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Isomatte in der Hängematte?

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  • Isomatte in der Hängematte?

    Oh da habe ich glaub ich gleich ne gute Diskussion losgetreten.

    Ich schlief bisher immer im DD Underquillt. Nun will ich allerdings auf Reisen zum andern Ende der Welt gehen und mir nimmt das Underquillt zu viel Platz im Rucksack weg (Halbes Schlafsack-Maß). Nun kam ich auf die Idee meine kleine Schaumstoff-Isomatte die ich so oder so mit habe zu benutzen. Ich liege gerne in der brasilianischen Position (Diagonal) und ich denke, dass dies kein Problem darstellen sollte. Wie sind da eure Erfahrungen? Lieber Underquillt oder ist eine Isomatte genauso gut, bzw welche Nachteile habt ihr bisher feststellen können?

    LG Captain Hammok

  • #2
    Underquilt ist um Größenordnungen bequemer. Die Isomatte ist aber doch kompakter und vielseitiger (vor allem auch ohne Hängematte nutzbar).
    Hast Du eine doppellagige Hängematte? Zwischen die Lagen gelegt, verrutscht die Isomatte weniger als obenauf gelegt. Teste vor der großen Reise ein paar Nächte lang die Iso-Hängematten-Kombination!
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    • Captain Hammock
      Captain Hammock kommentierte
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      Das habe ich auch vor, ein paar Erfahrungsberichte schätze ich jedoch auch sehr. Nein ich habe die Ticket-to-the-Moon in King-Size. Die hat keine doppelte Lage.

  • #3
    Noch ein Tip: Ich habe mir mal aus zwei 15€-Billighängematten eine doppellagige Hängematte speziell für die Isomattennutzung gebastelt und nutze sie seither als recht bequeme Balkonhängematte.
    Die rechteckigen Stoffbahnen sind jeweils an den Schmalseiten zusammengenäht. Zwei weitere parallele Nähte verlaufen schräg und bilden das Einschubfach für die Isomatte. Nahtabstand ist Isomattenbreite + 3 cm. Da kann gar nichts mehr verrutschen.
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    • #4
      Bei den doppellagigen HM am Markt, wo man eine Isomatte einschieben kann, ist die Öffnung an der Seite.
      Oft nur mit 2-3 kleinen Klettstreifen geschlossen.
      Natürlich arbeitet die Isomatte sich Nachts da raus und ist nicht mehr da, wo sie war.

      Ich meine, Isomatte und Hängematte sind nicht füreinander gemacht.
      Wenn man das trotzdem macht, dass muss man eben mit Nachteilen leben.
      Shug hat da ein zwei tolle Videos zu gemacht.

      www.gürtel-extreme.de
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      • #5
        Probier es doch einfach aus! Du hast doch alles, was du für den Versuch brauchst

        Die meisten Leute ziehen Underquilts vor, aber gelegentlich - sehr gelegentlich - findet jemand Isomatten in der Hängematte toll. Das hängt sowohl von der Hängematte, als auch von der Isomatte und vom Nutzer ab. Ich benutze ab und zu eine Isomatte, aber eigentlich nur noch als Zusatzisolierung, wenn mir der Underquilt alleine nicht ganz ausreicht. Die Kondensation am Rücken nehme ich dann billigend in Kauf. Und es ist nicht so dramatisch, wenn die Isomatte verrutscht, weil ja noch der Underquilt da ist.

        Die größten Nachteile von Isomatten als Hängemattenisolation sind:
        • Sie sind schwitzig, weil sie wasserundurchlässig sind.
        • Wenn du dich bewegst, verrutschen sie leicht. Daran ändert auch eine doppellagige Hängematte nur recht wenig.
        • Sie sind meistens zu schmal. Ich bin nicht besonders kräftig gebaut, aber bei einer 51cm breiten Isomatte habe ich Schulter- und Hüftkontakt mit der unisolierten Hängematte.
        Hast du vielleicht mal über einen Daunenunderquilt nachgedacht? Daune ist u.a. deshalb so beliebt, weil sie bei gleicher Isolierung deutlich leichter und kleiner verpackbar ist. Wenn du dann evtl. mit einem 3/4 Underquilt zurecht kommst, kannst du Gewicht und Packmaß locker auf die Hälfte oder weniger reduzieren. Wenn du bei Synthetik bleiben willst, könntest du auch dort mit einem 3/4 Underquilt Gewicht und Platz sparen.
        hammockfairy.com
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        • #6
          Moin,
          wenn du mit anderem Ende der Welt Neuseeland und-oder Australien meinst,würde ich lieber zweigleisig fahren. In Australien ist es oft nicht leicht geeignete Bäume zu finden da die je nach Gegend dünn gesät sind und in Neuseeland viel Land z.B.ums East Cape den Maoris gehört. Von denen bekommt man leider nicht immer die Genehmigung auf ihrem Land zu übernachten und viel Land ist leider eingezäunt. Ich musste öfter auf dem Boden schlafen z.B.an Raststätten. Und das ist ohne Isomatte schwierig.
          Ich benutze in Hängematten auch lieber einen UQ weil der „bequemer“ Vorteil der Hängematte erst mit UQ richtig zur Geltung kommt. Ich habe in meiner DD Hängematte keine Probleme mit dem verrutschen der Isomatte. Durch mein Gewicht (ca.74 kg) wird die Isomatte zwischen den Lagen zusammen gepresst und verrutscht nicht mehr. Ich benutze dann allerdings keine Standard Isomatte sondern eine zurecht geschnittene Gymnastikmatte. Die ist breiter und günstig. Bis ca. Null Grad reicht mir die mit entsprechenden Schlafsack. Meine ist 1cm dick und wiegt zurecht geschnitten 480g. Allerdings sind die Teile nicht besonders haltbar. Für eine mehrwöchige Reise reicht sie aber.
          Es gibt auch Hängematten die sehr gut mit Isomatten funktionieren z.B. die Amok Draumr oder das Hammock Bliss Skybett. Beim Skybett passt allerdings nur eine Standard Isomatte. Und bei beiden Hängematten muss es eine aufblasbare sein. Ich schlafe in beiden super bequem.

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          • #7
            Zitat von wuppitom Beitrag anzeigen
            Es gibt auch Hängematten die sehr gut mit Isomatten funktionieren z.B. die Amok Draumr oder das Hammock Bliss Skybett. Beim Skybett passt allerdings nur eine Standard Isomatte. Und bei beiden Hängematten muss es eine aufblasbare sein. Ich schlafe in beiden super bequem.
            Wenn der DD Underquilt schon wegen des Packmaßes und des Gewichts ausscheidet, tut es die Amok Draumr erst recht. Wenn eine leichte 90° Hängematte in Betracht kommt, würde ich mir Cross Hammock anschauen.

            Auch das Skybed ist nicht ganz leicht und etwas voluminöser als vergleichbare Gathered End Hängematten. Und ich komme mit der "falschen" Liegerichtung nicht zurecht (Kopf rechts, Füße links statt Kopf links, Füße rechts). Das ist natürlich kein Problem wenn man ohnehin Linkslieger ist.
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            • #8
              Ein weiterer Hängemattentyp der gut mit Isomatte funktioniert ist die Brückenhängematte. Wenn man Wanderstöcke benutzt, kann man die Spreizstangen zu Hause lassen, und Gewicht und Packmaß reduzieren.
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              • #9
                Ich persönlich finde HM und Isomatte völlig indiskutabel. Alle anderen Lösungen sind besser. Es sei denn, dass man tatsächlich mal auf dem Boden schlafen müßte.
                Die Isomatte vermasselt einem ja genau die super Körperunterstützung, die eine HM so bequem macht. Außerdem sind sie immer zu schmal und sie ergeben eine zu steife und nicht an den Körper angepasste Liegefläche, weil sich Isomatten eben nicht in Quer- und Längsrichtung anpassen, sondern dann komische Wellen machen, die ich unbequem finde.
                Aber: wie die anderen auch schon sagten: probier es einfach aus.... und berichte!

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                • #10
                  Ja stimmt,da gibt es leichtere Lösungen. Da ich aber meistens mit Fahrrad unterwegs bin kommt es mir nicht auf jedes Gramm an. Und da meine müden Knochen wohl schon ein paar Tage älter sind als die der meisten hier,lege ich mehr Wert auf Komfort und Robustheit🤓 Ich habe in keiner Hängematte besser geschlafen als in der Draumr. Nur das ein und aus steigen finde ich ein wenig „schwieriger“ als in GE Hängematten. Das Skybed benutze ich nur noch im Winter für Tagestouren weil mir das Isomattenfach zu schmal ist. Wenn ich mich Nachts im Schlaf zur Seite drehe liegen meine angezogenen Knien nicht mehr auf der Isomatte und es wird kalt.
                  Eine Isomatte in der Hängematte benutze ich eigentlich nur noch wenn die Gefahr besteht auch mal auf dem Boden schlafen zu müssen oder auf Tagestouren. Und natürlich in der Draumr. Ansonsten immer mit UQ.

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                  • TreeGirl
                    TreeGirl kommentierte
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                    So verschieden sind die Geschmäcker: für mich gibt es immer noch keine bequemere Hängemattenform als die Gathered End - vorausgesetzt ich darf sie mit Wooki benutzen. Bei 90° Hängematten stört mich die Steifheit der Isomatte. Da liegt man immer "oben drauf" statt "drinnen".

                • #11
                  Aufblasbare Isomatten wie die Exped Downmat oder Synmat mit Längskammern bilden bei mir nie Wellen sondern liegen Pille gerade in der Hängematte. Leider quietschen sie bei Bewegungen ziemlich und sind sau teuer.

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                  • barfuß
                    barfuß kommentierte
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                    Ja. In einer 90 Grad Matte sind Isomatten okay. Ich bezog mich mit den "Wellen" aber auf GE Matten, denn da werden sie quasi zweidimensional "geknickt" und das klappt eben nicht richtig.

                • #12
                  Wow, vielen dank für das ganze Feedback, ich werde versuchen die Tage mal meine kleine Schaumstoff-Isomatte und meine aufblasbare zu testen. Natürlich mit sofortiger Berichterstattung. wuppitom Ja es wird erst mal Australien und danach noch ein paar andere Länder. Deswegen die Idee mit der Isomatte.

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                  • #13
                    Zitat von TreeGirl Beitrag anzeigen
                    Ein weiterer Hängemattentyp der gut mit Isomatte funktioniert ist die Brückenhängematte. Wenn man Wanderstöcke benutzt, kann man die Spreizstangen zu Hause lassen, und Gewicht und Packmaß reduzieren.
                    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber meine, dass man die Trekkingstöcke nur nutzen kann, wenn man zusätzliche Rohre einschiebt, damit die Stöcke vom grossen Druck nicht zusammengeschoben werden. Zumindest bei längeren Spreizen besteht diese Gefahr.

                    Oder wie sind da die Erfahrungen der geneigten Nutzer?

                    Wenn man tatsächlich zusätzliche Rohre brauchen sollte, würde sich die Gewichtsersparnis gegenüber separaten Spreizen ein Stück weit relativieren.
                    Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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                    • Mittagsfrost
                      Mittagsfrost kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Ich habe von eingen UL-Trekkern gelesen, dass sie ihre Trekkingstöcke ohne Verstärkung verwenden. Möglicherweise ist Trekkingstock nicht gleich Trekkingstock.

                    • Waldläufer70
                      Waldläufer70 kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Es kommt wahrscheinlich auch darauf an, wie sehr man die Klammern festzieht. Und eben: Die Mehrzahl der Brücken-Hängematten sind eher schmal. Da hat man dann - bei gleich langem Aufhängedreieck - natürlich schon bedeutend weniger Druck auf dem Stock.

                    • Bieber
                      Bieber kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Ich bin mir nicht ganz sicher, aber meine, dass man die Trekkingstöcke nur nutzen kann, wenn man zusätzliche Rohre einschiebt, damit die Stöcke vom grossen Druck nicht zusammengeschoben werden. Zumindest bei längeren Spreizen besteht diese Gefahr

                      Zu Waldläufer 70


                      Ich habe mittlerweile gut 20 Nächte in meiner selbst genähten Brückenhängematte verbracht.
                      Als Spreizen nehme ich meine " Fizan " Stöcke .
                      ich habe das so eingerichtet , das ich kein Teil "Klämmen" muss.
                      Das würden sie bei " Villigranen 140 gram/stück "wohl wirklich nicht halten.


                      https://www.haengemattenforum.de/for...kenhängematte

                      genaueres Hier :
                      Zuletzt geändert von Bieber; 15.08.2018, 11:44. Grund: Link zugefügt

                  • #14
                    Da ich kein Brückenhängemattenfan bin, habe ich das Thema "Spreizstäbe gegen Trekkingstöcke austauschen" nicht im Detail recherchiert, aber ich meine mich zu erinnern, dass es Trekkingstöcke gibt, die ohne Modifikationen funktionieren. Weiterhin lassen sich viele normale Trekkingstöcke mit einem kurzen Einsatz z.B. aus Holz fixieren, was auch immer noch eine Gewichtseinsparung ermöglicht. Oder man ersetzt die Alu-Spreizstäbe mit Carbon. Da gibt es viele Möglichkeiten.
                    hammockfairy.com
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                    • #15
                      Ich nutze Trekkingstöcke von Komperdell. Sie sind aus Alu und wiegen ein wenig mehr. Dafür haben sie aber auch den Vorteil, dass sie beim Wandern mal gegen Geröll schlagen dürfen, ohne dass Carbon oder sonstiges Material splittert. Wichtig zu wissen wäre: die mit Außenklammern halten deutlich mehr als die mit dem Innengewinde! Außerdem verschleißen die Teile des Innengewindes.
                      Vorteil von Komperdell: sie bieten gute Garantie an.
                      Wenn ich meine Stöcke einschätze, dann bin ich da noch lange nicht am Limit und ich wiege 83kg.

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