Umgewöhnungsprobleme beim Umstieg vom Bett bzw. von der Isomatte in die Hängematte

  • Ich kann die Aufhängeprobleme nicht wirklich nachvollziehen. Ich brauche nur eine Ridgeline. .


    Naja, Thema des Fadens ist ja "Woran könnte es liegen, dass ich manchmal schlecht in der HM schlafe?"
    Viel mehr an Veränderung, als die Art der Aufhängung, bei der man die Wirkung von Veränderungen ausprobieren könnte, fällt mir da eigentlich erstmal nicht ein.
    Du schreibst ja selber, dass Du in der HM meistens indoor oder in einer ähnlichen Aufhängsituation schläfst. Da lässt sich die optimale Aufhängung eher wieder herstellen.
    Ich meine vor allem die Situationen, in denen man sich in der Dämmerung oder Dunkelheit in schwierigem Gelände und/oder unter Zeitdruck (z.B. bei Regen) aufhängt. Dann wäre es schon praktisch, bewährte Setups schnell reproduzieren zu können.

  • Ich habe meine Jedentag Zuhause Matte, TTTM KingSize mit RL, mal nach euren Tips verändert.
    Füße höher.
    Hammer!
    Am Sonntag gemacht, seitdem so viel geschlafen wie schon lange nicht mehr.
    Ob das jetzt gut ist, wird sich zeigen.
    Denn Nähmaschinen, Arbeit und Hängematte sind im gleichen Raum.
    Was ich damit ausdrücken will, Hängematten sind DOCH eine Wissenschaft für sich.
    Minimale Veränderungen können große Auswirkungen haben.


    Danke

  • Meine erste Hängematte war die Exped Ergo. Nach der ersten Nacht habe ich zu meinen Freunden gesagt, hier müsst ihr mich rausprügeln. Ich habe in meinem Leben schon viel draussen geschlafen, mit und ohne Zelt einfach so mit Isomatte. Ich hätte nie gesagt, das ich dabei schlecht geschlafen hätte. Aber der Unterschied in der Hängematte war trotzdem deutlich. Durchgeschlafen ohne ein einziges mal bewusst wach geworden zu sein. Seitdem habe ich draußen öfter in der Hängematte geschlafen als auf dem Boden. Das einzige, was sich geändert hat ist das Modell, es ist jetzt eine Hammocktent Matte. Die ist etwas länger und dadurch für mich noch bequemer. Auf dem Hängemattentreffen habe ich eine Nacht in einer klassischen Hängematte geschlafen. Einschlafen war, wie bei mir fast immer, es sei denn, ich wälze Probleme, schnell passiert. In der Nacht habe ich allerdings nicht durchgeschlafen. Ich habe öfter bewusst die Position geändert. Ich denke, ich könnte auch in der klassischen HM gut schlafen, müsste allerdings noch mehr mit der optimalen Aufhängung und Liegeposition experimentieren. Aber wozu, Querliegerhängematten passen für mich super.
    Wichtig für einen guten Schlaf ist neben dem Liegekomfort meiner Meinung nach das Wohlbefinden im Kopf. Mit Angst schläft es sich halt schlecht. “Einfach“ im Kopf entspannen. ( Ich weiss, das ist nicht immer und überall einfach für jedermann )


  • An das hatte ich auch schon gedacht aber gerade wegen der Reibung wieder verworfen. Aber eigentlich müsste es mit einer Angelschnur und einem einigermaßen schweren Gewicht (halbes Kilo oder so) einwandfrei funktionieren. Und die Angelschnur sollte sich mit einem Edding auch gut markieren lassen.

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • An das hatte ich auch schon gedacht aber gerade wegen der Reibung wieder verworfen. Aber eigentlich müsste es mit einer Angelschnur und einem einigermaßen schweren Gewicht (halbes Kilo oder so) einwandfrei funktionieren. Und die Angelschnur sollte sich mit einem Edding auch gut markieren lassen.


    Das Problem wäre auch: Wie stark sollte der Durchhang dieser Schnur sein? Hängt sie senkrecht nach unten, so funktioniert es nicht (dann könnte man gleich einen Winkelmesser nutzen). Ist sie der Ridgeline entlang gespannt, dann natürlich auch nicht. Vielleicht müsste man sie wie ein kleines Abbild der Hängematte machen: 30° Durchhang, wenn die Ridgeline waagrecht steht. Bei erhöhtem Fussende (oder Kopfende) wird der Winkel dann etwas spitzer (wie bei der Hängematte ja auch). Der Ring sucht sich dabei immer die Position, in der auf beiden Seiten das gleiche Gefälle / der gleiche Winkel vorliegt, denn das ist der jeweils tiefst gelegene Punkt.


    Ich habe mir heute in der Hängematte überlegt, eine "Grundkonstruktion" aus Lash-It zu spleissen, die mittels Prusikknoten an der Ridgeline gespannt werden und in die man dann die Messschnur mit dem Ring / Gewicht einhängen kann. Im Grunde müsste man einfach einen etwa 30cm langen Dog Bone spleissen, diesen an die Ridgeline spannen und in die beiden Augen dann eine etwa 35cm lange Schnur mit einem Mitten Hook (Handschuh-Haken) drauf einhängen. An diesen könnte man dann die Taschenlampe oder etwas anderes aufhängen; dann hätte die Konstruktion auch einen Sinn.


    Die Frage ist halt, wie genau dieses Werkzeug im Endeffekt sein muss. So genau wie möglich halt. Wie [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] schon sinngemäss sagte: Wie genau auch immer man arbeitet, die Hängematte wird sich nicht jede Nacht genau gleich bequem anfühlen. Das ist aber auch bei einem Bett nicht der Fall und trotzdem stellen wir es immer so flach wie möglich auf.


    PS: Cool wäre natürlich ein kleines Seilbähnchen, also ein Rädchen, das auf der Schnur fährt und an dessen Lager das Gewicht hängt. ;)

  • Ich finde eure Ideen der Messung viel kreativer, aber wenn ich das Bedürfnis nach Messung hätte, würde ich mein Smartphone nutzen.Es gibt viele kostenlose Apps (suche nach Wasserwaage), die einem den Winkel auf den Grad genau anzeigen. Man müsste die Messung einmal machen, indem man die HM aufhängt und eine Person reinlegt (oder sich reinlegen lässt ;) ) und anschließend, wenn die Person die HM verlassen hat. Diesen Winkel muss man sich dann merken und kann zukünftig diesen sehr leicht messen und einstellen. Und das Smartphone hat man meistens ohnehin dabei.

  • NochSoEiner Berechtigter Einwand. Ich denke mal, dass viele von uns ja immer auch auf der Suche nach Techniken sind, die eingesetzt werden können, wenn mal die Batterie verbraucht ist oder keine Steckdose in Reichweite. Zur Beantwortung meine Frage nach der korrekten Ridgelinespannung habe ich mir tatsächlich eine kostenlose Winkelmesser-App auf's Tablet geladen und bei meinen Experimenten erfolgreich eingesetzt.


    Also ich nun so vor meiner Hängematte stand und mir die Ridgeline anschaute fiel mir auf, dass ich die Hülle meines Tablets ja einfach umschlagen und das Gerät so über die Ridgeline hängen kann. Somit konnte ich auch den Winkel der Hängematte in Benutzung nachmessen, den ich ausgerechnet hatte, wenn ich mein Fußende 40 cm höher aufhänge.




    Um diesen Winkel rauszukriegen, habe ich zugrunde gelegt, dass die Ridgeline und die Erhöhung des Fußendes zwei Seiten eines rechtwinkligen Dreiecks darstellen. Dabei habe ich die klassisch aufgehängte Hängematte mit waagerechter Ridgeline als Kathete und eine 40 cm Erhöhung des Fußendes als Gegenkathete definiert. Interessiert hat mich das Ergebnis für Winkel α, also den Winkel zwischen Hypotenuse (= waagerechte Ridgeline) und Kathete (= mit Fußende erhöhte Ridgeline), weil ich davon ausging, dass dieser einen guten Kontrollwert nach verbesserter Aufhängung für die Ridgeline der belasteten Hängematte darstellen würde.


    Nach diesem Rechenweg läge der ideale Hängewinkel einer 345 cm langen Hängematte mit einem um 40 cm erhöhten Fußende bei 6,6 Grad. In der Praxis ist dieser allerdings zur schwer zu erreichen, da sich der Winkel ständig verändert, weil a) das Material der Baumbänder und der Hängematte selbst bei Belastung nachgeben und b) die Liegeposition bzw. der Schwerpunkt in der Hängematte sich auch je nach Liegeposition verändert. Somit verändern sich die Seitenlängen meines theoretischen Dreiecks konstant, was ja auch Einfluss auf die Winkel hat.


    Somit ist es wirklich nur eine grobe Hilfe und eher ein theoretisches Spiel gewesen. Bei einem Winkel von 8,4 Grad habe ich auch sehr bequem in der Hängematte abgehangen und bin nach 15 Minuten weggenickt. Vermutlich werde ich als Aufbauhilfe erstmal bei der Methode bleiben, die Hängematte mit waagerechter Ridgeline aufzuhängen, dann das Fußende um zwei ausgestreckte Handspannen (Daumen < > Mittelfingerspitze; bei mir 20 cm) zu erhöhen und ggf. mit den Whoopie Slings bzw. den Baumbänderlängen sanft nachzujustieren. Wenn dann das an die Ridgeline gehängte Tablet einen Winkel von 6 bis 9 Grad anzeigt, bin ich zufrieden und werde a) friedlich einschlummern oder b) aufmerksam meiner Liegeposition nachspüren wie die Prinzessin auf der Erbse - immer auf der Suche nach dem "perfect hang".

  • Obwohl ich als Ripstop-Karo-Zähler vermutlich mal schön die Klappe halten sollte, geht ihr meiner Meinung nach viel zu wissenschaftlich an die Sache heran. Das Fußende muss nicht exakt x cm höher als das Kopfende hängen - es muss so hängen dass sich die Hängematte gut anfühlt. Und natürlich so, dass Leute die einen Wooki verwenden auf der isolierten Fläche landen. Meiner Erfahrung nach hängt man das Fußende eigentlich nie zu hoch; im Zweifelsfall ist es also eine gute Idee, die Gurte nochmal 10cm nach oben zu schieben.

  • Sieht hübsch aus mit dem Tablet auf der Ridgeline, [USER="4186"]Furbrain[/USER].


    Hängematten-Geometrie


    Aus deinen Berechnungen bin ich nicht ganz schlau geworden. Ich würde die 40cm Erhöhung am Fussende als Gegenkathete und die sanft ansteigende Ridgeline als Hypotenuse betrachten. (Die imaginäre horizontale Linie wäre dann die Ankathete, die wir aber für die Berechnung nicht benötigen.) Die erste Zahl geteilt durch die zweite ergibt den Sinus des gesuchten Winkels. Der Arcussinus (Umkehrfunktion) davon liefert dann den gesuchten Winkel.


    Aus dem Verhältnis von Ridgelinelänge und Hängemattenlänge ergibt sich der Cosinus des Hängewinkels der Hängematte selbst. Für einen Hängewinkel von 30° der Hängematte selbst brauchst du ein Verhältnis Ridgeline/Hängematte von 86,6% (Cosinus von 30°). Wenn du etwas Spannung auf der Ridgeline haben möchtest, dann wird daraus bald das bekannte Verhältnis von 83,3% (5/6). Ich liege bei meinen Hängematten wohl näher bei einem Verhältnis von 6/7 (85,7%). Das ist aber wieder ein anderes Thema...


    Fussende höher hängen und Länge der Hängematte


    Ich hatte ja kürzlich die These aufgestellt, dass es eher bei langen Hängematten sinnvoll sei, das Fussende höher zu hängen. Bei kürzeren sei die Differenz eher weniger gross. Ich dachte, mich da auf meine Erfahrung zu beziehen, habe aber wohl zu stark von meinem immer weiter im Wandel begriffenen Denkmodell für Gathered-End-Hängematten her gedacht.


    Ich habe das in den vergangenen Tagen nochmals in der Praxis ausprobiert. Mein Modell hat sich dabei wieder ein Stück weiter verfeinert:


    Natürlich kann man bei einer sehr langen Hängematte das Fussende deutlich höher hängen als bei einer eher kurzen. Nur muss man sich zuerst klar machen, wozu man das Fussende überhaupt höher hängt: Es geht primär darum, die Beine etwas vom Fussende weg zu bekommen. Liegen die Beine zu nahe am Fussende, so nehmen die Überstreckung der Knie und der Druck auf die Fersen zu, was von den meisten wohl als unangenehm empfunden wird.


    Bei einer sehr langen Hängematte ist die Distanz der Füsse zum Fussende auch schon relativ gross, wenn man das Fussende nicht oder nur wenig höher hängt. Entsprechend sind diese schon recht bequem, wenn man das Fussende nicht oder nur wenig erhöht. Eine eher kurze Hängematte hingegen muss man am Fussende (deutlich) höher hängen, um erst den notwendigen Freiraum für die Beine zu schaffen. Bei einer zu kurzen Hängematte geht das dann nicht mehr, weil man mit dem Kopf zu nahe ans Kopfende kommt, bevor man am Fussende ausreichend Platz für die Beine und Füsse erreicht.


    Zu Recht hat [USER="46"]TreeGirl[/USER] auf den verlinkten Post reagiert und ihre Erfahrungen meiner Aussage entgegen gestellt. Sie hat mich damit dazu angeregt, das Problem nochmals in der Praxis zu überprüfen.


    Zusammengefasst:

    • Hängmatte zu kurz: Fussende höher hängen, macht die Hängematte im Schulter- und Kopfbereich unbequem. Da kann man nicht viel machen.
    • Hängematte eher auf der kurzen Seite: Fussende (deutlich) höher hängen, kann den benötigten Freiraum für Beine und Füsse schaffen.
    • Hängematte eher auf der langen Seite: Man kann das Fussende (deutlich) höher hängen, das ist aber unter Umständen nicht mal nötig oder sogar kontraproduktiv*.

    * Bei meiner 380cm langen Hängematte hatte ich das Gefühl, dass sie ab einem bestimmten Punkt wieder unbequemer wird, wenn ich das Fussende deutlich höher hänge als das Kopfende.

  • [USER="153"]Waldläufer70[/USER] , Danke für die Mathe-Auffrischung, Trigonometrie ist gerade Thema in der Schule bei meinem Sohn, den ich coachen muss. Jetzt habe ich sogar noch ein gutes Anwendungsbeispiel (für die Lernmotivation)


    Gut finde ich den Ansatz von [USER="4186"]Furbrain[/USER] erstmal das zu nehmen, was man ohnehin dabei hat - multiuse (Smartphone und Hände)


    Ich habe rumprobiert und festgestellt, dass bei mir die Messung der RL-Neigung nicht zu reproduzierbaren Ergebnissen führt. Irgendwie hat die RL jedesmal eine geringfügig andere Spannung und jede Messung fällt jedenfalls dann unterschiedlich aus, wenn man misst, ohne drin zu liegen.
    Wenn man sich aber sowieso reinlegen muss, um die Aufhängung zu prüfen und ggfls. zu korrigieren, kann man sich letztlich auch auf sein Gefühl verlassen.
    Ich fände es aber gut, wenn man von vornherein eine Position hängen kann, die ungefähr passt, weil man nur dann schneller aufbauen kann (Regen, Dunkelheit, Hanglage).


    Wenn die Messung an der RL nicht wirklich reproduzierbar ist, muss der Bezugspunkt nicht an der RL sondern an der Matte selbst sein. Ich habe dazu folgendes Setup probiert, was eigentlich ganz gut funktionieren könnte.
    In der RL habe ich einen Karabiner, mit dem ich von Ihnen die Spannung durch weitere Wickelungen verändern kann. Außerdem kann man was dranhängen. Durch die Wickelungen ist der Karabiner an einer Stelle der RL relativ fest fixiert. An dem Reißverschluss habe ich für die Bedienung im Liegen innen eine Schnur mit toogle angebracht, die man mit den Zehen an sich heranziehen kann um dann den Reißverschluss im Liegen schließen zu können. Diese Schnur kann man ganz gut als Lot benutzen, dafür durch den Karabiner in der RL führen, runterhängen lassen und die Übereinstimmung mit einem festen Punkt in der Matte (bei mir das angenähte Band zum Raffen des Mückennetzes) überprüfen.


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    Dann ist es eigentlich egal, ob die RL mehr oder weniger straff ist, die Matte selbst hängt dann ungefähr immer im gleichen Winkel.

  • Der Professor hatte nach jahrelanger Forschung endlich herausgefunden, wieviel Salz in die Suppe muss, damit sie richtig lecker ist. Er ging die Feinwaage holen, um die 7,894 Gramm exakt abzumessen. Inzwischen kam seine Frau in die Küche, kostete die Suppe, griff gedankenverloren mit der linken Hand in den Salznapf und würzte nach, während sie im Kopf die Einkaufsliste noch einmal durchging.
    Als der Professor mit dem abgewogenen Salz erschien, wurde er mit der Bemerkung "Ich hab schon gesalzen" begrüßt. Die Suppe war köstlich!
    :)


    PS. Der Professor rätselt heute noch, wie seine Frau ohne hinzuschauen mit links exakt 7,894 Gramm abmessen kann.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Alle meine Familienmitglieder haben es genau im Gefühl, wie lange weiche Frühstückseier kochen müssen. Komischerweise sind die dann aber immer hart oder flüssig. Das Gefühl hat aber immer gestimmt.

  • Ich habe heute mal die abgewandelte Version a) von [USER="89"]echinotrix[/USER]' Ideen ausprobiert, ohne mich allerdings in die Hängematte zu legen. Das Gewicht - in meinem Fall ein Gepäckkarabiner - rutscht nicht automatisch exakt an den tiefsten Punkt der Konstruktion. Man kann dann aber einfach ein paarmal ganz fein auf die Ridgeline klopfen, dann rutscht das Gewicht recht schnell an die tiefste Stelle. Soweit so gut...


    Das Problem: Wenn man noch anderes an der Ridgeline aufhängst (z.B. Ridgeline-Organizer, eine Lampe, die Brille) oder ein Moskitonetz eine Kettenlinie in die Ridgeline zieht, die allenfalls mal stärker oder schwächer ausgeprägt sein könnte, je nach dem, wie stark man das Netz seitlich abspannt, dann verändert das den Durchhang der Ridgeline. Mit anderen Worten: Alle unsere Ideen funktionieren nur zuverlässig, wenn man sonst nichts an die Ridgeline hängt.


    Aus diesem Grund halte ich [USER="320"]vonLieven[/USER]s Idee für die in der Praxis brauchbarste. Die grosse Distanz zwischen Ridgeline und Hängemattenstoff scheint mir weniger störungsanfällig zu sein.


    Ja, von mir aus kann man die Diskussion zur Neigung der Ridgeline gerne in einen eigenständigen Post verschieben.

  • Wie wäre es denn wenn man die Schnur-Wasserwaage leicht modifiziert. So das ihre Aufhängung z.B. 10 Grad aus der horizontalen raus ist. Dann muss die Schur mit 10 Grad ansteigen damit die Wasserwaage wieder "Null" anzeigt.

    Den bevorzugten Winkel kann man ja vorher ausprobieren und dann die Schnur-Wasserwaage dementsprechend modifizieren.



    In a world of Talkers you need to be a Thinker and a Doer, because that is where crazy stuff starts happening

  • Guten Morgen!

    Ich bin ja ganz frisch in dem Thema und habe mich hier ein wenig eingelesen und auch einige Videos angesehen und danach meine Frontline im Schlafzimmer prarallel unter der Dachschräge aufgehängt. Fußteil ca 200mm höher als Kopfteil und mittels Ridgeline länger als 87% gespannt und Underblanket sowie Hammockquilt benutzt. Nach einem abgebrochenen Schlafversuch gestern, der mich etwas frustriert hat, hab ich nochmal etwas hier gelesen und optimiert. Gestern abend hab ich mir dann noch ein schmales fluffiges Kissen für den Kopf mit rein genommen und mein Travelkissen unter die Knie gelegt. Was soll ich sagen, ich habe fantastisch geschlafen! Ich bin heute morgen um kurz vor 6 zwar Erkältungstechnisch angeschlagen aufgewacht, aber mit einem wunderbar ausgeruhtem und entspannten Körper! Ich drehe mich sonst im Bett von einer seite auf die andere und habe einen sehr unruhigen Schlaf. Deshalb hatte ich anfangs bedenken, wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit in der Hängematte und auch weil viele geschrieben haben das es sich in einer kurzen Hängematte nicht so gut schläft. Aber ich habe komplett durchgeschlafen und fühle mich nach ca 6std Schlaf besser als nach 8 std im Bett. Ich denke meine Betthälfte wird jetzt öfter leer bleiben.


    Danke Forum und Guten Rutsch!!


    cheers Nils

  • Prima! Umsomehr, als die Frontline ja nicht unbedingt als der Mercedes in Hinsicht Komfort gilt. Aber es zeigt sich wieder mal, daß für ein entspanntes Hängemattenschlafen erst einmal ein bißchen Experimentieren angesagt ist.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Ups, da bin ich / sind wir ja zum Teil wirklich etwas weit vom Thema abgekommen... :/


    Ich habe ja nach wie vor nicht im Sinn, vom Bett / von der Matratze auf die Hängematte umzusteigen. Für mich dient die Hängematte einfach als Übernachtungsmöglichkeit auf Touren (bisher) im Schweizer Mittelland und Jura, wo die Wälder häufig und das baumfreie und unbewohnte Gebiet rar sind.


    Was mir eben bei einer Übernachtung aufgefallen ist: Ich weiss nach wie vor nicht, ob ich nun «regular» (Kopf links, Füsse rechts) oder «lefty» (Kopf rechts, Füsse links) liege.

    Zu Beginn meiner Hängekarriere hatte ich mir gar nie Gedanken über die Liegerichtung gemacht. Ich habe mich einfach nach Gefühl hineingelegt. Ich kann mich an eine Tour dem Doubs (Grenzfluss zwischen der Schweiz und Frankreich) entlang erinnern (2014), auf der ich «lefty» hing. Ich meine mich zu erinnern, dass ich im Sommer 2015 auf einem Campingplatz im Tessin drei Nächte nacheinander «regular» lag.

    Auf die Idee, auf meine bevorzugte Liegerichtung zu achten, kam ich erst aufgrund der diesbezüglichen Hinweise hier im Forum.

    In letzter Zeit hatte ich den Eindruck, dass ich wohl eher «regular» liege. Denn oft, wenn ich die Nacht als «Lefty» begonnen hatte und nicht einschlafen konnte, half mir ein Wechsel in die «Regular-Postion» und es ging mit dem Schlafen besser.

    Doch nun – in der Nacht von Montag auf Dienstag – bettete ich mich zielbewusst als «Regular-Schläfer» in die Hängematte. Ich konnte mich zwar gut entspannen, aber nicht zielführend schlafen. Also wechselte ich in die «Lefty-Position»: Augenblicklich ging es mit dem Schlafen besser.


    Ich komme zum Schluss: Bei mir gibt es keine eindeutig bessere Liegerichtung. Es scheint übergeordnete Kriterien zu geben, auf die ich achten muss. Ein paar Vermutungen habe ich:

    • Aus welcher Richtung "droht Gefahr": Jeder Hängeplatz hat eine sicherere und eine exponiertere Seite. Ich möchte mein Kopfende nicht nur auf der sicheren Seite haben, sondern auch so liegen, dass ich die exponierte Seite gut einsehen kann.
    • Auf welcher Seite steige ich ein und wo ist mein Gepäck deponiert: Wenn ich das Gepäck am Boden deponiere, dann möchte ich den Kopf gerne dort haben, um darauf Zugriff zu haben. Und ich mag das Gepäck lieber auf der exponierten Seite deponieren, denn in diese Richtung blicke ich, wenn ich in der Hängematte sitze und von dort steige ich auch ein und aus.
    • Aussicht: Ich liege gerne so, dass mir (da mag das bisher Gesagte mit einfliessen) die Aussicht gefällt, angenehm ist.

    Die gute Nachricht für mich: Die Liegerichtung scheint für mich keine Rolle zu spielen.

    Die schlechte Nachricht für mich: Ich schlafe nach wie vor in der Hängematte nicht besonders gut.


    Manchmal denke ich, dass ich in der Brücken-Hängematte besser schlafe, aber auch da bin ich mir letztlich nicht sicher, weil ich die Hängematten jeweils nur auf Tour nutze und noch nie über längere Zeit in der Hängematte geschlafen habe.

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