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Afterwork hammocking

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    Afterwork hammocking


    Warum immer die lange geplante Tour! Der lang geplante Urlaub?


    Es geht auch spontan, Rucksack packen und los geht's…..


    Natur genießen!


    Lass mich in den letzten Monaten immer mal wieder zu solchen spontanen “Overnightern” hinreißen.


    Gesagt getan,

    17:00h sonnig der Frühling scheint endlich zurück zu sein. der Wetterbericht verspricht Gutes, Nachts 15 Grad

    Sonnenuntergang ca. 21:00h


    “Yeah” die Wintertüte kann Zuhause bleiben und das erste Mal im Jahr kommt der Sommerschlafsack ins Gepäck.


    MEHR PLATZ WENIGER GEWICHT


    Was mir sehr entgegen kommt!


    Und da ich in letzter Zeit mehr Trekkingtouren gemacht habe

    entscheide ich mich kurzerhand für eine bushcraftige Tour.


    Frische Lebensmittel kommen ins Gepäck

    Wie geil ist dass denn!

    Eier Speck,......

    VERDAMMT

    Fleisch nur noch gefroren Zuhause,

    da fallen mir die leckeren “Spinat Bratwürste“ vom Metzger ein. Der Plan steht.


    Feuer im Wald? Was ich doch sonst immer tunlichst vermeide.


    Verdammt geil wäre es schon!


    Da fällt mir der alte verlassen Steinbruch ein ca. 2 Stunden Fußmarsch entfernt.

    Meine Entscheidung fällt! Hobo und leichtes Kochset bleiben Zuhause. Stattdessen Bratpfanne, Klappsäge….



    Die Axt?


    Nein man muss es ja nicht gleich übertreiben und so bleibt sogar noch Platz für ein kühles blondes ohne das ich mich gleich zum Packesel mach.


    17:40h Los geht's


    17:45h Metzger - check


    18:05h Reset your Mind


    Die ersten Meter im sonnendurchfluteten Wald. Das satte Grün des wieder geschlossen Blätterdachs verzaubert mich im Frühling jedes Jahr aufs Neue.

    Die schnelllebige Welt bleibt hinter mir, der ganze alltägliche Stress fällt ab.


    In der zauberhaften Abendsonne laufe ich nach einigen Metern auf Forstwegen nun auf verschlungenen Pfaden leicht ansteigend den Berg hinauf.


    Jetzt fühle ich mich angekommen.


    Der Wald die Natur gibt einem so viel!!!!!


    Meine Gedanken nach Zunder werden kurzweilig von einer Gruppe Mountainbiker gestört die mit einem Affenzahn den Berg hinunter rasen. Sich aber freundlich bedanken dass ich Ihnen den Weg frei mache. So kann ein Miteinander funktionieren.


    Immer noch weit und breit keine Birke in Sicht, da entdecke ich endlich eine

    und nicht weit entfernt noch ein paar gefällt Birken was mein Bushcrafter Herz natürlich höher schlagen lässt.


    Zunder - CHECK


    Angekommen am Steinbruch bemerke ich das hier auch einige Birken stehen. Warum ist mir dies nicht im Winter schon aufgefallen als ich das letzte mal diese Route gelaufen bin?

    Aber mir war nichtmal in Erinnerung wie sehr sich die Natur hier alles zurückerobert hat.


    Ich steh vor dichtem Bewuchs und bahne mir den Weg in Richtung einer von der Abendsonne rot strahlenden Sandstein Ecke.


    Fehlanzeige auch wenn hier eine wundervolle Lichtstimmung herrscht fehlen mir hier die passenden Baumabstände also zurück zum Weg. Von hier sieht die gegenüberliegende Ecke noch dichter bewachsen aus, ach was solls ich beschließe meinen Rucksack abzulegen und mich mal umzuschauen.

    Auf dem Weg fällt mir auf dass es hier deutlich kühler ist.

    Hinter einem Hügel aus Schutt mit dichtem Bewuchs entdecke ich eine sehr idyllisch Ecke gesäumt von ein paar Bäumen und großen herausgebrochene Sandsteinquadern die prima Sitzgelegenheiten abgeben.


    Das Smartphone gezückt und wie immer erstmal ein Blick auf die Kompass App, sogar die Ost Ausrichtung passt. Oh Yeah aufstehen mit Morgensonne! Was will man mehr?


    Schnell noch die Baumabstände … 6m Perfekt!


    Setup aufbauen…..


    ach mein Rucksack…


    Also nochmal mal kurz zurück, nach kurzer Zeit steht bzw. hängt mein Lager und ich freue mich wie schnell mir das mittlerweile von der Hand geht.


    Erstmal probeliegen, beim Blick nach oben frage ich mich ob sieben Meter Abstand zur Felswand mich ausreichend vor herabfallenden Felsbrocken schützen? Sicher bin ich mir da nicht, aber das Leben ist zu kurz um sich zu viele Gedanken zu machen.

    Mein Schutzengel ist ein Workaholic also wird er auch hier einen guten Job machen.

    Und so genieße ich einfach den Moment im hier und jetzt und nehme Abstand von irgendwelchen Eventualitäten.


    20:30h

    Langsam wird es düster, und leider fällt es mir mal wieder schwer einfach mal kurz nichts zu tun. Und so richte ich erstmal mal eine Feuerstelle her und sammel das ausreichend herumliegende und wunderbar trockene Feuerholz ein.

    Die Säge hätte ich mir sparen können die kleinen Stöcke breche ich mit der Hand und die dickeren lassen sich hier prima über die hier herumliegenden scharfkantigen Felsbrocken zerteilen.


    21:15

    Ein Dreibein für die Kochutensilien, und viel zu viel Feuerholz später ist es leider immer noch nicht dunkel genug um mein mit Birkenrinde garniertes Feuer zu entzünden.


    21:30

    Endlich ist es dunkel genug und die Rauchschwaden wird niemand mehr sehen. Eins, zwei, drei……...zehn strikes mit dem Feuerstahl später und die angeraute Birkenrinde brennt.

    Immer noch nicht so schnell wie in den geschnittenen Videos auf Youtube aber es brennt. *g*


    Wird auch Zeit mein Magen knurrt und da meine “Lagerfeuer Koch Skills” noch ausbaufähig sind gibt es etwas zeitversetzt erst Eier mit Speck und danach die leckeren Würstchen.

    Was höre ich da in der Ferne, wieder ein rascheln von einem Mäuschen?


    Dabei bin ich doch noch immer traumatisiert von meiner letzten Tour.

    Hoffentlich ist sie mir freundlich gesinnt und hat nicht das Bestreben wieder die ganze Nacht eine Party unter meiner Hängematte zu veranstalten wie zuletzt erlebt auf besagter Tour.


    Die Flammen lodern und ich genieße die letzten Schlücke aus meinem mitgebrachten und noch halbwegs kühlen Bier.


    Der Blick ins Feuer fasziniert mich schon seit ich denken kann ein besseres Abendprogramm gibt es wohl kaum und ich freue mich dass ich mich seit langem mal wieder für ein Lagerfeuer entschieden hab.


    Meine Gedanken schweifen ab, und mir wird wieder bewusst mit wie wenig man hier draußen Glücklich ist. Ich denke zurück an die letzte Tour wie die Temperaturen plötzlich stark gesunken sind und wie glücklich mich nur ein warmes Getränk gemacht hat.

    Hier draußen sind es nur die essenziellen Dinge die wirklich zählen in unserem modernen “höher schneller weiter” Alltag merken wir oft gar nicht mehr wie gut es uns eigentlich geht.


    Ein wohliges Gefühl kommt in mir auf und ich bin dankbar, dankbar für den Moment, dankbar für die lieben Menschen die mich umgeben und ich beschließe nochmal mein “Mobilfunk Steinbruch Exil” für einen kurzen Moment zu verlassen um meinen lieben Zuhause einen Gruß aus der Natur zu senden.


    23:00

    Das Lagerfeuer ist fast abgebrannt. Es wird Zeit mein fünf Sterne Zimmer zu beziehen ach was sag ich “am Himmel sind hunderte wenn nicht tausende zu sehen “ Das Tarp bleibt heute Nacht im Standby Modus. Und so lieg ich nun mit einem leichten Grinsen im Gesicht und genieße in dieser warmen Nacht den Blick in die Sterne.

    Meine letzten Gedanken kreisen um die bequemste Hängematte der Welt und ich falle ins “Koma”!



    00:05

    Ja sie war nochmal da,kurz nach zwölf.


    Erst ein kurzes Rascheln dann wieder und es kommt immer näher und das obwohl ich beim Essen wieder peinlich genau darauf geachtet habe das bloß keinerlei Krümel oder sonstiges eine Maus auf den Plan rufen kann.

    Doch dieses kleine Wesen will mich wohl wieder um meinen wohlverdienten Schlaf bringen.


    Aber es kam anders.


    Diesmal hab ich gewartet bis sie ganz Nah war und hab erst dann meine Taschenlampe eingeschaltet.


    Volltreffer!

    Sie sitzt bewegungslos genau vor mir und schaut mich mit ihren putzigen Augen an.

    Es vergeht bestimmt eine Minute in der ich ihr imaginär versuche zu vermitteln dass es hier nichts zu holen gibt und Sie sich doch bitte woanders umschauen soll *g*

    Kurz darauf sehe ich eine Maus so schnell die Felswand hoch flitzen wie ich es zuvor noch nie gesehen habe. Wow hätte nicht damit gerechnet kurz vor dem einschlafen noch eine Maus beim Speed Climbing zu beobachten und da ist es wieder das leichte grinsen und ich schlafe ein.



    7:30

    Ich werde nach einer wunderbaren Nacht von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Hier nochmals vielen Dank an Christian von Dendronaut Outdoor Hammocks für die wohl bequemste Hängematte der Welt


    9:00

    Ich sitze auf einer Bank am Waldrand und die Sonne scheint mir ins Gesicht und die fucking Moral von der Geschicht die gibt es nicht *g*


    The End



    Aber wenn ich mit diesem kleinen Erlebnisbericht nur einen davon überzeugen kann das in unserem meist durch und durch geplanten Leben auch mal spontan Zeit ist für ein kleines Abenteuer dann hat dieser Text seinen Zweck schon erfüllt. Die perfekte Symbiose zwischen Natur und Hängematte ist den meisten die sich hier rumtreiben wahrscheinlich ja sowieso schon bekannt.


    Viel Spaß in der Natur!


    LG Kai

    Never without my Hammock



    Never without my Hammock!

  • #2
    Never without my Hammock!

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    • #3
      Da hast Du ja gerade noch Glück gehabt. Ich wollte schon rumnörgeln "So ein schöner Bericht und keine Fotos!"
      Aber auch ohne Fotos kommt die Stimmung gut rüber. Wenn's am schönsten ist, vergißt man meist alles um sich her, vor allem die Knipserei.
      Gib niemals auf! Wenn Du am Boden liegst - steh auf! Repariere die Aufhängung und leg Dich wieder in die Hängematte!

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      • #4
        Schön geschrieben.
        Habe selbst Bilder gerendert auf meiner Onboard Grafikkarte.
        In 3D und 4k. War geil.

        Einfach raus und machen!
        Net viel überlegen.
        Wenn man nicht gerade ein Tag vom Auto weg ist, kann man auch mal was vergessen oder weg lassen.
        Es kann einem im deutschen Wald ja nix passieren außer dass man entspannt wieder raus kommt.
        Zurück zu den Wurzeln. Den Baumwurzeln.
        Reiseberichte Trekkingplätze Pfalz

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        • #5
          Ganz toller Bericht. Danke!

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