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Revierförster empfiehlt Übernachtung im Wald

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ID: 46409

    Hier der Artikel aus der Ostseezeitung von heute
    Zuletzt geändert von vonLieven; 11.05.2018, 09:41.

  • #2
    Okay, beim Projekt "ZiSch" machen ja die Schüler die Beiträge und für das Frage-Antwort-Spiel musste bestimmt auch radikal gekürzt werden, um dem eingeplanten Zeichen gerecht zu werden. Und der interviewte Förster wollte bestimmt auch positiv und motivierend auf die gestellten Fragen antworten. Aber ich denke, dass es noch eines Satzes bedurft hätte, der die rechtlichen Bedingungen zur Waldübernachtung anreißt. Zumindest, dass es (offiziell) einer Erlaubnis des Försters bedarf (hier also des Interviewpartners). Also, so formal jetzt, im Kontext einer offiziellen Veröffentlichung im Rahmen einer Jugendseite einer Regional-Printausgabe mit relativ hoher Verbreitung.

    In Meckenburg-Vorpommern ist das Waldgesetz ja noch ganz Deutschland-Standard, aber in Schleswig-Holstein ist laut §17.1 sogar "das Betreten in der Zeit von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang (Nachtzeit) auf Waldwege beschränkt." Im beiden Ländern ist die Regelung bzgl. des Biwakierens auch strenger als z.B. in Brandenburg. Da klingt es ja schon fast wie in Skandinavien, wenn man sich mit seiner Muskelkraft zu Lande oder zu Wasser fortbewegt und es nicht mehr die letzten Kilometer vor Sonnenuntergang zum nächsten Campingplatz schafft, wohl tatsächlich kurzfristig biwakieren darf.

    Nicht, dass die Kiddies im frisch gefällten Bushcraft-Shelter durchdrehen und mit der nachgebauten Feder von youtube auf Wildschweinjagd gehen, um dieses dann am Lagerfeuer zu grillen
    Innere Betrachtungen anzustellen ist viel interessanter als Fernsehen, und es ist eine Schande, daß nicht mehr Menschen darauf umschalten. (Robert M. Pirsig: "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten")

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    • #3
      Zitat von Furbrain Beitrag anzeigen
      Nicht, dass die Kiddies im frisch gefällten Bushcraft-Shelter durchdrehen und mit der nachgebauten Feder von youtube auf Wildschweinjagd gehen, um dieses dann am Lagerfeuer zu grillen
      Da wäre ich sofort dabei
      Gruß vom Captain, YARRR!

      Kommentar


      • vonLieven
        vonLieven kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich glaube, die Gefahr für die Wildschweine würde nur darin bestehen dass die sich totlachen

    • #4
      Zitat von Furbrain Beitrag anzeigen
      In Meckenburg-Vorpommern ist das Waldgesetz ja noch ganz Deutschland-Standard,
      Eben, zum Glück ist in Deutschland alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist (Artikel 2 Grundgesetz). In Mc Pomm gibt es das ausdrückliche Recht für alle, sich im Wald zum Zwecke der Erholung aufzuhalten. Im LandesWald-Gesetz finden sich nur die üblichen Verbote (Zelten, Wohnwagen, Kraftfahrzeug, Feuer machen Abfälle ablagern und so weiter) . Auf dem Boden in einem Biwak zu schlafen oder eine Hängematte aufzuhängen fallen jedenfalls nicht darunter ; auch ist das Betretungsrecht nicht zeitlich beschränkt
      Zuletzt geändert von vonLieven; 11.05.2018, 12:06.

      Kommentar


      • Mittagsfrost
        Mittagsfrost kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Da kann man nur hoffen, dass der Förster (und eventuell der Richter) den Unterschied zwischen einem Biwaksack und Zelt kennt und nicht auch das Tarp als Zeltkonstruktion ansieht.

      • Baumkind
        Baumkind kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Hängematte ist meines Wissens nicht definerter Graubereich im Ermessen derer, die es zu beurteilen haben.

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