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Katze auf dem Tarp - was nun?

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  • Katze auf dem Tarp - was nun?

    Da setze ich mich am Montagnachmittag also hin und beginne damit, mir mein erstes Tarp zu nähen. Schön gross soll es werden, so dass ich es auch im Winter nutzen kann. Am Dienstagnachmittag arbeite ich weiter. Am späten Mittwochabend bin ich fertig.

    Gestern Nachmittag stelle ich das Tarp dann hinter dem Haus auf, betrachte es aus der Nähe und aus etwas Distanz. Naja, es ist noch nicht das Gelbe vom Ei, aber es ist ja auch olivgrün, da wäre das wohl zuviel verlangt. Wo es schon mal steht, rühre ich etwas Silikon an und dichte den First ab und dann gleich auch noch die Nähte, wo ich die Verstärkungen angebracht habe. Und da der Silikon gut abbinden soll, lasse ich das Tarp über Nacht gleich stehen.

    Dann am Morgen die grosse Überraschung: Das Tarp steht noch, hat die Nacht überstanden, niemand hat es geklaut. Also gehe ich runter und will es abbauen. Doch was sehe ich: Da und dort sind überall kleine Löcher im Stoff. Und sie bilden immer so hübsche kleine Muster. Nein, nicht in der Nähe des Firsts, sondern eher unten, nahe am Boden. Der Verdacht verdichtet sich: Da muss eine Katze aufs Tarp gehüpft sein und um auf dem rutschigen Silnylon nicht abzurutschen, hat sie sich festgekrallt. Und weil ihr das anscheinend grossen Spass gemacht hat, hat sie das gleiche auch noch auf der anderen Seite probiert. (Ich schaue gerade zum Fenster hinaus und sehe dort eine Katze auf der Bank sitzen, die mir seit Monaten suspekt ist. Ob das wohl die Arsch-Katze ist?)

    Was nun?
    • Ich versuche, es mit Humor zu nehmen. Das Tarp ist noch nicht das Optimum: Ich werde wohl bei Gelegenheit ein weiteres nähen, dann vielleicht aus Xenon Sil, vielleicht ist das weniger rutschig? Aber nicht gerade heute und auch nicht morgen...
    • Ich werde in Zukunft selbst gemachte Tarps nicht zu nahe am Boden aufbauen. Die Frage ist bloss: Wie soll ich den First abdichten, ohne ein Tarp tief aufzubauen? Naja, vielleicht wäre das auch gar nicht nötig gewesen. Eine doppelte Kappnaht mit eingenähtem Nylonband wäre wohl auch so dicht.
    • Und last but not least: Wie flicke ich nun am besten diese kleinen Löcher? Viel Nässe dürfte da nicht reingeraten. Aber es sieht halt unschön aus.
    Ich bin gerade etwas erschlagen...

    Gruss

    Michael
    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 09.10.2016, 13:33.

  • #2
    Sowas ist ärgerlich - aber bei Katzen und Kindern kann man nix machen...

    Man könnte das Tarp im Haus aufspannen (Dachboden oder so, wo Katzen normalerweise nicht sind).
    Irgendetwas unter das Tarp legen, was Katzen nicht mögen (Knoblauch soll helfen).
    Wache halten.
    Tarp etwas höher spannen.
    Nur eine Seite vom Tarp flach abspannen, Silfix drauf, andere Seite flach abspannen (da muß die Katze dann schon richtig hoch hüpfen - fraglich, ob sie das dann noch interessiert).

    Aber das Problem sollte sich ja erledigt haben, oder?

    Das Baumkind

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    • #3
      Zitat von Baumkind Beitrag anzeigen
      Aber das Problem sollte sich ja erledigt haben, oder?
      Wie meinst du das? Die Katze ist weg, ja. Aber die Löcher sind noch da...

      Danke für die Tipps, Baumkind. Im Sommer würde ich ja sogar die Wohnung in Betracht ziehen und einfach alle Fenster weit offen lassen.

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      • #4
        Hallo,

        meine 2 letzten Tarps sind ohne Abdichten alle dicht.
        31g Silnylon von Dutch.
        In vielen Fällen kann man sich abdichten sparen.
        Das geht ja garnicht!!

        Ich habe es mehrmals bei Regen ausprobiert. eine Verstärkung ist genau über meinem Kopf.
        Ich sah einen Tropfen runter laufen bis zur Naht der Verstärkung und stellte mich schon
        auf einen nassen Kopf ein und nichts geschah.

        Ich würde erst mal bei Regen schauen was passiert.

        Gruss
        Konrad

        Kommentar


        • Waldläufer70
          Waldläufer70 kommentierte
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          Danke fürs Mitdenken. Ich habe mir noch überlegt, ob ich es überhaupt abdichten soll. Ist so eine Gewohnheit von mir vom Tarptent her.

      • #5
        Tierschützer, bitte den folgenden Absatz überspringen!

        Was trinkt ALF am liebsten? Richtig, frisch gepressten Katzensaft!

        So, Tierschützer können weiterlesen.
        Wer sagt denn, daß das Tarp ganz aufgespannt sein muss? Man kann doch beide Seiten separat von der Unterkante her bis auf einen halben Meter aufrollen und die sich bildenden "Würste" mit starken Magneten vor dem Wiederaufrollen sichern. Im jeweils einen halben Meter breiten "Restdach" ist genug Platz für provisorische Tie-outs mithilfe von Murmeln, Kieselsteinen oder Ähnlichem. Selbst Magnete können wieder eingesetzt werden, da die seitliche Abspannung ja nicht straff gespannt sein muss. Hauptsache, die beiden Tarphälften werden am Zusammenkleben in den obersten paar Zentimetern gehindert.

        Die kleinen Löcher im unteren Teil des Tarps lassen sich möglicherweise mit Tear-Aid oder einem Tröpfchen Silikon reparieren.

        Ich wünsche Dir sowohl bei der Saftherstellung als auch der Tarpreparatur viel Erfolg.
        Gib niemals auf! Wenn Du am Boden liegst - steh auf! Repariere die Aufhängung und leg Dich wieder in die Hängematte!

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        • Waldläufer70
          Waldläufer70 kommentierte
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          Gut auf Katzensaft hätte ich jetzt nicht Lust. Aber ich hatte einen kurzen Moment lang Lust, die Katze zu erwürgen. Gut, war sie am Morgen nicht in Sichtweite...

          Die Idee mit den Magneten finde ich nicht schlecht. Allerdings ziehe ich es eigentlich schon vor, das Tarp (oder Zelt) beim Silikonisieren der Nähte möglichst straff zu spannen, damit die "Lücken" möglichst gross werden und der Silikon diese optimal füllen kann. Beim Tarptent ist es mir nämlich schon passiert, dass beim wirklichen Abspannen draussen in der Natur sich wieder ganz kleine Öffnungen gebildet haben und ganz wenig Wasser ins Innere getropft ist. Allerdings sind bei meinem Tarptent die Spannungen punktuell (wo der Trekkingstock das Dach unterstützt) um einiges höher als bei einem Tarp, wo sich die Spannung gleichmässig auf den ganzen First verteilt.

          An TearAid habe ich auch gedacht. Aber die Löcher sind wirklich nur sehr klein. Ich vermute, es reicht ein kleiner Tupfer unverdünntes Silikon, das ich dort auftrage und ein wenig verreibe. Du bestärkst mich, das zuerst zu probieren.

        • Mittagsfrost
          Mittagsfrost kommentierte
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          Du hast recht, die beim straffen Abspannen entstehenden "Lücken" hatte ich nicht bedacht.

      • #6
        Zitat von Mittagsfrost Beitrag anzeigen
        Hauptsache, die beiden Tarphälften werden am Zusammenkleben in den obersten paar Zentimetern gehindert.
        Tragt ihr das Silikon auf der Innenseite des Tarps / Zeltes auf? Ich habe es bisher immer von aussen aufgetragen, damit das Wasser gar nicht erst in die Fäden einziehen kann. Gut, optische Überlegungen können die Innenseite nahelegen. Mir ist hier aber die Funktionalität wichtiger als die Ästhetik.
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 09.10.2016, 13:38.

        Kommentar


        • #7
          Ich kann da nur von meinem DD superlight tarp ausgehen, das auf der Innenseite silikonisiert ist.

          Edit: Da habe ich wohl Blödsinn erzählt. Die - nennen wir sie Abdichtung- ist gummiartig und etwas klebrig, daher habe ich sie für Silikon gehalten.
          Zuletzt geändert von Mittagsfrost; 07.10.2016, 19:26. Grund: Reaktion auf den Kommentar
          Gib niemals auf! Wenn Du am Boden liegst - steh auf! Repariere die Aufhängung und leg Dich wieder in die Hängematte!

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          • Waldläufer70
            Waldläufer70 kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Das DD SuperLight Tarp ist nicht mit Silikon, sondern mit PU beschichtet. Die Nähte sind auf der Innenseite mit einem Nahtband verklebt (getapt).
            Zuletzt geändert von Waldläufer70; 07.10.2016, 19:31.

        • #8
          Das nächste Tarp (und überhaupt gute Ausrüstung) würde ich nicht mehr unbeaufsichtigt draussen aufspannen, wenn du so gefährliche Tiere in der Nachbarschaft hast. Und sei froh dass es kein Daunenquilt war...

          Ich habe keines meiner Tarps abgedichtet und hatte nie Probleme damit, dass Regen durch die Nähte gekommen wäre. Meine Tarps sind alle von Warbonnet mit "French Seam" unter Polyester Satinband. Aber auch die Wilderness Logics Tarps sollen ohne Abdichten wasserdicht sein, und die haben eine Kappnaht am First. Bevor du das nächste Tarp abdichtest, mach doch einfach mal einen Test mit dem Gartenschlauch.

          Was das beschädigte Tarp betrifft - wenn die Löcher klein genug sind, reicht es vielleicht einfach nur Silikon drauf zu tupfen --- aber dann lieber im Haus (oder einem für Viecher unzugänglichen Ort) trocknen lassen. Wenn die Löcher nur an den unteren Kanten sind, könntest du auch darüber nachdenken das Tarp zu kürzen und ein leichtes Sommertarp daraus zu machen.

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          • Waldläufer70
            Waldläufer70 kommentierte
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            Danke für deine Hilfe. Ja, nächstes Mal werde ich das nicht mehr unbeaufsichtigt draussen lassen. Ich hatte ja Glück, dass mir das mit meinem Tarptent nicht passiert ist, als ich dieses vor einigen Wochen frisch silikonisiert und es auch über Nacht habe draussen stehen lassen. So hatte ich mir diesbezüglich auch keine Sorgen gemacht.

            Nächstes Mal würde ich tatsächlich nichts mehr silikonisieren und einfach mal bei Regen längere Zeit damit draussen verbringen. Völlig nass kann ich dabei ja nicht werden. (Einen Gartenschlauch führe ich nicht, da ich keinen Garten habe.)

            Inzwischen habe ich auch einige Löcher weiter oben entdeckt. Das Tier muss also ziemlich auf dem Tarp herumgeturnt sein. Die Variante mit dem Sommertarp funktioniert deshalb leider nicht. Zudem habe ich ja auch schon ein Sommertarp. Deshalb wollte ich nun ein besser schliessendes Tarp nähen. Naja, wer weiss. Vielleicht packt es mich plötzlich und ich ändere das Tarp trotzdem noch um...

            Ich werde wohl versuchen, die Löcher mit unverdünntem SilNet zu reparieren. Sie sind alle kleiner als 1mm, ich denke, das müsste funktionieren

        • #9
          Du bist anscheinend nicht der einzige, der unter einer verhaltensgestörten Katze zu leiden hat...

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          • Waldläufer70
            Waldläufer70 kommentierte
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            Eigentlich müsste ich ja "gefällt mir nicht" anklicken.

        • #10
          Zitat von TreeGirl Beitrag anzeigen
          Du bist anscheinend nicht der einzige, der unter einer verhaltensgestörten Katze zu leiden hat...
          Danke für den Link. Ich habe jetzt nicht alle Reaktionen auf Hammockforums durchgelesen. Bei mir sind es von unten bis oben unzählige Löcher. Ich habe mich noch nicht ans Reparieren gewagt. Anscheinend habe ich den Fall weitgehend verdrängt. Das Tarp liegt seither nur rum. Für besagte Katze hatte ich letzten Herbst ziemlich negative Gefühle: Man kommt da schnell mal auf ziemlich böse Gedanken.

          Immerhin habe ich den Fall insofern aufgearbeitet, als ich mir vor drei Wochen ein weiteres Tarp genäht habe: ein Hex-Tarp mit 12' Ridgeline, welches auch deutlich besser herausgekommen ist. (Ich hatte im entsprechenden Thread darüber berichtet.) Ganz zufrieden bin ich auch mit dem noch nicht, aber es ist absolut brauchbar. Abgedichtet habe ich es nicht. Ich denke, es wird auch so dicht sein - auf alle Fälle dichter als eines, das von einer Katze durchlöchert ist.

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          • Mittagsfrost
            Mittagsfrost kommentierte
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            Dann revanchiere Dich doch bei der Katze. Wenn mal so richtiges Mistwetter ist, spannst Du beide Tarps auf. Du sitzt im Trockenen unter dem dichten und die Katze muss unter's löchrige. Das hat sie nun davon!

          • Waldläufer70
            Waldläufer70 kommentierte
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            Ich weiss ja nicht mal, welche Katze das war. Ich habe bloss so einen Verdacht. Hätte ich die auf frischer Tat ertappt, so... Das will ich mir jetzt besser nicht ausmalen.
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