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Warbonnet Tarp Nutzer: Probleme mit undichten Panel Pulls?

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  • Warbonnet Tarp Nutzer: Probleme mit undichten Panel Pulls?

    Bei mir hat sich ein Warbonnet Thunderfly-Nutzer gemeldet weil die Panel Pulls bei Regen wohl ziemlich stark geleckt haben. Das betreffende Thunderfly ist aus 20D Silpoly und nagelneu. Die Panel Pulls wurden nicht mit Silikon abgedichtet. Nachdem ich bei meinen Warbonnet Tarps (alle aus 30D Silnylon) mit Panel Pulls noch nie Probleme hatte, wäre ich am Feedback anderer Nutzer interessiert. Ich vermute, dass es nicht in erster Linie am Material liegt, sondern an anderen Faktoren wie Abspannwinkel, Nutzung der Panel Pulls, Tarpspannung, Regenstärke, Regenwinkel, Regenschutz durch die Umgebung u.a.

    Hat jemand Probleme mit undichten Pull-Outs gehabt? Vor oder nach dem Abdichten? War das Tarp aus Silnylon oder Silpoly? Wie war das Tarp aufgebaut? Welche Art von Hängematte wurde benutzt? Konnte das Problem behoben werden?

    Auch interessant wäre es von Nutzern zu hören, die keine Probleme mit leckenden Pull-Outs hatten. Und es wäre gut zu wissen um was für ein Tarp es sich handelt; welches Material; welcher Hängemattentyp; wie häufig das Tarp bei Regen genutzt wurde - und was euch sonst noch erwähnenswert erscheint.

    Danke!

  • #2
    Sind "Panel Pulls" die seitlichen Abspannpunkte ?

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    • Waldluft
      Waldluft kommentierte
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      Panel kann man mit "Fläche" übersetzen.
      Also etwas, das an der Fläche zieht.

  • #3
    Hallo TreeGirl!

    Specs:

    - Tarp: Warbonnet Thunderfly 30d polyester Bushwack camo
    - Panel Pulls (noch) nicht mit Silikon abgedichtet.
    - Abspannwinkel im Vergleich mit den Fotos zum Tarp auf der Warbonnet Homepage im eher spitzeren Winkel (Seiten unter 90° von der Ridgeline); siehe Foto
    - benutzte Hängematte: BB XLC

    Ja, bei mir ist bei mittlerem Schneeregen und Seitenwind Mitte Dezember die Feuchtigkeit durch die Nähte der nicht abgespannten Panel Pulls auf der wetterzugewandten Seite gekommen und als kleines Rinnsal zu Boden gegangen. Das hat mich nicht weiter gestört, da ich beim Hängen keinen Kontakt zur Plane hatte und der Wind die Seite nicht an die Hängematte gedrückt hat. Erst durch bewusstes Abtasten der Plane ist es mir aufgefallen.

    Im Oktober bei den ersten Tests habe ich in der Hängematte liegend das durchscheinende Sonnenlicht durch alle Nahtlöcher des innerhalb liegenden Panel-Pull-Stoffes durch die Innenseite des Thunderfly gesehen. Es erschien mir in dem Augenblick so, als ob die Nadel etwas dick gewesen wäre, die zum Nähen der Panel Pulls genutzt wurde und das Gewebe verdrängt hätte.

    Bisher hatte ich von einer Verdichtung der Löcher mit Silikon Abstand genommen, da ich das Prozedere mittlerweile bei den Nähten von zwei Zelten durchgemacht habe aber das Ergebnis mir ästhetisch nicht zusagt und die getrocknete Paste immer noch beim Einpacken und lägerem Lagern zusammenbackt. Bei den Zeltnähten war es notwendig, beim Thunderfly hatte ich mich dann doch entschieden, es erst einmal ohne zu probieren. Wenn ich die Nähte doch abdichten sollte, dann mache ich es (im Gegensatz zu den Zelten) wahrscheinlich von innen, d.h. ich werde die Löcher durch das schwarze Nylonband mit Silikonpaste verdichten. Das war glaube ich auch die Empfehlung von Brandon auf der Homepage. Andere Quellen sagen allerdings, dass das Silikon an den Bänder selbst nicht so gut haftet wie auf dem Silnylon selbst und sogar droht beim Anfassen wieder abzuribbeln
    Innere Betrachtungen anzustellen ist viel interessanter als Fernsehen, und es ist eine Schande, daß nicht mehr Menschen darauf umschalten. (Robert M. Pirsig: "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten")

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    • #4
      Zitat von Boob Beitrag anzeigen
      Sind "Panel Pulls" die seitlichen Abspannpunkte ?
      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: panel-pulls.jpg
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Größe: 238,2 KB
ID: 43241

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      • #5
        Zitat von Furbrain Beitrag anzeigen
        Es erschien mir in dem Augenblick so, als ob die Nadel etwas dick gewesen wäre, die zum Nähen der Panel Pulls genutzt wurde und das Gewebe verdrängt hätte.
        Das meinte der andere Nutzer auch. Ich vermute, dass die Tarps mit Mara 70 genäht werden, wofür einfach eine dicke Nadeln nötig ist. Wahrscheinlich könnte man die Panel-Pulls mit einem dünneren Faden und folglich einer dünneren Nadel nähen, weil weniger Zug darauf ist, aber das macht die Produktion unnötig kompliziert und teuer. Deshalb kann ich nachvollziehen, dass Warbonnet das nicht macht. Ich halte es auch für fraglich, ob kleinere Löcher kein Wasser durchlassen.

        Zitat von Furbrain Beitrag anzeigen
        Bisher hatte ich von einer Verdichtung der Löcher mit Silikon Abstand genommen, da ich das Prozedere mittlerweile bei den Nähten von zwei Zelten durchgemacht habe aber das Ergebnis mir ästhetisch nicht zusagt und die getrocknete Paste immer noch beim Einpacken und lägerem Lagern zusammenbackt. Bei den Zeltnähten war es notwendig, beim Thunderfly hatte ich mich dann doch entschieden, es erst einmal ohne zu probieren. Wenn ich die Nähte doch abdichten sollte, dann mache ich es (im Gegensatz zu den Zelten) wahrscheinlich von innen, d.h. ich werde die Löcher durch das schwarze Nylonband mit Silikonpaste verdichten. Das war glaube ich auch die Empfehlung von Brandon auf der Homepage. Andere Quellen sagen allerdings, dass das Silikon an den Bänder selbst nicht so gut haftet wie auf dem Silnylon selbst und sogar droht beim Anfassen wieder abzuribbeln
        Ja, die Sauerei ist einer der Gründe warum ich meine Tarps nicht abgedichtet habe. Und wenn Wasser durchkommen würde, würde es mich nicht stören weil ich eine Gathered End nutze und nur selten im Porch Mode abspanne (bei Regen schon gar nicht).

        Meine letzte Abdicht-Aktion war ein Tarptent bei einem Urlaub in den USA. Mein erstes Tarptent hatte ich in Deutschland mit Silnet abgedichtet, was wegen der Dickflüssigkeit sowohl schwierig war, und trotz aller Sorgfalt furchtbar ausgesehen hat. Auf Empfehlungen in Hammockforums hin habe ich das zweite Tarptent mit Permatex® Flowable Silicone Windshield & Glass Sealer behandelt. Das ist zwar für Windschutzscheiben gedacht, funktioniert bei Zelten und Tarps genauso gut, bzw. besser als mit Dichtern die für den Outdoorbereich verkauft werden. Das Silikon ist deutlich dünnflüssiger und die Tube kommt mit eine Tülle die das Aufbringen ungemein erleichtert. Mit etwas Übung bekommt man damit professionelle Nähte hin, aber selbst bei meinem ersten Versuch war das Ergebnis nicht schlecht. Mittlerweile hat Dutch Permatex im Angebot - und ich habe auch gleich ein paar Tuben importiert. Aber vielleicht gibt es ja ein ähnliches Produkt auch für deutsche Autos?

        Trotzdem bleibt das Problem mit dem Gewebeband. Was mir beim Lesen eingefallen ist: wenn die Löcher so gut sichtbar sind, könnte man sich doch aus der Apotheke eine große Spritze mit einer relativ dicken Kanüle holen, das Silikon stark mit Feuerzeugbenzin verdünnen, in die Spritze einfüllen und vorsichtig in die Löcher spritzen. Oder zumindest direkt auf die Löcher aufbringen. Am besten man spannt das Tarp vorher so straff wie möglich auf, damit die Löcher groß sind. Einen Versuch wäre es Wert, wenn man genug Zeit und Geduld hat.

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        • Furbrain
          Furbrain kommentierte
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          Danke für den Hinweis. Ich habe für einen nicht allzu alptraumhaften Preis bei ebay ein ähnliches Produkt gefunden, dass ich jetzt aus UK bestellt habe: https://www.ebay.de/itm/VersaChem-Fl...cAAOSw8d9Uws3T - mal ausprobieren.

        • TreeGirl
          TreeGirl kommentierte
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          Sieht aus als ob es das Gleiche wäre. Berichte mal, wenn du es ausprobiert hast.

      • #6
        Ich hatte noch keine Probleme mit den Panel Pulls, nutze sie aber auch recht selten.

        Das Reparaturmittel meiner Wahl ist Tear Aid, Typ A oder B je nach Material (Silnylon/Silpoly). Hat am Ponchotarp hervorragend funktioniert, zu große Nadeleinstichlöcher zuverlässig zu verschließen.
        Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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        • Mittagsfrost
          Mittagsfrost kommentierte
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          Ja klar, die Naht ist damit versiegelt. Hält (zumindest bei mir) gut und ist optisch recht unauffällig.

        • TreeGirl
          TreeGirl kommentierte
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          Hast du dein Superfly so abgedichtet?

        • Mittagsfrost
          Mittagsfrost kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Nein, wie schon oben geschrieben. Mit dem Superfly hatte ich noch keine Probleme. Aber am GoLite Ponchotarp tropfte es durch die Naht, mit der ein daumengroßes Stück Klettband festgenäht ist. Diese Naht habe ich mit Tear Aid abgedichtet.

      • #7
        Ich weis von einem erfahrenen Zelt und Rucksacknäher,
        das der Corespun verwendet.
        das ist ein mit Baumwolle ummantelter Kunststoffaden,
        der bei Nässe aufquillt ,und somit das Nähloch dichtet.
        Seine Ultraleichtzelte halten jeden Sturmtest stand ,ohne zusätzliche Dichtung.
        Da an solchen Stellen hohe Zugkräfte auftreten würde ich diese von Grund auf Dichten.
        ( Das ist meine Meinung ! )

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        • #8
          Besagtes Tarp war meins, natürlich hab ich erstmal TreeGirl kontaktiert niemand sonst hat mehr Erfahrung weit und breit. Und ganz ehrlich dass sie gleich so offensiv mit dem Thema umgeht spricht mal wieder für Sie! Und bringt dem deutschsprachigen Forum mal wieder ein paar Erfahrungswerte mehr.


          Wie einige mitbekommen haben, hatten wir am Jahresendcamp leider auch ordentliches Sauwetter gehabt.


          So bekam mein neues Thunderfly 20D Silpoly auch gleich eine ordentliche Taufe, leider musste ich feststellen dass bei den Nähten der Tieouts (bei allen vier) Wasser durchläuft. Und es war nicht gerade wenig. Es gab ein richtiges Rinsal und durch den zusätzlichen Wind hab ich in der Nacht leider auch immer mal wieder ein paar Tropfen abbekommen. Dachte schon es liegt eventuell am neuen und recht dünnen 20D Silpoly.


          Im Vorfeld habe ich mehrfach gelesen und gehört das die Tieouts ziemlich dicht wären und erstmal kein abdichten nötig wäre. Hier sind die Erfahrungswerte wohl recht unterschiedlich und noch dazu von einigen Faktoren abhängig die zusammen kommen müssen. Viele “GE Hänger “ nutzen wohl ihre Tieouts/Pullouts auch nicht oder nur selten. Daher ist dieses Problem mit den Tieouts wohl auch nicht so bekannt oder zumindest mir waren sie nicht geläufig. Für mich mit Brückenhängematte sind die Pullouts allerdings unabdingbar.

          Wie ich jetzt weiß gab es in Amerika wohl auch schon viele Fälle bei Silnylontarps und man muss auch dazu sagen damit soviel durchdringt braucht es einige Faktoren die zusammen kommen müssen. Wind, Dauerregen, Abspannwinkel die Tieouts müssen überhaupt abgespannt/genutzt sein.

          Und man muss auch erwähnen dass Warbonnet ausdrücklich darauf hinweist die Pullouts mit dem mitgelieferten Silikon abzudichten.


          Also werde ich jetzt abdichten und dann ist hoffentlich alles in trocken Tüchern


          Natürlich wäre es schön wenn diese schon im Vorfeld ab Werk abgedichtet wären. Allerdings ist dies sehr Arbeits- bzw. Zeitintensiv (Trocknungszeit) und würde den Preis wahrscheinlich verdoppeln.


          Das mitgelieferten Silikon hab ich leider schon verwendet um einen Packsack abzudichten dieses kam mir beim verarbeiten auch etwas zu dickflüssig vor, Silnet hat wohl eine ähnliche Konsistenz daher werde ich den Tipp von Allisa: Silikon mit Feuerzeugbenzin bzw. Waschbenzin verdünnen mal versuchen. Denke so dringt das Silikon deutlich besser in die Nahtlöcher ein und lässt sich besser verteilen.


          Das mit der Spritze ist eventuell auch einen Option um die Nahtlöcher besser zu füllen. Würde am liebsten auch erstmal nur von der Innenseite abdichten aber nicht wegen der Optik sondern weil ich bedenken habe wenn ich von Aussen abdichte dass die Tarpskins/Snakeskins nicht mehr so gut drüber gleiten. Andererseits wäre es ärgerlich den Aufwand zweimal zu betreiben. Da muss ich noch abwägen. Eventuell auch einfach mit etwas Talkum oder Babypuder die versiegelten Flächen bestäuben.


          Werde jedenfalls mal paar Bilder machen und eventuell ein kleinen Erfahrungsbericht dazu schreiben um es für die “Hängemattenforumnachwelt” festzuhalten. 😉

          Never without my Hammock!

          Kommentar


          • #9
            Ich verdünne das Silikon immer ziemlich stark (SilNet immer mindestens 1:1), damit es die Fäden gut durchtränkt. Die Mischung hat dann so "Speichelkonsistenz". Sie ist so dickflüssig, dass sie gerade nicht dem Stoff entlang runterläuft. Beim letzten Mal habe ich für den Auftrag so eine schmale Walze aus Schaumstoff, wie man sie auch für einen schmalen Farbauftrag verwendet, genutzt. So mache ich meist relativ kurz nacheinander (bevor das Silikon abbindet) zwei Anstriche. Der Stoff sollte dabei möglichst stark gespannt sein, damit die Löcher sich öffnen und auch wirklich abgedichtet werden.

            Mit diesem Verfahren habe ich auch schon den ganzen Stoff meines Tarptents wieder aufgefrischt, also frisch silikonisiert.
            Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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            • Hammock Goofy
              Hammock Goofy kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Danke für die Tipps. Werde bald mal mein Glück mit verdünnten Silnet versuchen. Hab mal was von 2:1 gelesen aber so wie die unverdünnte Konsistenz von Silnet wirkt denke ich auch 1:1 wird besser sein. Ob dass auftragen mit einer Walze bei so einer kleinen Fläche (nur die Panel Pulls) praktikabel ist muss ich erst mal testen bei einer größeren Fläche macht dies bestimmt sinn und die Arbeit einfacher. Wobei vielleicht lassen die kleinen Walzen sich auch noch mal teilen, dann wäre dies natürlich schon eine schöne und vor allem gleichmäßige Sache.
              Zuletzt geändert von Hammock Goofy; 13.01.2018, 23:42.

            • Waldläufer70
              Waldläufer70 kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Früher habe ich einen kleinen Malpinsel genommen. Damit könntest du die Fäden des Pull-outs gut mit dem Silikon tränken. Das könnte bereits reichen. Wichtig ist, dass ausreichend Spannung auf den Pull-outs ist, wenn du sie abdichtest. Sonst gehen die Öffnungen unter Umständen bei der Nutzung wieder auf.

              Der Vorteil der Walzen ist der sehr gleichmässige Auftrag. Das ist bei längeren Nähten hilfreich oder natürlich, wenn man den Stoff insgesamt wieder frisch silikonisieren möchte. Ich fahre dann mit der Walze solange immer wieder drüber, bis das Silikon abzubinden beginnt. Man sieht dann aus der Nähe durchaus eine leichte Farb- oder eher Glanzdifferenz, aber man ist weit von den hässlichen "Schneckenspuren" entfernt, die es mit unverdünntem SilNet oft gibt.

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