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Auf dem «Great Glen Way» (Schottland) mit Hängematte

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  • Auf dem «Great Glen Way» (Schottland) mit Hängematte

    Der Titel ist etwas irreführend, ich gebe es zu. Eine halbe Stunde vor dem Aufbruch zum Flughafen habe ich Hängematte und Tarp wieder ausgepackt und durch Zelt und Isomatte ersetzt. Es erschien mir doch die für mich bessere Wahl, mich mit meinem leichten Zelt auf den Weg zu machen. Der Entscheid fiel aus einem Bauchgefühl heraus. Die folgenden Aspekte dürften eine Rolle gespielt haben:
    • Ich schlafe im Zelt nach wie vor besser als in der Hängematte. Dieser Aspekt schien mir für eine mehrtägige Wanderung nicht unerheblich.
    • Mein Zeltsetup ist ein ganzes Stück leichter als das Hängematten-Setup. Auch das ist bei einer Mehrtageswanderung nicht zu verachten.
    • In Schottland können unvermittelt ziemlich heftige Winde aufkommen, auch im Sommer. Ich hatte subjektiv das Gefühl, da mit dem Zelt etwas besser geschützt zu sein als mit meinem Hex-Tarp (ohne Türen). Zudem habe ich mein Zelt nach der letzten Schottland-Reise im Sommer 2015 (West Highland Way) mit Gummischnüren etwas sturmtauglicher gemacht und inzwischen auch vollständig frisch silikonisiert. Die Gummischnüre haben sich sehr bewährt, das Zelt blieb immer satt abgespannt – sowohl bei Wind auch als bei starker Kondesfeuchtigkeit.
    • Ich hatte meine selbst genähte Ausrüstung noch nie im Ernstfall getestet. Insbesondere das Tarp wurde bisher noch nie nass. Vielleicht ist es nicht dumm, den Ernstfall zuerst in der Nähe durchzuspielen.

    Ein paarmal – v.a. zu Beginn der Wanderung – habe ich meiner selbstgenähten Hängematten-Ausrüstung etwas nachgetrauert. Ich denke aber, dass ich für dieses Mal richtig entschieden habe.

    Da ich nun aber vom 22.-27. Juli 2017 den ganzen Great Glen Way tatsächlich gegangen bin (wenn auch ohne Hängematte), konnte ich mir ein recht gutes Bild der Hängematten-Tauglichkeit machen.

    In diesem ersten Post werde ich einige grundsätzliche Angaben zum Great Glen Way machen. Weiter unten gebe ich dann auch einen kurzen Reisebericht mit einigen Fotos.

    Mein Fazit zur Hängemattentauglichkeit des Great Glen Way

    Wenn man gelegentliche starke Winde nicht scheut, ist der Great Glen Way sehr gut mit der Hängematte machbar!

    Immer wieder gibt es sehr schöne Plätze am Loch Lochy und am Loch Oich, teilweise sogar mit Toiletten ausgerüstet (siehe weiter unten). Auch offizielle Feuerstellen stehen oft zur Verfügung. Allerdings ist die Waldbrandgefahr in Schottland zum Teil recht hoch, weshalb mit Feuer – insbesondere bei Wind – grosse Vorsicht geboten ist (siehe unten)! Im Zweifelsfall kocht man besser mit einem Kocher und das dann im Kies am Ufer eines Sees oder direkt auf dem Weg. Trinkwasser steht in zahlreichen Bächen ebenfalls in grossen Mengen zur Verfügung (siehe weiter unten).

    Der zweite Teil des Weges führt nicht dem See (Loch Ness) entlang, sondern etwas erhöht über dem See. Zweimal hat man die Wahl zwischen einer hohen und einer weniger hohen Variante durch Wald oder sogar darüber hinaus. Aber auch dort lassen sich zahlreiche schöne Plätze finden.

    Zur Hängemattentauglichkeit hatte ich kurz vor meinem Aufbruch zudem noch diesen ermutigenden Bericht gefunden. Wenn ich ihn jetzt – nach meiner Rückkehr – nochmals anschaue, stelle ich fest: Ich könnte bei den meisten Bildern recht genau sagen, wo sie aufgenommen wurden. An einem der Orte habe ich selber übernachtet. Der Ort wie auch zahlreiche andere am Weg wären für die Hängematte sehr gut geeignet gewesen.

    Der Great Glen Way

    Der Great Glen Way wurde im April 2002 offiziell eröffnet und ist damit nicht ganz so alt und bekannt wie der West Highland Way (eröffnet 1980) oder der Pennine Way in England (vollständig eröffnet im Jahr 1965). Der Great Glen Way ist sehr gut ausgeschildert. Immer wieder finden sich dem Weg entlang zudem informative Tafeln zur Geschichte des Kaledonischen Kanals, zur Flora und Fauna und zur Lebensweise in früheren Jahrhunderten.

    Der Weg ist rund 117km lang und führt von Fort William aus zuerst dem Kaledonischen Kanal und den Seen Loch Lochy und Loch Oich entlang nach Fort Augustus am Südende des sagenumwobenen Loch Ness (ca. 53km). Ab Fort Augustus ändert der Charakter des Wegs: Er führt in einiger Höhe dem Loch Ness entlang. Vor und nach Invermoriston hat man jeweils die Wahl zwischen einer hohen (High Route) und einer tieferen Variante (Low Route). Nur in Invermoriston und Drumnadrochit steigt man ins Tal ab. Der letzte Abschnitt von Drumnadrochit bis Inverness führt durch Wälder und über Heiden auf sehr abwechslungsreichen Wegen in die Hauptstadt der Highlands. Der zweite Teil von Fort Augustus nach Inverness bietet einiges an Abwechslung, ist aber ein ganzes Stück anstrengender (ca. 64km).

    Kartenmaterial

    Ich habe für meine Wanderung einmal mehr auf eine Karte aus dem Harvey-Verlag zurückgegriffen (1:40'000) und war von dieser Karte restlos begeistert. Weitere Informationen zum Weg hatte ich keine dabei, mal abgesehen von der einen oder anderen Broschüre, die ich unterwegs aufgesammelt hatte.

    Wildcampen auf dem Great Glen Way

    Im Outdoor-Büchlein «Schottland: Western Highlands» aus dem Conrad-Stein-Verlag steht zum Great Glen Way, dass Wildcamping nicht gestattet sei. Mit dieser Aussage haben mich die Autorinnen am Vorabend meiner Abreise so richtig heftig erschreckt. Die Aussage kann so auch nicht stehen gelassen werden. Nur im südlichen Abschnitt des Loch Lochy ist das wilde Campieren offiziell untersagt (ca. 4km), ansonsten gilt wie überall in Schottland der «Outdoor Access Code».

    Outdoor Access Code

    Der «Outdoor Access Code» erlaubt in nicht eingezäuntem Land ausdrücklich rücksichtsvolles Campieren für bis zu zwei / drei Nächte (am gleichen Ort), alleine oder sonst in kleinen Gruppen. Am besten bittet man die lokale Bevölkerung um Rat, wo man einen geeigneten Platz findet. Sofern keine offizielle Feuerstelle vorhanden ist, unterlässt man das Feuermachen am besten ganz.

    Die folgenden einfachen (und selbstverständlichen) Regeln sind dabei zu beachten:
    • Eingezäuntes Farmland meiden
    • Distanz zu Wohnhäusern, Strassen und historischen Strukturen wahren (sonst fragen)
    • Jagd nicht stören (ist sicher auch im eigenen Interesse)
    • Abfall mitnehmen
    • Spuren des Zelt- oder Hängematten-Aufbaus beseitigen
    • Spuren von Feuer restlos beseitigen (oder besser ganz darauf verzichten)
    • den gewählten Platz in keiner Weise verunreinigen (siehe auch Hinweise zum Toilettengang in der Natur weiter unten)
    • unterwegs alle Tore, die man öffnet, wieder schliessen

    Ich wurde bei meinen Nachfragen nach Plätzen fürs Wildcamping jeweils von der Bevölkerung sehr freundlich beraten, wo ich mein Zelt aufbauen darf. Jedes Mal wurde ich aber dringend gebeten, doch bitte kein Feuer zu machen!

    Hier die offizielle Website zum «Outdoor Access Code».
    Hier das Wichtigste in Kürze in deutscher Sprache.

    Der Kaledonische Kanal selbst ist als historisches Monument gelistet, weshalb das Campieren in unmittelbarer Nähe zum Kanal nicht gestattet ist. Es gibt aber ausreichend Möglichkeiten den drei Seen (Loch Lochy, Loch Oich und Loch Ness) entlang.

    Camping auf dem Great Glen Way

    Dem Great Glen Way entlang gibt es nur wenige offizielle Campingplätze direkt am Weg. Die meisten liegen ein paar hundert Meter oder sogar Kilometer abseits des Weges.

    Es gibt aber einige sehr kostengünstige Möglichkeiten direkt am Weg: die «Informal Canalside Pitches» und die «Trailblazer Rests». Die Informationen über die «Informal Canalside Pitches» habe ich leider erst nach meiner Reise im Internet gefunden. Ich kann deshalb nicht beurteilen, inwiefern sie für die Hängematte geeignet sind.

    Diese Plätze stehen für £10 jeweils für die Dauer von 10 Tagen zur Verfügung. Im Preis eingeschlossen ist ein Schlüssel, der einem Zugang zu Toiletten und weiterer Infrastruktur dem Weg entlang gibt. Der Schlüssel kann bei der Kanalverwaltung in Corpach (dem Kanal etwa 300m nach Südwesten folgen und dort den Kanal überqueren) oder Inverness (Seaport Marina, ca. 2km nordwestlich vom Stadtzentrum direkt am Kanal) für den genannten Betrag ausgeliehen werden. Bitte den Schlüssel anschliessend wieder retournieren.

    a) Informal Canalside Pitches

    Erst nach meiner Rückkehr vom Great Glen Way habe ich im Internet die folgende hilfreiche Broschüre zur Unterkünften und weiteren Dienstleistungen dem Great Glen Way entlang gefunden. Auf siehe Seite 11 werden fünf so genannte «Informal Canalside Pitches» genannt. Ich weiss nicht, wie weit sie sich für die Nutzung mit Hängematte eignen.

    Die «Canalside Pitches» erlauben am ausgewiesenen Ort ausdrücklich das Campieren direkt am Kanal:
    • Moy Bridge: max. 4 Zelte / 8 Personen (Ich erinnere mich an eine wunderschön gepflegte Wiese direkt am Kanal mit Blick auf die bekannte «Moy Swing Bridge», die sich aber eher nicht für die Hängematte eignet.)
    • Gairlochy (beim Picknickplatz): max. 6 Zelte / 12 Personen (oft voll)
    • Aberchalder (Südufer): max. 3 Zelte / 6 Personen
    • Kytra (Südufer): max. 3 Zelte / 6 Personen (scheint identisch zu sein mit dem unten genannten «Trailblazer Rest» am gleichen Ort)
    • Seaport Marina (Inverness): max. 4 Zelte / 8 Personen (ca. 2km nordwestlich vom Stadtzentrum innerhalb des Zauns)

    Am besten - sofern vorhanden - kurz das Personal ansprechen, bevor man Zelt (oder falls möglich die Hängematte) aufbaut.

    b) Trailblazer Rests

    Entlang des Weges stehen zudem drei so genannte «Trailblazer Rests» zur Verfügung. Es handelt sich dabei um einfache Campingplätze mit minimaler Infrastruktur, die für Kanufahrer, Wanderer und Fahrradfahrer zur Verfügung stehen. Die Bezahlung von £10 im Kanalbüro hilft bei der Finanzierung der Infrastruktur. Zudem erhält man einen Schlüssel, der Zugang zu Toiletten und weiterer Infrastruktur ermöglicht.

    Die Infrastruktur umfasst in der Regel die folgenden Elemente:
    • einfache Toiletten (Composting Toilets)
    • einfache Feuerstellen
    • einfache Sitzgelegenheiten
    • in einem Fall eine halboffene kleine Schutzhütte mit zwei bis vier Schlafplätzen
    • KEINE Abfallentsorgung (Der Abfall muss wieder mitgenommen werden!)

    Diese Plätze befinden sich:
    • im nördlichen Bereich des Loch Lochy (ca. 29km ab Fort William)
    • am Loch Oich (ca. 41km ab Fort William)
    • bei der Kytra Lock (ca. 47km ab Fort William)

    ​Am Ende des Loch Lochy bei den Laggan Locks (ca. 34km ab Fort William) steht zudem ein Toilettenhäuschen mit fliessendem Wasser zur Verfügung. (Es kann gut sein, dass ich auch noch die eine oder andere mit dem Schlüssel zugängliche Toilette am Weg übersehen habe.)

    Für die Benutzung der Toiletten bedarf es (mit wenigen Ausnahmen) eines Schlüssels. Dieser kann in Corpach – dort, wo man den Kaledonische Kanal erreicht, noch etwa 300m in Richtung Südwesten weitergehen – bei der Kanalverwaltung gegen eine Gebühr von £10 bezogen werden. Zurückgeben kann man ihn bei jeder Schleuse. Da es nach Fort Augustus keine weiteren Plätze / Toiletten mehr gibt, würde ich den Schlüssel beim nächsten Mal bereits in Fort Augustus zurückgeben. In Inverness liegt das Gebäude der Kanalverwaltung gegen 2km vom Stadtzentrum entfernt.

    PS: Wer auf dem Wasser unterwegs ist, findet am gegenüberliegenden Ufer des Loch Ness gemäss Karte noch zwei weitere «Trailblazer Rests». Wer den Great Glen Way zu Fuss oder mit dem Fahrrad erkundet, kommt leider nicht in deren Genuss.

    c) Weitere Infrastruktur dem Great Glen Way entlang

    Die folgende Broschüre listet weitere Infrastruktur dem Weg entlang auf (Seite 2), die mit dem Schlüssel der Kanalverwaltung zugänglich ist (siehe oben):
    • Toiletten
    • Duschen
    • Trinkwasser
    • Waschmaschinen

    Toilettengang in der Natur

    Wer abseits von Toiletten sein Geschäft verrichten muss, sollte einige Punkte beachten:

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03266.jpg Ansichten: 1 Größe: 345,6 KB ID: 35409
    Information am Toilettenhäuschen beim «Trailblazer Rest» am Loch Lochy

    Beim Geschäft immer an andere Nutzer denken!
    • Einen Platz wenigstens 100m vom Rest Site und jeglichen Wegen entfernt wählen.
    • Das Geschäft in einem wenigstens 15cm tiefen Loch vergraben (nicht bloss mit Steinen zudecken).
    • Nichts vergraben, was nicht verrotten kann.
    • Das Geschäft nie in der Nähe eines Gewässers und insbesondere eines Baches verrichten!

    Tatsächlich habe ich unterwegs immer wieder Wassertanks für Wohnhäuser gesehen, die direkt aus einem Bach gespiesen werden. Bäche sind demnach oft die direkte Trinkwasserversorgung abgelegener Häuser! Es darf nicht passieren, dass die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung durch den Toilettengang verunreinigt wird.

    Bitte diese Regeln unbedingt einhalten und gegebenenfalls im Vorfeld den Schlüssel der Kanalverwaltung besorgen!

    Trinkwasser

    Da die meisten Bäche entlang des Weges nur einen kurzen Weg zurücklegen, bevor sie den Weg kreuzen, ist die Trinkwasserversorgung unterwegs kein Problem. Ich habe das Wasser aber trotzdem gefiltert. Dazu habe ich den Sawyer Mini verwendet, da dieser sehr leicht ist.

    Danke an echinotrix für den Tipp mit dem Trinkaufsatz von Wasserflaschen:
    • Mit einem solchen kann der Filter nicht nur sehr einfach rückgespült (gereinigt) werden, wenn die Durchflussrate abnimmt,
    • der Aufsatz eignet sich auch vorzüglich, um das gefilterte Wasser mittels Wasserbeutel aufzufangen.

    ​Ich habe dem gefilterten Wasser in der Regel noch einen Tropfen Micropur Forte beigefügt, um einer erneuten Verkeimung des Wassers vorzubeugen.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03221.jpg Ansichten: 1 Größe: 506,9 KB ID: 35411Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03224.jpg Ansichten: 1 Größe: 296,0 KB ID: 35410

    Tipp zum Sawyer Mini:
    Immer wieder beklagen sich Leute über die relativ geringe Durchflussrate des Sawyer Mini und auch darüber, wie schnell er verstopfe. Natürlich fällt die Leistung des Filters geringer aus als bei grösseren Exemplaren und der Filter verstopft auch entsprechend schneller und muss dann wieder rückgespült werden. Ich habe aber festgestellt, dass die geringe Durchflussrate oft gar nicht darauf zurückzuführen ist, dass der Filter verstopft wäre, sondern dass sich noch Luft im System befindet.
    Wenn der Filter nur noch tropft, einfach ein wenig vom bereits gefilterten Wasser aus dem unteren Beutel durch den Filter zurückdrücken. Dabei steigen zahlreiche Luftblasen aus dem Filter in den oberen Beutel auf. Erst jetzt ist der Filter vollständig mit Wasser gefüllt und erreicht seine normale Durchflussrate: Ein dünner Wasserstrahl fliesst durch den Filter nach unten.

    Brennstoff

    Da ich selber mit Alkohol koche, habe ich mich nicht um andere Brennstoffe gekümmert. Jedenfalls musste ich in Fort William als erstes Brennstoff für meinen Kocher (Caldera Sidewinder TiTri) besorgen, denn Brennstoff darf im Flugzeug ja nicht mitgenommen werden.

    Die folgenden Bezugsquellen habe ich in Fort William gefunden. Ausgehend vom Bahnhof / Busbahnhof kommt man durch eine Unterführung auf die Hauptgeschäftsstrasse des Ortes und findet dann die folgenden Geschäfte:
    • Nevisport (gleich links nach der Unterführung): Bio-Ethanol in 1-Literflaschen £4.95 (auch andere Brennstoffe erhältlich)
    • Tesco Metro (linke Strassenseite): Feuerzeug
    • Marshall & Pearson (rechte Strassenseite): Bio-Ethanol in 500ml-Flaschen £2.95 (auch Smidge gegen die lästigen Midges und engmaschiges Kopfnetz erhältlich)
    • Cotswold Outdoor (linke Strassenseite, kurz vor dem Ende des West Highland Way): Bio-Ethanol in 1-Literflaschen (war gerade ausverkauft)

    ​Ich habe mich aus Platz- und Gewichtsgründen für die 500ml-Flasche entschieden, die ich mit vier Mahlzeiten und Kaffee - wie vermutet - auch nur ansatzweise aufgebraucht habe.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC02983.jpg Ansichten: 1 Größe: 509,8 KB ID: 35413Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC04027.jpg Ansichten: 1 Größe: 251,2 KB ID: 35412
    Füllung der Flasche am Anfang und am Schluss

    So stellte sich in Inverness die Frage: Wo kann ich den Rest entsorgen? (Eigentlich schade, denn das Zeug hat mich sehr überzeugt: sparsam und russfrei.)
    Nach etlichen Fragen von Tourist Information über Chemist's bis hin zu Outdoor-Geschäft wurde ich vom Bahnhof etwas weiter bei der Tankstelle von Morrison's fündig: Dort durfte ich den Rest in die «Kanalisation» der Tankstelle schütten.

    Die leere Flasche habe ich dann mit nach Hause genommen. Eine 500ml-Flasche für Ethanol mit Sicherheitsverschluss hat mir in meiner Sammlung noch gefehlt.

    Wind und umgestürzte Bäume

    Noch ein Hinweis zur Sicherheit beim Campieren. In Schottland gibt es zwei Arten von Wald:
    • kommerzielle Anpflanzungen, die oft auf ortsfremde Bäume setzen und per Kahlschlag geerntet werden
    • nachhaltig bewirtschafteter, ursprünglicher Wald mit einheimischen Baumarten

    Aufgrund der häufigen hohen Windgeschwindigkeiten findet man insbesondere in Wäldern der erstgenannten Kategorie häufig umgestürzte Bäume. Solche Gebiete würde ich unbedingt meiden. Heftige Winde können in Schottland jederzeit ohne Ankündigung aufkommen. Es ist nicht zu empfehlen, dann in einem solchen Wald zu hängen oder im Zelt zu schlafen.

    Ich würde deshalb immer darauf achten, keinen Waldabschnitt zu wählen, in dem zahlreiche Bäume am Boden liegen (was auf häufige hohe Windgeschwindigkeiten hinweisen dürfte). Falls vorhanden würde ich zudem immer Wälder der zweitgenannten Kategorie den kommerziellen Pflanzungen vorziehen, da sie nicht nur schöner sind, sondern die dort wachsenden Bäume bei Wind auch weniger leicht umfallen.

    Ausrüstung

    Meine Packliste habe ich noch nicht ausgewertet und der tatsächlich mitgenommenen Ausrüstung angepasst. Ich kann das auf Wunsch gerne noch nachholen und sie hier einstellen.

    Der Rückflug und meine Küchenwaage haben mir aber folgendes verraten:
    • Aufgabegepäck: 8,7kg
    • Handgepäck: 2,1kg

    Unterwegs kamen noch dazu
    • Proviant für jeweils etwa 2 Tage (plus 10 Kaffeebeutel und Trockenfrüchte)
    • maximal 3 Liter Wasser (unter Tags weniger)
    • 500ml Bio-Ethanol

    Mein Bericht

    Der eigentliche Reisebericht folgt nun in sechs weiteren Posts (für jeden Wandertag ein Post). Viel Spass beim Lesen...
    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 25.08.2017, 13:53.

  • #2
    Tag 1: Fort William - Loch Lochy (ca. 25km)

    Nach der langen Anreise und einer Übernachtung im Hotel geht es am Samstagmorgen früh los. Nein, falsch. Ein gutes Frühstück lasse ich mir nie entgehen. Und wenn es sich um ein riesiges Frühstücks-Buffet handelt, dann erst recht nicht. Zudem muss ich noch den Brennstoff und ein Feuerzeug besorgen (siehe oben). Auch habe ich meine Tasse zuhause vergessen, also muss ich auch noch eine Tasse finden. Ja, und der Mückenschutz darf auch nicht fehlen, also besorge ich mir auch noch ein Sprühfläschchen «Smidge». Ein kurzer Check meines Rucksackinhalts ergibt: Wenigstens habe ich das Kopfnetz gegen die Mückenplage eingepackt - wenigstens das muss ich nicht auch noch kaufen!

    So kommt es, dass ich mich gegen Mittag auf den Weg mache. Eine Idee, wo ich zum ersten Mal übernachten will, habe ich noch nicht.

    Zuerst führt einen der Weg mit einigen Umwegen auf die Westseite der grossen Bucht, hinüber nach Corpach, wo der Kaledonische Kanal beginnt.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_Bucht Fort William (links).jpg Ansichten: 1 Größe: 71,1 KB ID: 35430
    Ganz links im Bild ist der Vorgipfel des Ben Nevis (mit 1344müM. der höchste Berg Grossbritanniens) zu sehen.

    Flugs habe ich mir in Corpach auch schon den Schlüssel für die «Trailblazer Rests» besorgt und schon geht es weiter, immer dem Kaledonischen Kanal entlang. Ein Schild teilt einem mit, dass man den Weg mit Fahrradfahrern (sehr häufig) und Reitern (habe ich nie angetroffen) teilt.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03020.jpg Ansichten: 1 Größe: 292,2 KB ID: 35423
    rechts im Bild der River Lochy, der parallel zum Kanal fliesst

    Der Weg zieht sich etwas in die Länge, aber langweilig wird mir nicht. Ich bin es gewohnt, längere Zeit zu Fuss unterwegs zu sein. Zudem war ich zuvor eine knappe Woche in den Pyrenäen wandern und bin nun froh, zur Abwechslung mal einfach drauf los wandern zu können, ohne ständig Höhenmeter überwinden zu müssen.

    Schliesslich habe ich Gairlochy erreicht und damit geht der Kanal in den ersten See, den Loch Lochy, über. Eine willkommene Abwechslung. Ich habe gut 18km hinter mich gebracht, genug für den ersten Tag, wie ich finde. Doch auf der ersten Teilstrecke dem See entlang ist das Campieren ausdrücklich untersagt. Immer wieder weist ein Schild darauf hin, bitte das Feuermachen und Campieren zu unterlassen. Ob wohl der gelbe Reiseführer doch recht hat? Dabei wäre es hier so schön!

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03054.jpg Ansichten: 1 Größe: 393,4 KB ID: 35424
    Der Berg, der links steil abfällt, ist der Ben Nevis.

    Bald führt der schöne Weg dem Seeufer entlang auf die kleine «Single Track Road» (einspurige Strasse mit Ausweichplätzen) und auf dieser um eine grössere Bucht herum. Ein kleiner Wegweiser lädt mich ein, die etwas von der Strasse entfernte Saint Ciaran's Church zu besichtigen. Ich nehme den kurzen Abstecher unter die Füsse. Bei der kleinen Kirche finde ich einen schönen Platz für mein Zelt. Allerdings habe ich leider kein Trinkwasser mehr. Also gehe ich weiter.

    Bei Clunes sehe ich in einem Garten eine Frau mit Kindern und einem Hund. Ich bitte sie um Trinkwasser. Gleich hinter dem Haus gibt es einen Wasserhahn, wo ich meine Wasserflaschen auffüllen darf. Auf meine Frage hin meint sie, dass das Campingverbot nun vorbei sei und sich gleich vorne am See ein schöner Platz befinde. Wenige Meter weiter vorne bestätigen mir das zwei Mountainbiker, bitten mich aber, auf keinen Fall Feuer zu machen.

    Nach kurzer Zeit komme ich wieder zurück an den See. Und tatsächlich, da gibt es einen schönen Platz. Zum Glück kommt gerade heftiger Wind auf, denn sonst hätten mich die Midges ein erstes Mal aufgefressen.

    Bald habe ich mein Zelt aufgebaut und vorne am Kiesstrand meinen Kocher eingerichtet.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03176.jpg Ansichten: 1 Größe: 283,1 KB ID: 35425Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03196.jpg Ansichten: 1 Größe: 487,1 KB ID: 35426
    Erneut kann ich den Blick auf den Ben Nevis geniessen.

    Aufgrund von einigen Hinweisen zu Mäusen an Trekkingplätzen hier im Forum, hänge ich meinen Proviantbeutel mit dem rutschigen dynaGlide über einen Ast auf.
    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 08.08.2017, 17:26.

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    • #3
      Tag 2: Loch Lochy - Loch Oich (ca. 18km)

      Nach einer recht unruhigen, da windigen Nacht, wache ich dennoch einigermassen ausgeruht auf. Ich baue mein Zelt ab und schon bald breche ich wieder auf. Erst als der Weg ein ganzes Stück den Hang hinaufgegangen ist, mache ich die obligate Frühstückspause. Ich koche mir einen Kaffee und filtere mir aus dem Bach etwas Wasser. Vor zwei Jahren habe ich aus einem Wasserbeutel direkt durch den Sawyer-Filter getrunken. Da konnte ich oft nicht so schnell trinken, wie ich es gerne wollte. So versuche ich es dieses Mal mit zwei Wasserbeuteln und mithilfe der Gravitation (siehe oben). Das braucht zwar etwas Geduld. Da die Vorrichtung aber an einem Baum hängt, habe ich die Hände frei und kann solange meinen Kaffee kochen.

      Nachdem mich ein paar Fahrradfahrer passiert haben, packe ich alles zusammen und möchte weitergehen. Just in diesem Moment setzt leichter Regen ein. Ich merke aber bald: Der meint es nicht böse. Und so kann ich ohne Regenbekleidung weitergehen.

      Nach einiger Zeit entdecke ich einen Weg, der zum See hinunterführt. Er wirkt einladend und so mache ich einen Erkundungsrundgang. Der Weg führt idyllisch über grünen Waldboden. Das Grün stammt aber nicht etwa von Moos. Nein, der ganze Boden ist mit Klee bedeckt.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03249.jpg Ansichten: 1 Größe: 495,3 KB ID: 35435

      Unten finde ich einen inoffiziellen Rastplatz der Kanuleute mit schönem Kiesstrand. Leider auch mit einigem Abfall.

      Bald gelange ich zum ersten «Trailblazer Rest». Toilettenhäuschen, Feuerstellen und sogar eine offene Schutzhütte mit ein paar Schlafplätzen stehen zur Verfügung. Zudem liegt der Platz an der Mündung eines kleinen Baches. Die Trinkwasserversorgung ist also auch gewährleistet. Und Bäume gibt es auch genug.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03285.jpg Ansichten: 1 Größe: 550,3 KB ID: 35437Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03274.jpg Ansichten: 1 Größe: 511,6 KB ID: 35436

      Ich gehe weiter und schon bald habe ich das Ende des Loch Lochy erreicht. In Laggan Locks, wo ich dank meinem Schlüssel sogar Zugriff auf eine Toilette mit fliessendem Wasser habe, kehre ich in die Bar ein, die dort auf dem Kanal in einem Boot untergebracht ist. Ich geniesse einen Tee und ein Bier, plaudere mit einem Ehepaar aus Stuttgart und gönne mir anschliessend noch ein Käse-Sandwich mit Salat. Ein sehr freundlicher Ort.

      Ein paar Begegnungen später gelange ich an den «Trailblazer Rest» am idyllischen Loch Oich. Die Toilettenhäuschen sind hier nicht einmal abgeschlossen. Dafür ist eine WC-Brille zerbrochen. Der Platz bietet zwei Feuerstellen und ein paar zugesägte Baumstämme dienen als Sitzgelegenheiten. Ein paar Schritte weiter südlich findet sich eine weitere Feuerstelle mit Sitzgelegenheit. Der Hauptplatz ist mit zahlreichen kräftigen Bäumen gesäumt.

      Ich geniesse ein feines Nachtessen, einen Kaffee, schwimme sogar eine Runde im kalten See.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03408.jpg Ansichten: 1 Größe: 310,4 KB ID: 35438Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03410.jpg Ansichten: 1 Größe: 297,7 KB ID: 35439

      Als gegen 20 Uhr ein Vater mit seinen beiden Söhnen ankommt und diese wegen jeder Kleinigkeit anschimpft, beschliesse ich, mein Zelt in der entfernten Ecke aufzustellen. Ich hatte später noch ein Gespräch mit dem Vater. Ich denke, er war nach 32km Wanderung einfach etwas fertig mit den Nerven. Die Jungs geniessen noch ein Bad im See, während ich am anderen Ende des Platzes mein Zelt aufstelle und bald schlafen gehe.
      Zuletzt geändert von Waldläufer70; 10.08.2017, 22:21.

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      • #4
        Tag 3: Loch Oich - Fort Augustus (ca. 11km)

        Was habe ich gut geschlafen in dieser Nacht! Keine fünf Meter vom Wasser entfernt, aber absolut keine Kondensfeuchtigkeit im Zelt! Auch in der Hängematte wäre das sicher eine äusserst angenehme Nacht gewesen. Als erstes hüpfe ich gleich mal in den See und geniesse eine morgendliche "Dusche", wie sie schöner (und frischer) nicht sein könnte.

        Der Vater mit seinen beiden Söhnen bricht gerade sein Zelt ab: Sie wollen auch heute wieder gegen 30 Kilometer zurücklegen. Ich lasse mir Zeit. Freunde fahren heute von der Insel Iona nach Inverness und so möchte ich heute nur bis Fort Augustus wandern. Dort können wir uns leicht treffen. Wenn ein Zimmer frei ist, möchte ich mich gerne in einem Bed & Breakfast oder einem einfachen Hotel einquartieren, so lässt sich das Treffen noch einfacher arrangieren. Wobei, eigentlich ist es fast schade, bei diesem Traumwetter nicht im Zelt zu übernachten.

        Ich koche mir den obligaten morgendlichen Kaffee. Dann nehme ich mir viel Zeit und übe mich darin, meinen Proviant am Baum aufzuhängen. Die Methode, die Mike Clelland in seinem Buch «Ultralight Backpackin' Tips» zeigt, ist tatsächlich sehr einfach und effektiv. Es macht Spass, bei diesem wunderbaren Wetter das eine oder andere auszuprobieren und sich dabei viel Zeit zu lassen.

        Schliesslich bin ich dann gegen Mittag doch aufbruchbereit. Ich lasse meinen Blick noch ein letztes Mal über den «Trailblazer Rest» am Loch Oich streifen.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03357.jpg Ansichten: 1 Größe: 516,6 KB ID: 35455

        Der weitere Weg führt dem Loch Oich entlang und folgt dann wieder dem Kaledonischen Kanal bis nach Fort Augustus. Bei der Cullochy Lock wechselt man zur Abwechslung mal auf die linke Kanalseite. Nachdem ich gestern neben dem Vater mit seinen Söhnen noch dem deutschen Paar aus Stuttgart und einem Paar aus den Niederlanden begegnet bin, treffe ich heute auf eine Familie aus Belgien. Die eine Tochter läuft vorne weg, die jüngere quält sich mit zahlreichen Blasen an den Füssen. Wir werden uns noch zweimal begegnen.


        Bald sind die Schleusen von Kytra, die Kytra Locks, erreicht. Wer hier den Kanal überquert und ein paar Schritte nach Süden zurück geht, findet auch hier wieder einen «Trailblazer Rest». Hier ist mir keine Toilette aufgefallen. Neben einer kleinen Gruppe «Schottischer Kiefern» (Waldkiefern) und Lärchen findet sich eine offizielle Feuerstelle, Bäume zum Hängen sind genug vorhanden. Der Platz befindet sich wirklich unmittelbar neben dem Kanal, mit Blick auf die Schleusen von Kytra. Gerade diese Nähe zur Zivilisation macht den besonderen Reiz dieses Platzes aus. Man ist quasi mitten im geschäftigen Treiben des Kanals und doch etwas für sich.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03537.jpg Ansichten: 1 Größe: 456,6 KB ID: 35456Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03545_ji.jpg Ansichten: 1 Größe: 532,5 KB ID: 35457

        Bald erreiche ich Fort Augustus. Nachdem ich mir ein feines Eis gegönnt und mich bei der netten Verkäuferin nach der Tourist Information und einem feinen Restaurant erkundigt und noch ein wenig im Städtchen herumspaziert bin, ist mir schnell klar: Hier möchte ich wenn möglich ein Zimmer finden. Der Ort ist touristisch, aber wirkt dennoch einladend und freundlich auf mich. Zudem kann es nicht schaden, die verschwitzte Kleidung mal ordentlich auszuwaschen. Ich finde tatsächlich in einem kleinen, freundlichen Hotel das letzte Zimmer. Meine Freunde melden mir, dass sie kurz vor 17 Uhr eintreffen werden. Das passt wunderbar. Es reicht gerade noch für die obligate Dusche und fürs Auswaschen der Wäsche. Das T-Shirt rolle ich ins Badetuch ein und laufe ein paarmal darüber, da ist es schon fast wieder trocken. Auch das ein kleiner Trick, den ich auf meinen Rucksackreisen und Fernwanderungen gelernt habe. Zur Not funktioniert das auch mit einem Mikrofasertuch, nur braucht es da ein paar Arbeitsgänge mehr.

        Nachdem die Freunde wieder abgereist sind, erkunde ich noch etwas den Ort...

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        Livemusik am Kanal ist immer toll!

        ... und gehe dann am Loch Ness vorne essen.

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        Ein erster Blick auf Loch Ness, den wasserreichsten See Grossbritanniens
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 10.08.2017, 22:26.

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        • #5
          Tag 4: Fort Augustus - Irgendwo zwischen Invermoriston und Drumnadrochit (ca. 22km)

          Nach einer angenehmen Nacht im Hotel habe ich heute die Wahl zwischen der im August 2014 eröffneten «High Route» und der originalen «Low Route». Nach einem Moment des Zögerns nehme ich den Aufstieg in Angriff. Die «Low Route» führt in einiger Höhe durch den Wald dem Loch Ness entlang und wird für Fahrräder empfohlen. Die «High Route» führt - mehrheitlich über dem Wald - über die Hügel. Hier lässt es sich wunderbar wandern und immer wieder eröffnen sich wunderbare Weitblicke.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03595.jpg Ansichten: 1 Größe: 277,4 KB ID: 35470Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03605.jpg Ansichten: 1 Größe: 268,6 KB ID: 35469

          Hier oben treffe ich zuerst ein tschechisches Paar, das in den Niederlanden lebt, um wenig später wieder auf die belgische Familie zu treffen. Wir essen gemeinsam zu Mittag. Sie haben wirklich alles dabei, was das Herz begehrt, und zaubern aus ihren Rucksäcken einen Salat mit Olivenöl und Aceto Balsamico hervor. Okay, sie sind per Gepäcktransport unterwegs, da kann man schon mal etwas mehr schleppen. Sie erzählen mir, dass sie ihre Reise im Januar gebucht haben und leider einige Ortschaften bereits ausgebucht waren. So müssen sie sich teilweise mit dem Taxi zur Unterkunft und wieder zurück an den Weg chauffieren lassen. Ich habe nichts gebucht und trotzdem bisher immer ein Zimmer gefunden, wenn ich eines haben wollte. Das ist wohl einer der Vorteile, wenn man allein unterwegs ist und zudem zur Sicherheit sein Zelt dabei hat. Und ein bisschen Glück gehört sicher auch noch dazu.

          Kurz vor Invermoriston treffen «High Route» und «Low Route» wieder aufeinander und man steigt ganz ins Tal ab, wo man die kleine Ortschaft erreicht. Fast ein wenig zufällig entdecke ich den kleinen Park gleich rechts nach der Brücke, der zu den Wasserfällen oder eher Stromschnellen des Flusses führt. Ganz hinten hat es ein Campingverbotsschild, aber ich frage mich: Könnte man in diesem schönen Park nicht die Hängematte aufhängen? Ein kleines «Summer House» mit schönem Blick auf den Fluss gibt es auch noch.

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          Nach dem gemütlichen Erkundungsgang dem Fluss entlang fühle ich mich bereit, den zweiten Aufstieg in Angriff zu nehmen. Erneut hat man die Wahl zwischen der «High Route» und der «Low Route». Und wieder entscheide ich mich für die Variante über die Berge. Beim ersten Bach filtere ich drei Liter Wasser. Es gibt zwar gemäss Karte noch weitere Bäche, aber es ist jeweils eine Brücke eingezeichnet und da weiss man nie, wie leicht man dann auch tatsächlich zum Wasser kommt. (Tatsächlich wäre es bei den späteren Brücken schwieriger als hier gewesen, zum Wasser zu gelangen.)

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          Zum Glück kann ich den Filter selbständig arbeiten lassen. So kann ich mich ein wenig bewegen, denn die ersten Midges blasen zum Angriff. Da sie nicht so schnell fliegen können, wie ich gehe, bin ich vor ihnen sicher, solange ich einfach immer wieder ein wenig den Pfad hoch und wieder runter spaziere.

          Eigentlich habe ich mir aufgrund der Karte ein kleines Abenteuer ausgedacht: Etwas weiter oben möchte ich gerne den Weg verlassen und zu zwei kleinen Seen etwas oberhalb des Weges steigen. Dort, so denke ich mir, könnte ich sicher einen guten Platz fürs Zelt finden und die Nacht verbringen. Am nächsten Morgen könnte ich dann auf einen 699 Meter hohen Hügel hochsteigen. Von diesem - so sagt mir die Karte - führt dann ein Pfad wieder zum Great Glen Way zurück. Manchmal muss man solche kleinen Abenteuer einbauen!

          Als ich zügig weiter aufsteige und den Wald hinter mir lasse, werden zwar wunderbare Weitblicke frei, doch gleichzeitig kommt Wind auf. Zudem erinnere ich mich daran, dass gemäss Tourist Office in Fort Augustus und Wetter-App des Tschechen für den nächsten Tag heftige Regenfälle angekündigt sind. So wie jetzt der Wind plötzlich heftiger wird und das Licht sich ändert, könnte es gut sein, dass der Regen bereits in der Nacht einsetzen könnte. Will ich wirklich über einen hohen Zaun klettern, ohne Weg zu einem See aufsteigen und - im schlimmsten Fall - am Morgen im Regen zusammenpacken und den weglosen Aufstieg auf den doch recht hohen Hügel in Angriff nehmen?

          Eigentlich schade, aber ich habe mich gegen mein kleines Abenteuer entschieden. Nichts desto trotz habe ich den Aufstieg auf der «High Route» auf rund 470mü.M. sehr genossen. Nur, wo findet man dem Weg entlang einen guten Platz fürs Zelt? Der Untergrund im unmittelbaren Umfeld des Weges ist sehr hart oder sonst steil gegen Loch Ness abfallend. Ein kleines Stück nach dem die «High Route» und die «Low Route» wieder aufeinander gestossen sind, finde ich einen kleinen Ausstellplatz mit - oh Wunder! - sehr weichem Boden. Hier, so beschliesse ich spontan, bleibe ich. Es ist gegen 20 Uhr und Zeit, das Nachtlager einzurichten. Nachdem ich mich ein wenig gewaschen habe - Wasser habe ich ja genug mitgenommen - koche ich unter ständigen Angriffen der Midges mein Fertigmenü und anschliessend einen Kaffee.

          Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiss: Der Wind wird ganz nachlassen und es wird meine feuchteste und wärmste Nacht werden - auch ganz ohne Regen!

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03808.jpg Ansichten: 1 Größe: 178,2 KB ID: 35473
          Ausblick vom wilden «Zeltplatz», von dem ich ein letztes Mal Ben Nevis sehen kann (nicht im Bild)
          Zuletzt geändert von Waldläufer70; 07.08.2017, 07:20.

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          • #6
            Tag 5: Irgendwo zwischen Invermoriston und Drumnadrochit - Drumnadrochit (ca. 12km)

            Die Nacht habe ich als ziemlich unangenehm in Erinnerung: Die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch und zudem herrschte aufgrund der zunehmenden Bewölkung für Schottland eine eher hohe Temperatur. Ich hatte die ganze Nacht das Gefühl, dass meine Kleidung am Körper klebt und die Haut auf der Isomatte.

            Doch am Morgen ist die Nacht bald vergessen. Um 06:30 werde ich je aus dem Schlaf gerissen. Da ist doch tatsächlich schon ein Wanderer unterwegs und geht zügigen Schrittes an meinem Zelt vorbei. Ich schlummere noch ein wenig weiter, doch gegen acht Uhr stehe ich auf. Für heute sind Niederschläge angekündigt. Es wäre blöd, dann noch im Zelt zu liegen und dieses dann komplett nass einpacken zu müssen. Es ist auch so - aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit in der Nacht - vom Kondenswasser feucht genug.

            Ich gehe ohne Kaffee und Essen los. Ich kann das jederzeit nachholen, wenn mir danach ist. Bevor ich losgehe, fotografiere ich noch die schottische Nationalpflanze, die «Schottische Distel» (Eselsdistel), die hier am Wegrand blüht, und breche dann kurz vor neun Uhr auf.

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            «Schottische Distel» am Wegesrand

            Ein letzter Blick zurück zeigt nochmals meinen Zeltplatz direkt am Wegesrand:

            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03824.jpg Ansichten: 1 Größe: 278,8 KB ID: 35584

            Nachdem ich einige Zeit gegangen bin, setzt allmählich der angekündigte Regen ein. Dieses Mal muss ich die Pellerine überziehen, denn der Regen wird immer heftiger. Nach einigem Pröbeln sitzt das GoLite Poncho Tarp wieder richtig und die Hüfttaschen sind vor dem Regen geschützt. Ich möchte nicht, dass meine Kamera nass wird.

            Der Regen nimmt mal zu, mal ab, doch er hört nicht auf. Kurz bevor ich die Single Track Road erreiche, die mich nach Drumnadrochit bringen soll, entdecke ich einen schönen Platz. Hier liesse sich wunderbar die Hängematte aufbauen.

            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03832.jpg Ansichten: 1 Größe: 578,0 KB ID: 35585

            Da erinnere ich mich daran, was mir in Fort William in der Tourist Information auf meine Frage nach dem «Wildcamping» entlang des Weges gesagt wurde: «Grundsätzlich ist das immer möglich. Es kann aber vorkommen, dass sie vom Grundbesitzer weggewiesen werden.» Da hier bald die ersten Häuser des Weilers Balbeg kommen, könnte das natürlich passieren. Es sieht aber so aus, als hätten hier auch schon Leute ihr Lager aufgeschlagen. Der grosse, flache Stein würde jedenfalls einen praktischen Tisch abgeben.

            Als ich zur Strasse komme, sehe ich ein Schild mit einem Wegweiser. Es gibt da eine Töpferei mit integrierter Tee-Stube. Angesichts des feuchten Wetters halte ich das für eine gute Idee und nehme die 300 Meter in Angriff. (Auf dem gleichen Weg wäre ich von meinem kleinen Abenteuer (siehe Vortag) zurückgekommen.)

            In der Töpferei/Teestube bleibe ich fast drei Stunden und unterhalte mich mit dem Besitzer. Er hat früher einige Zeit in der Schweiz gelebt und schwärmt vom Zusammenhalt der Bevölkerung in den Bergen und vom Gasteretal ob Kandersteg. Lustige Zufälle gibt es. Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind im Gasteretal von einer Wasserspinne gebissen wurde. Die hat einen ordentlich schmerzhaften Biss.

            Ich gönne mir einen Tee, ein Orangina von San Pellegrino und dazu eine «Rocky Road», drei kleine Häppchen von einem köstlichen Schokoladekuchen, der fast schon eher an eine Praline denn einen Kuchen erinnert, derweil wir über die Untaten von Lebensmittelkonzernen wie Nestlé philosophieren. (Die Diskussion entbehrt nicht einer gewissen Ironie, gehört San Pellegrino doch seit einigen Jahren zum Nestlé-Konzern, was ich aber in diesem Moment für mich behalte.)

            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03834.jpg Ansichten: 1 Größe: 336,7 KB ID: 35586
            In der Teestube, die zugleich als «Showroom» der Töpferei dient

            Nach einem weiteren Krug feinen Tees und gebührender Bewunderung der Töpferarbeiten breche ich gegen ein Uhr wieder auf. Ein Ende des Regens ist nicht abzusehen. An einem liebevoll gestalteten Holzkasten am Strassenrand kaufe ich etwas später ein feines Stück Kuchen und lege den angeschriebenen Betrag in den dafür vorgesehenen Holzkasten.

            Als ich nach einiger Zeit zurückblicke, erkenne ich den Hügel, den ich im Rahmen meines kleinen Abenteuers eigentlich gerne erklommen hätte. Angesichts des heutigen Regens muss ich sagen: Da wäre ich wohl sehr nass geworden - von aussen wie von innen.


            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03837.jpg Ansichten: 1 Größe: 286,6 KB ID: 35587

            Nach einiger Zeit habe ich das tschechische Paar eingeholt, die ebenfalls tapfer dem Regen getrotzt haben und am Morgen in Invermoriston losgegangen sind. Der Regen hat inzwischen aufgehört und so entledigen wir uns der Regenkleidung. Sie folgen dem offiziellen Wegverlauf, der links von der kleinen Strasse weggeht, ich beschliesse, der Strasse ins Tal hinunter nach Drumnadrochit zu folgen.

            Da ich mich nach der verschwitzten Nacht und aufgrund der Regenkleidung nach einer Dusche sehne, beschliesse ich, im Ort ein Zimmer zu finden. Der Inhaber der Töpferei hat mir das «Fiddler's» empfohlen. Tatsächlich ist dort noch ein «Twin Room» (Doppelzimmer mit zwei Einzelbetten) frei, das ich - ohne lange zu zögern - gerne übernehme. Die Dusche hat sogar eine Bodenheizung und der Preis ist mehr als in Ordnung. Bald bin ich geduscht und die Wäsche gewaschen.

            So richtig viel Energie habe ich heute nicht, um den kleinen Ort zu erkunden. Aber es gefällt mir hier, auch wenn der Ort als «Hauptsstadt des Loch Ness» angepriesen wird.

            Ich habe mir im Restaurant für 19:30 einen Tisch reservieren lassen. Heute lasse ich mich so richtig verwöhnen und gönne mir ein wirklich sehr gutes schottisches Essen mit Haggis und vielem mehr.
            Zuletzt geändert von Waldläufer70; 06.08.2017, 14:25.

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            • #7
              Tag 6: Drumnadrochit - Inverness (ca. 29km)

              Einmal mehr habe ich sehr gut geschlafen. Vom unter dem Zimmer liegenden Pub habe ich nichts gehört. Zudem muss man sagen, dass hier nicht nur das Essen vorzüglich und die Zimmer liebevoll eingerichtet sind: Als erstes ist mir aufgefallen, wie freundlich hier das gesamte Personal ist.

              Ich geniesse das eher schlicht gehaltene Frühstück und kaufe dann noch vier Whisky-Gläser. Ich entscheide mich für das Glencairn-Glas, welches hier im Angebot steht. Ich bin schon spät dran und bis Inverness liegen gemäss Karte noch 32km Weg vor mir. Jetzt muss ich zu allem Überfluss auch noch auf die Post, die in einem kleinen Geschäft untergebracht ist. Ich erstehe eine passende Schachtel, etwas Polstermaterial, eine Rolle Klebeband und beginne, die Gläser sorgsam einzupacken. Als ich feststelle, dass die Schachtel eher etwas zu gross ist (das kleinere Modell war leider deutlich zu klein), kaufe ich kurzentschlossen zwei Packungen Marshmallows, da diese ein vorzügliches Polster abgeben und von meinem Patenkind (und mir) sehr gerne gegessen werden.

              Gegen halb zwölf bin ich endlich aufbruchbereit. Der Weg führt ein ganzes Stück der Hauptstrasse entlang. Mich stört es nicht: Wenn ich mal in meinem Rhythmus bin, dann bringt mich ein etwas langweiligeres Wegstück nicht gleich aus der Ruhe. Als das bekannte Urquhart Castle und die entsprechende Bucht des Loch Ness ins Blickfeld rücken, verlässt der Great Glen Way die Hauptstrasse und steigt relativ zügig auf.

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03870.jpg Ansichten: 1 Größe: 355,4 KB ID: 35589
              Blick auf die Urquhart Bay und das gleichnamige, verfallene Schloss

              Bald ist man in einem lichten Wald, wo es auffallend viele Tore zu öffnen und hinter sich wieder zu verschliessen gilt.

              Als ich gerade mit dem Öffnen eines solchen Tores beschäftigt bin, kommt mir die belgische Familie entgegen. Etwas verdutzt blicke ich ihnen entgegen. Es stellt sich heraus, dass sie einen Wegabschnitt (ihren zweitletzten) in umgekehrter Richtung gehen, da sich das mit dem Taxi einfacher hat organisieren lassen. Einmal mehr wird mir bewusst, welcher Luxus es ist, seine eigene «Behausung» mit dabei zu haben. Das zusätzliche Gewicht ist zwar nicht zu verachten, doch die gewonnene Freiheit wiegt das Mehrgewicht wohl doch auf. (Ich werde die nette Familie leider nicht mehr antreffen, eigentlich schade, das waren immer sehr schöne Begegnungen.)

              Kaum habe ich mich von der Familie verabschiedet und bin ein paar Schritte weitergegangen, da taucht ein anderer Einzelwanderer auf. Wir kommen ins Gespräch, gehen gemeinsam weiter. Bald erreichen wir einen schönen Platz, der sich vorzüglich als Lagerplatz eignen würde. Leider ist er - wie so oft - von zurückgelassenem Abfall verunreinigt - etwas, das ich beim besten Willen nicht verstehen kann. Wenn man eine volle Packung irgendwohin tragen kann, dann sollte man doch meinen, dass es wesentlich leichter fallen müsste, die leere Packung wieder mitzunehmen.

              Der Platz hat ansonsten aber durchaus seinen Charme und bietet eine schöne Aussicht ins Tal.

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03876.jpg Ansichten: 1 Größe: 495,2 KB ID: 35590
              Inoffizieller Lagerplatz kurz nach Drumnadrochit

              Der Abschnitt von Drumnadrochit nach Inverness entpuppt sich als äusserst schöne und abwechlungsreiche Etappe. Bald durchwandern wir diesen schönen Waldabschnitt.

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03879.jpg Ansichten: 1 Größe: 582,3 KB ID: 35591

              Immer wieder gibt der Weg aber auch schöne Blicke in Schottlands Weite frei.

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03884.jpg Ansichten: 1 Größe: 414,2 KB ID: 35592

              Dave und ich haben einen ähnlichen Rhythmus und kommen gut voran, reden über dieses und jenes. Es stellt sich heraus, dass Dave sich zu seinem 40. Geburtstag eine Auszeit gegönnt hat und diese dazu nutzt, von Land's End nach John O'Groats zu wandern. Er ist inzwischen fast am Ziel angelangt. Nach dem heutigen Tag stehen noch sieben Etappen aus.

              Unterwegs stossen wir auf das «Abriachan Eco-Campsite & Café», ein liebevoll und zurückhaltend bewirtschaftetes Stück Land mit frei laufenden Hühnern und einem ebenso frei herumstreunenden schwarzen Hausschwein. Die Rucksäcke legen wir deshalb vorsichtshalber auf den Tisch. Wir lassen uns mit feinem Tee verwöhnen und machen gegen eine Stunde Pause.

              Nach dem schönen Aufenthalt führt der Great Glen Way auf eine kleine Strasse, der wir gut drei Kilometer lang folgen. Dann geht es auf Feldwegen weiter und es ergeben sich wunderschöne Weitblicke nach Süden. Das Wetter zeigt sich heute von seiner besten Seite und wir kommen gut voran.

              Als wir das letzte Waldstück erreichen, fällt mein Auge auf ein liebevoll eingerichtetes Lager.

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03939.jpg Ansichten: 1 Größe: 528,3 KB ID: 35593

              Würde es mir heute nicht so gut laufen und wäre ich alleine unterwegs, so wäre ich hier wohl geblieben, hätte nochmals gekocht und mein Zelt aufgebaut. So aber gehen wir bald weiter und erreichen gegen halb acht Inverness.

              Als der Weg an einem Campingplatz vorbeiführt, checke ich dort kurzentschlossen ein. Dann verabschiede ich mich von meinem Wanderpartner und wünsche ihm alles Gute für den Rest seines grossen Abenteuers. Ich baue ein letztes Mal mein Zelt auf und koche mir eine doppelte Portion Nudelsuppe.

              Einerseits ist es schade, bin ich nun bereits in Inverness angekommen. Ich hätte mir durchaus noch einen Tag mehr Zeit lassen können. Andererseits bleibt mir so etwas Zeit, den Hauptort der Highlands zu erkunden und mein Gepäck wieder vom Wander- in den Reisemodus zu bringen.

              Der letzte Abschnitt des Great Glen Way hat mir heute sehr gut gefallen! Morgen bleiben noch gut 1,5km bis zum Endpunkt des Great Glen Way beim Inverness Castle...
              Zuletzt geändert von Waldläufer70; 15.08.2017, 07:10.

              Kommentar


              • #8
                Danke für den schönen Reisebericht! Ich komme zwar in absehbarer Zeit nicht nach Schottland, fahre aber ab morgen durch Frankreich und in 1 Woche durch den Tunnel nach England bis an die Grenze zu Wales. Da sieht es zum Teil landschaftlich ähnlich aus wie in deinem Bericht. Meine Hängematte habe ich selbstverständlich mit, auch wenn ich weniger wandernd unterwegs bin. Ich besuche dort eine Freundin und gehe ansonsten auf Campingplätze, weil ich mich dort sicherer fühle und Duschen auch nicht zu verachten sind... In der Hoffnung, dass die Campingplätze genügend Bäume im richtigen Abstand haben und nicht zu voll sind.... (Wenn ich nicht genügend Platz um mich herum habe schlafe ich lieber im Auto. Da stören mich die Nachbarn weniger)

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                • Waldläufer70
                  Waldläufer70 kommentierte
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                  Ja, das mit der Dusche ist ein guter Punkt. Sicher ein Grund, weshalb ich zwischendurch auch mal ein Zimmer genommen habe. Genug Platz um mich herum hatte ich in Schottland beim Wildcampen immer. Es gibt da aber auch Campingplätze, auf denen du angewiesen wirst, zum Nachbarn wenigstens 30m Abstand zu wahren. Eine Wohltat!

                  PS: Die Ecke in der Nähe von Wales ist bestimmt auch sehr schön. Falls du das noch vorher siehst: Einen schönen Aufenthalt in Frankreich und England!
                  Zuletzt geändert von Waldläufer70; 07.08.2017, 07:42.

              • #9
                Inverness

                Die paar Schritte vom Campingplatz in Inverness zum Stadtzentrum sind dann am nächsten Morgen noch ein schöner Spaziergang. Nach wenigen Schritten bin ich am River Ness, von dem die Stadt ihren Namen hat. Hier führt der Weg - wenn nicht Hochwasser das verhindert - über die gepflegten Inseln auf dem Fluss...

                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC03992.jpg Ansichten: 1 Größe: 564,6 KB ID: 35620Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC04058.jpg Ansichten: 1 Größe: 502,2 KB ID: 35622Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC04064.jpg Ansichten: 1 Größe: 487,4 KB ID: 35619Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC04075.jpg Ansichten: 1 Größe: 580,0 KB ID: 35623Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC04076.jpg Ansichten: 1 Größe: 516,5 KB ID: 35621

                ... zum gegenüberliegenden Ufer und von dort zum Stadtzentrum, wo der Great Glen Way beim Inverness Castle sein Ziel erreicht.
                Zuletzt geändert von Waldläufer70; 07.08.2017, 08:21.

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                • #10
                  Waldläufer70 Danke für deinen unglaublich ausführlichen Bericht. Macht Lust den Weg auch mal zu gehen. Und super zu wissen das man mit Hängematte komplett durchkommt.

                  LG Kai
                  Never without my Hammock!

                  Kommentar


                  • Waldläufer70
                    Waldläufer70 kommentierte
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                    Gerne. Ich bin den Weg in erster Linie gegangen, weil ich vor zwei Jahren den West Highland Way gegangen bin und mir damals ein paar "Anschlusskarten" gekauft habe. Nach einer Woche Pyrenäen hatte ich dann Lust auf eine möglichst flache Fortsetzung des West Highland Way.

                    Der Weg war für mich eine sehr schöne Erfahrung. Etwas weniger abwechslungsreich respektive weniger imposant als der West Highland Way, aber insgesamt doch sehr vielfältig, sicher etwas lieblicher von der Landschaft her und einmal mehr sehr freundliche Menschen. Der Great Glen Way ist ideal, wenn man mal "rasch" etwas den Kopf lüften möchte. Ich hatte natürlich auch vom Wetter her grosses Glück.

                • #11
                  Danke... schöner Bericht... ICH WILL WIEDER RÜBER..... Da haben wir uns in Ft. Williams ja fast verpasst, bzw. sind uns vielleicht unwissentlich über den Weg gelaufen....

                  Kommentar


                  • Waldläufer70
                    Waldläufer70 kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Kann sein. Ich kam am 21. Juli abends nach 18 Uhr mit dem Bus von Glasgow in Fort William an und ging dann um die Mittagszeit am Samstag, 22. Juli, los.

                    Ja, ich denke auch öfters: Ich will wieder los!

                • #12
                  Hier noch meine Packliste:
                  Schottland-Packliste (21.07. – 30.07.2017)
                  Great Glen Way (Fort William – Inverness)
                  Packgewicht (Rucksack inkl. Verbrauch): 12.8 Startgewicht:
                  Gesamtgewicht: Basisgewicht: 9.2 2.4 3.7 15.2 kg
                  (ohne Verbrauch!) 11.5 kg 15.2 <= Kontrolle
                  Was: Gewicht: Anzahl: im Rucksack: am Körper: Verbrauch: Summe: Kommentar:
                  RUCKSACK 2061 0 0 2061 13.5%
                  Karrimor Jaguar S60 (60l) 2000 1 2000 2000 Modell 1992
                  Exped Schnozzel Pumpbag UL 61 1 61 61 für Topquilt
                  SCHUHWERK 421 1265 0 1686 11.1%
                  Lowa Renegade GTX Mid (UK 11.0 / EU 46) 1265 1 1265 1265 Schnürsenkel (160-170cm)
                  Merrell Bare Access (in Packbeutel) 401 1 401 401 für zwischendurch/Abend + Durchwaten von Flüssen
                  Sea-to-Summit Ultra-Sil® Stuff Sack (S, 6.5l) 20 1 20 20 für Merrell-Schuhe
                  FÜR UNTERWEGS 116 553 0 669 4.4%
                  Black Diamond Trail 264 2 528 528
                  Gummipuffer für Stöcke 25 0 25 25
                  Karte: Great Glen Way 60 60 60
                  Kompass (Silva, 12g, mit Umhängeschnur) 14 1 14 14
                  Trillerpfeife (mit Umhängeschnur) 21 21 21
                  dynaGLIDE mit Schlaufe und Mini-Karabiner 21 21 21 fürs Aufhängen von Proviant, Wasserfilter, Rucksack, etc.
                  ÜBERNACHTUNG 2360 0 0 2360 15.5%
                  Tarptent Contrail (mit 8 Heringen) 889 1 889 889
                  Tyvek Bodenschutzfolie 144 0 144 144
                  HammockGear Burrow 20°F (long, wide) 650 1 650 650 mit Druckknopf um Hals brauche ich im Sommer keine Gummischnüre
                  Exped Synmat UL 7 lw 614 1 614 614 mit dünnem Schockcord statt Packsack
                  Taschenlampe: Black Diamond Gizmo Headlamp 63 1 63 63 mit zwei AAA-Batterien (habe ich nie benötigt!)
                  KLEIDUNG 1254 394 0 1648 10.8%
                  Sea-to-Summit Ultra-Sil® Stuff Sack (L, 9.0l) 30 1 30 30 Als Beutel für Kleidung und Kissen
                  Unterhose (Kunstfaser) 58 2 58 58 116 dient bei Bedarf als Badehose (in Schottland? Naja... ja!
                  Trevolution T-Shirt (L) 132 1 132 132
                  Craft Be Active Extreme Shortsleeve (L) 90 1 90 90 für Sommer zu warm! Für schottischen Sommer okay in der Nacht!
                  kurze Hose (Bike-Hose von Aldi ohne Polster-Innenhose) 141 1 141 141
                  Trevolution Hiking Pants (50) 350 1 350 350 mit Packriemen als Hosengurt und Silnylon-Abschlüssen unten
                  Faserpullover (Decathlon) 195 1 195 195
                  SmartWool Men's PhD Outdoor Light Crew Socken (Merino) 63 2 63 63 126 Gewicht pro Paar
                  Arc'teryx Rho LTW Beanie Mütze (Merino) 34 1 34 34
                  Midge Head Net (Totally Herby of Scotland) 22 1 22 22
                  Arc'teryx Atom LT Hoody (Coreloft) (in Packbeutel) 412 1 412 412 für kalte Abende / Nächte
                  SONNENSCHUTZ 10 39 50 99 0.6%
                  Chaskee Schirmmütze 39 1 39 39
                  Sonnenschutzcreme 10 1 10 50 60 Verbrauchsmaterial
                  REGENSCHUTZ 1145 0 0 1145 7.5%
                  Sea-to-Summit Travel Day Pack 68 68 68 Als Beutel für Regensachen
                  Quechua Regenjacke Forclaz 100 Herren (Decathlon) 569 1 569 569 Novadry-Membran
                  Arc'teryx GoreTex Paclite Regenhose 260 1 260 260
                  Rain Mitts (Silnylon) 13 1 13 13 nie benötigt (war bei Regen aber auch nicht kalt)
                  GoLite Poncho Tarp (mit Mini-Karabinern und Shock-Cord erweitert) 235 1 235 235 (als Notzelt verwendbar)
                  ESSEN & TRINKEN 737 0 3395 4132 27.1%
                  Sea-to-Summit Ultra-Sil® Stuff Sack (M, 9.0l) 21 1 21 1000 1021 Proviant ist Verbauchsmaterial
                  Victorinox Climber 83 1 83 83 Taschenmesser
                  MSR Titanlöffel 16 1 16 16
                  Klemmverschlüsse (für Packungen) 5 3 15 15 als Wäscheklammer verwendbar
                  Kochset (900ml-Pot mit Cone, Brenner, Funkenerzeuger, Feuerzeug, Tuch, Gewürze) 244 1 244 244 Mikrofasertuch blau (Migros, 2.- CHF für 2 Stück)
                  Brennsprit (500ml-Flasche Bio-Ethanol von Marshall & Pearson, Fort William, mit Sicherheitsverschluss) 36 36 395 431
                  Putzschwamm (mit rauher Seite, zugeschnitten) 5 5 5 in Deckelfach des Rucksacks transportiert
                  Tasse (aus nevisport.com/fort-william, Fort William, Made in China, £0.99) 46 46 46 ein glücklicher Fund
                  PET-Flasche (0.5l) 30 4 120 2000 2120 variiert je nach Flasche ein wenig
                  Faltflasche 2l (pearl.ch) => für Wasser aus Bach 39 1 39 39 in Etui versorgt (siehe unten)
                  Faltflasche 1l (pearl.ch) => für gefiltertes Wasser 30 1 30 30 in Etui versorgt (siehe unten)
                  Wasseraufbereitung: Sawyer (Trinkaufsatz für Filtern und Rückspülung, Micropur, Aufhängung) 82 1 82 82 in kleinem Cuben-Etui
                  KÖRPERPFLEGE / HYGIENE 191 5 200 396 2.6%
                  Trevolution Mikrofaser-Handtuch 75x35cm 53 1 53 53 trocknet schnell, ideales Mass zwischen ultraleicht und praktisch!
                  Waschlappen / Abtrockentuch (Gesicht & Körper, Topf & Tasse) 20 1 20 20 mikrofasertuch grün (Migros, 2.- CHF für 2 Stück)
                  Waschlappen / Putzlappen 30x30cm (für Kleidung, Bodenschutzfolie, etc.) 18 1 18 18 StS DryLite halbiert
                  Putzlappen 15x15cm (Hosentasche) 5 1 5 5 StS DryLite geachtelt
                  125ml Flip-top-Fläschchen (für Duschmittel) 18 1 18 100 118 Verbrauchsmaterial
                  Zahnbürste 9 1 9 9
                  Zahnpasta 18 1 18 50 68 Verbrauchsmaterial
                  Wäscheleine (7m, 1mm, Spectra Core) 7 1 7 7 1g/m
                  Nagelclip 23 1 23 23 in Etui
                  Ohrstöpsel 0 1 0 0 fällt nicht ins Gewicht
                  «Outdoor-Toilette» (Ziplock-Beutel mit Plasticksäcken , TP und Grabhering) 25 1 25 50 75 TP = Verbrauchsmaterial
                  «APOTHEKE» 237 0 0 237 1.6%
                  Compeed, Pflaster, Verbandpäckchen, Aspirin, Imodium, Dulcolax, Traumeel, Handschuhe, etc. 217 1 217 217 in wasserdichtem Beutel
                  Nähset (aus Hotel) (Nadeln, Faden, Sicherheitsnadeln) 20 1 20 20 sehr nützlich!
                  ALLERLEI 631 128 40 799 5.2%
                  Reisetagebuch 120 1 120 120 nicht gebraucht
                  Schreibzeug (Kugelschreiber) 9 1 9 9
                  Brille (Charme Flex TR Pure Titanium) 20 1 20 20
                  Natel (Nokia) + Fotoapparat (Sony RX100) 466 1 466 466 inkl. Adapter für GB und Ladekabel / Ladegerät
                  Portemonnaie (Moon) 68 1 68 68
                  Geld (CHF / EUR / GBP) 40 40 variabel
                  - Identitätskarte (inkl. Kopie) 5 1 5 5
                  - MasterCard 5 1 5 5 bezahlen
                  - Postcard 5 1 5 5 Geld abheben (CHF 5 pro Bezug)
                  - Schweizerische Krankenversicherungskarte 5 1 5 5
                  - Versicherungskarte Visana (wegen 8 Wochen Vacanza) 5 1 5 5 8 Wochen Ferien sind eingeschlossen pro Jahr!
                  - Mitgliedskarte Jugendherbergen! 5 1 5 5 Mitglied in der SYHA!
                  - Führerschein (Kreditkartenformat) 5 1 5 5
                  - Halbtax-Abonnement (Öffentlicher Verkehr Schweiz) 5 1 5 5
                  Adressliste (inkl. Telefonnummern Bank/Post) 5 1 5 5 ausdrucken!
                  Notfallzettel (Name, Adresse, Telefonnummern, Blutgruppe, etc.) 1 1 1 1 in Portemonnaie respektive als Gepäcketikette
                  Ziplock-Beutel (klein und gross, assortiert) 5 6 30 30
                  Total 100.0%
                  Natürlich geht es auch leichter. Ich war sehr zufrieden mit der Ausrüstung. Abgesehen von der Apotheke, dem Reisetagebuch und den "Rain Pogies" habe ich alle Ausrüstung verwendet. Die Apotheke nicht zu benötigen, ist immer ein gutes Zeichen!
                  Zuletzt geändert von Waldläufer70; 10.09.2017, 13:45.

                  Kommentar


                  • #13
                    Und hier noch die sechs Etappen im Überblick:
                    Schottland «Great Glen Way» (2017) Lkm/h m/h m/h øh/Tag økm/Tag øLkm/Tag økm/h øGrad
                    Parameter: 5.0 500 750 04:50 19.4 24.2 4.0 6.1
                    Tagesetappe Länge (km) Aufstieg (m) Abstieg (m) Zeit (h) Tage Lkm km/h Grad Kommentar
                    Fort William – Loch Lochy 25.0 140 110 05:25 1.1 27.1 4.6 6.8 mehrheitlich flache Etappe dem Kanal entlang
                    Loch Lochy – Loch Oich 18.2 160 130 04:08 0.9 20.7 4.4 5.2 flache Etappe zwei Seen und dem Kanal entlang
                    Loch Oich – Fort Augustus 10.8 20 60 02:16 0.5 11.4 4.7 2.9 flache Etappe dem See und dem Kanal entlang
                    Fort Augustus – Irgendwo hoch über dem Loch Ness 22.2 840 590 06:54 1.4 34.5 3.2 8.6 zwei Auf- und Abstiege über die High Route
                    Irgendwo hoch über dem Loch Ness – Drumnadrochit 11.5 120 360 03:01 0.6 15.1 3.8 3.8 hügeliges Gelände hinunter ins Tal
                    Drumnadrochit – Inverness (Campingplatz) 28.9 450 470 07:18 1.5 36.5 4.0 9.1 sehr abwechslungsreiche Etappe (Hinterland)
                    Total 116.6 1'730 1'720 29:04 6.0 145.4 20% Leistung aufgrund von Höhenunterschieden
                    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 10.09.2017, 14:05.

                    Kommentar


                    • Black-Bread
                      Black-Bread kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Supi... macht es Sinn Etappe 2+3 zusammen zu fassen? Also auf 5 Tage gehen? Oder sogar auf 4?

                    • Waldläufer70
                      Waldläufer70 kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Die erste Übernachtung war ja "wild". Die Etappe kann man auch verlängern (z.B. bis zum ersten Trailblazer Rest: 29km ab Fort William). Dann würden die Etappen 2 und 3 zusammen etwas kürzer. Ich persönlich fand allerdings den Trailblazer Rest am Loch Oich (Leitirfearn) nach meiner zweiten Etappe den schönsten Platz (sicher auch wegen dem Bombenwetter). Wäre schade gewesen, den auszulassen. Aber man kann dort ja auch einfach nur Pause machen.

                      Zu deiner Frage: Ja, in fünf Tagen wäre möglich. Ob du es auch in vier Tagen machen könntest? Ich kenne dich nicht. Das wären 117km geteilt durch 4, also rund 29km pro Tag. Mir persönlich wär's wohl zuviel, 5 Tage könnte ich mir eventuell vorstellen, wenn ich gut eingelaufen wäre. Meine Etappeneinteilung war ja sehr unregelmässig. Für mich wäre dann einfach auch die Frage: Wozu mache ich das? Damit ich den Weg "gemacht" habe? Oder um ihn zu geniessen? Aber es gibt Leute, die können auch 50-60km pro Tag geniessen. Ich kann nicht von mir auf andere schliessen.
                      Zuletzt geändert von Waldläufer70; 13.09.2017, 10:30.

                  • #14
                    Danke für den tollen Reisebericht mit Bildern!
                    Reiseberichte Trekkingplätze Pfalz

                    Kommentar

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