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Fortschritt beim Zuschnitt: mein derzeitiger Workflow

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  • Fortschritt beim Zuschnitt: mein derzeitiger Workflow

    Hallo zusammen,

    ich habe anlässlich einer 11-Hängematten-Massenproduktion meine Arbeitsweise beim Zuschnitt von Ripstop-Stoffen etwas optimiert und bin viel zufriedener als vorher. Das will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.
    1. An einer Stoffkannte die gewünschte Länge abmessen.
    2. entlang des Ripstop-Musters mit einem dünnen UHMWPE-Faden (Angelschnur) heften (etwa alle 30 cm reicht)
    3. das eine Ende der Schnur an einem Nagel in einem langen Brett befestigen, an's andere Ende ein Gewicht hängen und über einen zweiten Nagel am anderen Ende des Brettes führen. Dadurch wird die Schnur straff und richtet den Stoff fast von alleine sauber aus. Noch ein paar kleine Zupfer an den Webkanten und gut ist's.
    4. Dann eine Aluschiene an den Nägeln anlegen und den Stoff mit dem Lötkolben abschneiden.


    Hat wunderbar funktioniert. Äußerst sauber und einfach. Pro Schnitt habe ich etwa 5 Minuten gebraucht.

    Hier noch ein paar Bilder:

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    Zuletzt geändert von echinotrix; 09.08.2018, 16:52.

  • #2
    Sauber und einfach mag sein. Aber 5 (in Worten: fünf!!!) Minuten pro Schnitt?
    Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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    • #3
      Legst du da dann gleich mehrere Stoffe übereinander? Das wäre dann doch echte "Massenproduktion"! Nur müsste man da dann die Häuschen zählen, um immer genau die gleiche Stelle zu erwischen.

      Ich glaube, dass ich einen Schnitt dem Ripstop-Muster entlang auch mit der Schere hinbekomme. Die Idee liesse sich aber auch für meine Kurven nutzen:
      • Kurvenpunkte alle 10cm markieren.
      • Faden wie von dir beschrieben durchziehen.
      • Wie von dir beschrieben vorgehen und aus der Kurve eine Gerade machen.
      • Mit einem per Definition geraden Lineal die Kurve schneiden!
      Der letzte Schritt wäre definitiv der eleganteste.

      Bisher hatte ich immer die Kurve aufgezeichnet und dann mit der Schere der Markierung entlang abgeschnitten.

      Danke fürs Teilen der Idee!
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      • #4
        Ich hab da auch was nicht verstanden.
        Warum so ein riesen Aufwand für 5 Minuten?

        Ich lege den Stoff auf eine Zuschnittmatte, zeichne mit einem Magicmarker an, lege eine Alu Richtlatte drauf und fahre mit dem Rollschneider entlang.
        Das geht auch mit 2 Lagen Stoff.
        Mit dem richtigen Vorsatzteil auch mit dem Heißschneider.

        Genauigkeit in allen Ehren. Bei Metallbearbeitung unerlässlich. Aber bei Hängematten?
        Wenn Du 11 Stück nähst, ob da eine 1-2 cm kürzer ist als die Andere,
        oder der Teil, der eh gerafft wird, gerade genäht ist oder nicht, sieht kein Mensch.
        Die lange Kante sollte dafür schon gerade sein. Aber bei Stoffbreiten von 150cm ist das eh so wie von der Rolle.
        Muss also selten geschnitten werden.

        Machs Dir net so schwer.

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        • #5
          Ich muss sagen, dass ich entweder die Technik nicht richtig verstanden habe, oder den besonderen Nutzen dieser Technik. Du schneidest nur die kurzen Kanten auf diese Weise, richtig? Die kriege ich auch mit Heissschneider und Lineal auf das Kästchen genau in 5 Minuten pro Kante geschnitten. Wesentlich aufwändiger sind die langen Kanten.

          Zitat von Bernd Odenwald Beitrag anzeigen
          Genauigkeit in allen Ehren. Bei Metallbearbeitung unerlässlich. Aber bei Hängematten?
          Wenn Du 11 Stück nähst, ob da eine 1-2 cm kürzer ist als die Andere,
          oder der Teil, der eh gerafft wird, gerade genäht ist oder nicht, sieht kein Mensch.
          Die lange Kante sollte dafür schon gerade sein. Aber bei Stoffbreiten von 150cm ist das eh so wie von der Rolle.
          Ja und nein. Darauf achten tun wohl die wenigsten Menschen. Aber zum Teil merkt man es schon, wenn die Hängematte nicht gleich lang ist. Ein bis Zwei Zentimeter Gesamtabweichung fallen nicht stark auf, aber danach kann es spürbar werden. Bei meinen Versuchen mit geformten Hängemattenenden war ich jedenfalls zum Teil unangenehm überrascht, wie stark sich 3cm Abweichung bemerkbar machen. Aber vielleicht bin ich auch die Prinzessin auf der Erbse. Wäre vielleicht auch eine Versuchsanordnung beim nächsten Treffen wert.
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          • #6
            Zitat von Bernd Odenwald Beitrag anzeigen
            Wenn Du 11 Stück nähst, ob da eine 1-2 cm kürzer ist als die Andere,
            oder der Teil, der eh gerafft wird, gerade genäht ist oder nicht, sieht kein Mensch.
            Die lange Kante sollte dafür schon gerade sein. Aber bei Stoffbreiten von 150cm ist das eh so wie von der Rolle.
            Muss also selten geschnitten werden.
            Ob der seitliche Rand total gerade ist, ist für den Komfort unerheblich. Bei der Länge kommt es allerdings schon ziemlich darauf an!

            Natürlich spielt es keine Rolle, wenn eine Hängematte 1cm bis allenfalls 2cm länger oder kürzer ist. Das ist aber auch gar nicht der Punkt hier. Hier geht es darum, dass die Schnittkante am Kopf- und am Fussende exakt ist.

            Ich experimentiere schon länger mit Kurven in dieser Schnittkante herum und glaub mir: Da merkst du jede Ungenauigkeit. Du darfst nicht vergessen, dass die Verkürzung der Hängematte um 1cm den tiefsten Punkt ebenfalls um etwa 1cm anhebt. Wenn du da bei der Länge zufällige Schwankungen um 1cm (oder gar 2cm) hast, dann spürst du das als Wellen auf der "Liegefläche". Das gilt sowohl bei geradem Zuschnitt als auch bei einer gezielten Kurve: Der Zuschnitt sollte möglichst genau sein!

            Insofern decken sich meine Erfahrungen exakt mit dem, was TreeGirl gleich über mir bereits festgestellt hat. Vielleicht merken das andere weniger und ich spüre auch jede Erbse. Aber vielleicht noch ein weiteres Beispiel:

            Meine gerade geschnittene Hängematte aus Hexon W 1.6 finden die wenigsten Leute bequem. Meine Hängematte mit einer Kurve drin aus dem exakt gleichen Stoff finden die meisten Leute super bequem. Mit anderen Worten: Eine gezielte Kurve kann die Hängematte bequemer machen, aber ungenaues Arbeiten brächte das höchstens zufällig mal hin.
            Zuletzt geändert von Waldläufer70; 09.08.2018, 22:31.
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            • #7
              Aber er schneidet doch gerade, und keine Kurve.

              Vielleicht ist da ein Video besser um zu zeigen, was er meint.

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              • #8
                Zitat von Bernd Odenwald Beitrag anzeigen
                Aber er schneidet doch gerade, und keine Kurve.

                Vielleicht ist da ein Video besser um zu zeigen, was er meint.
                Es spielt doch keine Rolle, ob man gerade oder in einer Kurve schneidet. Der Punkt ist: Es muss genau geschnitten werden, weil sich sonst der Komfort der Hängematte unberechenbar verhält. Bei meinem letzten Abschnitt ging es einzig darum, nochmals zu verdeutlichen, dass genaues Arbeiten wichtig ist, um das gewünschte Resultat zu erzielen, ungenaues Arbeiten hingegen schnell zu einem spürbar unbequemen Resultat führen kann.

                Aber ich denke auch, dass echinotrix sicher noch etwas genauer schreiben oder zeigen wird, wie er das meint.
                Zuletzt geändert von Waldläufer70; 09.08.2018, 22:32.
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                • #9
                  Um es hoffentlich etwas zu verdeutlichen: die Hängematte kann leicht parallelogramförmig sein, d.h. schräge Kanten haben, solange die Stofflänge zwischen den kurzen Kanten gleich bleibt. Im Fall einer 11' Hängematte also 335cm. Wenn sie auf der einen Seite aber 335cm und auf der anderen Seite 339cm lang ist, kann man den Unterschied merken. Wenn man Glück hat, ist der Effekt positiv. Aber wahrscheinlicher ist es, dass sich die Hängematte "seltsam" anfühlt.

                  Was die langen Kanten betrifft sind Abweichungen nicht so tragisch, aber gerade bei den üblichen 150cm schmalen Stoffen geht leider schnell merkbar Liegefläche verloren, wenn man nicht gut schneidet.
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                  • #10
                    Dazu kommt noch, dass die Stoffe oft sehr schräg abgeschnitten werden. Manchmal entsteht da eine Art Kurve, manchmal ist die eine Seite rund 5cm länger als die andere. Bei mir ist das immer ein Stoffverlust, weil ich die Schnittkante immer zuerst auf die letzte Häuschenreihe begradige, die auf der ganzen Breite zur Verfügung steht, um nicht auf der gegenüberliegenden Seite gleich schief schneiden zu müssen, wie vom Verkäufer vorgegeben.

                    Beim Beispiel von TreeGirl würde die eine Seite der Hängematte rund 4cm weiter unten hängen als die andere, wenn man eine Schnittkante gerade ausführt und die andere lässt, wie man sie erhalten hat.
                    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 09.08.2018, 22:33.
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                    • #11
                      Ich glaube wir reden gerade sehr hitzig aneinander vorbei.

                      Ich sagte ja nicht, dass man bei Hängematten ungenau arbeiten kann.
                      Sondern nur, dass man nicht so exakt wie in der Metallbranche, wo es auf 10tel Millimeter ankommt, arbeiten muss und kann.
                      Beim Schneiden zieht sich der Stoff immer etwas. Der Stift, die Kreide etc ist relativ breit auch beim Nähen, wenn man die Stoffe per Hand führt, gibt es Schwankungen.
                      Steinigt mich jetzt nicht als der, der ungenau arbeitet.

                      Es geht doch um Echinotrix Konstruktion um seinen Workflow zu optimieren.
                      Und da war meine Frage, ob der Aufwand für einen geraden Schnitt oder einen kurvigen Schnitt gemacht ist.

                      Da gehts jetzt um 11 Hängematten. Vielleicht zu wenig sich andere Arbeitsmaterialien anzuschauen und man schaut, was man im Keller liegen hat.
                      Es geht immer besser, professioneller. Muss sich halt auch lohnen.

                      Für mich hat die Anschaffung einer großen Zuschnittmatte, Kreuzlinienlaser, Rollschneider gelohnt. Ich bin schneller fertig mit Zuschnitt.
                      Ist aber auch der Unterschied, ich arbeite gewerblich und will das auch noch ein paar Jahre.
                      Für ein paar Hängematten lohnt sich das, was ich verwendet natürlich nicht.

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                      • Waldläufer70
                        Waldläufer70 kommentierte
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                        Alles okay. Mir war letztlich nur wichtig, darauf hinzuweisen, dass man grobe Abweichungen (1cm und mehr) schnell einmal spürt. Klar auch, dass wir bei Stoff bei maximaler Sorgfalt vielleicht auf 1mm genau arbeiten können... wenn überhaupt. Ich denke, für ein optimales Ergebnis sollten wir dieses Ziel anstreben. Auch wenn es nicht gelingt, kommen wir dann einem guten Resultat zumindest nahe. - Ich denke nicht, dass du ungenau arbeitest, keine Angst! Ich habe deine Gürtel in einem Sacki-Video auch schon gesehen. Das ist absolut saubere Arbeit!

                    • #12
                      Ja, gewerblich lohnt sich so ein Aufwand nicht. Aber echinotrix näht ja nicht gewerblich, sondern für Freunde und Familie. Da sind die Ansprüche meist andere. Wenn ich Hängematten für mich nähe, möchte ich, dass sie meinen persönlichen Standards entsprechen. Natürlich versuche ich auch die Arbeitsabläufe zu optimieren, aber z.B. hätte ich weniger Freude an der fertigen Matte, wenn ich weiss, dass ich quer über sämtliche Ripstop-Karos geschnitten habe. Andere stört es nicht, aber das ist ja auch mit ein Grund warum ich selber nähe. Das Nähen selbst macht mir wenig Spaß. Es ist die Befriedigung eine möglichst perfekte Hängematte genäht zu haben die mich motiviert. In gewisser Weise ist das wohl auch ein "Lohn".
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                      • #13
                        Na sowas, da ist man mal kurz weg und schon bricht eine rege Diskussion vom Zaun.

                        Meine Intention war einfach nur, Anregungen zu geben. Ich wollte damit nicht sagen, dass meine Arbeitsweise die beste/effektivste/einfachste ist. Jeder hat andere Ansprüche und Vorlieben. CYOF - cut your own fabric.

                        Zitat von Bernd Odenwald Beitrag anzeigen
                        Wenn Du 11 Stück nähst, ob da eine 1-2 cm kürzer ist als die Andere, ...
                        Das spielt in der Tat kaum eine Rolle.

                        Zitat von Bernd Odenwald Beitrag anzeigen
                        ... oder der Teil, der eh gerafft wird, gerade genäht ist oder nicht, sieht kein Mensch.
                        Das wiederum ist in meinen Augen sehr wohl wichtig. Wie Waldläufer70 weiter unten auch sagt, habe ich den Eindruck, dass Ungenauigkeiten beim Zuschnit der kurzen Kante einen großen Einfluss auf das Liegegefühl haben können. Deshalb ist es mir wichtig, dass ich hier möglichst exakt am Ripstopmuster entlang arbeite.

                        Zitat von Bernd Odenwald Beitrag anzeigen
                        Ich lege den Stoff auf eine Zuschnittmatte, zeichne mit einem Magicmarker an, lege eine Alu Richtlatte drauf und fahre mit dem Rollschneider entlang.
                        Das geht auch mit 2 Lagen Stoff.
                        Vielleicht sollte ich meine vorherige Vorgehensweise kurz beschreiben, zum Vergleich. Ich habe keinen so großen Tisch, deshalb habe ich das bisher immer auf dem Boden gemacht. Das war ziemlich anstrengend. Insbesondere das Anzeichnen war sehr mühsam: Stoff möglichst ordentlich auslegen, Kreuzlinienlaser ausrichten und dann entlang der Laserlinie mit einem Marker anzeichnen, ohne dabei den Stoff zu verrutschen. Das ist regelmäßig schief gegangen, was ich mich da geärgert habe. Und beim Zuschnitt musste ich dann meine 50cm-Zuschnittmatte mehrmals unter der Alulatte weiterziehen, wodurch auch wieder der Stoff verrutschte. Also wieder hinzupfen, die nächsten 40 cm mit dem Rollschneider schneiden, usw. Was ich da geschwitzt hab! Und das Ergebnis war nie so genau, wie ich das gerne hätte (~ 1 Kästchen).

                        Zitat von TreeGirl Beitrag anzeigen
                        Du schneidest nur die kurzen Kanten auf diese Weise, richtig? Die kriege ich auch mit Heissschneider und Lineal auf das Kästchen genau in 5 Minuten pro Kante geschnitten.
                        Also mehr oder weniger frei Hand, oder? Kurzes Lineal, ohne Anzeichnen? Das habe ich auch schon mal überlegt, aber noch nicht ausprobiert. Sollte ich vielleicht mal machen.

                        Zitat von TreeGirl Beitrag anzeigen
                        Wesentlich aufwändiger sind die langen Kanten.
                        Auch wenn das für Dich wahrscheinlich keine Option ist: Ich lass die Webkante dran. Ich schlag 1 Kästchen innerhalb der letzten Lochreihe um und dann nochmal so, dass die Fransen komplett im Umschlagsaum verschwinden. Ich sehe hier keinen Nachteil, nur Vorteile: deutlich weniger aufwändig, genau so stabil, optisch genau so sauber.

                        Zitat von Bernd Odenwald Beitrag anzeigen
                        Es geht doch um Echinotrix Konstruktion um seinen Workflow zu optimieren.
                        Und da war meine Frage, ob der Aufwand für einen geraden Schnitt oder einen kurvigen Schnitt gemacht ist.
                        Meine Arbeitsweise geht für beides, auch für Kurven.

                        Allgemein gilt wie immer, dass Kosten und Nutzen in einem jeweils vertrebaren Verhältnis stehen müssen, und dass das Bessere des Guten Feind ist. Für mich war das sosowhl zeitlich als auch was die Genauigkeit betrifft ein großer Fortschritt. Gekostet hat's mich nur ein paar Euro für einen Lötkolben (der Empfehlung unseres geschätzten Kollegen Mittagsfrost folgend, danke dafür).

                        vorher: ~10 Minuten pro Schnitt bei einer Genauigkeit von ~4 Kästchen
                        jetzt: ~5 Minuten pro Schnitt bei einer Genauigkeit von <1 Kästchen

                        Und vor allem: ich muss nicht mehr auf dem Boden rumkriechen und schwitzen, und mich auch nicht mehr über verrutschten Stoff ärgern.

                        Trotzdem: in einem Jahr mach ich's wahrscheinlich wieder anders, kann ich jetzt schon sagen.
                        Zuletzt geändert von echinotrix; 10.08.2018, 11:36.

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                        • Mittagsfrost
                          Mittagsfrost kommentierte
                          Kommentar bearbeiten
                          Der Tip mit dem Lötkolben kam nicht von mir, sondern von Konradsky, falls ich mich nicht irre.

                      • #14
                        Zitat von echinotrix Beitrag anzeigen
                        Also mehr oder weniger frei Hand, oder? Kurzes Lineal, ohne Anzeichnen? Das habe ich auch schon mal überlegt, aber noch nicht ausprobiert. Sollte ich vielleicht mal machen.
                        Nein, nicht frei Hand. Ich habe mir ein 30cm Alu-Lineal besorgt, und ein 30cm x 40cm Blech. Das Blech ist mein Schneidebrett. Darauf kommt der Stoff. Darauf lege ich das Alu-Lineal an den Kästchen entlang. Den Heissschneider ziehe ich dann wie einen Rollschneider am Lineal entlang. Gibt absolut saubere Kanten. Frei Hand habe ich bei den ersten 5 Hängematten gemacht - aber da habe ich ziemliche Wellen geschnitten. Außerdem war die Gefahr sich zu verschneiden viel größer, und langsamer war es auch.

                        Zitat von echinotrix Beitrag anzeigen
                        Auch wenn das für Dich wahrscheinlich keine Option ist: Ich lass die Webkante dran. Ich schlag 1 Kästchen innerhalb der letzten Lochreihe um und dann nochmal so, dass die Fransen komplett im Umschlagsaum verschwinden. Ich sehe hier keinen Nachteil, nur Vorteile: deutlich weniger aufwändig, genau so stabil, optisch genau so sauber.
                        Das habe ich auch erst so gemacht. Aber gerade bei schmalen Stoffen ist mir mit dieser Methode einfach zu viel Breite verloren gegangen. Ich finde Hängematten mit einer Breite von 150cm schon grenzwertig, und versuche deshalb wirklich das Maximum aus jedem Stoff heraus zu holen. Das heisst, ich mache die Säume schmal - meist um die 7mm breit. Das geht aber bei den meisten "Webkanten" nicht. Zumindest, wenn man die teilweise recht großen Löcher vom Webstuhl im Saum verstecken will.

                        Bei einem 180cm breiten Stoff ist das natürlich kein Problem mehr. Aber ich mag es auch nicht, wenn die Fransen durch die Nahtlöcher gucken. Womit wir wieder beim Thema Pingeligkeit sind
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                        • #15
                          Ein Freund hat kürzlich eine Warbonnet Blackbird XLC und eine Traveler erstanden. Bei der Traveler war ich ganz erstaunt, dass der seitliche Saum (aus meiner Erinnerung, ich habe sie nur einmal ganz kurz gesehen), nur etwa 5mm breit ist.

                          Die kurzen Seiten habe ich lange Zeit mit Schneidmatte und Rollschneider geschnitten. Da fand ich es aber sehr schwierig, immer die Kästchen schön auf das Lineal auszurichten (oder umgekehrt). Zudem musste ich auch die Schneidunterlage immer wieder um 60cm nachschieben. Aktuell bin ich dazu übergegangen, bei gutem Licht ohne Markierung von blossem Auge mit der Schere den Kästchen entlang zu schneiden. Da habe ich pro Seite keinesfalls länger als 5 Minuten. Schwierig ist das bloss beim HyperD Diamond Ripstop Nylon, weil mir dort die klare Linie fehlt. Man muss sich die Linie von Rautenspitze zu Rautenspitze vorstellen und dann dieser nachschneiden. Schwierig.

                          Bei einer rechteckigen Hängematte ist dann ja auch viel wichtiger, dass man den Stoff vor dem Nähen exakt den Kästchen entlang umbügelt. Der Schnitt selbst darf da auch leicht unsauber sein. Anders sieht es bei Kurven aus. Da messe ich von der geraden Kante aus die einzelnen Punkte, die ich dann auch auf dem Stoff markiere. Hier muss ich noch genauer arbeiten. Auch das Umbügeln des Stoffes muss dann noch einmal sehr genau passieren. Da könnte die Methode mit der Angelschnur tatsächlich eine Vereinfachung darstellen. Danke fürs Teilen der Idee.
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