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Junges Mädchen von Baum in ihrer Hängematte erschlagen

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  • Junges Mädchen von Baum in ihrer Hängematte erschlagen

    Keiner kann in einen Baum hinein sehen.
    Manchmal passieren solche Unglücke.

    http://www.wsbtv.com/news/local/cobb...dent/524985350

    Reiseberichte Trekkingplätze Pfalz

  • #2
    Das ist tragisch und erinnert uns daran immer zu prüfen ob die Bäume "stabil" sind und ob tote Äste über uns hängen.
    In der Regel fallen die Äste und stürzen die Bäume ohne Vorwarung. Bei einem Spziergang mit Kindern habe ich erlebt wie aus heiterem Himmel eine tote Birke auf den Weg geknallt ist. Sie hat einen kleinen Jungen nur ganz kanpp verfehlt... Schock, glück gehabt!

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    • #3
      OMG zeigt leider auf sehr tragische Weise das die Gefahr immer besteht und oft unterschätzt wird. Auf den Malediven ist eine Kokosnuss knapp einen Meter hinter mir mit einem lauten Knall auf den Weg gefallen. Seit dem sehe ich Palmen auch mit ganz anderen Augen. Watch out!
      Never without my Hammock!

      Kommentar


      • #4
        Vor einem Jahr war ich in ein Projekt involviert, bei dem wir mit 16 Jugendlichen 16 Hängematten genäht haben. Für den Aufbau hatte ich eine Kurzanleitung verfasst. Nach einigem Abwägen habe ich mich dafür entschieden, als ersten Punkt die Überprüfung der unmittelbaren Umgebung mit aufzunehmen. Nach diesem Bericht bin ich gleich froh, dass ich diesen Punkt mit auf die Anleitung genommen habe. (Im Begleitbüchlein hatte ich sogar die Gewitterproblematik kurz angesprochen: exponierte Stellen, alleinstehende Bäume oder besonders hohe Bäume meiden. Bei Gewitter wenn möglich besser nicht draussen übernachten.)

        Vielleicht füge ich die Kurzanleitung am besten hier gleich nochmals bei:

        Hängematte aufbauen

        1) Sicherheit des Standorts überprüfen
        Gibt es tote Bäume in der Nähe?
        Gibt es tote Äste über der Hängematte?
        Gibt es spitze Gegenstände (Wurzeln, Äste, Steine) unter der Hängematte?


        2) Distanz zwischen den Aufhängepunkten ermitteln
        Schritte zwischen zwei Bäumen zählen

        3) Höhe der Aufhängepunkte bestimmen
        4 Schritte: auf Schulterhöhe
        5 Schritte: auf Augenhöhe
        6 Schritte: über dem Kopf

        4) Aufhängepunkte schaffen
        a) Baumgurte / Treehugger um den Baum führen
        b) Band möglichst gerade durch die Schlaufe führen!

        5) Hängematte aufhängen
        Hängematte an der Aufhängung befestigen.

        Achtung: Hängematte soll den Boden nie berühren!

        6) Sitzhöhe einstellen
        Hängematte auf Sitzhöhe einstellen (ca. 45cm)

        7) Aufhängewinkel überprüfen
        a) Beträgt der Winkel der Aufhängung etwa 30°?
        b) falls nötig korrigieren:
        • zu steiler Winkel:
          a) Baumgurt am Baum nach unten schieben
          b) Aufhängung verkürzen, bis Sitzhöhe korrekt
        • zu flacher Winkel:
          a) Band am Baum nach oben schieben
          b) Aufhängung verlängern, bis Sitzhöhe korrekt


        Wichtig: Vor dem Absitzen in die Hängematte...
        => Überprüfen, ob alles richtig eingehängt ist!

        => Schuhe aus und Hängematte geniessen!
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 22.05.2017, 17:52.

        Kommentar


        • Baumkind
          Baumkind kommentierte
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          Waldläufer70 Aus eigener Erfahrung würde ich gerne noch ergänzen:

          #1 Prüfen, ob spitze Gegenstände unter der Hängematte liegen (z.B. irgendein Stück abgesägtes, an sich schon halb vermodertes Stück Baum mit spitzen Aststümpfen).
          Warum? Weil ich so ein Teil mal weggeräumt hatte, bevor ich mich in die Hängematte legte und dann nach einer geraumen Zeit runter plumpste.

          #2 Prüfen, ob Knoten wie z.B. Mastwurf, Kreuzknoten RICHTIG gemacht wurden.
          Warum? Weil ich, wenn ich #1 nicht beachtet hätte, mich böse verletzt hätte. Ich mache mit meinem super-langen Gurtband einen Mastwurf um den Karabiner. Einmal habe ich mich wohl vertan, der Mastwurf drehte den Karabiner unter Last, und plötzlich wurde der Karabiner vom Gurtband aufgedrückt, alles wickelte sich ab, und ich lag dort, wo zuvor das Baumstück lag.

          Fazit: Weil ich #1 richtig gemacht hatte, hatte mich das Nicht-Beachten von #2 vor größerem Schaden bewahrt.

          Außerdem gucke ich immer mal auf den Zustand der verwendeten Seile, Treehugger, Gurtbänder: Sind sie schon durchgeschlissen?

          Es passiert immer mal, wenn man im Dunkeln aufbaut, oder beim Aufbau abgelenkt wird, dass man nicht so genau hinsieht. Deshalb habe ich mir angewöhnt, die Hängematte möglichst nicht zu hoch aufzuhängen und darauf zu achten, dass ich mir nicht den Schädel einschlage, wenn ich doch mal runter fallen sollte. 'Ne halbe Hand über'm Boden ist ja auch über'm Boden.


          Das Baumkind

        • Waldläufer70
          Waldläufer70 kommentierte
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          Danke für deine Hinweise. Das sind alles auch ganz wichtige Tipps. Die nehme ich oben gerne noch mit drauf. Oft wird ja gesagt, dass bei der Hängematte im Gegensatz zum Zelt die Bodenbeschaffenheit unwichtig sei. Das stimmt nur, solange man hängt. Wenn etwas schief geht, bin ich persönlich ebenfalls froh, wenn ich nicht auf einem spitzigen Ast oder Stein lande. Deshalb hänge ich dort lieber nicht, oder räume störende Gegenstände wenn möglich auch weg.

          Dein zweiter Punkt steckt quasi in meiner Schlussbemerkung drin ("Wichtig"). Auf das, was für unsere Aufhängungen wichtig war, hatte ich im "Aufhängekurs" zusätzlich hingewiesen. Natürlich ist das keine Garantie, dass nun alle ihre Hängematte auch ein Jahr später noch korrekt aufhängen. Im Büchlein steht alles Wichtige drin. Auch dass man das Material regelmässig auf Abnützungserscheinungen überprüfen sollte.
          Zuletzt geändert von Waldläufer70; 22.05.2017, 17:54.

        • herrleonhardt
          herrleonhardt kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Ein wertungsfreier Kommentar an dieser Stelle.
          Mir hat man mal beigebracht, wichtige Verbindungen möglichst simpel und "vergess und unter Stress falsch mach sicher" zu machen... so ein Mastwurf... ist prinzipiell kein schwerer Knoten... aber auch ich habe beim Klettern schon live erlebt wie sich nach Übermüdung jemand "vertut".
          Vorsicht ist besser als... ok, bevor ich noch 5Mark ins Frasenschwein packen muss...
          Passt schon bei der Planung auf euch auf!
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