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Erfahrungsbericht eines Neulings

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  • Erfahrungsbericht eines Neulings

    Hallo,

    wie angekündigt traf letzte Woche die DD Hammock Frontline inkl. Suspension-Kit und Under-Quilt direkt aus England bei mir ein. Als absoluter Neueinsteiger habe ich viel in den diversen Foren gelesen und auch einige Videos auf Youtube angesehen.

    Ok, also ausgepackt und zuerst die originalen Bänder der Hammock entfernt und durch die Whoopie-Slings ersetzt. Dies funktionierte relativ gut, um die Slings durch die Matte zu fädeln habe ich die Stange des Moskitonetzes benutzt. Karabiner eingehangen, fertig. Den Sleeve anschließend über die Matte zu ziehen war sehr mühselig (im Gegensatz dazu geht es sehr leicht und schnell wenn die Matte hängt).

    Raus in den Garten, Tree-Hugger um unseren alten Kirschbaum, Karabiner rein, zur anderen Seite, Ups, kein 2.Baum vorhanden ;-). Also erstmal Schlagbohrer geholt und einen Haken an der gegenüberliegenden Stützwand montiert.
    Matte hängt, aber nicht wirklich Waagerecht. Ok, die Einstellung funktioniert mit diesen Whoopie-Slings, klappt super wenn man den Bogen raushat. Irgendwo las ich, dass man die Frontline mehr spannen soll als andere Matten und man eben gerade so mit den Füßen den Boden berühren sollte.
    Das sah gut aus, aber das Moskitonetz muss ja irgendwie noch befestigt werden, dazu braucht man wohl eine Firstschnur. Wieder rein, Paracord geholt, die eine Seite wieder um den Baum, auf der anderen Seite oberhalb des Hakens an den Zaun. Hm, Topsegelschotstek hatte ich doch gelernt, wieso hält der jetzt nicht auf Zug? Zum Glück ist im Garten wlan, nach dem erneuten Ansehen eines Tutorials auf YouTube funktionierte auch der Topsegelschotstek und die Schnur war super unter Spannung.
    Jetzt konnte ich das Moskitonetzt an die gespannte Schnur anhängen (mit kleinen Karabinern an Gummiseilen) und war im Grunde fertig mit dem Aufbau.
    Beim anschließenden Probeliegen war ich sehr vorsichtig, so ganz traute ich dem Haken nicht, aber alles war fest und ich konnte mich reinsetzen. Wenn man sich hinlegt, gerät die Matte ganz schön ins Schaukeln, daran muss man sich erst mal gewöhnen.
    Sehr gemütlich, aber es könnte etwas wärmer sein.

    Wieder raus aus der Matte und den Under-Quilt ausgepackt. Haptik wie ein dünner Schlafsack, schön weich und bereits mit Gummibändern und Karabinern ausgestattet. Das montieren geht schnell und einfach. Die Karabiner werden an den Stirnseiten an die Whoopies eingehangen und die Seiten an die Firstschnur. Anschließend noch die Gummizüge an den 4 Seiten zuziehen und das Ding schmiegt sich an die Matte.

    Beim folgenden Probeliegen bin ich dann 2 Stunden eingenickt, passt also :-)

    Das Tarp werde ich nächstes Mal ausprobieren, der Aufbau hat so schon ziemlich lange gedauert. Abends hatte ich alles nochmal aufgebaut, um es meiner Frau zu zeigen, das ging schon viel schneller.

    Auf dem Foto sieht es noch etwas chaotisch aus, da die Schnüre zu lang waren und der UQ verrutscht ist.

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: Hammock01.jpg Ansichten: 1 Größe: 3,6 KB ID: 32797


    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: image_3610.jpg
Ansichten: 1
Größe: 6,3 KB
ID: 32796



    Grüße
    Andreas
    Zuletzt geändert von Morti75; 06.06.2017, 11:03.

  • #2
    Ein sehr schön geschriebener Erfahrungsbericht! An manchen Stellen mußte ich schmunzeln, weil ich seinerzeit Ähnliches erlebt habe. Irgendwie beruhigend, wenn man sich in Anfängerberichten wiedererkennt. Die erlebten Probleme, Bedenken und Fehler, aber auch Erfolgserlebnisse scheinen einem objektiven Naturgesetz zu gehorchen.
    Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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    • #3
      Zwei Stunden eingenickt... läuft!
      Funktionstest bestanden.

      Wenn Du mit dem Herausziehen des original Bandes/Schnur der HM gleich die Whoopiesling mit einziehst, sie miteinander verknotest,
      dann erspart man sich die Fummelei.
      Das mit dem Sleeve oder Snakeskin ist nur einmal so. Wenn das drüber gezogen ist, gehts super einfach.
      Reiseberichte Trekkingplätze Pfalz

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      • #4
        Schreib' lieber nicht zu laut, dass du die Hängematte "direkt aus England" bestellt hast. Die Schotten mögen es nicht so, wenn man ihr Land mit England gleichsetzt.

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        • #5
          Schöner Bericht.
          Noch ein kleiner Tip, wenn Du den Whoopisling durch die Matte ziehst, kann bei Regen Wasser über die Schnur in die Matte laufen. Am besten ist es, wenn Du das so auftrennst, das kurz vor der Matte ein Metallring oder ein Karabiner sitzt. Dann bleibt es trocken. Ich habe bei meine Clark Matte einen großen Alukarabiner direkt durch den Tunnelzug gefädelt. Eine Dripline hilft aber auch schon.
          Viel Spaß beim Abhängen
          Klaus

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          • Mittagsfrost
            Mittagsfrost kommentierte
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            In Ergänzung zum von Klaus gesagten schenke ich Dir noch einen Link zu einem passenden englischsprachigen Artikel zum Thema.

          • kusali108
            kusali108 kommentierte
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            Ich war auch gerade auf der Suche nach einem Link. bin dann aber bei der Suche hängen geblieben. Aber jetzt ist ja alle gut.

        • #6
          Da hast Du Neuling absolut Recht mit den Whoopie Slings und Regen.
          Da kann man erst mal einen kurzen Dogbone nehmen, dann einen Karabiner, den von Dutch z.B. und dann erst die Whoopie Sling.
          Reiseberichte Trekkingplätze Pfalz

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          • kusali108
            kusali108 kommentierte
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            So habe ich das auch an meiner DD. An der Clark habe ich das halt wie oben beschrieben gemacht. Das hat sich schon vielfach bewährt.
            Ich bin zwar hier im Forum ein Neuling, aber schlafe schon seit Jahren outdoor in Hängematten. Demnächst werde ich auch eine indoor-Matte in Angriff nehmen

          • Bernd Odenwald
            Bernd Odenwald kommentierte
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            Leicht anderes Setup da kein Regen, aber wird lohnenswert!
            Habe mein Bett vor kurzem verschenkt und schlafe seit fast einem Jahr indoor in einer TTTM King Size.
            Viel zu oft und zu lange.

        • #7
          Danke für Eure Antworten!

          Über Wasser, das an der Whoopie entlang läuft habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, Danke für den Hinweis. Wenn ich das richtig verstanden habe, benötige ich lediglich eine Drip-Line, welche an der Whoopie befestigt wird (unterhalb des Tarps liegend). Ist das so?

          Die erste Übernachtung soll nächste Woche im Elsass statt finden, also noch etwas Zeit zum ausprobieren.
          Grüße
          Andreas

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          • #8
            Ja, du kannst z.B. Ersatzschnürsenkel dafür verwenden. Ein Teil des Wassers wird zwar bereits dem losen Ende entlang abfliessen, falls dieses unter dem Tarp liegt. Aber eine zusätzliche Tropfleine kann nicht schaden. Und Ersatzschuhbänder können nie schaden.

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            • #9
              Hallo,

              um das hier noch zum Abschluss zu bringen und evtl. andere Neulinge vor Fehlkäufen zu bewahren:

              die DD Frontline war bzw. ist an sich bequem um darin zu lesen oder gemütlich abzuhängen. Um darin zu schlafen hat sie mir nicht getaugt, ich habe es mehrfach versucht und so gut wie kein Auge zugetan. Das ich es nicht gewohnt bin, hat sicherlich auch damit zu tun, aber der Hauptgrund ist wohl die Hängematte (zu kurz, zu eng). Jedenfalls hatte ich ja auf dem Forumstreffen genug Testmöglichkeiten und meine Frau und ich haben uns für 90 Grad Matten entschieden. Meine Tochter ist mit einer TTTM Double glücklich und schläft sogar Zuhause darin ;-)

              Fazit: erst mal bei den alten Hasen gucken, testen und sich die Tips zu Herzen nehmen!

              Grüße
              Andreas

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              • #10
                Ein wirklich schöner Bericht, Morti, die meine Erfahrungen mit der DD Frontline nahezu zu 100% bestätigen: Zum abhängen okay, zum wirklichen schlafen einfach zu kurz! Und sobald man einmal in einer längeren Matte gelegen hat, ist die DD plötzlich längst nicht mehr so gemütlich...

                Wie ist dein bisheriger Eindruck vom DD Underblanket (UQ)?
                Meiner Meinung nach ist er für den Sommer okay (wenn man nicht auf's Gewicht achtet), allerdings ab ca 12 Grad wird es recht frisch...

                Besten Gruß
                Tobi

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                • #11
                  Zitat von Carto Beitrag anzeigen
                  Wie ist dein bisheriger Eindruck vom DD Underblanket (UQ)?
                  Meiner Meinung nach ist er für den Sommer okay (wenn man nicht auf's Gewicht achtet), allerdings ab ca 12 Grad wird es recht frisch...

                  Normalerweise ist es bis -5°C einsetzbar. Bist Du Dir sicher, daß Du es richtig abgespannt hast? Wenn Spalte zwischen Hängematte und Underquilt bleiben, durch die die warme Luft entweichen kann, wird es schnell frisch an den Rücken.
                  Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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                  • #12
                    Mittagsfrost: Bis ca 8 Grad war es noch auszuhalten, danach fand ich es echt zu kühl. Ob ich es 100ig richtig abgespannt habe, kann ich Dir nicht sagen. Allerdings war es in der Nacht auch recht windig...
                    Es mag sein, dass man den UQ - mit ausreichend Erfahrung - auch bis -5°C einsetzten kann; ich persönlich würde bei dieser Temperatur jedoch nicht auf den Quilt vertrauen.
                    Aber jeder schläft ja bekanntlich wärmer/kälter

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                    • #13
                      Zitat von Carto Beitrag anzeigen
                      Ein wirklich schöner Bericht, Morti, die meine Erfahrungen mit der DD Frontline nahezu zu 100% bestätigen: Zum abhängen okay, zum wirklichen schlafen einfach zu kurz! Und sobald man einmal in einer längeren Matte gelegen hat, ist die DD plötzlich längst nicht mehr so gemütlich...

                      Wie ist dein bisheriger Eindruck vom DD Underblanket (UQ)?
                      Meiner Meinung nach ist er für den Sommer okay (wenn man nicht auf's Gewicht achtet), allerdings ab ca 12 Grad wird es recht frisch...

                      Besten Gruß
                      Tobi
                      Danke,

                      naja, das Underblanket hatte ich in Mengerschied dabei, da waren es nicht weniger als 10 Grad in der Nacht. Gefroren habe ich nicht, aber ein Urteil zur Tauglichkeit bei niedrigen Temperaturen kann ich nicht abgeben. Ansonsten macht es einen guten Eindruck, Haptik und Qualität passen (Preisleistung).

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                      • TreeGirl
                        TreeGirl kommentierte
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                        Angeblich waren es 6°C in der kältesten Nacht. Ich habe die Nacht nur mit einer zusätzlichen Evazote überstanden

                      • Morti75
                        Morti75 kommentierte
                        Kommentar bearbeiten
                        ok, dann war es doch kälter als ich dachte bzw. sich anfühlte. Ich hatte meinen Carinthia Tropen aber auch ganz zu gezogen.....

                      • Konradsky
                        Konradsky kommentierte
                        Kommentar bearbeiten
                        Eine Nacht hatte wir die 6,2°C. die anderen Nächte waren wärmer.
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