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Elastic Dogbone

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  • Elastic Dogbone

    Es ist ja bekannt das ein Nylon Tarp sich bei Nässe ausdehnt und dann "lappig" runterhängt. Zu der Längenausdehnung kommt hinzu das die nasse Oberfläche das Flächen-Gewicht des Tarps deutlich erhöht. Da kann es schon mal sein das man die Abspannung nachspannen muss damit das Tarp wieder "ordentlich" hängt. Ideal wäre wenn man eine leichte Tarpleine hätte die ähnlich wie eine Gummiseil (Schock-Cord) das Tarp immer noch gut spannt selbst wenn sich dieses durch Nässe ausgedehnt hat. Und genau da habe ich nun eine leichte Leine gefunden die das leistet; und zwar Nylon Microcord 1.18mm.
    Bei Tests habe ich herausgefunden das dieses Nylon Microcord nicht nur sehr elastisch, sondern bei Nässe auch noch bis zu ca.10% in der Länge schrumpft. Das wirkt natürlich genau dann wenn es gebraucht wird dem länger gewordenen Tarp entgegen. Die Idee ist nun einen elastischen Dogbone in die Tarp-Abspannung einzubauen. Auf den Bildern unten ist eine Bauanleitung für einen 133cm langen Dogbone gezeigt. Besonderes Augenmerk habe ich auf die Bruch-Festigkeit des Knotens gelegt. Im Anfang habe ich es mit einen Doppelten Schlaufenknoten versucht. Damit kam ich auf ca. 30 DaN Bruchfestigkeit. Nach etlichen Experimenten und Tests bin dann bei einen einfachen Knoten aber mit Doppel-Mantel gelandet. Damit stieg die Bruchfestigkeit auf 41 bis 47 DaN (14°C, Schnur trocken gelagert) Habe es dann noch mit Dreifach-Mantel probiert aber das hat keine Steigerung mehr gebracht.

    Bei weiteren Tests habe ich folgende Werte gemessen:

    Trocken gelagert, 14°C
    Dogbone-Länge 133cm
    Gewicht 3.6Gramm
    7 cm Dehnung bei 5 DaN (Kg) (Gesamtlänge 140cm)

    Vollständig durchnässt, 14°C
    Dogbone-Länge 120cm
    14.4 cm Dehnung bei 5 DaN (Kg) (Gesamtlänge 134,4cm)

    Nassen Dogbone auf selbe End-Länge gezogen wie im Trockenen Zustand: (140cm)
    Erforderliche Kraft: 7.3 DaN (Kg)

    Fazit:
    Dieser Dogbone wird bei gleicher Zugkraft von 5DaN um 140 - 134.4 = 5.6cm kürzer.
    Er kann also bei einer Verlängerung des Tarps (bzw. der Tarp-Hälfte) um 5.6cm die Spannung vollständig aufrecht erhalten.
    Ein längerer und/oder stärker gespannter Dogbone kann natürlich noch mehr Tarp-Ausdehnung auffangen.

    Das Microcord gibt es auch Reflektierend in verschiedenen Farben,- z.B hier

    Viel Spass beim nachbauen!
    Viele Grüße, Biker61
    Elastic Dogbone, Materialien Arbeitsschritte, Eleastic Dogbone Elastic Dogbone, Fertiggestellt
    Zuletzt geändert von Biker61; 09.12.2017, 11:31.

  • #2
    Schön , eine Lösung , die ohne Gummi auskommt.
    Danke für den Aufwand , und das Teilen deiner Idee.

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    • #3
      Hast du schon einen Praxistest gemacht? Mich würde interessieren, wie gut es in der Realität funktioniert. Vorher/Nachher-Fotos mit Microcord-Leinen und normalen Polyesterleinen wären toll. Wenn es wirklich so gut funktioniert, würde ich Microcord mit in den Shop aufnehmen.
      hammockfairy.com
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      Anfragen bitte direkt an treegirl@hammockfairy.com - nicht per PN. Danke!

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      • #4
        Einen Praxistest habe ich noch nicht gemacht. Das Wetter ist im Moment ungünstig. Ideal als Ausgangs-Situation wäre trockenes Wetter mit wenig Wind.
        Na ja und dann ist es gar nicht mal so trivial dafür einen halbwegs reproduzierbaren Test zu definieren. Also z.B.:

        - Nylon Tarp mit den Leinen aufbauen, und 1 Stunde stehen lassen.
        - Alle Leinen nachspannen und auf genau 5DaN Spannung einstellen. (Wie exact Messen ohne den Aufbau zu beeinflussen?)
        - Fotos machen (aus günstigen festgelegten Perspektiven)
        - Garten-Rasen-Sprenger einschalten für mindestens 30 Minuten, damit das Microcord (und Tarp) mit Wasser gesättigt wird...
        - Wieder Fotos machen (aus den gleichen Perspektiven)
        - Dann Tarp trockenen lassen und Leinen wechseln
        - und die gleiche Prozedur noch mal...

        - Bewertungskriterien für die Fotos festlegen, also was gemessen/bewertet werden soll z.B:
        - Durchhang des Tuchs
        - Faltenbildung
        - Spannung auf den Leinen (gemessen in DaN )

        Das wäre doch mal eine schöne Sommer-Praktikum-Arbeit für einen "Technik"-Studenten.
        Thema "Einfluss des Abspann-Leinen-Werkstoffs auf den Grad der Lappigkeit von Nylon Tarps bei Regen"
        Vielleicht gibt das Land Bayern auf Antrag sogar Fördergelder dazu...,- zumindest für die "Betriebsmittel"
        Zuletzt geändert von Biker61; 10.12.2017, 08:39.

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        • #5
          Ja, das sehe ich ein. Bei uns liegt auch Schnee. Der Test muss wohl bis zum Frühjahr warten.

          Zum Testaufbau: ich würde da keinen großen Aufwand treiben. Ein Messgerät ist meiner Meinung nach unnötig. Ob die Spannung etwas mehr oder weniger ist, ist in der Praxis ja nicht anders. Wenn ich es richtig verstehe, ist das Problem doch, dass sich manche Nylontarps sich bei Nässe so stark dehnen, dass sie nachgespannt werden müssen. Ich konnte das bei meinen Nylontarps noch nicht so extrem beobachten, aber einen Tick schlapper hängen sie nach einer Regennacht schon. Die Frage ist also, kann man den Effekt mit bestimmten Tarpleinen bekämpfen?

          Ich würde das Tarp mit den normalen Abspannleinen aufspannen. Um einen Anhaltspunkt zu haben, wie stark es sich dehnt, könnte man vielleicht Dyneemaschnüre daneben spannen (nicht am Tarp befestigt). Dann würde ich das Tarp mit dem Gartenschlauch so richtig durchnässen, 10 Minuten warten und schauen, ob es sichtbar durch hängt. Alles was nicht mit dem bloßen Auge erkennbar ist, wäre für mich uninteressant, weil es in der Praxis kein Problem darstellen würde.

          Nachdem das Tarp komplett abgetrocknet ist, würde ich schauen ob sich die Spannung geändert hat. Hängt das Tarp immer noch durch, oder hat es sich gestrafft?

          Danach würde ich den Versuch mit anderen Abspannleinen wiederholen - wobei ich die Firstleinen allerdings nicht anfassen würde.

          Ich habe über die Jahre hinweg verschiedene Abspannleinen benutzt; zuerst Dyneema-Leinen mit Silikonschlächen (zum Nachspannen). Dann nur noch Dyneema-Leinen. Und neuerdings Dyneema-Leinen mit Shock Cord (Dutch Tarpworms). Ich spanne die Leinen ziemlich fest. Und von der Tarpspannung konnte ich keinen offensichtlichen Unterschied feststellen. Der einzige Grund, warum ich das Shock Cord beibehalten möchte ist, weil es hoffentlich eher reisst als der Tarpstoff, wenn ich mal wieder über eine Leine stolpere. Nachdem viele Leute ein größeres Problem mit durchhängenden Tarps zu haben scheinen, frage ich mich, ob es vielleicht am Tarp selbst liegt. Nylon ist nicht gleich Nylon. Und vielleicht spielt auch die Konstruktion eine Rolle. Vielleicht sollte ich mir mal ein China-Tarp zum Testen holen.
          hammockfairy.com
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          • Biker61
            Biker61 kommentierte
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            Zitat @TreeGirl: "Nachdem viele Leute ein größeres Problem mit durchhängenden Tarps zu haben scheinen, frage ich mich, ob es vielleicht am Tarp selbst liegt."

            Bei Nässe kommt ja immer auch zusätzliches Gewicht auf die Fläche. Ich schätze mal so ca. 100 oder mehr Gramm pro Quadratmeter. d.h. das Fächengewicht des Tuchs hat sich in etwa vervierfacht. Wenn in Summe dann mehrere hundert Gramm zusätzlich die Fläche nach unten ziehen dann kann das Tarp schon mal merklich mehr durchhängen. Unabhängig davon ob es Nylon oder etwas anders ist. Im Grunde müsste die Abspannung in dem Falle ca. Faktor vier straffer gespannt werden um auf den gleichen geringen Durchhang wie in trockenen Zustand zu kommen.

            Bei "ungünstiger" Wetterlage kann das Tarp durch Tau von außen UND innen klatsch nass werden. da kommt einiges an Gewicht zusammen...
            Zuletzt geändert von Biker61; 11.12.2017, 06:17.

          • TreeGirl
            TreeGirl kommentierte
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            Das ist sicherlich richtig, aber meine Silnylon-Tarps sind ja nicht kleiner als Tarps die anscheinend stark durchhängen. Also sind entweder Material oder Konstruktion besser.

        • #6
          Das Silnylon, das Henry Shires für seine Tarptents verwendet, dehnt sich relativ stark, wenn es nass wird. Anderes Silnylon braucht sich nicht gleich stark zu dehnen, wenn es feucht wird. Bei meinem Tarptent habe ich deshalb alle Abspannleinen mit Shockcord ergänzt.

          Allerdings kommt da noch ein weiterer Punkt dazu: Bei einem Zelt, das ja am Boden steht und nicht ein ganzes Stück über dem Boden hängt, sind die Leinen im Vergleich zum Stoff sehr kurz. Eine Leine ohne Shockcord kann die Dehnung des Stoffes nicht ausgleichen. Bei einem Hängemattentarp sieht das anders aus. Da sind die Leinen ähnlich lang wie der Stoff. Auch ohne Shockcord kann eine einigermassen dehnbare Leine die Dehnung des Stoffes ein Stück weit ausgleichen.

          Aber zurück zum Angang. Auch ich denke, dass Silnylon nicht gleich Silnylon ist.
          Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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          • Waldläufer70
            Waldläufer70 kommentierte
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            Bei mir ist es das Contrail. Kann sein, dass der Bogen die Spannung gut verteilt. Beim Contrail reicht etwas Kondensfeuchtigkeit aus und das Zelt flattert deutlich stärker im Wind. Bist du ansonsten mit dem Rainbow zufrieden, mal abgesehen davon, dass es keine Hängematte ist? Es war damals auch in meiner engeren Wahl wegen dem einfachen Einstieg und weil man sich darin sehr leicht aufsetzen kann. Packmass und Gewicht (ich wandere ohnehin meist mit Trekkingstöcken) haben bei mir den Auschlag fürs Contrail (heute ProTrail) gegeben.

          • TreeGirl
            TreeGirl kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Ich war im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit dem Rainbow. Allerdings hatte ich in bestimmten Situationen das Problem, dass es sehr stark gezogen hat. Ich habe dann alles vor das Netz an der Rückwand gelegt was ich entbehren konnte. Aber eine gute Lösung war das nicht. Deshalb würde ich mir jetzt das Bowfin kaufen, das ein echtes Doppelwandzelt ist (mit der Option eines Innenzeltes aus Stoff), und zudem auch in der 1-Mann-Version 2 Ausgänge hat. Denn die Konstruktion vom Rainbow fand ich ansonsten ziemlich perfekt.

          • Waldläufer70
            Waldläufer70 kommentierte
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            Ja, Henry Shires bleibt am Ball und bringt alle paar Jahre wieder überarbeitete respektive neue Zelte auf den Markt. Wenn es für breite Matten geeignet wäre, fände ich für mich auch das Notch eine gute Wahl. Aufgrund der fehlenden Breite würde ich persönlich wohl am ehesten zum StratoSpire mit festem Innenzelt tendieren. Auch mich störte in Schottland der heftige Durchzug beim Contrail manchmal. Sobald es etwas windet, relativiert sich das Mehrgewicht des Innenzeltes: Man braucht dafür den Schlafsack / Quilt nicht extra warm zu wählen.

        • #7
          Nach längerem Suchen habe ich noch eine schöne Leine gefunden die die gleichen guten Eigenschaften hat wie das Microcord.
          Fündig geworden bin ich bei AliExpress auf dieser Seite. Mit ca. 2,50€ für 14m aber rel. teuer. (dafür Versandkostenfrei)
          Was angenehm auffällt ist das sie (geschätzt) 16-Fach geflochten ist. Sie fühlt sich schön weich an. Der Durchmesser ist ca. 1.25mm und nicht wie angegeben 1.5mm
          Im Test hatte sie die gleiche Festigkeit und Dehnbarkeit wie das Microcord. Das leuchtende Gelb macht sich draußen gut als "Warnfarbe"

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          Vergleich zu Micorcord, grau:
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