum weiteren Nachdenken über ein paar Aspekte des sehr guten Artikels anregen. Ich war nicht der Meinung, dass alle genannten Aspekte in den Artikel gehören. Du, Furbrain , hast das schon richtig verstanden.

  • Furbrain , wenn du magst, kann ich versuchen, die Situation in der Schweiz noch etwas zuverlässiger abzuklären.


    Klar, gibt es nur wenige Forenmitglieder aus der Schweiz hier. Die Schweiz ist aber eine beliebte / schöne und abwechslungsreiche Urlaubsdestination und gerade mit Hängematte relativ günstig zu bereisen.

  • Hallo vonLieven , danke für deinen Kommentar! Ich habe erstmal sehr defensiv im Artikel argumentiert, als nicht-Jurist auf der Basis dessen, was man so im Internet an Beiträgen findet (z. B. dem YouTube-Kanal von Ein Mann im Wald und Sacki). Wenn ich hier im Forum einem Mitglied juristische Kompetenz zutraue, dann bist du das ;)


    Daher habe ich nun 1. die Aussagen rein auf Deutschland bezogen und 2. das Wort "Welt" in "Wald" umgeändert. Ergänzt habe ich den Satz mit der Unterscheidung von "Zelt" und "Lagern", worin ich auch erstmal einen Link auf deinen Kommentar in diesem Faden gesetzt habe.


    Bzgl. des Kommentars von Waldläufer70 und der Rechtslage in der Schweiz würde ich vorschlagen – sofern das Interesse besteht – einen eigenen "Rechtslage bei Übernachtung im Wald"-Faden aufzumachen und ggf. die entsprechenden Beiträge von dieser Stelle dann dorthin zu verschieben. Das Thema ist interessant und auch relevant, aber gerade juristische Argumentationen sind ja oftmals sehr differenziert zu betrachten ...

    Innere Betrachtungen anzustellen ist viel interessanter als Fernsehen, und es ist eine Schande, daß nicht mehr Menschen darauf umschalten.

    (Robert M. Pirsig: "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten")

  • Ein eigener Faden dazu wäre sicher interessant, weckt dann aber sicher die Erwartung, dass dieser juristisch hieb- und stichfest ist. Das würde ich mir eher nicht zutrauen. So gesehen stehe ich einem separaten Artikel eher kritisch gegenüber, obwohl es - gerade im stark regulierten Mitteleuropa - dringend Not tut, die konkreten Freiräume möglichst umfassend auszuloten.


    Ich weiss nur, dass die Schweiz im Wald, im Weidegebiet und im Hochgebirge eine Art Jedermannsrecht kennt, wie wir es aus Skandinavien und Schottland kennen, sicher aber stärker eingeschränkt als dort, schlicht weil die Bevölkerungsdichte hier viel höher ist.

  • Da ich mich gerade damit beschäftige meine erste HM zu bauen, sind die Hängematten-FAQ der ideale Einstieg, ohne erst das ganze Forum nach Informationen durchsuchen zu müssen. Auch für Leute, die sich Grundsätzlich über das Thema Hängemattencamping informieren wollen, werden hier auf die richtige Spur gebracht.

    Zum Thema Übernachten im Wald oder auf der Wiese kann ich sagen, das die meisten Besitzer, die man vorher gefragt hatte kein Problem mit einer Übernachtung mit Zelt hatten, da sollte eine Hängematte wohl erst recht kein Problem sein. Oft stellt sich nur die Frage wer der Besitzer ist und wen man Fragen kann.

  • Oft stellt sich nur die Frage wer der Besitzer ist und wen man Fragen kann.

    Das Auffinden des Grundstückseigentümers ist außerordentlich kompliziert. Man könnte zwar beim Grundbuchamt anfragen, müßte aber ein berechtigtes Interesse nachweisen, um überhaupt die Chance auf eine hilfreiche Antwort zu haben. Dazu kommt das Problem von Bearbeitungszeit und evtl. Bearbeitungsgebühr.


    Am schnellsten bekommt man sicher im Dorfgasthof Antwort, wem denn der Wald "dort hinten" gehört, wenn auch der Wahrheitsgehalt dieser Antwort gewissen Zweifeln unterzogen werden sollte. Mit großem Glück wohnt dann der Eigentümer in der Nähe und kann aufgesucht werden, um das Anliegen zu schildern. (Auf eine telefonische Frage eines mir Unbekannten würde ich als Eigentümer eher ablehnend reagieren.)


    Alles keine Lösung für die juristische Absicherung des Nachtlagers auf einer Wanderung. :(

    Da hilft wohl nur, im Dunkeln auf- und im Dunkeln wieder abzubauen. Wo kein Kläger, da kein Richter.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Die rechtliche Seite der Hängemattennutzung ist ein Thema, das eng mit der Wald- und Naturschutzgesetzgebung verbandelt ist - und die ist in Deutschland so eng reglementiert, das einem manchmal ganz schlecht werden kann - mir jedenfalls. Sacki hat sich über diese Regelwut kürzlich in einem Video Luft gemacht, und mir damit aus der Seele gesprochen. Ich habe ihm daraufhin ein Foto geschickt, das im Community-Bereich seines Kanals seit zwei Wochen für rege Diskussion sorgt.

    Ich gebe zu, dass ich mir bei meinen Outdoor-Unternehmungen Freiheiten herausnehme, die die rechtlichen Grenzen regelmäßig überschreiten. Aber ich tue das mit Verantwortungsbewusstsein, Augenmaß und viel Erfahrung. Und deshalb ärgere ich mich immer über Videos, in denen die halbe Zeit gesägt und Shelter gebaut wird. Solchen Leuten muss man Grenzen setzen. Für mich und die Berliner Hängercommunity gilt bei unseren Treffen die Leave No Trace-Regel. Natürlich haben wir auch Holz verbrannt, aber das lag im Wald herum und wurde in einem Ofen verbrannt, der keine Brandflecken auf dem Waldboden hinterlässt.

    Danke an vonLieven , dass er aus Rechtskennerperspektive ein paar Anhaltspunkte beigesteuert hat, die das Hängemattenübernachten im Wald

    nicht prinzipiell illegal erscheinen lassen.

  • Und deshalb ärgere ich mich immer über Videos, in denen die halbe Zeit gesägt und Shelter gebaut wird. Solchen Leuten muss man Grenzen setzen. Für mich und die Berliner Hängercommunity gilt bei unseren Treffen die Leave No Trace-Regel.

    Ich glaube auch , dass das das eigentliche Problem (und die Lösung) ist. Was nutzt einem die beste Rechtslage , wenn die Leute vor Ort verärgert und feindselig werden. Anstatt sich weiter über die Rechtslage den Kopf zu zerbrechen, sollten alle sich so verhalten, dass Leute, die sich in der Natur aufhalten, gern gesehen sind. Das Wichtigste dabei ist natürlich

    • keine Spuren hinterlassen,
    • niemanden stören und
    • bei Kontakten freundlich sein.

    Wenn sich alle so verhalten, werden wir auch akzeptiert und dann gilt natürlich:

    Wo kein Kläger, da kein Richter.


    Wir alle sind dabei natürlich irgendwie auch die Stellvertreter für alle anderen. Deshalb finde ich gut, dass Du Furbrain erstmal zur Zurückhaltung aufforderst. Vielleicht sollte man den LNT-Grundsatz mal als die wichtigste Regel mit aufführen.


    Allerdings ist der Rat, um Erlaubnis zu fragen, weder praktikabel noch rechtlich geboten. Durch das allgemeine Betretungs- und Aufenthaltsrecht werden ja gerade die Eigentümerrechte gesetzlich eingeschränkt.

    Wie beschrieben sind die tatsächlichen Freiheitsrechte des Einzelnen relativ weitgehend. Das nutzt einem aber alles nichts, wenn man auf Antipathie bei den Leuten vor Ort stößt. Deshalb: sich lieber angenehm verhalten als auf "Rechte pochen".

  • Ich habe vor einiger Zeit morgens im Wald mit einem Gemeindemitarbeiter (Wasserwerke) geplaudert, als ich mir gerade in der Hängematte sitzend einen Kaffee kochte.


    Nach dem ersten Schrecken darüber, "erwischt" worden zu sein, hat sich ein nettes Gespräch über den Aufenthalt in der Natur entwickelt. Seit diesem Erlebnis bin ich viel entspannter geworden, wenn ich "wild" in der Natur übernachte.


    Unangenehm wird es nur, wenn einen Leute mit offenem Mund anstarren, als wäre man irgendein seltenes Tier im Zoo, wie ich unlängst unter "Was hast du heute gemacht?" berichtet habe. Da man da nie so recht weiss, was die dann wem mit welchem Unterton erzählen, möchte ich solche Situationen eigentlich lieber vermeiden.