Gefährliche Tiere - Einbildung oder Realität?

  • und noch eine Frage zu gefährlichen Tieren.

    Waschbären!

    Gestern beim hängemattieren in Waschbärland kam die Frage auf ob die eventuell nachts klauen.

    Schuhe, kleine Rucksäcke.... was sonst noch so rumsteht. Habt ihr da schon mal was gehört, muss man da Vorsichtsmaßnahmen ergreifen?


    Von Eichhörnchen sind mir schon mal Müsliriegel geklaut worden, das war aber eher lustig.

    Der kleine Bär war in der Dämmerung direkt auf dem Feld neben den Bäumen unterwegs. Und kein bisschen scheu.


    Gruß

    Thomas

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

    Edited once, last by wiedemeier ().

  • Ich übernachte sehr oft im Wald (5-6 Wochen/Jahr).


    Seit ich mir die Hosenbeine mit Permethrin (No-Bite Kleidung) ein sprühe, habe ich Ruhe vor Zecken. Einmal einsprühen - hält die ganze Tour.

    Keine einzige Zecke mehr seitdem. In den Jahren davor hatte ich trotz Autan bei jeder Tour immer mindestens 1 oder 2 Stück.

    Ich lasse die eingesprühten Wanderhosen aber auch immer an. Auch im Hochsommer. Für kurze Hosen laufe ich zu oft durch hohe Wiesen.


    Wildschweine habe ich schon öfter gesehen, meist waren die aber schon am weg rennen oder haben nach klatschen/rufen das Weite gesucht.


    Die größte Gefahr bei Rötelmäusen sind nicht etwa die Hantavieren, sondern der Lochfraß ;)

    Dem gehe ich aus dem Weg, indem ich NICHTS auf dem Boden stehen habe.

    Ich nutze an ALLEN Hängematten eine Gearhammock von Bernd Odenwald :thumbup:

    Die neue "multicam" Farbvariante sieht man schön auf Bild 13 von den "Trekking Pfalz 2019" Bildern.

    bzw. man sieht sie kaum wegen multicam ;)


    Waschbären habe ich noch NIE gesehen. Ich bringe mit Waschbär aber auch eher Stadt als Wald in Verbindung (Trashpanda). Wo ist denn bitte Waschbärland (so geographisch)?


    Ansonsten fühle ich mich im Wald wesentlich sicherer und geborgener als in der Fußgängerzone unserer Kleinstadt.

    Da laufen die richtig gefährlichen Tiere rum: Maximal intoxikierte, verhaltens-originelle Jugendliche mit Frustrationshintergrund =O

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • Waschbären habe ich noch NIE gesehen. .............Wo ist denn bitte Waschbärland (so geographisch)?

    Echt nicht?

    Ich sehe hier jeden Tag welche. Die kommen bis ans Haus. Im Wald verstecken die sich gut, aber die Spuren sind überall. Und abends sieht man die bei uns (südliches Eggegebirge) auch im Wald rumpummeln. Am Edersee (Hesen, Kellerwald) stehen auf Campingplätzen sogar Schilder das es verboten ist Essbares im Zelt aufzubewahren wegen der Waschbären. Dort kann/soll man im Haupthaus einen Schrank benutzen. Der auf dem Foto ist ein Baby, die restliche Familie (Mutter mit dreii bis fünf Jungen) ist abgehauen bevor ich fotografieren konnte.


    Der Tip mit der Gear-Hammok ist gut, muss ich mich mal drum kümmern wenn ich wieder zu Hause bin.

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Echt nicht?

    30 Jahre Pfälzer Wald - Kein Waschbär.

    Rehe, Füchse, Wildschweine, Dachse, Eichhörnchen und sogar mal ein vietnamesisches Hängebauchschwein (ausgebüchst aus einem Gnadenhof) - aber noch nie Waschbären.


    Waschbären in Rheinland-Pfalz auf dem Vormarsch

    Zitat: ...vor allem im Westerwald, Taunus, Eifel und Hunsrück ...

    Die meiden also den Pfälzer Wald :)

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • Seit ich mir die Hosenbeine mit Permethrin (No-Bite Kleidung) ein sprühe, habe ich Ruhe vor Zecken

    Du hast mich inspiriert und nachdem das "drüben" ebenfalls von allen bekannten Gesichtern propagiert wird, probiere ich das mal aus. Stand heute habe ich dazu ein günstiges Angebot gefunden, welches ich teilen möchte, weil dort keine Versandkosten aktuell anfallen. Falls die Rubrik falsch ist, bitte einfach wieder löschen:


    Preis 11,89 für 200ml, versandkostenfrei

    https://volksversand.de/famili…sche-pzn-04436102-2078079

  • Bei "car camping" outings treffen wir oefters mal auf Waschbaeren, die es auf Lebensmittel abgesehen haben. Da muss man schon ein Auge drauf haben. Die Biester sind ziemlich dreist. Einer hat sich sogar mal einen Beutel mit Zahnpasta geschnappt und ist davongekommen. Schuhe oder sonstige Ausruestung scheinen nicht wirklich interessant fuer sie zu sein. In der freien Wildbahn bin ich noch keinem begegnet. Sind eher die unachtsamen Stadtcamper die sie dressieren.

  • Preis 11,89 für 200ml, versandkostenfrei

    https://volksversand.de/famili…sche-pzn-04436102-2078079

    Danke für die Info. Das ist der halbe "Normalpreis".


    Infos zu Permethrin:

    Das Zeug ist seit Jahrzehnten an tausenden Soldaten getestet worden (US Army, Bundeswehr) und gilt als ungefährlich für Menschen.

    Trotzdem sollte man damit vorsichtig umgehen, da es außer für Insekten auch für Wassertiere und Katzen in seiner flüssigen Form hochtoxisch ist.


    Mein Workflow:

    Ich sprühe am Abend vor der Tour die Hosenbeine außen vom Knie abwärts großzügig ein und lasse die Wanderhose dann über Nacht auf dem Balkon trocken/auslüften. Dadurch kristallisiert der Wirkstoff aus und wird weniger toxisch für Katzen und der Geruch lässt deutlich nach.


    Works for me und meiner Katze geht es auch gut.

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • Als «Gefahr» auf Wanderungen können auch Herdenschutzhunde wahrgenommen werden. Hier ein Video zum richtigen Verhalten bei Begegnungen:



    Mir ist auf einer Wanderung noch nie einer begegnet. Eine beeindruckende Begegnung hatte ich mal, als ich mit einem Freund im Vercors (Frankreich) unterwegs war. Wir hatten auf einem Plateau in unseren Zelten übernachtet. Um die Zeit des Sonnenaufgangs war das Blöken von Schafen zu hören, das allmählich lauter wurde. Plötzlich rannten zwei Herdenschutzhunde bellend dicht um unsere Zelte und ihre Silhouetten tanzten in der Morgensonne als Schatten der Zeltwand entlang. Als der Grossteil der Herde unsere Zelte passiert hatte, liessen die Hunde von uns ab und zogen mit der Herde weiter.

  • Man liest ja immer wieder, dass man seine Hängematte nicht direkt über einen Kuhwechsel hängen soll...


    Gleich unterhalb des Gipfels der La Dôle im Schweizer Jura begrüssten mich am Montagabend ein paar Kühe, welche ich im Abendlicht porträtierte:



    Da, beim Abstieg im Südwesthang fiel mein Blick bei der Suche nach einem Lager für die Nacht unweigerlich auf einen Kuhwechsel:



    Ein typischer Kuhwechsel ist leicht erkennbar an den teils tiefen Eindrücken der Paarhufer und den gelegentlichen Rutschspuren, vor allem in feuchtem, abschüssigem Gelände.


    Ich war gewarnt, hier durfte ich meine Hängematte auf keinen Fall quer darüber hängen. Bald war ein schöner Platz mitten in einer kleinen Gruppe von Fichten gefunden:



    Gegen 21 Uhr begann es einzudunkeln und ich baute meinen Kocher auf, um mir eine Portion «Riz Casimir» zu kochen.



    Da muss im Tal der Ruf des Bergbauern erschallt sein. Als ob sie gerufen worden wären, setzten sich die Kühe beim Berggipfel oben in Bewegung gen Tal und alsbald galoppierten sie an meinem Hängplatz vorbei, die einen ein ganzes Stück unterhalb über die Alpweiden, einige in einer grasbewachsenen Furche etwas oberhalb von meinem Platz und ein paar Tiere unmittelbar neben meiner Hängematte und meinem Kochgerät vorbei, ich nur geschützt durch eine Gruppe von vielleicht drei Fichten.


    Nach diesem Schreckmoment kehrte dann Ruhe* ein und ich konnte meinen Reis und die Abendstimmung geniessen:



    Also, beachtet die Kuhwechsel, wenn ihr im Jura oder in den Alpen unterwegs seid!


    * Und falls sich schon jemand gefragt hat, ob die Kuhglocken nachts verstummen... Die Antwort lautet: Nein, sie bimmeln auch die ganze Nacht durch!

  • Am Dienstag – in der Gegend des Grand Montrond, bereits im französischen Jura – fiel mein Blick auf diese beiden Plakate:


    zum Vergrössern bitte anklicken


    Nur kurze Zeit später passierte ich eine Herde Schafe und es dauerte nur einen Moment, bis zwei kräftige Pyrenäenberghunde mich entdeckt hatten und auf mich zu rannten. Ich trug das Ganze – dank der beiden Plakate bestens vorbereitet – mit Fassung und wusste nun, wie ich mich zu verhalten hatte. Erleichternd kam noch dazu, dass die Schafherde zusammen mit den Hunden mit einem grossen Elektrozaun eingepfercht waren. Glück gehabt! 8o


    Diese grossen Hunde können einem aber schon eine ziemliche Furcht einflössen oder zumindest einen Schrecken einjagen, wenn man solche Begegnungen nicht gewohnt ist!

  • Hier mal ne Frage zu weniger gefährlichen als mehr faszinierenden Tieren.

    (ich wollte nicht extra einen neuen Tierthread aufmachen)


    Vielleicht kennt sich ja einer von euch gut mit Rotwild aus?

    Am Wochenende war ich mit der Frau an einem meiner Liebingshängplätze am Marschallshagen,

    Holtheimer Hütte. Zur Dämmerung, so gegen 21:00 waren sehr laute Brunftrufe eines Hirsches zu hören, die auch aus mindestens zwei Richtungen von anderen Hirschen beantwortet wurden. Zum Teil waren die Kerle spektakulär laut.

    Sind die nicht ein bisschen früh dran? Ende August, es war gegen neun dort noch gut 20° warm.

    Normalerweise kenne ich die Brunftrufe eher ab Mitte bis Ende September bei Temperaturen die Richtung Frost gehen.


    Gruß

    Thomas

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Ich hatte am Samstagabend auf dem Weg zum Napf (1406m ü.M., Kanton Luzern) ein spezielles Erlebnis, das eigentlich nichts mit dem Thema hier zu tun hat. Ausser wenn man den Spiess umkehrt: Dann war vielleicht ich das "gefährliche Tier":


    Ich bin erst abends um 18 Uhr in Willisau losgewandert und wollte mir unterwegs einen schönen Platz suchen. Gar nicht so einfach in einem Gebiet, wo jede nicht «fast senkrecht» abfallende Fläche landwirtschaftlich genutzt wird, die meisten Waldflächen also steil abfallen und teilweise auch unter Naturschutz stehen. Schliesslich habe ich einen schönen Platz gefunden: nur etwa 100m vom Waldweg und einem Grillplatz entfernt und tatsächlich flach.

    Schon beim Aufbauen der Hängematte hörte ich ein eigenartiges Fiepen, das ich nicht kannte. Ich blickte immer wieder in die Baumwipfel, um den mir unbekannten Vogel zu entdecken. Als ich mit dem Aufbau fertig war, erspähte ich keine zehn Meter von mir entfernt ein Rehkitz, das sich noch auf ganz wackeligen Beinen bewegte. Und dann war mir auch klar, woher das Fiepen gekommen war. Ich musste das Rehkitz und seine Mutter verunsichert haben.

    Nach kurzer Bedenkzeit war mir klar: Hier kann ich nicht bleiben! Also stopfte ich meine Hängematte samt Unterquilt und Baumgurten in den Rucksack und machte mich kurz vor Sonnenuntergang auf die Suche nach einem besser geeigneten Platz, den ich zum Glück nur ein paar hundert Meter weiter auch fand: in einem Waldstreifen zwischen einer wenig befahrenen Strasse und einer Wiese.


    Haben andere auch schon solche für sie überraschende Erlebnisse gehabt?


    Ich weiss, eigentlich gehört dieses Thema gar nicht hierher. Deshalb meine Frage: Wer hätte Interesse an einem Faden zum Thema «Tiere und Pflanzen (Bäume)» / «Naturbegegnungen und Naturfragen»? Vielleicht könnte man den als Nebenthema neu anlegen. Für solche Begegnungen oder für Fragen wie: Was ist das für ein Baum? Kennt jemand diese Blume? – Irgendwie hat das ja alles auch mit unseren Touren zu tun. Und man mag auch nicht gleich einem anderen Forum beitreten, bloss weil man einen Baum, eine Pflanze nicht kennt oder eine spezielle Begegnung mit einem Tier hatte. Was meint ihr?

  • Waldläufer70 Da wir uns immer wieder in der Natur (oder zumindest dem, was die Menschheit der letzten paar Jahrhunderte davon übrig gelassen hat) bewegen und soweit möglich keinen weiteren Schaden anrichten wollen finde ich die Idee eigentlich nicht schlecht, auch wenn es etwas Off-Topic ist.

  • Gerade auf der Schweizer Karte der Stiftung "SchweizMobil" entdeckt: Ein Abschnitt eines Wanderwegs, der über eine Weide mit Mutterkuhhaltung führt, ist zurzeit gesperrt, weil die Mutterkühe aufgrund der Präsenz des Wolfes in letzter Zeit ein aggressives Verhalten gezeigt haben, das anscheinend über den "normalen" Rahmen hinausgeht:


Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!