Lange Hängematte als Bettersatz mit Bezugsquelle in Deutschland

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  • Ich habe mich in den letzten Nächten und Tagen sehr mit meiner Vivere Double Hammock und dem dazugehörigen Ständer angefreundet. Leider ist mir die Matte bei einer Körpergröße von 1,85m deutlich zu kurz. Ich suche deshalb eine lange Hängematte als Bettersatz mit Bezugsquelle in Deutschland. Für Tips wäre ich sehr dankbar!

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  • Da mir diese Hängematte nicht bekannt ist und ich im Internet keine Angaben zur eigentlichen Hängematte gefunden habe, muss ich mal nachfragen: Wie lang ist die Hängematte (von Spitze zu Spitze) und wie breit ist sie? Welche maximale Hängemattenlänge läßt der Ständer zu, also wie groß ist der Abstand der Aufhängepunkte? Nicht, daß wir Dir eine Hängematte empfehlen und sie passt nicht zum Ständer.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Ich habe mich in den letzten Nächten und Tagen sehr mit meiner Vivere Double Hammock und dem dazugehörigen Ständer angefreundet.


    Ist das diese Hängematte?


    Leider ist mir die Matte bei einer Körpergröße von 1,85m deutlich zu kurz.


    Wenn es die oben verlinkte Hängematte ist, kein Wunder - die ist ja auch nur 280cm lang und extrem schmale 120cm breit. Das ist wohl eine Kinderhängematte.


    Ich suche deshalb eine lange Hängematte als Bettersatz mit Bezugsquelle in Deutschland. Für Tips wäre ich sehr dankbar!


    Was soll es denn für eine Hängematte sein? Wieder eine brasilianische Hängematte aus Baumwolle? Und soll sie in das gleiche Gestell passen? Eine etwas längere Campinghängematte würde vielleicht in das Gestell passen, aber keine längere brasilianische Hängematte. Wenn auf den Fotos das richtige Gestell mit der kurzen Hängematte abgebildet ist, scheint es schon dafür zu kurz zu sein, denn ein Ende ist über den Arm gefaltet. Am besten du misst mal aus, wie weit die Arme maximal auseinander sind, und wie die Distanz zwischen dem höchsten und tiefsten Punkt lotrecht ist. Dann kann man grob schätzen, wie lang die längste Hängematte ist, die man noch ins Gestell hängen kann.


    Wenn du andere Aufhängemöglichkeiten hast, und es eine Hängematte aus Nylon sein darf (hat weniger Dehnung als Baumwolle, was ich z.B. angenehmer finde), dann schau dir mal die extra langen Lesovik-Hängematten an, die ich habe maßfertigen lassen. Heute habe ich auch extra lange (12') Warbonnet Traveler Hängematten vom Zoll abgeholt. Hab gerade mal kurz Probe gelegen, und das Liegegefühl ist luxuriös. Eine davon wird wohl meine Winter-Bett-Hängematte werden :o


  • Ist das diese Hängematte?
    Wenn es die oben verlinkte Hängematte ist, kein Wunder - die ist ja auch nur 280cm lang und extrem schmale 120cm breit. Das ist wohl eine Kinderhängematte.


    Nicht genau diese Variante aber eine ähnliche Matte und das unpassende Gestell. Sie ist leider wirklich sehr schmal und für mich auch eindeutig zu kurz. Bei der Aufhängung hatte ich an den Hammock Pipe Stand https://theultimatehang.com/20…table-hammock-pipe-stand/ oder einen Turtedog Stand gedacht. Also wären im Prinzip auch lange Matten eine gute Alternative. Die WArbonnet Traveler XL sieht auf jeden Fall nach einer sehr guten Alternative aus. Wie breit und vor allem hoch müsste denn ein Gestell sein um eine so lange Matte sinnvoll zu hängen? Danke schon mal für die Hinweise.

  • Die Traveler XL ist wirklich empfehlenswert. Etwas mehr Luxus (Mückennetz und Ablagefläche) bietet meine Lieblingshängematte, die Warbonnet Blackbird XLC. Beide kannst Du entweder direkt in den USA, bei einigen (ich glaube 3) europäischen Webshops oder am bequemsten in Deutschland bei [USER="46"]TreeGirl[/USER] kaufen. Den Link zum Shop findest Du in ihrer Signatur.
    Die Chameleon von Dutchwaregear solltest Du Dir auch mal genauer anschauen. Auch hier wieder Direktimport aus den USA oder bequem aus Deutschland über Hammockfairy.com (TreeGirl)


    Wenn Du mit einer Nähmaschine umgehen kannst und etwas Geld sparen willst, wäre auch Selbernähen eine Option. Geeignete Stoffe gibt es bei Dutchwaregear, Ripstop by the Roll (beide USA), extremtextil.de oder Hammockfairy (beide Deutschland).

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Die WArbonnet Traveler XL sieht auf jeden Fall nach einer sehr guten Alternative aus. Wie breit und vor allem hoch müsste denn ein Gestell sein um eine so lange Matte sinnvoll zu hängen? Danke schon mal für die Hinweise.


    Die Ridgelinelänge der Traveler XL ist ca. 281cm, der Durchhang ist max. 70cm; die Ridgelinelänge der Traveler XXL ist ca. 349cm, der Durchhang ist max. 85cm. Das Gestell sollte etwas länger als die Ridgelinelänge sein (es kommen ja noch ein paar Zentimeter von der Aufhängung dazu), und so hoch wie der Durchhang plus gewünschte Sitzhöhe.


    Wenn die Hängematte ein Bettersatz werden soll, würde ich allerdings von einem Gestell abraten. Gestelle mit nach oben offenen Armen flexen zum Teil gewaltig, so dass es schwer ist, eine gute Ridgelinespannung zu bekommen. Natürlich ist das nur ein Problem, wenn du eine Hängematte mit Ridgeline verwenden willst. Aber alle Gestelle die ich verwendet habe, beanspruchen viel Platz. Deshalb habe ich mir für meine Bett-Hängematte Balken an die Wände geschraubt. Tagsüber steht mir so der volle Platz zur Verfügung.

  • Re Traveler XL oder Blackbird XLC: Als Bettersatz würde ich auf jeden Fall die Traveler XL (oder noch besser XXL) empfehlen, es sei denn, Mücken sind ein Problem. Ich selbst schlafe von November bis Juni in einer Traveler XL (oder alternativ in einer ähnlichen DIY-Hängematte) und würde die Reissverschlüsse an den Kanten nervig finden. Diesen Sommer habe ich von Juli bis jetzt in einer Heavyweight Double Layer Eldorado geschlafen. Die musste ich nur auf einer Seite abspannen, um das Netz aus dem Gesicht zu halten. Auf der anderen Seite hing nichts herunter, über das ich stolpern konnte. Das wird ab jetzt vermutlich mein Sommerbett.


    Für unterwegs ist aber auf jeden Fall die Blackbird / XLC meine erste Wahl, weil die Ablage so nützlich ist.


    Natürlich kannst du eine Hängematte kaufen, die alles tut - aber dann musst du halt irgendwo Abstriche machen. Ich sehe es so: um eine Schlafqualität zu erreichen, die mit der in meinen Lieblingshängematten vergleichbar ist, müsste ich mehrere 100€ für ein gutes Bett ausgeben. Vermutlich sogar über 1000€. Dagegen ist eine simple netzlose Hängematte spottbillig. Selbst ein Wooki kostet nur einen Bruchteil von einer guten Matratze, und hält nicht nur länger, sondern kann auch beim Wandern verwendet werden. Unterm Strich spare ich selbst mit mehreren Hängematten noch viel Geld. Klinge ich jetzt wie ein Alkoholiker? :rolleye:

  • Zitat von pizzaburn

    Von der Traveler XL bin ich sehr angetan, gibt es hier im Forum jemanden der schon Erfahrung mit dieser Matte als Bettersatz hat?


    Klar, ich schlafe seit Jahren in einer Traveler XL. Gelegentlich tausche ich sie auch mal gegen eine DIY-Hängematte aus - ein wenig Abwechslung macht Spaß. Ich hätte aber kein Problem damit, nur noch die Traveler XL zu verwenden. [USER="269"]barfuß[/USER] schläft soweit ich weiss auch die meiste Zeit in einer Traveler XL.

  • Ich habe 2 Traveler XL: die eine hängt im Schlafzimmer und ich schlafe jede Nacht drin, die andere hängt im Wohnzimmer und eignet sich zum Lesen oder fernsehen. Ich bin mit beiden sehr zufrieden. Das eine ist eine zweilagige, die andere ist einlagig, aber das ist für mich nicht so wichtig.
    Als Betthängematte ziehe ich, wie [USER="46"]TreeGirl[/USER] auch, eine HM ohne Reissverschlüsse an den Kanten vor.

  • Zitat von pizzaburn

    Würdest du eine XL auch bei 185cm Körpergröße empfehlen oder da schon eher zur XXL Variante raten?


    Ich habe die XXL gerade erst neu bekommen und nur kurz Probe gelegen, aber ich hatte den Eindruck, dass ich (mit 165cm) nochmal etwas besser liege. [USER="153"]Waldläufer70[/USER] schlägt einen Faktor von 1,9 oder 2 vor, was für mich relativ gut hin kommt. Allerdings ist der Liegekomfort nicht immer der einzige entscheidende Faktor. Beispielsweise gehe ich mit der normalen 10' Blackbird wandern, weil ich darin auch noch sehr gut schlafe. Die XLC ist zwar etwas bequemer, aber nicht so bequem, dass ich 250g mehr schleppen wollen würde. Allerdings bezweifele ich, dass eine 9' Blackbird für mich auch noch so bequem wäre, dass ich weitere 250g sparen wollen würde. Zu Hause, wo mir das Gewicht egal ist, schlafe ich lieber in längeren Hängematten. Eine Traveler XXL wird wohl demnächst meine Traveler XL ersetzen - erst dann kann ich mehr Erfahrungen beisteuern.


    Ich kenne eine Menge zufriedener Traveler XL, Blackbird XLC oder Eldorado Nutzer die größer als 180cm sind. Mit 185cm sollte die Traveler XL also auf jeden Fall funktionieren. Die XXL habe ich vor allem für Leute mit 190cm und mehr Körpergröße bestellt. Aber wenn ich mit 165cm die Traveler XL der Traveler vorziehe, könnte ich mir vorstellen, dass es dir mit der XXL ähnlich gehen könnte. Letztendlich ist Komfort aber eine sehr persönliche Sache. Wenn du die Hängematte auch zum wandern verwenden willst, wäre die Traveler XL besser geeignet, weil sie leichter ist und ein 11' Tarp noch ausreichend ist.

  • Zitat von pizzaburn

    Würdest du für die Indoornutzung bei ca. 75kg schon eine double layer empfehlen?


    Die Double Layer hat nichts mit Indoor- oder Outdoornutzung zu tun. Das Hauptkaufargument für eine doppellagige Hängematte scheint zwar meist die Nutzung einer Isomatte zu sein (die man zwischen den Lagen etwas besser fixieren kann), aber die Kapazität und Liegeeigenschaften sind eigentlich noch wichtiger. Ich wiege nur 60kg und verwende im Allgemeinen keine Isomatte, aber wenn ich es mir aussuchen kann, schlafe ich am liebsten in einer Heavyweight Double Layer Hängematte von Warbonnet, weil die für mich den besten Liegekomfort bietet. Aber wie immer gilt: hang your own hang.


    Zitat von pizzaburn

    Sonst bin ich von der Traveler XL sehr angetan und werde sobald sich die Wände der neuen Wohnung La siesta haken geeinet zeigen wohl eine bei dir bestellen


    Nur ein Hinweis: Warbonnet Hängematten sind nur dann bequem, wenn sie richtig aufgehängt werden. In dieser Hinsicht sind sie anspruchsvoller als die meisten anderen Hängematten. Warum, weiss ich nicht. Ist einfach ein Erfahrungswert. "Richtig aufgehängt" heisst, die Ridgeline hat die richtige Spannung, und das Kopfende hängt ein ganzes Stück tiefer als das Fußende. Wie viel tiefer hängt von deinem Körperbau ab. Haken kann man verwenden, aber dazu muss man erstmal wissen, wo man sie anbringen muss. Ich habe auch mit Haken angefangen, weil die am einfachsten zu bekommen und am günstigsten waren. Nachdem meine Wand wie ein Schweizer Käse aussah, und es immer noch nicht passte, habe ich eine bessere Lösung gesucht.


    Wenn du tatsächlich Haken verwenden willst, würde ich dir empfehlen die Hängematte zuerst zwischen zwei Bäumen aufzuhängen, deren Abstand dem Wandabstand entspricht, und dort mit verschiedenen Aufhängepositionen zu experimentieren, bis du die richtige gefunden hast. Dann kannst du die Höhe der Aufhängepunkte messen und auf die Situation zu Hause übertragen.

  • Das mit den Haken kann ich bestätigen. Meine erste "richtige" Hängematte war eine Hennessy Hammock, bei der man von unten einsteigt. Demzufolge hing die Hängematte recht hoch. Mittlerweile hängen meine Hängematten nur noch kniehoch, die Haken sind aber an ihrer Stelle geblieben und liegen nun eigentlich zu hoch.
    Also entweder gleich eine Schiene anbringen oder sehr sehr gut überlegen, wo die Haken hinsollen.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Zitat von pizzaburn

    hatte auch schon an die Balkenlösung gedacht, bei etwas bröseligen Wänden fehlen mir aber Erfahrungswerte wie man das geschickt umsetzten könnte bzw. wie gut stabil sich die ganze Konstruktion verhält, Wenn ich das richtig auf den Bildern gesehen habe ist ja die Schiene von TreeGirl an eine Holzwand geschraubt?


    Auf der Seite auf der ich nur eine Ytong-Wand habe, habe ich zuerst einen "schmalen" Balken (glaube 4cm x 7,5cm) mit den 16 stärksten Ytong-Dübeln an die Wand geschraubt. Auf den Balken habe ich dann den Hängebalken aufgeschraubt. In meinem speziellen Fall musste ich eine H-Konstruktion bauen, weil eine Türöffnung im Weg war. Links und rechts der Tür ist je ein schmaler Balken mit je 16 XXXL-Dübeln an die Wand geschraubt. Jeder Dübel sollte mindestens 40kg Zug aushalten. Der Querbalken läuft über die Tür und ist auf den beiden schmalen Balken angebracht. Wenn die Schiebetüröffnung nicht an dieser Stelle wäre, hätte ich es wie auf der anderen Seite gemacht, und Klötzchen auf den "Ankerbalken" gesetzt, auf denen wiederum der Hängebalken angeschraubt ist.


    Wenn du heraus finden kannst was für Wände du hast (Rigips? Ziegel? Porenbeton?) kannst du recherchieren welche Dübel am besten funktionieren. Je schwacher die Wand ist, auf eine desto größere Fläche würde ich den Zug verteilen.