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Leidiges Thema Lebendrupf contra geliebte Daune

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  • #46
    Das ist doch mal ein guter Tipp. Das macht den Aufbau einfacher und platzsparender. Mit den Dimensionen einer solchen Anlage müsste man wohl ein wenig experimentieren um die richtigen Abstände der Öffnungen bei einem gegebenen Durchmesser zu finden. Am besten wäre ein durchsichtiges Rohr, dann könnte man das Gebläse so einstellen, dass die wirklich gute Qualität gerade bis ganz oben fliegt.

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    • #47
      Zitat von kusali108 Beitrag anzeigen
      Mir geht es aber in erster Linie auch um das DIY-Receycling. Als bisher völlig Unbeleckter stelle ich mir das so vor: Alte Bettdecke nehmen und entleeren (Staubsaugermethode?), dann Daunen in einen Sack einnähen und waschen, dann Quilt, oder was auch immer damit befüllen. Klar ist, dass ich damit nicht die bestmögliche Daune habe, aber evtl. erreiche ich ja ein ausgewogenes Ethik/Gewichtsverhältnis, mit dem ich leben kann.
      Die Idee finde ich grundsätzlich topp. Leider ist die Daune in normalen Bettdecken viel zu schwer, da der Federanteil deutlich zu hoch ist. Auch die Daune selbst ist von eher minderwertiger Qualität: geringe Bauschkraft, hohes Gewicht. Für den Outdoor-Bereich brauchen wir wenigstens ein Verhältnis von 90/10 und natürlich auch eine sinnvolle Bauschkraft.

      Mir ist vor einiger Zeit beim Waschen ein altes Kissen geplatzt (Riesenschweinerei!). Das, was da rauskam, waren grösstenteils feine Federn, nicht Daunen. Ein Duvet für zuhause ist ja auch viel dicker als ein vergleichbarer Schlafsack / Quilt für draussen, und das, obwohl wir drinnen ja Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt haben.

      Man könnte aber auf alle Fälle alte Schlafsäcke recyceln. Wie oft sich Daune allerdings ohne oder mit geringer Qualitätseinbusse waschen lässt, weiss ich auch nicht. Man sagt ja immer, dass man Daune so wenig wie möglich waschen soll, aber doch gelegentlich, damit sie von Schmutz befreit wird und sich wieder besser aufbauscht.

      Den Recycling-Gedanken finde ich auf alle Fälle gut. Und ich will mir auf alle Fälle das verlinkte Video noch anschauen.
      Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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      • Waldläufer70
        Waldläufer70 kommentierte
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        Sorry, ich sehe die weiteren Beiträge weiter oben erst jetzt. Die hat es mir vorher noch nicht angezeigt.

      • kusali108
        kusali108 kommentierte
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        Iss doch kein Ding.

    • #48
      Wie ich gerade erst gelernt habe sind in Kissen normalerweise mehr Federn als in Decken, da beim Kissen so die Stützkraft verbessert wird.
      Aber insgesamt denke ich auch, dass die Ausbeute bei alten Federbetten nicht gerade gut sein wird. Deshalb ja die Gedanken zur Sortierung und wie schon geschrieben, wird man wohl nie die Bauschkraft von hochwertiger kommerzieller Daune erreichen, was man wiederum mit höherem Gewicht und größerem Packmaß bezahlt. Aber mir kommt es ja auf das Ethik/Nutzverhältnis an. Im Kajak sind die Faktoren Gewicht u. Packmaß nicht ganz so entscheidend wie bei einem Fußwanderer, obwohl auch ich nicht gerne unnötiges Gewicht transportieren möchte.

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      • #49
        Zitat von kusali108 Beitrag anzeigen
        Wie ich gerade erst gelernt habe sind in Kissen normalerweise mehr Federn als in Decken, da beim Kissen so die Stützkraft verbessert wird.
        Das leuchtet ein. Ich habe die alten Daunen aus meinem Kissen - so weit wie möglich - gerettet. Qualitativ bringen die aber leider nicht viel, da der Federanteil sehr hoch ist. Vielleicht werfe ich sie schliesslich doch weg.

        Zitat von kusali108 Beitrag anzeigen
        ... wird man wohl nie die Bauschkraft von hochwertiger kommerzieller Daune erreichen, was man wiederum mit höherem Gewicht und größerem Packmaß bezahlt.
        Mein Eindruck ist auch, dass wirklich hochwertige Daune kaum Federkiele aufweist, weshalb sie viel besser bleiben, wo sie bleiben sollen: nämlich im Schlafsack oder Quilt. Bei schlechterer Qualität passiert es häufig, dass sich die feinen "Federkiele" durch den Stoff nach aussen bohren und so immer wieder mal eine Daune verloren geht. Das dürfte bei aussortierter Daune häufiger passieren, da die Daune dort weniger fein ist. Wenigstens wird die Decke dann leichter.
        Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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        • #50
          Zitat von kusali108 Beitrag anzeigen
          Das ist doch mal ein guter Tipp. Das macht den Aufbau einfacher und platzsparender. Mit den Dimensionen einer solchen Anlage müsste man wohl ein wenig experimentieren um die richtigen Abstände der Öffnungen bei einem gegebenen Durchmesser zu finden. Am besten wäre ein durchsichtiges Rohr, dann könnte man das Gebläse so einstellen, dass die wirklich gute Qualität gerade bis ganz oben fliegt.
          Wir hatten da ein Plexiglasrohr mit etwa 2 m Höhe und 10 cm Durchmesser. Für Daune müsste man das deutlich größer dimensionieren. Ich würde mir einen stufenlos regelbaren 30-cm-Ventilator besorgen und ein mind. 3 m langes Plexiglasrohr mit ähnlichem Durchmesser. Könnte funktionieren, ist aber sicherlich sehr zeitaufwändig. Allerdings muss man ja nichts machen außer alle 15 Minuten oder so die großen Federn aus dem Rohr holen und neues Gemisch nachfüllen. Dann Ventilator wieder einschalten und wieder warten.

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          • #51
            Nach kurzer Recherche zu Plexiglasröhren kann ich sagen: vieel zu teuer, 200 Euro mindestens für ein 3-m-Rohr. Dann doch lieber eine Konstruktion aus irgendwelchem Gestänge und die dann mit Frischhaltefolie umwickeln. Sollte genauso funktionieren.

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            • #52
              Ich denke im Moment eher an 100mm Abflußrohr mit kleinen eingebauten Sichtfenstern. Da kann mann wegen der Muffen leicht mal mit der Gesamtlänge experimentieren und wenn mann 45° Winkel mit dem Abgang nach unten nimmt, kann man da prima mit einem Gummi eine Strumpfhose als Sammelbehälter drüber stülpen.

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              • Konradsky
                Konradsky kommentierte
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                Ich pflege in solchen Fällen zu sagen:
                Mach und Berichte!!

              • kusali108
                kusali108 kommentierte
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                Genau, aber vor dem Urlaub wird das nichts mehr. Und alte Daunen muß ich auch erst mal auftreiben

            • #53
              Nachdem ich gerade bei Globetrotter gelesen habe, "Weniger als 10 % aller am Weltmarkt befindlichen Daune stammt aus Lebendrupf." vermute ich, daß das Problem bereits weitestgehend gelöst ist. PETA-Aktivisten werden das natürlich anders sehen.
              Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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              • #54
                Zitat von Mittagsfrost Beitrag anzeigen
                Nachdem ich gerade bei Globetrotter gelesen habe, "Weniger als 10 % aller am Weltmarkt befindlichen Daune stammt aus Lebendrupf." vermute ich, daß das Problem bereits weitestgehend gelöst ist. PETA-Aktivisten werden das natürlich anders sehen.
                Die Zahl kenne ich so auch aus dem Wikipediaartikel zur Daune. Über 90% aller Daunen und Federn sollen heute aus Schlachtrupf stammen. Ein dort zitierter Bettwarenhersteller geht sogar davon aus, dass der Marktanteil von Daunen aus Lebendrupf mittlerweile bei nur noch etwa 3% liege.

                Wenn dem so ist, dann wäre das natürlich erfreulich. Allerdings dürfen gerade wir hier uns sicher nicht zu früh freuen. Es gibt - wie mir scheint - gar keine verlässlichen Zahlen. Zudem ist der Grossteil der verarbeiteten Daune nicht hochwertig und kann somit leicht aus Totrupf gewonnen werden. Das Problem stellt sich ja erst bei hochwertiger Daune (hohe Bauschkraft / Fillpower). Um hochwertige Daune gewinnen zu können, müssen die Tiere (Gänse) ein Alter erreichen, das man ihnen bei der üblichen Fleischgewinnung gar nicht zugesteht. Deshalb habe ich (leider) meine leisen Zweifel, ob bei hochwertiger Daune immer alles mit rechten Dingen zugeht.

                Cumulus hat meine diesbezüglichen kritischen Fragen leider nicht beantwortet (siehe oben). Das hat meine Zweifel - auch den oft zitierten Zertifikaten gegenüber - wieder neu aufleben lassen.
                Zuletzt geändert von Waldläufer70; 26.08.2017, 10:26.
                Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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                • #55
                  Mit "Schlacht"rupf ist meine interne Ethik genausowenig zufrieden wie mit dem Anderen.

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                  • Waldläufer70
                    Waldläufer70 kommentierte
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                    Mir gefällt der Begriff auch nicht. Allerdings ist er ehrlicher, denn in der Regel wartet man ja nicht, bis die Tiere auf natürlichem Weg tot umfallen (was der Begriff "Totrupf" suggerieren könnte).

                • #56
                  Wenn man natürlich ein Hersteller ist, der sich mit Daunen sehr gut auskennt, nimmt
                  dieser nur Daunen aus Winterrupf und nicht wie Cumulus alles an Daunen was man
                  vom Schlachthof bekommt. So muß man natürlich einen ganz andere Lagerhaltung
                  machen und das Kapital ist gebunden.

                  Man sollte einmal Cumulus und Yeti Polen Schlafsäcke vergleichen und wird
                  dann sehen wieso da so riesen Daunenunterschiede bei gleicher Füllmenge und Volumen sind.
                  Auch bei Cumulus kann man Winterdaunen bekommen. Nur wann?

                  Gruss
                  Konrad



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