Neues Hängemattengestell: Tensahedron

  • Ein HF-Mitglied hat das Gestell recht einfach mit Holzlatten nachgebaut:


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    Das letzte Bild kann ich leider nicht posten, weil sich die blöde Foren-Software mal wieder quer stellt.

  • Was mich fasziniert ist, warum die (im Video) linke Seite beim Reinlegen nicht einfach zusammenklappt, nachdem nur die rechte Seite abgespannt ist....
    Werde mir gleich den ganzen Text in hammockforums ansehen. Danke für den Hinweis auf dieses Gestell!

  • Ich denke jetzt auch schon seit Tagen über das Funktionsprinzip nach. Auf den ersten Blick denkt man, es kann gar nicht funktionieren. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, können die Stangen nur nach unten klappen, was von der Hängematte verhindert wird. Nach oben bzw. innen können sie nicht klappen, weil der Schwerpunkt zu weit unten liegt. Darauf muss man erstmal kommen. Genial. Bleibt nur die Frage zu klären, wie man am Ende das Tarp drüber hängen kann.

  • Nachdem ich diese Videos gesehen habe, war mir das Prinzip klar. (Beim Handy Hammock Stand hat man ja Abspannungen an beiden Seiten - insofern unterscheidet es sich deutlich von dem jetzigen Gestell)
    https://www.youtube.com/watch?v=bOsghk4Vz50
    +
    https://www.youtube.com/watch?v=_uJSPh5yGDY&t=196


    Vorallem beim 2. Video sieht man gut, wo man sein Hinterteil plazieren muß, damit das Gestell nicht zusammenklappt.... nur dann stimmt der Schwerpunkt bzw. das Gleichgewicht.

  • Das ist doch aber nicht neu. Beim Handy-Hammock-Stand verhindert das gleiche Prinzip das Umfallen.


    Also aus meiner Sicht ist das Prinzip ein komplett anderes! Beim Handy Hammock Stand müssen die Heringe dem Zug Stand halten. Ich habe es geschafft, die Heringe aus dem Boden zu reissen weil ich einen (!) der 12 Heringe nicht bis zum Anschlag in den Boden gedrückt hatte. Beim Tensahedron geht der gesamte Zug in die Stangen, bzw. in die Verbindung. Es reicht ein mickriger Hering um den Stand am Umkippen zu hindern. Für mich sieht es auch so aus, als ob der Tensahedron Stand weniger flext. Ich werde das bei Gelegenheit mit der WBBB testen und Bericht erstatten.

  • Aber wenn ich es richtig verstanden habe, können die Stangen nur nach unten klappen, was von der Hängematte verhindert wird.


    Auch bei der HH können die Stangen nur nach unten klappen, was von der Hängematte verhindert wird. Gleiches Prinzip.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:


  • Auch bei der HH können die Stangen nur nach unten klappen, was von der Hängematte verhindert wird. Gleiches Prinzip.


    Meine HHS Stangen klappen auch zur Seite :lol:


    Ich sehe trotzdem wenig Ähnlichkeit. Beim HHS verhindern ja die Seile, dass die Stangen zur Hängematte fallen. Mich hat beim Tensahedron Stand verwirrt, dass die Stangen nicht mit Seilen o.ä. fixiert werden und trotzdem nicht nach innen klappen. Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu :blink: Ich bin immer noch nicht sicher, ob ich das Prinzip richtig verstanden habe. Auf meiner Shoppingliste stehen jetzt aber 4 Holzlatten und 4 Scharniere. Ich hoffe, ich komme im November dazu das Gestell nachzubauen. Dann kapiere ich es vielleicht.


    Sofern man im Auto ausreichend Länge hat, würde ich diesen Stand dem HHS vorziehen, weil er viel einfacher aufzubauen ist. Und man müsste mal mit Alu-Steckstangen experimentieren, ob man das Gestell Fahrrad-tauglich machen kann. Vielleicht kommt man vom Gewicht her sogar an den HHS heran. Weil der HHS so furchtbar aufzubauen ist, hatte ich als Sicherheit zusätzlich mein Tarptent dabei. Mein HHS wiegt 1.775g mit den extra Sandheringen. Mein Tarptent wiegt 1.270g; die Isomatte 740g. Wenn man das Gewicht vom THS also auf 4kg reduzieren könnte, und die Stangen kurz genug machen könnte so dass sie auf's Fahrrad passen, wäre das eine echte Alternative!

  • Wenn ich das System richtig verstanden habe, dann braucht es auf einer Seite eine Abspannung, damit das System im Gleichgewicht bleibt. Sind dann die Längenverhältnisse zwischen Hängematte und Lastarmen im passenden Bereich, dann bleibt es aufgrund der Schwerkraft von alleine im Gleichgewicht. Und zwar aus dem folgenden Grund:


    Sowohl um nach aussen als auch um nach innen kippen zu können, müsste das Gewicht in der Hängematte (das für die Spannung verantwortlich ist) nach oben gehoben werden. Das kann nicht passieren. Das System sucht sich die Position mit der geringsten potentiellen Energie (tiefstmögliche Position der Last in der Hängematte). In beide Richtungen müsste diese vergrössert werden, was im Normalfall nicht passiert.

    • Kippen die Stützen nach aussen, so ist die Aufhängung zu lang. (=> geringste potentielle Energie herrscht, wenn man am Boden sitzt.)
    • Kippen sie nach innen, so ist sie zu kurz. (=> das System kippt zur Verankerung hin weg.)
    • Sind die Längen im funktionierenden Bereich aufeinander abgestimmt, so findet sich ein Gleichgewicht mit der geringsten potentiellen Energie in Sitzhöhe und passendem Hängewinkel.


    Naja, ob's genau so stimmt, weiss ich nicht. Ist theoretische Spekulation.


  • Auch bei der HH können die Stangen nur nach unten klappen, was von der Hängematte verhindert wird. Gleiches Prinzip.


    Naja, nicht ganz. Der Clou bei der Konstruktion ist, wenn ich das richtig verstanden habe, dass sich die Stangen bewegen können und damit automatisch in eine Position befördert werden, in der nur Druckspannungen wirken. Das ist dann erreicht, wenn die Stangen als Tangeten an der Kettenlinie der HM anliegen.


    Sehr nett, jedenfalls. Mal schauen, wie weit man da mit dem Gewicht runter kommt. Vielversprechend!

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • Meine Spontan-Theorie von heute Nachmittag ist noch nicht ganz das Gelbe vom Ei.


    Klar ist, dass die Hängematte (inklusive Aufhängung) kürzer ist respektive sein muss als die Länge beider Balken. Daraus ergeben sich drei Situationen:


    Situation 1 (Extrem):
    In Bezug auf die Hängematte: Die Hängematte ist maximal gestreckt. Der Hängewinkel der Hängematte beträgt 0°. Die Zugkräfte zur Mitte sind unendlich. (Dieses Extrem selbst kann nicht eintreten.)
    In Bezug auf die Balken: Die Balken haben ihre maximale Zugkraft zur Seite bei der gegebenen Konstellation erreicht. Diese ist aber deutlich kleiner als die Zugkraft der Hängematte zur Mitte.
    Winkel zwischen Hängematte und Balken: Der Winkel zwischen Hängematte ist maximal gross. Die Die Zugkraft der Hängematte zur Mitte wirkt maximal.
    Folge: Die Hängematte sinkt nach unten und die Balken werden aufgerichtet.
    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 01 extrem.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 48,4 KB ID: 39539","data-align":"none","data-attachmentid":"39539","data-size":"medium"}[/ATTACH]


    Situation 2 (Extrem):
    In Bezug auf die Hängematte: Der Hängewinkel der Hängematte beträgt 90°. Die Zugkräfte zur Mitte sind minimal (Null).
    In Bezug auf die Balken: Die Balken haben ihre minimale Zugkraft zur Seite bei der gegebenen Konstellation erreicht (Null).
    Winkel zwischen Hängematte und Balken: Der Winkel zwischen Hängematte und Balken ist minimal (Null). Es gibt keine Kraft, die die Konstellation in dieser Position hält.
    Folge: Die Balken kippen zur Seite auseinander. Die Zugkraft der Hängematte wirkt dem zunehmend entgegen.
    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 02 extrem.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 12,9 KB ID: 39540","data-align":"none","data-attachmentid":"39540","data-size":"medium"}[/ATTACH]


    Situation 3 (Gleichgewicht):
    In Bezug auf die Hängematte: Der Hängewinkel der Hängematte beträgt ca. 30°. Die Zugkräfte entsprechen etwa der Last in der Hängematte.
    In Bezug auf die Balken: Die Balken stehen nur wenig steiler als der Hängewinkel der Hängematte. Die Gewichtskraft der Balken zur Seite wirkt bereits ziemlich stark.
    Winkel zwischen Hängematte und Balken: Der Winkel zwischen Hängematte und Balken ist noch immer sehr klein (wenige °). Wegen des kleinen Winkels ist die Wirkung der Zugkraft der Hängematte auf die Balken gleich gross wie die Wirkung der Gewichtskraft der Balken, die zur Seite / zum Boden hin wirkt. Es herrscht ein Kräftegleichgewicht.
    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 00 normal.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 56,1 KB ID: 39541","data-align":"none","data-attachmentid":"39541","data-size":"medium"}[/ATTACH]Der Winkel zwischen Hängematten-Aufhängung und Balken ist nahe bei 0°


    Veränderung der Kräfte von Situation 2 zu Situation 3:
    Die Kraft auf die Hängemattenaufhängung nimmt "exponentiell" zu (Umkehrung der Sinusfunktion geteilt durch 2), da der Winkel zwischen Hängematte und Balken dabei aber nur langsam grösser wird, wirkt nur ein kleiner Anteil dieser Kraft so auf die Balken dass diese aufgestellt werden.
    Die Wirkung der Gewichtskraft der Balken zur Seite nimmt zuerst schnell, dann immer langsamer zu (Cosinusfunktion).
    An einem bestimmten Punkt stellt sich ein Gleichgewicht ein.
    Je leichter die Balken sind, desto näher bei 0° ist der Winkel zwischen Hängematten-Aufhängung und Balken.


    Grob so stelle ich mir das vor...


    Der Handy-Hammock-Stand ist aus meiner Sicht etwas anderes, da sich dort ohne Abspannung kein Kräfte-Gleichgewicht wie hier ergibt. Ohne Abspannung stellen sich die beiden Füsse auf und man sitzt in der Mitte am Boden.

  • Ich habe mir heute so ein Gestell aus Holz gemacht: mit Stangen, die 2,50 m lang und 4,4 x 4,4 cm breit sind. Zusammengeschraubt habe ich sie mit 10-er Gewindestangen mit auf einer Seite einer Mutter und auf der anderen Seite einer Ringmutter, um die HM anhängen zu können.
    Da ich morgen auf die Alb fahre gibt es noch keine Fotos. Ich werde jetzt erstmal testen und dann Fotos hochladen.
    Mein erster Eindruck ist, dass es nicht so wahnsinnig stabil steht. Sobald man den Schwerpunkt zu weit in die Mitte verlegt (z.B. beim Hinsetzen nach dem Liegen), muß man aufpassen, dass die nicht abgespannte Stange nicht zu weit in die Mitte klappt. Auf den obigen Videos legen sich die Leute immer recht vorsichtig in die HM und bewegen sich dann kaum mehr. Wenn ich aber drin schlafen will, muß das Gestell schon mehr Bewegungen aushalten....
    Ich bin mir auch nicht so sicher, ob auf der einen Abspannung nicht doch ziemlich viel Zug ist - sprich: man doch eine recht stabile Abspannmöglichkeit braucht, die man in Ferienwohnungen nicht unbedingt hat.