Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Hängematten-Rechner mit Grafik (metrisch)

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Hängematten-Rechner mit Grafik (metrisch)

    Ich habe in den letzten Monaten immer wieder mal an meinem eigenen Hängematten-Rechner herumgebastelt. Er basiert auf Derek Hansens "Hammock Hang Calculator", die Länge der Ridgeline kann aber angepasst werden und ist nicht auf 86.6% der Hängemattenlänge (was dem Cosinus von 30° entspricht) voreingestellt.
    Vor allem aber bietet der Rechner eine Grafik-Ausgabe, die die Winkel jeweils korrekt darstellt und damit ein viel lebendigeres Bild vermittelt als das Vorbild, das ausschliesslich Zahlen liefert.

    Die folgenden Grössen können / sollten eingegeben werden:
    • Länge der Ridgeline (cm)
    • Länge der Hängematte (cm)
    • Abstand zwischen den Aufhängepunkten (m)
    • Gewünschte Sitzhöhe (cm)
    • Gewicht in der Hängematte (kg)
    • Hängewinkel der Aufhängung (°)

    Hinweis: Bitte als Dezimaltrennzeichen einen Punkt (.) verwenden.

    Die folgenden Grössen werden aufgrund der Angaben berechnet:
    • Längenverhältnis Ridgeline/Hängematte (%)
    • Hängewinkel der Hängematte selbst (°)
    • Länge der Aufhängung für die beiden Seiten (cm)
    • Höhe der Befestigung / des Ankerpunkts ab Boden (cm)
    • Belastung der Aufhängung auf jeder Seite (kg)
    • Horizontale Belastung des Aufhängepunkts (kg)
    • Belastung des Hängemattenstoffes (kg)
    • Belastung der Ridgeline (kg)
    • Belastung der Aufhängung bei Bewegung (kg)
    • minimale Bruchlast der Aufhängung (kg ≈ daN)


    Die eingegebenen und berechneten Grössen werden - soweit möglich - in einer Grafik in den korrekten Grössenverhältnissen und Winkeln dargestellt.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Hängematten-Rechner mit Grafik.jpg Ansichten: 1 Größe: 87,2 KB ID: 23579

    Die Formeln berechnen alle Grössen so, als würde man an einem Punkt in der Mitte der Hängematte sitzen. Liegt man in der Hängematte, so nimmt insbesondere die Belastung der Ridgeline zu: Je grösser jemand ist, desto mehr nimmt die Belastung zu.

    Hier geht es zum Hängematten-Rechner.

    Wenn jemand Hinweise zum Rechner geben möchte (Falschaussagen, Fehler in einer Formel, etc.), dürft ihr mir das gerne in einem Kommentar mitteilen.

    PS: Ihr könnt euch das Dokument gerne herunterladen und für euch nutzen. Oder ihr könnt den Rechner auch gerne verlinken. Ich wäre aber froh, wenn ihr ihn nicht neu publiziert.

    ACHTUNG: Es kommt gelegentlich vor, dass einzelne Bezüge in den Formeln verstellt werden. Der Rechner spuckt dann völlig unsinnige Zahlen aus und bisweilen funktioniert auch die Grafikausgabe nicht mehr richtig. Ich habe zwar nur die Zellen mit den Parametern freigegeben, der Rest ist geschützt, das scheint aber die Tabelle nur bedingt vor unerwünschten Veränderungen zu schützen. Also meldet mir gerne, wenn euch etwas suspekt vorkommt, damit ich die Tabelle wieder mit einem Backup überschreiben kann. Danke.
    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 30.06.2017, 10:27.

  • #2
    Cool, vor allem die Grafikausgabe gefällt mir! Ich habe auch kürzlich begonnen einen kleinen Rechner auf JavaScript Basis zu schreiben. Vorbild ist auch bei mir der Rechner von Derek Hansen, allerdings würde ich diesen gerne noch etwas ausbauen und mit Erklärungen der Seilmechanik ergänzen.

    Das Excel-Sheet ist wirklich klasse und hat im Vergleich zu JS den Vorteil, dass man direkt eine passende Grafik ausgeben kann. Das kann (zumindest ich) mit JavaScript nicht.

    Kommentar


    • Baumkind
      Baumkind kommentierte
      Kommentar bearbeiten

    • Waldläufer70
      Waldläufer70 kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Deinen Rechner hatte ich auf deinem Hängematten-Portal auch entdeckt. Nicht schlecht, dass es nun mehr und mehr solche Rechner gibt, die Deutsch verstehen!

      Mir hat es auch Spass gemacht, das Bild der Hängematte grafisch umzusetzen. Leider verstehen die Google-Dokumente die Diagramme von OpenOffice nicht und so musste ich dieses online neu erstellen. Der Vorteil der Online-Dokumente ist, dass nun die Winkel unabhängig von der auf dem Rechner installierten Tabellenkalkulation und der Bildschirmauflösung immer korrekt dargestellt werden. Man kann das mit einem Geodreieck (Ridgeline sollte dafür lose sein) überprüfen.
      Zuletzt geändert von Waldläufer70; 24.05.2016, 13:31.

    • nefasis
      nefasis kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Danke für den Hinweis mit Canvas, ich lese mich da mal rein. Demnächst will ich auf jeden Fall die Funktion meines Rechners noch ein bisschen ergänzen. Eventuell lasse ich mir dabei auch noch von jemandem helfen.

      Wenn jemand Wünsche und Ideen für Features für einen Hängematten Rechner hat, dann immer gerne her damit!

  • #3
    Ich habe nun noch die Belastung der Ridgeline im Verhältnis zur Belastung der Aufhängung in Prozent integriert.

    Kommentar


    • Waldläufer70
      Waldläufer70 kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Diese Zeile habe ich wieder entfernt. Ich fand das eher eine Spielerei ohne grossen praktischen Nutzen.

  • #4
    Neu habe ich die folgenden Grössen in den Rechner integriert, da die statische Belastung der Hängematten-Aufhängung kein ausreichendes Gespür dafür vermittelt, welche Belastungen tatsächlich auf die Aufhängung wirken.
    • Belastung der Aufhängung bei Bewegung (dynamische Belastung)*
    • Bruchlast der Aufhängung (wichtig für DIY-/MYOG-Projekte)
    * entspricht im Grunde der Nutzlast des Materials (=> auch wichtig für DIY-/MYOG-Projekte).

    Belastung der Aufhängung bei Bewegung
    Die Belastung der Aufhängung bei Bewegung habe ich gegenüber der Ruhebelastung um 50% erhöht. Die Zahl ist aufgerundet.

    Dass man tatsächlich mit dieser Erhöhung der Ruhebelastung rechnen muss, kommt in dendronauts Versuchsanordnung gut zum Ausdruck. Dabei sind ganz alltägliche Bewegungen berücksichtigt: Wer sich in die Hängematte setzt, sich hinlegt, sich umdreht, erreicht gemäss Dendronauts Versuch schnell eine Erhöhung der Ruhebelastung um 50%. Wer sich bemüht, noch mehr Dynamik an den Tag zu legen, kommt allerdings problemlos auf deutlich höhere Belastungen! (Davon gehen wir jetzt aber mal nicht aus...)

    Die hier berechnete Zahl könnte man als Nutzlast der Hängematten-Aufhängung interpretieren. Die Nutzlast ist die Last, bis zu der man ein Material langfristig immer wieder belasten kann, ohne dass es plastisch (irreversibel) "geschädigt" wird, und die zudem ausreichend Sicherheit bis zur Bruchlast einschliesst (Sicherheitsfaktor). Die Nutzlast wird in der Regel bei Industriematerial angegeben. Wer das Material nicht über die angegebene Nutzlast hinaus belastet, bleibt beim Material im elastischen Bereich. Es findet - sofern das Material nicht dauerhaft belastet wird - keine irreversible Veränderung der Faser statt.
    • Die Empfehlungen zu den Hängemattenstoffen (z.B. bei dutchwaregear.com) könnte man als Nutzlast interpretieren, allerdings kann man sie auch als Angabe zur maximalen Ruhebelastung verstehen, wenn man den Stoffen mehr zutraut.
    • Die Angaben zur Maximallast bei diversen Hängemattenherstellern (z.B. DD Hammocks) muss man auf jeden Fall als "maximale Ruhebelastung" deuten (wenn nicht sogar als Gewicht des Schläfers), sonst könnte man die Ausrüstung in der Praxis gar nicht sicher verwenden.
    Bruchlast der Aufhängung
    Die Bruchlast ist beispielsweise beim Bergsportmaterial die gängige Grösse. Dort wird sie oft in Kilonewton (kN = 1'000 Newton) angegeben. Bei dieser Belastung bricht das Material. Dieser Wert darf in der Praxis nie auch nur annäherungsweise erreicht werden!

    Die Bruchlast der Aufhängung ist auf 10kg genau angegeben. Dabei bin ich davon ausgegangen, dass die oben berechnete Belastung bei normaler Bewegung in der Hängematte 30% der Bruchlast nicht überschreiten sollte. Die Hersteller von Seilen aus Dyneema geben für ihre Seile in der Regel die Dehnung des Seils für 10%, 20% und 30% der Bruchlast an. Daraus schliesse ich, dass man bei diesen Seilen nicht über 30% der Bruchlast gehen sollte. Damit habe ich einen Faktor von 3,33 von der Nutzlast zur Bruchlast. Diesen Faktor (Bruchlast / Nutzlast) bezeichnet man als Sicherheitsfaktor. Als Sicherheitsfaktor werden Zahlen im Bereich von 3 bis 5 genannt. Der Faktor 3,33 scheint mir für eine eher ruhige Anwendung, wie es das Hängen in der Hängematte darstellt, ausreichend. Zudem haben wir somit von der Ruhebelastung zur Bruchlast des Materials einen "Sicherheitsfaktor" von 5 erreicht (dynamischer Anteil 3/2 * Sicherheitsfaktor 10/3 = 5).

    Ergänzung: Tac Blades empfiehlt in seinem "Tree Straps Tutorial" ebenfalls einen Sicherheitsfaktor von 5 von der Ruhebelastung der Hängematten-Aufhängung zur Bruchlast der Aufhängung. (ergänzt am 29.01.2017)

    Kräfte (kg ≈ daN)
    Wenn wir schon bei der Theorie sind: Eine Massenangabe (in kg) ist nicht dasselbe wie eine Kraft (daN). Kilogramm (kg) und Dekanewton (daN) weichen aber von den Zahlenwerten her nur um den Faktor 1,019 voneinander ab, können also über den Daumen gepeilt "gleichgesetzt" werden (≈).

    Kraft (Newton) = Masse (kg) * Erdbeschleunigung (m/s2) => Einheit: Newton (kg*m/s2)
    • Newton: Masse (kg) * 9,81 (m/s2) => N (Newton: 1 N ≈ 100g)
    • Dekanewton: Masse (kg) * 9,81 (m/s2) / 10 => daN (1 daN = 10 Newton ≈ 1 kg)
    • Kilonewton: Masse (kg) * 9,81 (m/s2) / 1'000 => kN (1 kN = 1'000 Newton = 100 daN ≈ 100kg)
    Umrechnung: 1 kg ≈ 0,981 daN, 1 daN ≈ 1,019 kg

    Vergleich mit den Empfehlungen von Derek Hansen ("The Ultimate Hang")
    Setzt man als Last in der Hängematte 90kg ein (was einer circa 80kg schweren Person mit ausreichend Gepäck entspricht), so gibt der Rechner bei einem Hängewinkel von 30° die folgenden Lasten an:
    • dynamische Last (Nutzlast): 135kg
    • Mindest-Bruchlast für die Aufhängung: 450kg
    Mir ist aufgefallen, dass das den Empfehlungen, die Derek Hansen in seinem Buch "The Ultimate Hang" macht, recht nahe kommt. Er gibt dort für die Bruchlast der Aufhängung (Suspension) 1'000 lbs an. Das entspricht ungefähr 454kg.
    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 29.01.2017, 09:19.

    Kommentar


    • barfuß
      barfuß kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Vorgestern ist meine neue hammocktent gamma gekommen, die ich glücklicherweise zu dem Sonderangebotspreis kaufen konnte, weil ich deinen Hinweis darauf hier im Forum gesehen hatte. Danke nochmal dafür. Heute habe ich sie nun draußen ausprobiert und fand, dass ein Baumabstand von 2,50 - 3m ungefähr richtig ist, bei einer Aufhängehöhe von knapp 2m. (Viel höher komme ich nämlich nicht, da ich nur 1,60 m groß bin.) Jetzt meine Frage. Kann ich deinen Hängemattenrechner auch verwenden, um genauer auszurechnen, wie hoch in die Matte bei welchem Abstand in meiner Wohnung aufhägen sollte? Ich kann ja die Ridgeline-Länge eingegeben, bin mir aber nicht so sicher, ob dein Rechner auch für 90 Grad Hängematten stimmt. (Obwohl mir das Ergebnis recht glaubwürdig vorkam.)

    • Waldläufer70
      Waldläufer70 kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Freut mich, dass du vom Aktionspreis profitieren konntest! (Ich hatte ihn ja nur ganz zufällig entdeckt und dann hier im Forum gepostet.)

  • #5
    barfuß Kann ich deinen Hängemattenrechner auch verwenden, um genauer auszurechnen, wie hoch in die Matte bei welchem Abstand in meiner Wohnung aufhägen sollte? Ich kann ja die Ridgeline-Länge eingegeben, bin mir aber nicht so sicher, ob dein Rechner auch für 90 Grad Hängematten stimmt. (Obwohl mir das Ergebnis recht glaubwürdig vorkam.)
    Grundsätzlich kannst du den Rechner auch für eine 90°-Hängematte verwenden. Bei einer Brückenhängematte nur bedingt.

    Der Rechner rechnet zwar ganz genau, aber die Realität stimmt nicht ganz genau mit dem überein, was der Rechner berechnet. (Das gilt auch für den Rechner von Derek Hansen.)

    Der Rechner berechnet alles so, als würde man mit dem ganzen Gewicht an einem Punkt genau in der Mitte der Hängematte sitzen. Das ist in der Realität natürlich nicht so. Das Gesäss ist ein wenig breiter als ein Punkt. Und beim Liegen in der Gathered-End-Hängematte bildet sich eine diagonale Linie als tiefster "Punkt" in der Hängematte. Eine Brückenhängematte ist sogar so konstruiert, dass sie möglichst nicht durchhängt - da würde ich den Rechner nur mit Vorsicht verwenden.

    Hier, was sich der Rechner "vorstellt":

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Hängematten-Rechner (alte Grafik).jpg Ansichten: 1 Größe: 50,0 KB ID: 26729
    Die Grafik stammt vom Prototypen meines Hängematten-Rechners. Die Kurven waren da noch nicht "geglättet": Man sieht hier noch schön, was tatsächlich berechnet wird.

    Eine 90°-Hängematte ist nochmals anders konstruiert, aber du kannst den Rechner relativ leicht "überlisten" und dann doch für deine Zwecke nutzen:
    Am besten suchst du dir zwei Bäume (allenfalls sogar ungefähr gleich weit voneinander entfernt wie die Wände in deiner Wohnung). Hänge die Hängematte mit den von dir gewünschten Einstellungen (Länge der Ridgeline, Hängewinkel) auf und miss die Distanz von den beiden Stellen, wo die Ridgeline befestigt ist, hinunter zur Mitte der Liegefläche (schwarze Linien in der Grafik unten). Du kannst auch eine Schnur spannen, die entsprechende Distanz markieren und die Strecke dann zuhause in Ruhe ausmessen. Diese beiden Linien setzt du - zusammengerechnet - als Länge deiner Hängematte ein. So müsstest du eigentlich ein recht genaues Resultat erhalten. Diese beiden gemessenen Strecken müssten eine Spur länger sein als die Länge der Seiten von der Liegefläche hoch zum Ansatz der Ridgeline (die dünneren grünen Linien auf beiden Seiten).

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 90°-Hängematte.jpg Ansichten: 1 Größe: 25,4 KB ID: 26728
    Da der Rechner mit der Aufhängung (blau), der Ridgeline (rot) und der Hängematte als zwei gleich langen Schenkeln (hier schwarz eingezeichnet) rechnet, solltest du das brauchbarste Resultat erhalten, wenn du die schwarzen Strecken misst (oder möglichst genau abschätzt) und - zusammengezählt - als "Länge" deiner Hängematte in den Rechner einsetzt. Für den Winkel der Aufhängung müsstest du den Winkel der blauen Strecken zur Waagrechten messen (oder möglichst genau schätzen). Oder alternativ lässt du die Einstellung des Rechners auf 30° (dann entspricht die beidseitige Belastung der Last in der Hängematte) und weisst dann, dass der Hängewinkel auch in der Praxis ungefähr 30° betragen wird, wenn du sie an den Ankerpunkten aufhängst und die Sitzhöhe einstellst wie im Rechner eingetragen.

    Ich vermute, der Unterschied zu den Zahlen, die der Rechner bei deinen bisherigen Versuchen ausgespuckt hat, dürfte nicht allzu gross sein.

    Hier, wie das im Rechner mit einer 90°-Hängematte ausschauen könnte:

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 90°-Hängematte (Rechner).jpg Ansichten: 1 Größe: 145,6 KB ID: 26730

    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt. Sonst bitte nachfragen.

    Würde mich interessieren, zu welchen Resultaten du jeweils kommst!
    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 02.01.2017, 12:08.

    Kommentar


    • barfuß
      barfuß kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Hallo,
      vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast! Ich werde in den nächsten Tagen mal in den Wald gehen, probieren und messen und dir dann Bescheid geben. Im Moment bin ich - leider - im Geschäft am Arbeiten und gerade schneit es draußen, so dass ich sicher zu nichts komme. Aber spätestens am Wochenende werde ich nochmal testen! Herzlichen Dank für alles!

  • #6
    Seit einiger Zeit gibt es meinen Rechner übrigens auch in englischer Sprache:

    Hammock Hang Calculator (Metric)

    Und sogar im Imperialen Masssystem:

    Hammock Hang Calculator (Imperial)

    Nimmt mich ja Wunder, ob die USA eines Tages doch mal noch auf das Internationale Einheitensystem (IS) umsteigen werden... Gemäss Artikel auf Wikipedia verwenden nur die USA, Myanmar, Liberia - und die Antarktis - das System (noch) nicht:

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 940px-Metric_system_adoption_map.svg.png Ansichten: 1 Größe: 125,2 KB ID: 26737
    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 02.01.2017, 18:18.

    Kommentar


    • #7
      Es würde mich ehrlich gesagt wundern, wenn es unter Trump eine Änderung geben würde.... bei dem Lokalpatriotismus :-(

      Aber mir stellt sich gerade noch folgende Frage: bezieht sich der Winkel der Aufhängung von ca. 30 Grad auf die belastete Hängematte (also mit mir drin) oder auf die unbelastete? Ich habe vorhin in unserem "Carport", in dem meine Fahrräder stehen, die hammocktent aufgehängt und mit verschiedenen Abständen (soweit möglich) experimentiert und die Höhe der Aufhängung in Relation zum Abstand aufgeschrieben. Jetzt will ich mal eine Zeichnung machen und da kam ich auf die Frage mit dem Aufhängewinkel. Du kannst mir das ja sicher beantworten, nachdem du hier der Spezialist für sowas bist. Merci schon mal!

      Kommentar


      • Waldläufer70
        Waldläufer70 kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Die Frage wurde Derek Hansen bei seinem Rechner auch schon gestellt. Er meinte dann, dass es für eine einzelne Person recht schwierig sei, den Winkel zu messen, während man in der Hängematte sitzt oder liegt. Wo er recht hat, da hat er recht.

        Grundsätzlich misst man also, bevor man sich in die Hängematte setzt oder legt. Aber es ist natürlich nicht verboten, noch etwas nachzuspannen, wenn man tiefer hängen sollte als erwünscht.

        Es ist ja auch so, dass für Gathered-End-Hängematten in der Regel ein Hängewinkel von 30°, gleichzeitig aber auch eine Ridgeline-Länge von 83% der Hängemattenlänge empfohlen wird, obwohl sich daraus am Kopf- und am Fussende ein Knick von 30° auf 34° ergibt (cos 30° = 86,6%, cos 34° = 82,9%). Die Erklärung - so scheint mir - ist, dass sich die Hängematte aufgrund der Elastizität des Materials noch ein wenig senkt, wenn man sich hineinsetzt oder -legt (je nach Länge der Aufhängung vielleicht um 1° bis 2°). Zudem soll die Ridgeline ja auch leicht gespannt sein, damit sie unter der Last des Hängetäschchens nicht allzu tief durchhängt. Dutch sagt zur richtigen Einstellung der Hängematte mit Ridgeline: Die Ridgeline soll nicht lose sein, aber auch nicht gespannt wie eine Gitarrensaite, sondern sie soll sich mit den Fingern noch etwas durchbiegen lassen. Ob das auch für 90°-Hängematten gilt, weiss ich nicht. Dort kommt man ja vermutlich auch weniger leicht zur Ridgeline hoch, um deren Spannung zu überprüfen.

        Wenn du 30° einstellst und sich die Hängematte noch etwas zu tief senken sollte, so darfst du getrost noch etwas nachspannen. Ist der Winkel etwas flacher, so senkt sich die Hängematte unter Last schön auf die gewünschten 30°. (Aber wie gesagt: Grundsätzlich gelten die 30° fürs Einstellen vor dem Einsteigen.)
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 03.01.2017, 18:44.

      • Mittagsfrost
        Mittagsfrost kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Das Phänomen wurde auch schon auf hammockforums.net diskutiert.

      • Waldläufer70
        Waldläufer70 kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Danke für den Link. Das Thema habe ich auch hier bereits angedeutet.

    • #8
      Jetzt habe ich gerade mit deinem Hängemattenrechner "rumgespielt" und verschiedene Daten eingesetzt und es ist erstaunlich wie genau die Daten mit den von mir ausprobierten zusammenpassen: ich bin auf die gleichen Daten gekommen wie du in dem Beispiel für mich: Ridgeline 2m, Abstand 3m. Allerdings komme ich bei der Hängemattenlänge (nach deinem Vorschlag wie oben: die beiden schwarzen Linien addiert) auf ca. 3,20m. Daraus ergibt sich eine Aufhängehöhe von 2m, was für mich ideal ist, da ich dann die eine Wandbefestigung von meiner TTTM verwenden kann. Jetzt muß ich nur noch eine ordentliche Schraube in die Dachschräge (also in einen Dachsparren) schrauben und dann müßte alles passen. (Die 2. Wandbefestigung ist nämlich in einem Abstand von 4,50 m und das ist für eine 90 Grad Matte einfach zu weit auseinander (jedenfalls bei meiner Größe und meiner Wohnzimmerhöhe)
      Jetzt werde ich mir morgen im Baumarkt noch einen Holzbalkenfinder kaufen, damit ich die richtigen Dachsparren auch finde....

      Kommentar


      • Waldläufer70
        Waldläufer70 kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich denke, das müsste doch dann wunderbar passen. Sollte die Liegefläche eine Spur zu tief zu liegen kommen für deinen Geschmack, so darfst du ruhig auch noch ein wenig flacher abspannen. Selbst bei einem Hängewinkel von 25° wären die Kräfte ja nicht extrem hoch. Und du würdest dabei nochmals rund 6cm Höhe rausholen für die Liegefläche. Aber wie im Kommentar weiter oben geschrieben. Vermutlich bist du im belasteten Zustand bei den berechneten rund 30°, auch wenn du im unbelasteten Zustand ein wenig flacher abspannst (ca. 28°).

        Freut mich übrigens, dass der Rechner so brauchbare Zahlen liefert. Wobei er ja nichts anderes tut, als mit den korrekten Formeln zu rechnen, da müsste man das ja eigentlich auch erwarten. Aber die eigentliche Feuertaufe steht ja noch aus: dein Praxistest! Ich bin gespannt!
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 03.01.2017, 01:05.

    • #9
      Nachdem ich im Baumarkt einen Balkenfinder gekauft hatte, der aber leider hinter meinen Heraklith-Platten die Dachsparren nicht gefunden hat, war es nicht ganz einfach, einen guten Aufhängepunkt für die neue Hammocktent zu finden. Nach vielem Löcherbohren und wieder zugipsen und überstreichen habe ich nun eine große, lange Stahlschraube mittig in eine Dachsparre reingeschraubt. Hält super.
      Die 1. Nacht darin war bequem, aber ich finde es schwierig (wenn die Isomatte eingeschoben ist), in die Hängematte zu kommen. Vorallem, weil ich ja noch in meinen Schlafsack rein muß. Außerdem bin ich im Laufe der Zeit weiter ans Fußende runtergerutscht, da ich doch nicht so gerade liege wie vorher angenommen. Überhaupt liege ich nicht ebener als in meiner TTTM, die für mich super bequem ist, da sie 3,30 m lang ist und ich nur 1,60 m groß bin. Also ein sehr gutes Verhältnis. Und, woran ich vorher nicht gedacht habe: mit Moskitonetz kann man seitlich nicht einfach aus der Hängematte heraus fassen, also z.B. an eine Stehlampe oder einen Wecker kommen, um sie/ihn auszuschalten....

      Kommentar


      • Mittagsfrost
        Mittagsfrost kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Wozu brauchst Du in der Wohnung ein Moskitonetz? Nimm's doch einfach ab und schon sind Lampe und Wecker wieder bedienbar.

      • Waldläufer70
        Waldläufer70 kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich glaube, das Moskitonetz ist bei dieser Hängematte nicht abnehmbar.

      • Waldläufer70
        Waldläufer70 kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        160cm in einer 320cm langen Hängematte ist purer Luxus. Vor einiger Zeit lag mein 140cm grosses Patenkind in meiner 335cm langen Hängematte. Da dachte ich: Viel flacher kann man in einer Hängematte nicht liegen.

    • #10
      ACHTUNG: Es kommt gelegentlich vor, dass einzelne Bezüge in den Formeln verstellt werden. Der Rechner spuckt dann völlig unsinnige Zahlen aus und bisweilen funktioniert auch die Grafikausgabe nicht mehr richtig. Ich habe zwar nur die Zellen mit den Parametern freigegeben, der Rest ist geschützt, das scheint aber die Tabelle nur bedingt vor unerwünschten Veränderungen zu schützen. Also meldet mir gerne, wenn euch etwas suspekt vorkommt, damit ich die Tabelle wieder mit einem Backup überschreiben kann. Vielen Dank!

      Kommentar


      • barfuß
        barfuß kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        @Mittagsfrost: normalerweise brauche ich in der Wohnung kein Moskitonetz. Da aber meine TTTM keins hat und ich die Hammocktent u.a. auch im Urlaub verwenden will, dachte ich, es wäre nicht schlecht eine Hängematte mit und eine ohne Moskitonetz zu haben. Und: hier in Karlsruhe, wo ich wohne, gibt es im manchen Sommern ganz schön viele Mücken....
        @Waldläufer: ja, leider kann man es nicht komplett abnehmen, nur öffnen. Falls ich auf Dauer doch genervt sein sollte (Mücken hin oder her) werde ich es vielleicht wirklich einfach unwiderruflich entfernen....

    • #11
      ja, leider kann man es nicht komplett abnehmen, nur öffnen. Falls ich auf Dauer doch genervt sein sollte (Mücken hin oder her) werde ich es vielleicht wirklich einfach unwiderruflich entfernen...
      barfuß: Vielleicht kannst du ja auch einen Reissverschluss einnähen (lassen). Zumindest wenn sich die Hängematte längerfristig als für dich ideal erweisen sollte, könnte sich das doch lohnen?

      Kommentar


      • barfuß
        barfuß kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        das ist vielleicht eine gute Idee. Im Moment bin ich noch am schauen, wie ich am besten drin schlafen kann. Mit Isomatte fehlt mir die punktgenaue Körperunterstützung meiner TTTM, aber ohne rutscht die HM, wenn ich auf der Seite liege etwas zusammen, so dass die Füsse tiefer sind als der Körper, was mir ungewohnt vorkommt. Das heißt also, dass ich bisher das Ideal noch nicht gefunden habe. Heute Nacht werde ich statt der Isomatte eine (längs) doppelt gelegte Bettdecke in das Mattenfach schieben und schauen, ob das gut ist.
        Falls die Hammocktent in Endeffekt zum Schlafen nicht bequemer ist als meine TTTM, dann werde ich sie im Urlaub bzw. unterwegs verwenden, wenn die Bäume zu nah zusammenstehen, um eine "normale" HM aufzuhängen.....
        Gruß, Charlotte
    Lädt...
    X