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  • Sharewood Forest

    Bin gerade beim Blättern durch ein Magazin wieder einmal über eine nicht uninteressante Seite für Hängemattenbesitzer gestolpert.

    http://www.sharewood-forest.de/#/

    Eine Seite die freundliche Landbesitzer (Landpaten) und den netten (Hängematten-)camper zusammenbringen soll. Landpaten können hier ein Stück Land/Wald/Wiese freigeben zur Übernachtung und interessierte Abenteuer können sich mit Hilfe der Plattform melden und eine Übernachtung anfragen.

    Die Seite hat sogar schon den Landespreis ShareBW des baden-württembergischen Wissenschaftsministerium gewonnen.

    Das Beste wäre, wenn es hier freundliche Landbesitzer gäbe, die gerne die Freuden der Natur mit anderen Teilen wollen.
    Anderenfalls hilft es eventuell interessierten Abenteurern legale aber abgeschiedene Übernachtungsplätze zu finden.

    VG LE_Hammock

  • #2
    Das ist eine gute Idee - danke für das Teilen der Seite. Ich habe sie mir gerade mal angesehen: Einer der Plätze, an der Schwanner Warte, ist bei mir in der Nähe. Von dort hat man eine super weite Aussicht und die Überdachung bietet anschienend gute Möglichkeiten abzuhängen. Allerdings ist die Strasse nicht weit weg und schon recht befahren - zumindest tagsüber.

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    • #3
      Freut mich. Wichtig ist, dass sich noch viele Landpaten finden.

      Aber da das ganze System auf Vertrauen beruht ist das echt schwer. Verständlich weil es immer wieder genügend Beispiele gibt, die das mit dem leave No trace nicht begriffen haben

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      • #4
        Das Projekt scheint leider nur sehr langsam anzulaufen. Es wurde hier im Forum vor einiger Zeit schon einmal verlinkt und es scheint seither kaum etwas passiert zu sein. Schade.
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 03.01.2018, 23:05.
        Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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        • #5
          Als ich mir die Projekt-Homepage angschaut habe, habe ich mich gefragt, wo da die "Win-win-Situation" liegen soll? Warum sollte ich als Forstbesitzer das Risiko eingehen, dass mir persönlich noch unbekannte Leute evtl. doch mein Privateigentum beschädigen könnten, selbst wenn ich ihre persönlichen Daten vorher bekommen habe? Da drohen doch nur lästige Rechtstreitigkeiten.

          Nun bin ich Stadtmensch und glaube nur zu wissen, dass ca. 60 Prozent der deutschen Wälder in Privatbesitz sind (oder waren es 40 Prozent, und der Staat hat 60 Prozent...?), aber das werden nicht wirklich sehr viele sein, die mit einem solchen Angebot den Menschen die Natur wieder etwas näher bringen würden wollen. Als "Win-win-Situation" enpfände ich es, wenn mir als Forstbesitzer jemand anbieten würde, im Gegenzug bei einfachen Forstpflegetätigkeiten im Herbst mitzuhelfen oder eine andersweitige Gegenleistung zu erbringen, mit der er mir vermitteln kann, dass ihm der Wald als Naturreservat am Herzen liegt.

          Bitte nicht missverstehen: ich freue mich auch, wenn mir jemand erlaubt, kostenlos bei ihm zuhause zu übernachten und auch sein Bad benutzen zu dürfen. Ich würde ihn dafür wahrscheinlich auch zum Dank zum Frühstück einladen. Ich finde den Ansatz von Sharewood Forest auch unterstützenswert. Aber ich glaube, dass - in der Stadt wie auf dem Land - nur sehr wenig Leute diese Generosität und das entsprechende Grundvertrauen besitzen, ihr Eigentum Fremden zur Verfügung zu stellen

          Innere Betrachtungen anzustellen ist viel interessanter als Fernsehen, und es ist eine Schande, daß nicht mehr Menschen darauf umschalten. (Robert M. Pirsig: "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten")

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          • #6
            Ich denke die win win Situation entsteht aus dem Ansatz, der hinter Sharewood Forest steht. Wenn ich etwas besitze und mit anderen Teile, was ich gerade nicht nutze, wird es Leute inspirierende das gleiche zu tun. Bedeutet jetzt nicht, dass mir auch jemand sein Grundstück zur Verfügung stellt. Vielleicht aber ein Ferienhaus, ein Auto, Werkzeug...

            Die Idee beruht auf Vertrauen, dass ist wahr, aber ich kann ja auch nur Vertrauen erwarten, wenn ich selbst bereit bin anderen zu vertrauen.

            Klingt ja alles zugegebenermaßen sehr pathetisch,s ich hier tippe, aber ich bin überzeugt, dass es ein guter Weg wäre.

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            • #7
              Mir geht es wie Furbrain ich finde die Idee an sich schön, glaube aber auch, dass die Wald- bzw. Grundstücksbesitzer ein Risiko eingehen, ohne dass sie selbst etwas davon haben. Eben: es ist keine win-win-Situation. Ich wohne ja auch in einer Großstadt und wenn ich abends, vorallem am Wochenende, die Jugendgruppen mit jeder Menge alkoholischer Getränke und Musik in den Grünanlagen oder hier am Fluß sehe und die Müllhaufen, die sie hinterlassen, dann würde ich mich nicht an so einem Projekt beteiligen. Allerdings habe ich weder Wald noch Grundstück...., so dass sich die Frage gar nicht stellt.
              Ich nehme zwar auch an, dass die Leute, die sich dort als Nutzer eintragen ordentlicher sind, aber ich würde keine Kippen oder sonstige Hinterlassenschaften vorfinden wollen. Ich kenne nur eine Raucherin, die immer einen kleinenn Aschenbecher dabei hat und ihre Kippen wieder mitnimmt. Wenn man dagegen hier an den Baggerseen rumschaut, liegen überall Kippen rum.

              Ich hätte zwar in die Leute hier im Forum Vertrauen, da sich alle/die meisten mit dem Thema schon beschäftigt haben, aber in die große Masse von Leuten, die sich in die Natur begibt eher weniger. Viele wissen eben doch nicht, wie man sich da benimmt...

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              • #8
                Ich finde gar nicht, dass das was du schreibst pathetisch klingt, LE_Hammock. Ich finde es eher "perspektivisch" oder vielleicht - abstrakter ausgedrückt - "visionär"; in dem Sinne, dass es den Gedanken eines wünschenwerten Umgangs miteinander, den Dingen, die wir besitzen, und mit der Natur beschreibt. Meine Aussagen im Beitrag oben sind auch eher meiner alltäglichen Beobachtung geschuldet, da wir zur Zeit in einem recht materiell-individualistisch ausgerichteten Gesellschaftmodell leben. Ich bin nur nicht erstaunt darüber, dass es so wenige Waldbesitzer sind, die sich dort als Landpaten eingetragen haben und dass das Projekt - trotz Förderpreisen und Sponsoring - so schwach wächst.

                Ich interessiere mich u.a. auch für alternative Wirtschaftsmodelle, nachhaltiges Wirtschaften und Subistenz-/Resilienzsysteme. Solche Sachen wie Shared Economy und Ringtausch-Modelle finde ich gut und auch spannend. Die Umsetzung findet allerdings zur Zeit nur im kleinen statt. Ob nun couchsurfing.com, Werkzeugverleih an Nachbarn im Viertel (z.B. bei nebenan.de) oder regionale Währungen wie dem Uckertaler.

                Ich denke auch, dass man nicht im direkten Gegentausch etwas dafür geben muss, um in jemandes Wald übernachten zu dürfen. Wenn man die Definition von "Eigentum" einfach ein wenig erweitern würde, dann wären solche Modelle wie die skandinavische Allmende einfacher in Deutschland denkbar und die Leute würden vielleicht respektvoller mit ihrer Umgebung umgehen. Wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben, dass gegenseitiges Vertrauen auch wieder wachsen kann.

                Hmm, diese Statements könnten politisch gelesen werden, oder gar als Kapitalismuskritik Da ich mich an der Forumsetikette orientieren und das Forum politikfrei halten möchte (schließlich geht es in erster Linie um unser gemeinsames Hobby: dem Hängemattencamping), beende ich meinen Beitrag mal an dieser Stelle. Ich fände es auf jeden Fall auch schön, einfach mit einem guten Gefühl und voll legal im Wald abhängen zu können - und wenn mehr Waldbesitzer mitmachen würden, wäre das schon toll. Solche Projekte können etwas verändern!
                Zuletzt geändert von Furbrain; 07.01.2018, 13:15. Grund: Internet-Links ergänzt
                Innere Betrachtungen anzustellen ist viel interessanter als Fernsehen, und es ist eine Schande, daß nicht mehr Menschen darauf umschalten. (Robert M. Pirsig: "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten")

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                • #9
                  ich stimme dir voll und ganz zu. Aber um nicht ins politische abzudriften...ich würde mich freuen wenn die Seite eine größere Resonanz bekommen würde.
                  Zuletzt geändert von LE_Hammock; 05.01.2018, 07:55.

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                  • #10
                    Ich habe u.a. in Bad Münstereifel einen Platz an einem Bachlauf mit Feuerstelle gefunden.
                    Vielleicht könnte man ja mal anfragen, ob man den Platz für ein Wochenende für ein kleines Treffen haben könnte - dafür würde ich auch entsprechend Geld bezahlen wollen.

                    Das Baumkind

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