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DIY Tarp (Planung)

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  • #16
    Danke für deine ausführlichen Antworten!

    Derzeit habe ich vor zum eigentlichen Abspannen entweder Leine mit Auge fest am Tarp in Schlaufe und dann am Hering knoten, oder alternativ Prusik am Tarp. (Also eine Knotenlösung)

    (Als Leine ist Glowire + elastische Kordel vorgesehen)

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    • #17
      Zitat von Waldläufer70 Beitrag anzeigen
      Für den First 1": Gefaltet zum Einfassen der Naht, die Schlaufe dann ungefaltet und einfach, da ich 1"-Dreiecke verwendet habe. Ob das sinnvoll ist, weiss ich nicht. Ich hab's einfach so gemacht und bisher funktioniert es gut.
      Irgendwie tue ich mich hier mit dem Deutsch schwer. Verstehe nicht ganz was du mit Schlaufe umgefaltet meinst.

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      • #18
        Achtung: Wenn du die Hängematte im 30°-Winkel aufspannst, so ist die Ridgeline 86,6% so lang wie die Hängematte (cos 30°) oder kürzer, wenn diese leicht gespannt sein soll. Viele empfehlen ja 83% der Hängemattenlänge. Eine längere Hängematte hängen die meisten tendenziell etwas steiler auf, was die Ridgeline weiter verkürzen würde, falls dieser Fall bei dir auch eintreffen sollte.

        90% ist aber für die Planung des Tarps sicher ein guter Ansatz: Dann musst du noch auf beiden Seiten zugeben, was du dir an Überstand wünschst.

        Nehmen wir ein Standard-Tarp von 11' (335cm) mit einer Ridgeline-Länge von 83,333% (Faktor 5/6). Dann hätten wir eine Ridgeline von rund 279cm. Das Standard-Tarp dazu ist ebenfalls 11' lang. du hättest also auf jeder Seite einen Überstand von etwa 28cm. Anders ausgedrückt: Die Ridgeline des Tarps ist rund 56cm länger als die Ridgeline der Hängematte.

        Bei deinen Dimensionen hast du zwei Möglichkeiten:
        • Du machst dir zuerst die Hängematte, testest sie, bis sie maximal bequem eingestellt ist, misst dann die Länge der Ridgeline und gibst etwa 60cm dazu.
        • Du baust das Tarp mutig mit einer Ridgeline von 11.5' bis 12', maximal 12.5' Länge.
        Die Idee, die Eckpunkte des Tarps grob an der Länge der Ridgeline der Hängematte zu orientieren ergibt aus meiner Sicht schon Sinn. Da sich beim Abspannen aber am First eine Kurve bildet und nicht ein Knick, würde ich sie aber doch deutlich näher beieinander anbringen. Da du mit 90% ohnehin eher grosszügig / zu grosszügig gerechnet hast, müssten die Abspannpunkte aus meiner Sicht deutlich näher beieinander liegen.

        Bei meinem 12'-Tarp liegen sie etwa 220cm auseinander (geht nicht so leicht zum Messen, da Cat-Cut), also bei weitem keine 315cm (und auch keine 290cm).

        Ein reinrassiges Hex-Tarp wäre von oben betrachtet ein regelmässiges Hexagon (Sechseck). Das lässt sich in der Praxis nicht so leicht umsetzen, da wir bei der Breite der Stoffbahnen ja eingeschränkt sind.* Aber grob an einem 60°-Winkel oben bei der Ridgeline könntest du dich dennoch orientieren. Dann wären bei einem 12'-Tarp (366cm) bei einer Breite der fertigen Stoffbahnen von 145cm die Abspannpunkte auf beiden Seiten rund 84cm nach innen versetzt, hätten also eine Distanz von knapp 200cm.

        Ich würde mal in diese Richtung weiterdenken. Jetzt lasse ich die anderen auch mal etwas sagen...

        PS: Hier gibt es auch noch ein paar Hinweise zu den Abmassen. *Es gibt übrigens auch extrabreiten Stoff: Würde zwar mehr Wetterschutz bedeuten, allerdings auch deutlich mehr Gewicht!
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 16.04.2018, 14:49.
        Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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        • #19
          Zitat von greenbigfrog Beitrag anzeigen
          Einfach bei der französischen Naht bei der Zweiten Naht rumlegen.
          Doch noch eine Bemerkung, bevor du hoffentlich noch etwas mehr Input bekommst:

          Es ist etwas knifflig, so ein Saumband schön um den rutschigen Stoff zu legen. Mit Nadeln fixieren möchtest du ja nicht, da das Tarp dicht sein soll.

          Deshalb mein Tipp:
          • Vielleicht kannst du irgendwo günstig «Wonder Clips» auftreiben. Das Original ist relativ teuer, die Kopien unterschiedlich gut von der Qualität her. Aber mit solchen kleinen Klammern geht das Einfassen sehr gut. Ich habe letzten Montag einen Ridgeline-Organizer mit dem Nylon-Grosgrain-Ribbon (1"-Version) eingefasst und das ging wirklich sehr gut.
          • In einem ersten Schritt faltest du das Band in der Mitte und bügelst es vor. Dann ist die Arbeit nachher viel einfacher.
          • Dann würde ich wohl schrittweise vorgehen: Mal die ersten 50cm das Band bis zum Anschlag über den Stoffkamm schieben und immer alle 5-10cm (je nach gewünschter Sicherheit) mit einer Klammer fixieren. Dann bis etwa 40cm nähen. Dann die nächsten 50cm vorbereiten. Und so weiter... Dann läufst du weniger Gefahr, dass dir beim Transport der langen Stoffbahnen etwas unbemerkt wegrutscht.
          Hier noch ein Foto eines Details:

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_Ribbon annähen.jpg Ansichten: 1 Größe: 317,6 KB ID: 45457

          Ich finde, mit diesen Klammern geht das wirklich ganz gut. Stell dich aber darauf ein, dass die Arbeit mit den langen und sehr rutschigen Stoffbahnen etwas Geduld benötigt. Da du ja ein Hex-Tarp machen möchtest, fällt einiges an Reststoff an: Übe damit das Nähen dieses heiklen Stoffes. Wenn es einigermassen geht, nähe dir schon mal einen Packsack fürs Tarp...
          Zuletzt geändert von Waldläufer70; 16.04.2018, 18:44.
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          • #20
            Zitat von greenbigfrog Beitrag anzeigen
            Irgendwie tue ich mich hier mit dem Deutsch schwer. Verstehe nicht ganz was du mit Schlaufe umgefaltet meinst.
            Ich habe den First ja mit einem 2,5cm Einfassband eingefasst. Gefaltet ist das nur noch etwa 1,2cm breit. Als "D-Ringe" habe ich Dreiecke verwendet, jede Seite 2,5cm lang. Da habe ich vom selben Band ein Stück verwendet, es durch das Dreieck geführt und dann beidseitig ans Firstband genäht, das ja nur halb so breit ist. Eine Naht geht durchs Firstband, die andere unterhalb davon durchs Tarp und die beiden Verstärkungen, die vom First vielleicht 10cm lang nach unten führen. Da weiss ich nicht, ob das sinnvoll ist oder dem Tarp womöglich beim Aufbau schadet, weil sich die "Ecken" nicht ganz frei nach aussen bewegen können. Bisher hatte ich jedenfalls keine Probleme deswegen. Für beide Nähte habe ich einen ziemlich breiten Zickzack-Stich verwendet, die untere aber nicht bis in den unverstärkten Tarpstoff hinein fortgesetzt. Die senkrechten Nähte hinter dem Dreieck verhindern, dass das Band sich unter Belastung zusammenzieht, zur Seite rutscht und das Dreieck dann ungleichmässig / asymmetrisch belastet wird.

            Hier kannst du es gut sehen:

            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: fetch?id=30418&d=1491766841.jpg Ansichten: 1 Größe: 317,1 KB ID: 45459

            Das schmale Band (1,25cm) mit dem Cord-Lock habe ich nachträglich, ebenfalls durch das Einfassband des Firsts hindurch, festgenäht.

            Die aktuelle Lösung nutzt einen Mini-Karabiner statt Knoten:

            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_Befestigung Tarp (gespiegelt).jpg Ansichten: 1 Größe: 182,5 KB ID: 45460

            Zum Aufbau führe ich das Ende mit dem Karabiner einmal um den Baum und hänge ihn, zusammen mit der Schnur ins Dreieck ein (siehe oben).
            Zuletzt geändert von Waldläufer70; 16.04.2018, 19:52.
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            • #21
              Danke für deine Weiteren Antworten!!!

              Zitat von Waldläufer70 Beitrag anzeigen
              Vielleicht kannst du irgendwo günstig «Wonder Clips» auftreiben. Das Original ist relativ teuer, die Kopien unterschiedlich gut von der Qualität her. Aber mit solchen kleinen Klammern geht das Einfassen sehr gut. Ich habe letzten Montag einen Ridgeline-Organizer mit dem Nylon-Grosgrain-Ribbon (1"-Version) eingefasst und das ging wirklich sehr gut.
              Was habe ich denn aber für ein Glück das ich mich bei meiner Mutter bedienen darf, und sie gerade jetzt etwas in die Richtung angeschafft hat

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              • Waldläufer70
                Waldläufer70 kommentierte
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                Sowas nennt man tatsächlich Glück!

            • #22
              Zitat von Waldläufer70 Beitrag anzeigen
              Hier noch ein Foto eines Details:

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht Name: resized_Ribbon annähen.jpg Ansichten: 1 Größe: 317,6 KB ID: 45457
              Ich kann nicht ganz nachvollziehen, was du mir hier zeigst

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              • Waldläufer70
                Waldläufer70 kommentierte
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                Nur, dass sich mit diesen Klammern ein sauberes Resultat erzielen lässt. Beim ersten Täschchen habe ich für ein so gutes Resultat noch mit doppelseitigem Klebeband gearbeitet. So geht es viel einfacher und man braucht kein unnötiges Material ins fertige Produkt einzuarbeiten. Auf dem Zeltstoff würde ein Klebeband auch gar nicht kleben.
                Zuletzt geändert von Waldläufer70; 17.04.2018, 10:00.

            • #23
              So... Noch ein letzter Post heute Abend bevor es schon morgen ist

              Hust. Hat ja gut geklappt...

              Da ich jetzt schon bestellen möchte, obwohl ich noch nicht genau sagen kann wie lang meine HM RL wird, kann ich mich nicht wirklich entscheiden, ob ich 7 oder 8 Meter bestellen soll...

              Zuschneideart:

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: HEX-Tarp-Cut-Pattern.jpg
Ansichten: 1
Größe: 57,7 KB
ID: 45467



              Wenn ich mit einer 3.1m HM RL (ca. 88% von einer 3.5 HM) + 0.6 Überstand (jede Seite 30cm), sind wir bei einer Tarp First Länge von 3.7m.

              Eigentlich müssten mir 7 Meter reichen da X + 3.7 + (3.7 - X) / 2 < 7 für X < 2.9 gilt. (D.h. solange ich die Abspannpunkte < 2.9m von einander entferne, kann ich dank der Zuschneideart von diygearsupply das ganze aus 7 Metern zuschneiden (Ist ja eigentlich üblich so Sachen so zu zuschneiden. Ich hätte um ehrlich zu sein jedoch sehr vermutlich nicht im richtigen Moment dran gedacht.))

              Bei 8m hätte ich den Vorteil, das ich 2x 4m daraus machen kann, und dann vielleicht beide Hälften gleichzeitig zuschneiden? Wie habt ihr das gemacht?

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              • #24
                Mittlerer Schnitt, dann eine Bahn um 180 Grad drehen, so dass die Bahnen mit den Schnittkanten des ersten Schnitts schön aufeinander liegen, dann die beiden äusseren Schnitte gleichzeitig.

                Es reicht also aus, nur zwei Schnitte aufzuzeichnen respektive zu markieren. Der dritte ergibt sich von allein.
                Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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                • #25
                  Ich brauche jedoch wenn ich so mache entweder 8m Material oder ich kaufe nur 7m, muss mich aber auf eine Tarp Länge von 3.5m beschränken (wobei das nur für eine ca 2.9m HM RL reicht, welches 82% von 3.5m wären. Also eigentlich auch noch machbar...)

                  Ich schlafe auf jeden Fall noch eine Nacht drüber

                  Kommentar


                  • #26
                    Kaufe 8 Meter! Es kann nie schaden, ein farblich passendes Reststück zu haben. Vielleicht willst Du das Tarp irgendwann mal mit Türen ausstatten oder einen Packbeutel zum Verstauen des Tarps nähen. Einen Ridgelineorganizer? Ein Beutelchen für die Heringe? Gamaschen für die Wanderschuhe? Wasserdichte Überhandschuhe? ...
                    Ich greife jedenfalls oft in meine Restekiste, um neue Bastelprojekte umzusetzen.
                    Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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                    • #27
                      Diese dünnen Plastik-Stöffchen sollte mit einem Heißschneider geschnitten werden, der gleichzeitig die Schnittkanten verschweißt. Da ich solch ein tolles Teil nicht habe, nehme ich dafür einen Lötkolben. Geht auch. Und ist multi-use.

                      Die Nähte habes ich vor dem Nähen mit dünnem, weißen Heftgarn in sehr großen Stichen mit der Hand geheftet. Das hat das Nähen kollossal vereinfacht. Die zusätzlichen Löcher sind beim Abdichten der Naht geschlossen worden.

                      Ansonsten habe ich zum Zusammenhalten keine Stecknadeln genommen, sondern kleine Klämmerchen. Zum Nähen habe ich Microtex-Nadeln genommen und einen recht großen Stich (4mm) gewählt.

                      Habe ich schon mal den Rollenschneider erwähnt? Nie wieder ohne sozusagen....
                      Zuletzt geändert von Baumkind; 17.04.2018, 07:25.
                      BC-Frauen-Treffen 2019: Weitersagen!

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                      • #28
                        Ja, Microtex-Nadeln ist ein wichtiger Tipp. Sie verletzen den Stoff viel weniger, was das Tarp etwas stabiler macht. Macht beim Nähen ein lustiges "blop, blop,..."

                        Ich würde auch 8m nehmen.

                        Vorfixieren kannst du auch mit ein wenig SilNet.

                        Wichtig finde ich auch, den Stoff beim Nähen vor und hinter dem Nähfuss etwas vorzuspannen, damit die Naht maximal lang wird. Braucht aber etwas Übung, damit man dabei das Nähgut weder bremst noch beschleunigt.

                        PS: Ich habe den Stoff mit Schere / Schneidrad zugeschnitten, da ich weder Heissschneider noch Lötkolben habe. Geht auch. Aber vielleicht hast du ja solches Werkzeug.
                        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 17.04.2018, 08:32.
                        Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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                        • #29
                          Danke für die Antworten!

                          Hatte jetzt vor einen Rollschneider zu nehmen, aber werde glaub ich auch mal mit einem Lötkolben experimentieren.
                          An die Möglichkeit von Microtex-Nadeln habe ich jetzt gar nicht gedacht...

                          Wie schneidet ihr mit dem Lötkolben? ( Baumkind ) Insbesondere würde mich interessieren was ihr unter legt.

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                          • Baumkind
                            Baumkind kommentierte
                            Kommentar bearbeiten
                            Ein Laminat-Paneel wird auf den Küchentidch gelegt, Stoff wird über das Paneel gelegt. Dann kommt ein zweites Laminat-Paneel darauf. Lötkolben aufheizen. Mit der heißen Lötkolbenspitze langsam entlang der Laminat-Kante fahren und mit der anderen Hand den abgeschnitteten Stoff nach hinten weg ziehen. Ich ziehe den Stoff weg, damit er nicht direkt wieder zusammenklebt.

                            Probier das mal mit einem billigen Nylon-Rest. Im Prinzip kannste dabei nix falsch machen.

                            Es passiert schon mal, dass die Schnittkante doch nicht so sauber ist, aber das ist nicht so schlimm, weil sie im Saum verschwindet. Oder ganz am Anfang ist es nicht so sauber, aber auch das sieht man hinterher nicht mehr.

                            Durch das Verschweißen ist die Stoffkante stabiler.

                          • greenbigfrog
                            greenbigfrog kommentierte
                            Kommentar bearbeiten
                            Vielen Dank!

                        • #30
                          Zitat von greenbigfrog Beitrag anzeigen
                          Wie schneidet ihr mit dem Lötkolben? ( Baumkind ) Insbesondere würde mich interessieren was ihr unter legt.
                          Ich hab mir gleich einen professionellen Heisschneider gekauft und es nie bereut. Diese Spitze ist super um Stoff damit zu schneiden.

                          Als Unterlage habe ich mir ein Stück Alublech gekauft, würde aber nächstes mal Edelstahl nehmen, weil im Alu nach einiger Zeit Rillen entstehen.

                          Ich kann auch ein Alu-Lineal sehr empfehlen. Ohne habe ich es jedenfalls nie geschafft, gerade zu schneiden.

                          Wenn du nur Tarpstoff schneiden willst, tut es auch eine Schere oder ein Rollschneider. Nur die unbeschichteten Stoffe lösen sich ohne Heissschneider auf.
                          hammockfairy.com
                          Hängematten & Zubehör

                          Anfragen bitte direkt an treegirl@hammockfairy.com - nicht per PN. Danke!

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