eine Insel mit zwei Bäumen

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich jetzt schon eine Weile nur gelesen und gelernt habe, konnte ich mich doch dazu durchringen, mich endlich anzumelden. Eigentlich habe ich es nicht so mit Foren. Deshalb will ich schon mal vorbauen, da ich nicht versprechen kann schnell zu antworten beziehungsweise oft zu schreiben.


    Um mich mal kurz vorzustellen:


    Mein Hängeort ist derzeit Lummerland (ein Balkon im Großraum München). Dort hängt je nach Gusto eine original mexikanische Baumwollmatte (Kette und Schuss, nicht geflochten) oder eine einlagige GE aus einem Seidenvorhangstoff vom Kaufhof. Meine geflochtene echte Mayan hat vor Jahren schon meine Schwester für ihren Garten mit mehr als zwei Bäumen bekommen... Ach ja, für die derzeitige Aufhängung wird das "normale" exped Schlitzseil verwendet.
    Die Mexikanerin ist tagsüber zum Rumhängen und Lesen unschlagbar bequem. Nachts hängt sie zu stark durch, aber aufgrund der begrenzten Diagonale des Balkons kann ich nichts daran ändern, ohne sie aufzutrennen.
    Die Seidenmatte ist leider nur 135 cm breit (Ich bin knapp 1,80 groß) aber die Stoffbahn ist 4,2 m lang. Mit ihr experimentiere ich noch, welche Länge und Faltung (hier wird wohl von Whipping gesprochen? Das ist aber doch im Wortsinn nur die Schnur, die alles zusammenhält,oder?) mir am besten zusagt. Da ich bei 11' durch eine Faltetechnik schon einen sehr flachen Liegebereich geschaffen habe (dazu habe ich einen eigenen Beitrag https://www.haengemattenforum.de/forum/main-forum/hängematten-camping/49510-neue-oder-auch-alte-whipping-methode geschrieben) hat sie auch schon zum Übernachten getaugt. Firstschnur hat sie noch keine, da sie ja immer am selben Fleck (in die selben Schlitze) aufgehängt wird.
    Jetzt, da die Nächte wieder kühler werden, als in den letzten Tagen und Wochen, ist ein alter Schlafsack unter Verwendung von Maurerschnur zu einem (viel zu großen) Underquilt umfunktioniert worden und hält mir den Rücken fast schon zu warm.



    Warum ich mich angemeldet habe:


    WISSEN!
    Da ich mir wohl das Hängemattenvirus eingefangen habe, muss ich mich wohl oder übel damit arrangieren... Deshalb will ich in der nächsten Zeit für Außeneinsätze zu Fuß eine dritte (ziemlich leichte) HM nähen, dazu einen passenden (ziemlich leichten) UQ nähen, ein (ziemlich leichtes) Tarp kleben und als Fernziel noch einen TQ "machen". Zu HM und UQ habe ich schon konkrete Ideen und werde wohl in der nächsten Zeit ein paar Fragen stellen. Das Tarp ist dann etwas später angedacht. Vielleicht muss ich aber doch das Tarp vorziehen, da extex ja kein Camo-Cuben hat und vorraussichtlich der Stoff, die Aufhängung und die Baumgurte für die HM eh aus den usa eingeflogen werden sollen.
    Als Stoff habe ich das robic im Blick, bin mir aber noch nicht klar, ob die HM einlagig oder zweilagig werden soll. (also ob 2x 0,74 bzw. 1,0 oder 1x 1,7). Als Aufhängung will ich der allgemeinen Empfehlung entsprechend amsteel verwenden und als Gurte die 2" spider web.
    Das Schlitzseil gefällt mir nicht schlecht, würde aber mit doppelt so vielen Schlitzen noch mehr Sinn machen. Deshalb will ich eine "multiple brommel amsteel Daisychain" als durchgehende Aufhängung/tragende Firstschnur spleissen. Zwei ange-s Karabiner habe ich eh immer dabei... man weiß ja nie.
    Die HM soll eine GE mit Endbereichen aus Schnüren werden.


    Soweit erst mal... Hoffentlich komme ich heute Abend dazu, die entsprechenden Themen zu erstellen und hier auch zu verknüpfen. Wenn nicht, siehe erster Absatz...


    Grüße in die Runde,


    dem Jim sein Mentor ;)

  • Falls mal eine Insel nur einen Baum hat, musst du einfach mit dem Einbaum anreisen; dann hast du zwei.


    Willkommen im Forum und danke für deine Vorstellung und das erste Thema, das du bereits angeschnitten hast (pun intended).

  • Schön, Dir so beim Entspannen und Genießen zuzusehen! :)
    In meiner Signatur findest Du eine Anleitung zum Einbinden von Bildern in Forenbeiträge. Die Forensoftware ist etwas kompliziert in dieser Hinsicht, aber die Einzige, die wir haben.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Ich fände es auch nett, wenn du die Fotos noch größer einstellen könntest, weil mich deine Bilder interessieren und ich so die Dinge, die ich gern sehen möchte, nicht erkennen kann. (Halte dich einfach an die Anleitung von [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] und schau, dass die Bilder nicht viel größer als 800 KB sind.)

  • Danke für deine Mühe, die Bilder nochmal einzustellen. Jetzt sind sie für mich gut erkennbar und ich bin erstaunt, wie gut sich dein Underquilt an die Hängematte anschmiegt. Sieht gut aus!

  • Hallo zusammen! Nachdem ich am Freitag bei TreeGirl zum Abholen meines bestellten Hexon 1.6 gewesen bin, habe ich noch Zubehör und Werkzeug mitgenommen. So konnte ich mein Setup upgraden. Momentan ist die HM als DL auf ca. 3,7 m gewhipped. Wie bei meiner schmalen HM habe ich die Mitte etwas verkürzt, um eine flache Liegeposition zu erreichen. Hat geklappt! Ich liege in einem deutlich weniger spitzen Winkel zur HM-Längsachse, als vorher.
    Die windige Reepschnur habe ich durch 7/64 Amsteel Dogbones ersetzt. Die loop-d-loops funktionieren am Schlitzseil super!
    Spleißen macht mit Amsteel deutlich mehr Spaß, als mit der Maurerschnur... mit dem D-Splicer vergraben sich die burys fast von alleine. Zum Fädeln der eigentlichen Brummels habe ich allerdings den Marlspieker meines Victorinox Segelmessers verwendet. Der hat in der Spitze ein Loch. Wenn man ihn schon einmal zum Aufweiten des Kanals durch das Geflecht gedrückt hat, kann man das ausgedünnte Ende des bury super in das Loch einfädeln und zurück durch den Kanal im Geflecht ziehen. Und weil ich schon so schön am Spleißen war, habe ich noch ein paar improved soft shackles mitgemacht.
    Hier hängt unter der HM mein Schlafsack-Quilt. Die Clew suspension hängt in den shackles. Die RL ist eine Whoopi mit Rückzugstopper und gebändigtem losen Ende. Dazu habe ich einen Mini loop an das Ende gespleißt und den fixen loop durchgezogen.
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    Für die Freunde von Maßangaben füge ich hier noch meine Spleißlängen ein...
    Die Dogbones sind je aus einem 24,25“ langen Stück 7/64“ Amsteel gespleißt. Daraus sind 11,irgendwas“ lange Dogbones mit 1“ loops und überlappenden tapers geworden. Um das zu erreichen habe ich je 4,5“ bury mit 1“ taper und je 3“ für den Loop verwendet. Die Länge des Mittelstücks hat sich ergeben. Die Größe der loops ist genau so groß, dass der Überhandknoten der Schäkel durchpasst. Zufällig ist die Größe auch ideal für die loop-d-loops.
    Die soft shackles sind je aus einem 48“ langen Stück 7/64“ Amsteel gespleißt. Daraus sind shackles mit 3“ Nutzlänge geworden. Das sind nicht mehr die Originalmaße aus dem Video von tacblades. Ich habe je einen 10“ bury mit 1“ taper und 1,5“ für die loops verwendet. Damit haben sich 0,5“ loops zum Sichern des Überhandknotens ergeben und in der Mitte ist ein etwa 1,5“ langes Stück für die selbstsichernde Schlaufe frei geblieben. Der Rest des Schäkels ist durch die burys verdickt, um große Biegeradien und eine große Auflagefläche zu erreichen.


    Soweit...
    Dem Jim sein Mentor

  • [USER="153"]Waldläufer70[/USER] Servus! Du hast vollkommen recht. Das ist ein rundblättriger Enzian. [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":50822}[/ATTACH]
    Aber ein seltener mit sechs Blütenblättern. Auch einen Glocken-Enzian mit sechs Blütenblättern habe ich schon einmal gesehen:
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  • [USER="153"]Waldläufer70[/USER]Servus! Du hast vollkommen recht. Das ist ein rundblättriger Enzian.


    Aber ein seltener mit sechs Blütenblättern. Auch einen Glocken-Enzian mit sechs Blütenblättern habe ich schon einmal gesehen:


    Vielen Dank für die Aufklärung samt Bildern. Die Natur ist schon interessant. Mal findet man eine Rarität mit sechs Blütenblättern... Ich hatte am 17. April 2014 auf dem Jura-Höhenweg (CH) das Glück, einen vierblättrigen Frühlings-Enzian zu entdecken. Ich vermute zumindest, dass es einer ist. Kennst du dich da aus?


    Hier das Bild:


    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"medium","data-attachmentid":50830}[/ATTACH] Gentiana verna? mit 4 Blütenblättern! :)


    Am 20. April 2012 hatte ich an den Hängen der «Dent de Vaulion» sogar einen mitten in den letzten Schneeresten entdeckt:


    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"medium","data-attachmentid":50831}[/ATTACH]Gentiana verna?

  • Da kann ich auch nur vermuten. Die Details der Bestimmung schaffe ich ohne Buch nicht. Die kleinen Enziane mit sehr ähnlichem Blütenaufbau sind für mich immer Schusternagerl... die großen Kelche einfach große Enziane. Ansonsten kann ich noch den meines Wissens immer vierblättrigen fransigen (bayerischen?) Enzian, den Herbstenzian und den Schwalbenwurzenzian gut unterscheiden. Hauptsache schön blau. Eine meiner Lieblingsfarben. Ganz entzückt bin ich immer bei dem unscheinbaren Kohlröschen... so ein Duft! Mal schauen, ob ich ein Bild finde. Ok, nicht selbstgeknipst:
    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":50834}[/ATTACH]

  • Sehe gerade, dass der Frühlings-Enzian auch Schusternagerl genannt wird. Das würde passen.


    Beim Bild vom Kohlröschen dachte ich: Ist das nicht ein Männertreu? Dann die Verwirrung: Männertreu ist eine andere Pflanze. Hat mir mein Vater da etwas Falsches beigebracht? Des Rätsels Lösung: Das schwarze Kohlröschen wird auch Männertreu genannt! :)


    Ja, und das duftet wunderbar nach Vanille / Schokolade. :)


    Bei mir ist da leider vieles in Vergessenheit geraten...

  • Speik duftet auch so wunderbar. Wir waren mal am Hochschwab, als die Speikböden in voller Blüte waren. So intensiv nach Baldrian, dass wir fast berauscht waren.