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  • #16
    Hey,

    für mich persönlich ist das Thema Zecken und Borreliose absoult wichtig geworden, leider. Ich hatte vor fast genau 4 Jahren Borreliose und mein Hausarzt hat mir Doxycyclin verschrieben.
    Die Zeit zwischen Infektion und der Einnahme des Antibiotikums, die ca. 6 Wochen gedauert hat, war wirklich nicht schön. Ich habe teilweise sehr, sehr heftig reagiert und es hat gefühlte Ewigkeiten gedauert, bis ein Arzt herausgefunden hatte was überhaupt los ist. Mein Blutbild war eine Katastrophe, besonders was die Leberwerte anbetraf (10 fach erhöht), obwohl ich gar kein Alkohol oder sonstige Drogen zu mir nehme, welche die erhöhten Werte hätten erklären können.
    Nach der Antibiotika Einnahme waren die Symptome fast gänzlich verschwunden. Allerdings ist auch die Einnahme eines Antibiotikums nicht ohne, gerade auch der Magen und der Darm werden in Mitleidenschaft gezogen. Der Darm ist auf einer Ebene tatsächlich mit unserem Gehirn vergleichbar, betroffene Stellen merkt er sich mit unter Jahre lang und es kann zu dauerhaften Problemen kommen. Das Antibiotikum macht halt einfach alles platt.

    Nach dieser Zeit bin ich erst mal nicht mehr in den Wald gegangen, beziehungsweise mit einem sehr unguten Gefühl. Sicherlich ist es immer auch eine Frage von Wahrscheinlichkeiten des Auftretens von FSME und Borreliose innerhalb der ansässigen Zeckenpopulation. Der Odenwald hier bei mir Daheim ist definitiv Risikogebiet, aber auch innerhalb des Odenwalds gibt es Gebiete in denen es überhaupt keine Zecken gibt. Seit dieser Erfahrung nutze ich jedenfalls Nobite für Kleidung, sehr erfolgreich und Anti Brumm, was allerdings nur ca. 4 Stunden gegen Zecken wirken soll.
    Die Risiken blende ich ehrlich gesagt komplett aus, ja so ist es : ) , aber das mache ich auch ganz bewusst so. Für mich gibt es einfach nicht die Frage ob ich ein Mittel benutze oder nicht, sondern welches.

    Ein wichtiger Punkt ist auch die Hose in die Socken zu stecken. Sieht dämlich aus, aber wirkt ebenfalls wunderbar.
    Zum Punkt Nobite möchte ich noch meine Erfahrungen hinzufügen:
    Als ich vor der negativen Zecken Erfahrung im Wald unterwegs war, zum Tiere fotografieren : ), hatte ich teilweise 20 Zecken auf beiden Hosenbeinen, die ich absammeln konnte. Mit Nobite für Kleidung habe ich bisher keine einzige Zecke auf meiner Hose gehabt. Meine Erfahrung kann nicht annähernd eine wissenschaftliche Studie sein, das sollte klar sein, aber ich nutze Nobite für Kleidung mittleweile ca. 3,5 Jahre, sehr erfolgreich. In den letzten 3,5 Jahren hatte ich 3 Zecken, die sich festgebissen hatten. Zu früheren Zeiten hatte ich 3 Zecken pro Woche.

    Heute ist meine "Behandlung" (Kleidung/Haut) gegen Zecken schon automatisiert und ich denke eigentlich nicht mehr über Zecken nach. Ehrlich gesagt, hatte ich damals große Angst, dass die "Angst" vor Zecken mir den Aufenthalt in der Natur kaputt macht und ca. 6 Monate lang war es auch so. Ich liebe den Wald und die Natur und kann nicht mehr ohne : ) Demnach bin ich sehr froh über die chemischen Mittel die es gibt, allerdings blende ich die Risiken diesbezüglich aus und ich bin auch kein Experte.

    Wie gesagt, für mich ein sehr wichtiges Thema!
    Gruß Christian

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    • #17
      Danke für Deinen Erfahrungsbericht, Christian. Ich sehe das im Grunde genauso.

      Lange Hosen und rein damit in die Socken ist eine gute Sache. Mach ich auch meistens. Bin am überlegen, ob ich mir nicht breite Gummis unten an die Hosenbeine dran mach. sollte genauso effektiv sein und hilf dann auch, wenn man barfuß unterwegs ist und keine Socken an hat.

      Nobite werd ich mir zukünftig mindestens auf die Hose machen, bei T-Shirt bin ich mir noch nicht sicher. Auf die Haut kommt dann noch Icaridin oder DEET. Wahrscheinlich ersteres, ist ja wohl etwas besser verträglich.

      Nächste Woche erstmal zum Arzt und schauen, wie die Nachuntersuchung ausfällt. Ich fühl mich auf jeden Fall besser, aber mein Verdauungssystem hat schon ziemlich unter dem Doxyzyklin gelitten. Da treibt man halt echt den Teufel mit dem Belzebub aus. Aber besser so, als irgendwann Gelenkschmerzen oder eine Neuroborreliose zu entwickeln.

      LG, Roland

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      • Christian unterwegs
        Christian unterwegs kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Hallo Roland,
        ich hatte mindestens 1 Jahr Probleme mit dem Darm nach der Einnahme von Doxyzyklin, aber alles im grünen Bereich. Viel, viel schlimmer waren meine Reaktionen auf die Borrelien und die Suche nach der Ursache. Bei mir ging es von ganz plötzlicher Übelkeit und Erbrechen bis hin zu massiven Kreislaufproblemen, bei denen ich nicht mehr gehen konnte. Unter 7 verschiedenen Fachärzten konnte in den ersten Wochen kein einziger die eigentliche Ursache herausfinden. Magen- / Darmspiegelung, CT, mehrfache Blutkontrolle (Leberwert bei fast 300), Untersuchung der Aussscheidungen im Labor, und und und, alles war mit dabei. Das schlimmste war allerdings der weitverbreitete Verdacht der Ärzte auf eine psychosomatische Ursache. Am Ende hat ein engagierter junger Hausarzt mir weiterhelfen können. Das war auch der einzige, der sich mal Zeit für mich genommen hat. Naja, im Endeffekt hat mich die Antibiotikaeinnahme "gerettet".

    • #18
      Ich habe an einem Paar Trekkinghosen (die waren eh eher etwas kurz) unten aus Silnylon eine Verlängerung angenäht. Die kann ich mit einer Gummikordel (eine ganz dünne) und einem Mini-Cordlock festziehen. Ich denke, das ist auch ein ganzes Stück weit ein Schutz vor Zecken, wenn auch weniger sicher als Hosen in den Socken. Ein dickes Gummiband hilft da wahrscheinlich noch mehr.

      Dieses Jahr war ich erstaunt. Ich habe bisher in Schottland zwei dicke, rote Zecken gesehen. Hier in der Schweiz habe ich dieses Jahr noch keine Zecke gesehen. Gut, Hochrisikogebiet heisst ja auch nicht, dass es viele Zecken gibt, sondern dass sie tendenziell Träger der entsprechenden Krankheitserreger sind. Ich glaube aber auch, dass der späte Kälteeinbruch bei uns viele Zecken gekillt hat.
      Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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