Schädigung der Bäume...

  • Die Prusiks dienen nicht zur Abspannung des Tarps, sondern sind dazu da, dass ich das Tarp immer möglichst nahe am Baum einhängen kann. Das ist vor allem bei geringen Baumabständen wichtig.


    An der Prusikschlaufe hänge ich mit einem kleinen Karabiner die Spannschlaufen des Tarps ein. Am Tarp selbst befinden sich kleine Spanner. Mal schauen, ob ich davon noch ein Foto finde...


    Hier:


    Tarp wird mit einem Minikarabiner am Baumgurt befestigt.


    Am Tarp selbst ist die Aufhängung einerseits mit einem Gummiseil befestigt, mittels Kordelspanner kann es gespannt werden.

  • Ich mir gut vorstellen, dass der Dutch Clip das Gurtband besser an der gewählten Stelle hält. Ich habe eben bloß keine solchen und es ist schwieriger an die ranzukommen als an Kletterkarabiner, wo ich nur 70 m weiter einen entspechenden, großen Laden habe....

    Nö. Total falsch. Du musst nur „Ich will“ sagen, dann schicke ich Dir meine Dutch Clips. :)

    Da ich auf Grapplers Hitch bzw. Evo Loops umgestiegen bin, verstauben die Dutch Clips im Schrank.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Da ich auf Grapplers Hitch bzw. Evo Loops umgestiegen bin, verstauben die Dutch Clips im Schrank.

    Ich habe mir auch schon überlegt, ganz auf die Evo Loops umzusteigen, finde aber die Dutch Clips einfach noch einen Tick einfacher zu handhaben. Das Gurtband ist dermassen flink eingehängt. Das gilt allerdings nur, wenn man den Evo Loop umgekehrt verwenden möchte, um gleich das Tarp mit einzuhängen. Man könnte auch einfach zwei Evo Loops verwenden: einen für die Befestigung am Baum, einen (oder einen Continuous Loop) für die Befestigung des Tarps; dann ginge es nahezu gleich flott wie mit einem Dutch Clip.

  • Hey,


    laut eines sauerländer Ranger ist die Diskussion der schonenden Befestigung der Hängematte oder ob es Wildcampen sei, völlig unnötig, da es nicht erlaubt sei irgendetwas an Bäumen zu befestigen. Ich weiß leider den genauen Wortlaut nicht mehr und konnte auch diesbzgl. nichts recherchieren. Kennt sich jemand mit diesem Sachverhalt aus? Hat der Ranger recht?


    Grüße

  • Ich kenne die sauerländischen Waldgesetze nicht. Im niedersächsischen Gesetz ist sowas nicht wirklich herauslesbar.

    Quelle: https://www.ml.niedersachsen.d…ldLG_Stand_08.06.2016.pdf


    Dort gibt es Verbote für Zelte (§ 27) aber nicht für Hängematten.

    Verbote können dennoch ausgesprochen werden, auf Grundlage von § 31. Hier gäbe es Ansatzpunkte, das Hängen unter Vorwand zu verbieten und sei es, dass der Waldbesitzer Gefahr für Leib und Leben des Hängenden empfindet.


    Worauf der Ranger aber wahrscheinlich hinaus will ist § 34. Hier heißt es:

    "Es ist in der freien Landschaft verboten, unbefugt Bäume, Hecken, Wallhecken, Sträucher, Pflanzen und Früchte ohne vernünftigen Grund zu beschädigen,[...]"


    Er wird wahrscheinlich eine Beschädigung unterstellen - jeder Hänger diese mit Hinblick auf Baumschutzgurte jedoch von sich weisen.


    Wie immer läuft es aber wohl auf eine ganz andere Sache hinaus: ist man freundlich zur weisungsbefugten Person, hat kein Müll verteilt und kein Feuer gemacht oder führt man sich auf, wie die Axt im Walde? Im ersteren Fall wird einem wohl in den allermeisten Fällen erlaubt, zumindest diese Nacht weiter in Ruhe zu schlafen, mit der Bitte, doch am nächsten Tag weiterzuziehen. Der Ton macht die Musik. Auch im Wald. :)

  • Manchmal, wenn man sich sicher im Recht glaubt, reicht schon die höflich gestellte Frage nach der Rechtsgrundlage des behaupteten Verbotes.

    Der sich als Obrigkeit aufspielende möge doch bitte die entsprechenden Paragrafen der einschlägigen Vorschriften benennen.

    Anderenfalls gehe man davon aus, daß das Tun durch die Allgemeine Handlungsfreiheit nach Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes gedeckt ist.

    Ich habe schon etliche selbsternannte Hüter der Ordnung erlebt, denen daraufhin die Kinnlade runterklappte. Hilflos stotterten sie noch irgendetwas und verließen fluchtartig das Geschehen.


    In Zeiten des mobilen Internets kann man einen genannten Paragrafen übrigens auch schnell mal überprüfen, falls doch eine Rechtsgrundlage genannt wird. War man selbst im Unrecht, bedankt man sich freundlich für die Aufklärung und räumt das Feld.


    Aber auch die Methode „Der Klügere gibt nach“ hat oft ihre Berechtigung. Wer sich mit einem Idioten streitet, ist selbst einer. :)

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Freundlichkeit schadet natürlich nie, aber ich halte Diskussionen mit Ordnungshütern über "was ist erlaubt und was nicht" für sinnlos. Im Zweifelsfall zählt die Meinung des Offiziellen, Punkt. Wenn er will, kann er vermutlich die Polizei holen und seine Ansichten durchsetzen. Schlupflöcher im Gesetz sind höchstens vor Gericht etwas wert - und zu einem Prozess wird es wohl in solchen Fällen kaum kommen. Insofern: wenn man aufgefordert wird die Hängematte abzunehmen und zu gehen sollte man dem schnell und freundlich folgen. Paragrafen hin oder her. Wenn ich jemanden auf meinem Grundstück erwischen würde, der etwas macht zu dem er in meinen Augen kein Recht hat, würde ich mich jedenfalls nicht belehren lassen. Je rechthaberischer mir jemand kommt, desto weniger bereit bin ich, der Person entgegen zu kommen.

  • Das war wohl ein sehr sauertöpfischer Sauerländer, dem wohl auch die Argumentation mit dem Grundgesetz kaum eingeleuchtet hätte (aber danke für den Tipp!). An alle Neulinge: Verhaltet euch wie es hier empfohlen wird und ihr werdet sehen, die befürchteten Konfrontationen treten sogut wie nie ein.

  • laut eines sauerländer Ranger ist die Diskussion der schonenden Befestigung der Hängematte oder ob es Wildcampen sei, völlig unnötig, da es nicht erlaubt sei irgendetwas an Bäumen zu befestigen.


    Da werden demnächst ja jede Menge sauerländische Vögel im Gefängnis landen...;(8o

  • Freundlichkeit schadet natürlich nie, aber ich halte Diskussionen mit Ordnungshütern über "was ist erlaubt und was nicht" für sinnlos.

    Kommt drauf an ...
    Ich wähnte mich einmal im Recht und habe daher freundlich um Erklärung gebeten, die ich auch ebenso freundlich erhielt. (zusammen mit einem Ticket über "freundlich" gestaltete 10 € - das fand ich angesichts des wunderschönen Übernachtungsplatzes noch akzeptabel. ;)


    Mein entscheidender Fehler damals war übrigens: Ich hatte mich nicht unsichtbar gemacht.

  • ich muss hier mal eine Lanze für die Sauerländer brechen <knack>


    Es gibt sehr schöne Hängeplätze dort und an sauerländischen Bäumen hängt es sich vorzüglich!

    Das war bestimmt ein Einzelfall.

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Mir ging es einfach um die rein rechtliche Lage, dass man sich - egal wo - angemessen verhält, steht außer Frage.


    Ursprung des Themas Hängematte im Wald waren Naturseminare wie Waldbaden, wo sich der Veranstalter im erlaubten Rahmen bewegen sollte.