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Amazonas Moskito Traveller Pro

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  • Amazonas Moskito Traveller Pro

    Vorab:
    Die Amazonas Moskito Traveller Pro ist meine erste Hängematte überhaupt - dieser Testbericht versteht sich also vorbehaltlich jeglichen Vergleichs - aber nun zur Matte:


    Technische Daten

    Gesamtlänge: ca. 350 cm
    Liegefläche: ca. 220 x 140 cm
    Belastbarkeit: max. 150 kg
    Eigengewicht: ca. 0,45 kg
    Gewicht: ca. 0,55 kg

    Habe das gute Stück im Online-Store eines großen Discounters für ca.30 erworben. Grund für die Anschaffung war ein geplanter Camping-/Wanderkurztripp, den ich mit Hammock&Tarp, statt mit dem Zelt bestreiten wollte.

    Geliefert wurde die HM im Display-Karton ordentlich verpackt mit entsprechenden Handhabungs- und Sicherheitshinweisen.
    Erste Auffälligkeit: Fehlen da nicht zwei Stäbe zum aufspannen des Moskito-Netzes? Offenbar hat es sowas wie eine Modellpflege gegeben und die Stäbe sind obsolet geworden - die Gebrauchsanweisung war noch nicht auf dem neuesten Stand. Also alles gut.


    Ansonsten war das Set vollständig - darin befand sich: Eine Hängematte. Eine "Ridgeline". Zwei stückchen Schnur.
    Praktisch in einem kleinen Beitel verstaut.

    Die Hängematte und das Moskitonetz sind mit einem Insektenschutz behandelt, den man deutlich riecht, der aber lt. Hersteller völlig unbedenklich ist.

    Auf den ersten Blick machte alles soweit den Eindruck als könne man sich bedenkenlos in die HM begeben. Ordentliche Nähte, keine sichtbaren Materialmängel, leichtgängiger Reißverschluss.
    Einzig die Ridgeline erschien etwas filigran (um nicht zu sagen popelig) ist allerdings auch nur zum halten des Moskitonetzes gedacht.

    Die Liegefläche besteht aus einem Polyester-Stoff und misst 2,20 x 1,40 m. An den Enden verjüngt sich die HM über eine Vielzahl an Schnurpaaren, die in den Loops Münden. So ist die Gesamte Hänge matte ca.350 lang.



    Mit etwas Kletterseil und ein paar Karabinern war die Hängematte schnell zwischen zwei Bäumen im Garten befestigt - und mit ein wenig hin und her zuppelei bald in eine ca. 30 Grad postion gebracht.


    Der Hängematten Jungfernflug für Pilot und Maschine verlief ausgesprochen entspannt. Nachdem ich die Vorschriftsmäßige Diagonal-Liegeposition erkrabbelt hatte, setzte unmittelbar die Entspannung ein. Auf jeden Fall war sofort klar, daß ich in einer Hängematte übernachten können würde. Und zwar auf dem Rücken, auf beiden Seiten und in Fötenhaltung (was mir in den wenigsten Betten gelingt). Das verstauen der Hängematte im vernünftig dimensionierten Packsack ging auch problemlos.
    Nach mehreren aufbauten wurde langsam klar, daß eine präzise einrichtung der Hängematte das liegegefühl deutlich verändert. Also war der erste Reflex, die hängematte etwas straffer zu spannen um noch gerader zu liegen. Bis ich verstanden hatte, daß das Gegenteil der Fall ist, war der Camping Urlaub um. Alles in allem fand/finde ich das liegen in der Hängematte extrem angenehm und habe immer meinen Schlaf gefunden.

    In kühlen Nächten erwies sich die Aufhängung an vielen einzelnen Leinen als Nachteilig, weil es am Kopf zieht. Außerdem läuft man ständig gefahr etwas zu verknoten.
    Das Moskitonetz lässt sich auf einer Seite mittels 2-Weg-Reißverschluss öffnen. was immer problemlos funktionierte. Nach oben, wird das Moskito-Netz an einer Ridgeline befestigt, die an den Enden über zwei Kunststoff-Häkchen verfügt und mittels 2 Tankas (ja 2! Keine Ahnung wofür...) verstellt werden kann. Benötigt man das Netz nicht, dreht man die HM einfach um.

    Nach nunmehr einigen Übernachtungen und Tages-häng-Sessions sieht die HM noch immer Tadellos aus - und riecht leider noch immer etwas nach Insektenschutz.
    Einzig der Stuffbag zeigt ein paar Fäden - löst sich aber längst nicht auf.

    Nachdem ich die Hängematte mit einer vernünftigen Suspension (Amazonas Micro-Rope in der DIY Variante) und einer ordentlich eingestellten Ridgeline versehen habe, sind Handling und Liegekomfort jetzt überhaupt kein Thema mehr. Aufhängen - eindösen!

    Fazit:

    Die Amazonas Moskito Traveller Pro ist bestimmt nicht, das obere Ende der Hängematten-Baukunst. Aber sie hat mich zum überzeugten Hängematten-Schläfer gemacht und wird als Zweitmatte noch einige Zeit ihren Dienst versehen. Für Tages-Ausflüge im Sommer, würde ich sie uneingeschränkt empfehlen.
    - Wer lang hat, lässt gern lang hängen *Ignatius Golz
    - Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage? *Koito Yavazuka
    - War doof - merkste selbst ne? *Unbekannter Sozialpädagoge

  • #2
    Schöner Bericht!
    Den auf dem Foto sichtbaren orangen Baumgurt hast Du zusätzlich erworben?
    Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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    • jmkoeln
      jmkoeln kommentierte
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      Ja - das ist Polyamid Sicherheits-Gurtband - mit dem habe ich den Schotstek getestet:-)

      Für's richtige Leben ist das Band zu schwer und zu widerborstig.

  • #3
    Danke für den Bericht. Ich sag's ganz ehrlich: Mir gefällt diese Hängematte!

    Ich stelle mir einen recht kräftigen Stoff vor, der einen gut unterstützt. Und die Länge von 350cm gefällt mir auch ganz gut. Und das dezente Dunkelbraun ist auch toll: Es fällt ins Auge und fügt sich doch wunderbar in die Umgebung ein. - Ich hätte gerade Lust, mich mal reinzulegen...
    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 25.08.2017, 07:13.

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    • #4
      Danke für den Bericht.

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Gesamtlänge: ca. 350 cm
      Zitat von Waldläufer70 Beitrag anzeigen
      Die Länge von 350cm gefällt mir auch ganz gut.
      Was? Die ist doch nicht wirklich so lang, oder? Ich mein von Knoten zu Knoten. Das wäre ja ganz was Neues bei Amazonas. Normalerweise machen die doch nur kurze Hängematten.

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      • Waldläufer70
        Waldläufer70 kommentierte
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        Ich habe mich auch gewundert. Aber auf dem Bild sieht sie tatsächlich recht lang aus. Wenn sie von Knoten zu Knoten nur etwa 280cm lang wäre, dann wäre der Stoff selbst ja nur etwa 140cm lang.

      • jmkoeln
        jmkoeln kommentierte
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        Doch! Von Loop zu Loop 350 cm.......exakt!

    • #5
      Zitat von Waldläufer70 Beitrag anzeigen
      Ich habe mich auch gewundert. Aber auf dem Bild sieht sie tatsächlich recht lang aus. Wenn sie von Knoten zu Knoten nur etwa 280cm lang wäre, dann wäre der Stoff selbst ja nur etwa 140cm lang.
      jmkoeln, könntest Du vielleicht bei Gelegenheit mal nachmessen? Das wäre nett.

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      • Waldläufer70
        Waldläufer70 kommentierte
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        Würde mich auch interessieren! Allenfalls würde ich mir eine solche Hängematte mal einfach aus Spass nachbauen, natürlich dann 350cm lang mit den Seilen. (Und einem Schutz gegen das Seilchaos.)

      • jmkoeln
        jmkoeln kommentierte
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        3,50!

      • echinotrix
        echinotrix kommentierte
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        Vom einen Knoten in den HM-Leinen zum anderen? Unglaublich. Wie lang gibt's denn die schon? Da hat Amazonas anscheinend mal jemand geflüstert, dass längere Hängematten bequemer sind.

    • #6
      Wie hat sich das Moskitonetz bewährt? Da der Stoff ja "nur" 220cm lang ist, war das nie eng mit dem Moskitonetz?

      Hier sind die Abmasse des Stoffes ja lustig!

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      • jmkoeln
        jmkoeln kommentierte
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        ja - die 22 Meter version bestelle ich gleich mal! Treegirl, hast Du noch 450 Meter Amsteel? Dann hänge ich mich damit unter die Zoobrücke;-) LOOOOL

    • #7
      Danke für den Bericht. Ich wusste auch nicht, dass Amazonas jetzt eine längere Hängematte im Angebot hat. Mich würde die Haltbarkeit interessieren. Auf den Fotos sieht es aus, als ob der Stoff von relativ wenigen Schnüren getragen wird. Bei der 90°-Hängematte war das immer ein Schwachpunkt.

      Wenn du mit der Hängematte gut zurecht gekommen bist, und nur die Schnüre ein Problem waren, könntest du dir einen Überzieher basteln, wie er bei Exped und ich glaube auch Amok zum Einsatz kommt.

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      • #8
        Ja - auch mir kam der Gedanke, daß die Schnüre in Bezug auf Lasten-Verteilung nicht optimal sind ... aber ich stelle an den Befestigungspunkten bisher kein wear-and-tear fest. Das "Problem" ist, daß beim packen und hantieren schonmal ein Loop irgendwo durch die Schnüre rutscht und damit die Spannung nicht mehr 100%ig gleichmäßig verteilt wird. Ich "kämme" die Aufhängung hin und wieder aus, Man kann durchaus damit leben - sollte aber nicht unerwähnt bleiben.
        - Wer lang hat, lässt gern lang hängen *Ignatius Golz
        - Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage? *Koito Yavazuka
        - War doof - merkste selbst ne? *Unbekannter Sozialpädagoge

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        • #9
          Wir haben vor einem guten Jahr mit Jugendlichen Hängematten gebaut. Ein Modell hatte auch solche Schnüre. Die Schnüre haben wir sehr stabil befestigt:

          Wir haben ein gutes Stück vor dem Stoffende einige eher schmale "Löcher" ins Material geschnitten und diese sauber gesäumt. Anschliessend wurde der Stoff umgefaltet (=> Falz genau durch die Mitte der Löcher) und mit 3-4 Nähten festgenäht. Der Stoff zwischen den "Löchern" bildet dann sehr stabile Schlaufen, an denen die Seile festgemacht werden können. (Ich kann zuhause mal nach Fotos schauen, falls Interesse besteht, wie wir das gemacht haben. Das Resultat sah jedenfalls sehr gut und auch haltbar aus.)

          Alternativ kann man die Schlaufen auch so machen wie bei der Hammocktent 2.0 (wurde hier im Forum bereits vorgestellt).
          Zuletzt geändert von Waldläufer70; 25.08.2017, 11:43. Grund: Link zu Vorstellung / Diskussion Hammocktent 2.0 eingefügt

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          • #10
            Die Stoffschlaufen sehen dann ungefähr so aus:

            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: H%C3%A4ngematte.jpg
Ansichten: 1
Größe: 294,6 KB
ID: 36408

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            • jmkoeln
              jmkoeln kommentierte
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              ... allerdings viel feiner. Werde heute Nachmittag mal die Schnüre zählen und das dann bei den Technischen Angaben ergänzen!
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