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Bushbuddy vs Picogrill - Vor- und Nachteile beider Systeme

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  • Bushbuddy vs Picogrill - Vor- und Nachteile beider Systeme

    Um Konradsky zuvorzukommen: Viel zu schwer! Der Picogrill wiegt nur 87 g. Aber der Topf ist prima!
    Zuletzt geändert von Mittagsfrost; 21.11.2016, 16:24. Grund: Tipfehlerkorrektur
    Gib niemals auf! Wenn Du am Boden liegst - steh auf! Repariere die Aufhängung und leg Dich wieder in die Hängematte!

  • #2
    Der Picogrill ist ein ganz anderes System und lässt sich deshalb nicht vergleichen - genauso wie man die WBBB nicht mit einer Koma oder der Exped Ergo vergleichen kann. Der Bushbuddy ist ein Holzvergaser mit Doppelwand - der Picogrill ist einfach nur eine einwandige Box. Klar dass die leichter gebaut werden kann. Der Bushbuddy ist das Original, bei dem z.B. Solo Stove abgekupfert hat. Allerdings ist keiner der abgekupferten Holzvergaser auch nur annähernd so leicht (und von so hoher Qualität). Der Solo Stove "Lite" wiegt z.B. 256g - also fast doppelt soviel!

    Den original Bushbuddy gibt es im Übrigen nicht mehr zu kaufen, da sich der Entwickler Fritz Handel zur Ruhe gesetzt hat. Er hat sein Geschäft an Nomadic Stove abgegeben. Aber selbst der "Trekker Ultra" ist mit 148g noch etwas schwerer als der Bushbuddy Ultra.

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    • #3
      Hallo,

      ich habe ja nur den Solo Stove und den Picogrill.

      Der Picogrill verbrennt durch die geniale Luftführung genauso raucharm wir der Solo.
      Allerdings kann ich auf dem Pico auch mal ordentliche Holzstücke nachlegen was beim
      Solo nicht machbar ist.
      Und dann dieses Packmaß des Solo.
      In meinem Topf habe ich weil da ja kein Solo Platz nehmen muß, den Spiritusbrenner nebst
      Spiritus sowie Feuerzeug, Topfzange und lappen untergebracht.
      der Pico ruht in der Wasserblasentasche.

      Gruss
      Konrad

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      • #4
        Mit dem Solo Stove bin ich nicht so vertraut - aber der BB verbrennt Holz deutlich besser als der Emberlit, der auch nur eine simple Box mit ein paar Löchern ist. Von den Fotos her kann ich mir nicht vorstellen, dass der Picogrill viel effektiver ist. Ich finde es auch nicht so toll, wenn die heisse Asche unten raus rieseln kann. Und mein Trangia Spiritus Brenner passt locker in den Bushbuddy. Da mein Topf Klappgriffe hat, muss ich auch keine Griffzange einpacken. Aber wie üblich ist es eine Frage des Geschmacks. Ich mag Tuchhängematten - du magst 90° Hängematten

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        • #5
          Mir ging es eher um den Hype bei Holzvergasern.
          Und die Verbrennung ist beim Pico fantastisch, deshalb habe ich den ja.
          Vorstellen oder nicht ist rein theoretisch. Praktisch ist anders.
          Und eine kleines Stück Alufolie unten drunter löst das Problem des Aschedurchfalls.
          Und die Standfestigkeit ist beim Pico wesentlich besser.
          Da habe ich mit dem Solo schon so manchen Unfall gehabt.

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          • #6
            Ein grosser Vorteil des Bushbuddy (Nomadic Trekker Stove und - da weitgehend baugleich - des Solo Stove) ist, dass er unten aufgrund der Luftführung kaum heiss wird. Man kann ihn zwar nicht mehr in der Hand halten, aber da kann nichts anbrennen, dafür bleibt er zu kalt. Je nach dem, wo man kochen möchte, kann das ein grosser Vorteil sein. Aber sonst kommt es - wie so oft - auf die persönlichen Bedürfnisse an. Der Bushbuddy ist schon recht alt, ist also nicht auf den Hype aufgesprungen. Allenfalls ist er dafür mitverantwortlich, dass ein Hype entstanden ist.

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            • #7
              ""Allenfalls ist er dafür mitverantwortlich, dass ein Hype entstanden ist.""
              Genau und dieser ist unbegründet, da der Pico genau so gut arbeitet.

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              • #8
                Und wie erklärst du dir den Hype wenn nicht durch die sehr effiziente Verbrennung? (Den Pico - so vermute ich mal - gab es damals noch nicht.) Und speziell beim Bushbuddy kommt eben der vergleichsweise kalte Boden dazu, der durchaus ein Vorteil sein kann.

                Mal ganz unabhängig davon: Hast du die beiden mal in Bezug auf die Effizienz verglichen? Brauchst du beim Pico mehr oder weniger Holz, um beispielsweise einen Liter Wasser zum Sieden zu bringen? Ich finde den Bushbuddy tatsächlich sehr durchdacht, aber er wird durchaus auch seine Nachteile haben. (Ich hatte den Bushbuddy 2010 meinem Vater zu Weihnachten geschenkt... kenne deshalb vor allem den.)

                PS: Der Picogrill sieht auch gut aus! Habe gerade die Hersteller-Website im Internet entdeckt.
                Zuletzt geändert von Waldläufer70; 21.11.2016, 19:44.

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                • #9
                  Der Bushbuddy hat viele Vorteile und (aus meiner Sicht) zweieinhalb Nachteile, wobei der halbe Nachteil das Gewicht ist.
                  Der doch recht kleine Brennraum führt dazu, daß man ständig am Nachfüttern ist. Das andere Problem ist das Gequalme bei feuchtem Holz. Hier punktet der Picogrill, der natürlich mehr Hitze nach unten ausstrahlt und auch mal ein bißchen Glut und brennende Holzstückchen "verlieren" kann.
                  Gib niemals auf! Wenn Du am Boden liegst - steh auf! Repariere die Aufhängung und leg Dich wieder in die Hängematte!

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                  • #10
                    Ich habe selber mal einen deutlich kleineren Holzvergaser gebaut als der Bushbuddy. Inzwischen ist er total verrostet, was Selbstbauten aus Nahrungsmitteldosen leider so an sich haben. Den konnte ich beispielsweise mit Pistazienschalen füllen, oben anzünden und damit - soweit ich mich erinnere - das Wasser für eine Suppe zum Sieden bringen. Nachlegen konnte ich da nichts, aber für seine Grösse war der extrem effizient. Wenn man nur Wasser aufheizen möchte, reicht der Brennraum doch in aller Regel aus, ohne dass man Holz nachlegen muss.

                    Der Vorteil eines Picogrills ist sicher, dass er sehr klein verstaubar ist und sehr gut zieht und zwar von Anfang an. Der Nachteil liegt auf der Hand: Da er einwandig ist, verliert er aufgrund der Abstrahlung viel mehr Wärme pro kg Holz.

                    Am Schluss ist es doch wie bei den Hängematten: Man bleibt bei einem Modell hängen und mit dem geht man dann seinen Weg. (Ich selber habe bisher beispielsweise nie mit Holz gekocht.)

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                    • #11
                      Hallo,

                      ob ich jetzt ein Stückchen Holz mehr drauflege ist mir wurscht, weil es mehr als genug um mich
                      rum liegt. Ich bin kein Erbsenzähler.
                      Warum soll ich meinen Brennstoff von Zuhause in Form von Schalen mitnehmen?
                      Kleine Ästchen finden sich überall.

                      Aber durch das wesentlich größere Glutbett braucht nicht permanent nachlegen und hat eine
                      heiße Verbrennung. Da der Brennraum auch viel größer ist, kann ich mich wärmen.
                      Desweiteren habe ich noch ein kleines Lagerfeuer was bei dem Solo doch eher
                      ein Witz ist. Dadurch das er nicht doppelwandig ist, bringt das auch was.

                      Beim Solo muß nach 20-30 Minuten den Kocher ordentlich auf den Boden stoßen, daß er von unten
                      wieder Luft bekommt, sonst brennt er nicht. Der Pico bekommt von der Seite Luft.
                      Aber auch da sollte man nach ca. 1 Std. Lagerfeuer dies auch machen.
                      Das Packmaß habe ich schon angesprochen. Das Gewicht ist auch nicht ohne.

                      Dann eben noch die Standsicherheit. Der Pico steht aufgrund der größeren
                      Standfläche zur Breite extrem sicher. Das ist beim Solo nicht der Fall.
                      Mir sind schon so ein paar Unfälle mit dem Solo passiert.
                      Der Topf rutscht extrem leicht ab.

                      Wenn man den Pico noch pimpt, weil er auch noch nicht fertig gedacht ist.
                      Geht er richtig ab und wird auch noch wesentlich sicherer.

                      http://www.bushcraft-deutschland.de/...-my-picogrill/


                      Ich gehe immer wieder mal neue Wege. Siehe Brückenhängematte und jetzt 90°
                      Hangematte.

                      Momentan probiere ich mit Gas rum.
                      Aber da will ich keine schweineteuren Gaskartuschen kaufen. Stattdessen lieber an der großen Flasche
                      für 18Cent pro 100g selber auffüllen statt 5,50€ im Outdoorshop zu bezahlen.
                      Klappt das nicht, gehts wieder zurück die Holz und Spiritus.


                      Gruss
                      Konrad
                      Zuletzt geändert von Konradsky; 22.11.2016, 09:10.

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                      • #12
                        Zitat von Konradsky Beitrag anzeigen
                        ob ich jetzt ein Stückchen Holz mehr drauflege ist mir wurscht, weil es mehr als genug um mich
                        rum liegt. Ich bin kein Erbsenzähler.
                        Warum soll ich meinen Brennstoff von Zuhause in Form von Schalen mitnehmen?
                        Kleine Ästchen finden sich überall.
                        Dein Argument mit dem Holz, das in Fülle herumliegt, habe ich bereits erwartet. Du hast damit indirekt meine Frage beantwortet: Der Holzvergaser brennt effizienter. Effektiv brennen alle, denn man kann sie mit Holz befüllen und kochen, sprich: Sie erfüllen ihren Zweck.

                        Den Bushbuddy halte ich für seine Grösse nach wie vor für sehr gut und auch sehr gut durchdacht. Dass er nicht faltbar ist, liegt in der Natur der Sache. Es gibt meines Wissens keine faltbaren Dosenkocher. Dass der Pico (und vergleichbare Kocher) mehr Wärme abgeben und deshalb als Lagerfeuer taugen, liegt ebenfalls auf der Hand. Genau dieser Wärmeverlust nimmt ihnen aber ein Stück Effizienz beim eigentlichen Kochvorgang: Man braucht eben für die gleiche Kochzeit mehr Holz (was in den meisten Fällen keine Rolle spielt).

                        Mein Beispiel mit den Pistazienschalen diente der Illustration dafür, dass man einen Holzvergaser auch sehr gut von oben nach unten abbrennen kann. Er brennt dann länger, effizienter und gleichmässiger - zudem mit fast durchsichtiger Flamme (es entsteht dann ein ganz spezieller Duft, den ich so nur von Holzvergasern kenne). Vorraussetzung ist, dass die oberste Schicht wirklich ganz trocken ist. Was weiter unten kommt, kann dann bis zu einem gewissen Grad durch die Wärmestrahlung trocknen.

                        Die Aschepfanne ist beim Bushbuddy gross genug für einen ausführlichen Kochvorgang. Er verstopft während dieser Zeit nicht. Wer ihn länger als 30 Minuten am Stück betreiben will, sollte einen anderen Kocher verwenden.

                        Wegen dem Ausprobieren von Neuem: Ich habe 2010 diverse Holzvergaser gebaut: einige, die grösser, andere, die kleiner waren als der Bushbuddy, solche mit verstellbarer Sauerstoffzufuhr, solche, die in einer 500ml-Cola-Dose brennen sollten (leider hält das Aluminium das nicht lange durch, selbst dann nicht, wenn man die Innenwand aus Eisen fertigt). Ich kenne keine anderen Holzkocher, die - bei gleicher Grösse der Brennkammer - in so kurzer Zeit im Inneren eine so grosse Hitze entwickeln, wenn man sie mit trockenem Brennstoff befüllt.

                        Ich selber koche ja mit Alkohol im Sidewinder Cone von TrailDesigns. Da setze ich den Topf auch auf zwei Heringe, die horizontal durch die Wand gesteckt werden.
                        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 22.11.2016, 13:10.

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                        • #13
                          Es gibt auch einen Faltbaren Doppelwand-Ofen. Auf den ODS hatten wir auch schon eine Diskussion zu dem Thema:
                          https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/94722-Idee-Faltbarer-Doppelwand-Hobo

                          Aber der ist nicht leicht. Bleibt als Vorteil das Packmaß. Und wenn man eh einen runden Topf mitnimmt, kann man da auch noch einen Runden kocher reinstecken.

                          Ich habe auch einen runden Holzgas Hobo ähnlich dem Toaks nur billiger aus Edelstahl. Meine Erfahrung ist, dass die Dinger etwas wählerischer bei der Befüllung sind. Aber wenn man das weiß kann man sich prima darauf einstellen. Gut geht es mit fingerdicken trockenen Stöckchen, die man auf pellet größe bricht. Da man nicht viel davon braucht, reicht es auf dem Weg zum Lagerplatz ein paar mitnimmt. Pistazienschalen würde ich wohl auch nicht gesondert mitnehmen, wohl aber Pistazien und dann besorgt der Ofen auch noch die Entsorgung der Schalen - Win-Win ;-)


                          Der Picogrill ist schon irgendwie cool, mir persönlich aber zu teuer.

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                        • #14
                          Was es auch noch gibt, ist ein rollbarer Holzvergaser. Ich könnte zu meinem Caldera Sidewinder Cone noch den Inferno-Einsatz besorgen, dann hätte ich ihn:

                          https://www.traildesigns.com/stoves/caldera-sidewinder


                          Scheint auch ziemlich abzugehen, wenn man ihn richtig aufbaut:


                          In der Sidewinder-Version (gibt es nur zu flachen Töpfen) passt alles Zubehör in den Topf, es braucht also nicht dieses schwere Kunststoff-Gehäuse.

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                          • #15
                            Übrigens wird der Trekker Stove der Nomadic Stove Company seit Januar 2017 als "Bushbuddy" verkauft. Jetzt, wo sich der Entwickler des Bushbuddy, Fritz Handel, zur Ruhe gesetzt und seine Website offline genommen hat, verkauft sein "Schüler" Jeff Tinker den Trekker Stove offiziell als "Bushbuddy". Die bisherigen Webseiten (bushbuddy.ca für das Original und nomadicstovecompany.com für den Trekker Stove) führen nun beide direkt auf bushbuddystove.com, wo der Trekker Stove nun hochoffiziell als "Bushbuddy" angeboten wird.
                            Zuletzt geändert von Waldläufer70; 15.01.2017, 19:00.

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