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Hängemattenständer

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  • Hängemattenständer

    Wegen teilweise fehlender Bäume habe ich mir einen gebrauchten Hängemattenständer gekauft und vergangenen Samstag ausprobiert. Tatsächlich funktioniert das Ganze, musste aber mehrere Anläufe nehmen, da der Untergrund anfangs zu sandig war und dadurch den Hering durch mein Gewicht und Hebelwerk wieder aus der Erde gezogen wurde. Durch Kahel kannte ich den Trick mit der mehrfachen Verankerung, aber auch dies hielt nur kurz.
    Nach dem Umzug zu einem festeren Untergrund konnte ich mit drei angespitzten daumendicken Ästen als Ersatz für die fehlenden Heringe der Grüße XL dann tatsächlich meine Hängematte so aufbauen, das diese Konstruktion mir das problemlose liegen in meiner Hängematte erlaubte.
    Der monströse mitgelieferte Hering, der genau so viel wiegt wie der Rest der Ausstattung und das Seil zum Spannen, wird als erstes ausgetauscht werden müssen. Den Hering werde ich einfach durch einen Ast ersetzen, das fingerdicke Seil durch 5mm Dynema das ich gerade bestellt habe.
    Zu diesem Dynema bräuchte ich ein paar Spleiß Anleitungen: an einem Seilende dachte ich eine whoopie sling zu kreieren, am anderen Ende eine einfach Schlaufe.
    Kann mir jemand mit Maßen weiter helfen, der obere und untere Befestigungspunkt liegt ca. 250 cm auseinander. Ich welchen Abständen wäre es wohl am geschicktesten so ein zu spleißen, das das auch hält?
    Gruß Rolf

  • #2
    Waldläufer70, Du hast doch einen Whoopie-Sling-Rechner kreiert, stimmt's? Reich doch bitte mal den Link rüber oder gib xuanxang gleich die benötigten Werte!

    Statt des Erdnagels würde ich (mehrere) Heringe verwenden. Man kann sie sich recht leicht aus Winkelprofilen oder längs aufgeschnittenen Rohren selbst herstellen. Je größer die Ankerfläche, desto höher die aufnehmbare Kraft. Also statt lang und spindeldünn lieber kurz und breit.
    Zuletzt geändert von Mittagsfrost; 06.02.2017, 22:38.
    Gib niemals auf! Wenn Du am Boden liegst - steh auf! Repariere die Aufhängung und leg Dich wieder in die Hängematte!

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    • #3
      74 Euro kostet so ein Teil? Neu.
      Respekt.

      Der Standard Hering ist halt rund.
      Er hat kaum Widerstand in lockerem Boden.
      Da wäre ein Schaufel oder Sand Hering besser:
      Link

      Ich persönlich mache Whoopies gerne so, dass das feste Auge ca 5cm hat und das verstellbare Auge relativ groß ist.
      Da wirst Du 4-5m brauchen. Dafür hast Du aber einen riesen Einstellbereich.
      Letztendlich kannst es machen wie Du willst.
      Gespleisst ist auch schnell wieder aufgemacht.
      Reiseberichte Trekkingplätze Pfalz

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      • #4
        Hier wäre der von Mittagsfrost angesprochene Rechner.

        Das mit den 250cm habe ich vielleicht nicht ganz richtig verstanden. Am wenigsten Zugkraft hast du auf dem Seil, wenn das Seil mit 90 Grad vom Ständer weggeht. Wenn du zudem den Ständer nach aussen neigst, so dass die Hängematte in Bezug auf den Ständer einen spitzen Winkel bildet, sinkt die Belastung weiter und das benötigte Seil wird zudem kürzer. Vermutlich steht das Optimum in der Anleitung des Ständers.
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 08.02.2017, 08:39.

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        • #5
          So ist die Zugkraft auf den Hering minimal:
          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: image_3094.jpg
Ansichten: 1
Größe: 31,0 KB
ID: 28939
          • 90°-Winkel zwischen Ständer und Seil (Abspannung)
          • möglichst spitzer Winkel zwischen Ständer und Hängematte
          Der spitze Winkel zwischen Ständer und Hängematte ist begrenzt, weil
          a) der Ständer vielleicht nicht ganz so lang / hoch ist.
          b) du dir am Ständer den Kopf oder die Füsse anstossen kannst, wenn er zu flach steht.

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          • barfuß
            barfuß kommentierte
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            Wäre die Abspannung (allerdings nicht im 90 Grad Winkel) nicht etwas für den RES?
            Nachdem du ein so guter Mathematiker bzw. Physiker bist: die Stangen würden doch ganz schön entlastet, auch wenn man die Abspannung nahezu senkrecht nach unten zum Holzbalken führt, oder? Dann könnte man den Winkel der Stangen auch weniger schräg machen und hätte weniger Platzbedarf für den Ständer. Was denkst du?

          • Waldläufer70
            Waldläufer70 kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Stimmt, das wäre eine gute Idee! Wichtig wäre einfach, dass der Winkel zwischen Rohr und Abspannseil nicht kleiner ist als zwischen Rohr und Hängematte. Dann würde nämlich der Zug auf das Abspannseil vergrössert statt verkleinert. Da der Holzbalken eh etwa 2 Meter lang ist, die Stangen aber weiter innen eingesetzt werden, würde das sehr gut funktionieren: einfach einen dicken Haken ins Holz schrauben und Dog Bones in der passenden Länge spleissen. Fertig. Vielen Dank für die wirklich gute Idee!

        • #6
          Wegen der Berechnung:

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: Hammock Stand (Winkel).jpg
Ansichten: 1
Größe: 19,6 KB
ID: 28941


          s = Höhe des Hängemattenständers
          h = Höhe der Konstruktion
          l = Länge des Seils
          α = Winkel des Ständers gegenüber dem Boden
          β = Winkel der Abspannung (Seil) gegenüber dem Boden


          Wenn du mal den für dich passenden Winkel α gefunden hast:

          Zur Berechnung der Länge des Seils gibt es drei Wege. Von kompliziert zu einfach sind das:

          über h und den Winkel β:
          h = s * sinus α
          β = 90° - α
          l = h / sinus β

          über h mit Winkel α:
          h = s * sinus α

          l = h / cos α

          direkt mit dem Tangens:
          l = s * tan α


          Mit den Einstellmöglichkeiten der Whoopie Sling(s) umschmeichelst du grösszügig die berechnete Seillänge (l). Dann sollte das gut passen!

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          • #7

            Vielen Dank für die Hilfe, mit dem ersten Hinweis komme ich gut zurecht: ein Rohr aufschneiden, spitz schleifen und oben platt kloppen ist so richtig mein Ding, mit Alurohr und Winkelprofile bin ich gut ausgerüstet. Den Ständer habe ich für ein drittel des Neupreises bekommen, selbst diese Summe ist nichtgerechtfertigt, da der Hering, bzw. Nagel sehr heftig aus fällt, ebenso das Spannseil, aber das hatte ich ja schon angesprochen. Letztendlich ist nur das Vierkantrohr davon interessant, dies ist allerdings so passgenau, das ich etwas ähnliches so wahrscheinlich nicht hin bekommen hätte.

            Das mit den 250cm habe ich vielleicht nicht ganz richtig verstanden.
            Das ist wegen den unterschiedlichen Sichtweisen, denn ich hatte die Stangen fast in der senkrechten Stellung mit dem Seil verankert. Und ich schätzte so ungefähr 250 cm zwischen den Stangen und dem Befestigungspunkt am Boden.
            Da die Stangen ca. 160 cm hoch sind, kam ich jetzt nicht auf die Idee die auch nur ein bisschen zu neigen, denn dadurch würde die Bodenfreiheit noch geringer ausfallen als ohnehin schon.
            Das der Winkel vom Stab zum Befestigungsseil bei 90° am optimalsten wäre, ist äußerst schade, denn ich brächte ja Unmengen von Seil, bzw. wenn man die Erdkrümmung bedenkt, aber das führt zu weit.
            Diesen Hinweis:
            h = s * sinus α β = 90° - α l = h / sinus β
            finde ich äußerst interessant, falls ich mir jemals ein Festkanu kaufen werde, wäre diese Kombination von Buchstaben, Ziffern und einem Stern auf dem Bug zu finden. Eine andere Nützlichkeit erkenne ich im Moment nicht.
            Die Frage nach den Maßen war eher in die Richtung gemeint, das ich wissen wollte, wie viel Material ich für die Schlaufe einplanen sollte und wie viel für die Whoopi Slings. Ich werde 10 Meter spleissfähiges Dynema bekommen und wenn ich die Hälfte davon erst einmal verhundse, habe ich nur noch die anderen fünf Meter. Wieder aufgespleisstes, sieht aus wie schon mal gespleisst, geht bestimmt, sieht aber hinterher noch greller aus als gewünscht.
            Nicht desto Trotz Bedanke ich mich für die Infos, Hilfestellungen und Meinungen der vergangenen und wo möglich zukünftigen Antworten. Hier ein kleines Dankeschön, aber nicht drängeln, kann jeder mal gucken.

            Gruß Rolf

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            • Waldläufer70
              Waldläufer70 kommentierte
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              Ja, wenn du den Ständer vollständig senkrecht aufstellen möchtest respektive aufgrund der fehlenden Länge musst, dann ist 90° nicht ideal. Das leuchtet mir völlig ein. Wie viel Material du brauchst, verrät dir der verlinkte Rechner. Bei mir funktioniert der auf den Zentimeter genau. Für dein Kanu empfehle ich dir dann eher: I - I - I - I - IV - IV - I - I - V - IV - I - I (Ich könnte mir vorstellen, dass das für dich nützlicher wäre... das letzte I kannst du durch ein V ersetzen, aber natürlich nur, falls du noch nicht genug hast.)
              Zuletzt geändert von Waldläufer70; 07.02.2017, 23:13.

          • #8
            Du hast doch meinen Hängemattenständer in Mengerschied in Aktion gesehen, oder? Das Entscheidende bei diesen Konstruktionen ist wirklich die Schrägaufstellung. Dadurch wirken fast keine Querbelastungen auf die Stange, die diese verbiegen könnten. Das Gewicht des Hängemattenschläfers wird über die Stange in den Boden abgeleitet und die Abspannschnüre sind eigentlich nur noch dazu da, die Stange vor dem Umfallen zu bewahren.
            Klar, die gekauften Stangen sind recht kurz (1,60 m ist wenig), aber Du könntest sie doch durch längere Hölzer ersetzen. Zwei Meterstücke zusammengesetzt ergeben 2 Meter und das reicht zum Schrägstellen aus. Ob Du Dir die Stangen nun aus dem Baumarkt holst, oder Haselstecken im Wald "findest" - mit einem Schnitzmesser sind sie recht schnell in Form gebracht.
            Gib niemals auf! Wenn Du am Boden liegst - steh auf! Repariere die Aufhängung und leg Dich wieder in die Hängematte!

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            • #9
              Zitat von xuanxang Beitrag anzeigen
              ... ich schätzte so ungefähr 250 cm zwischen den Stangen und dem Befestigungspunkt am Boden.

              Die Frage nach den Maßen war eher in die Richtung gemeint, das ich wissen wollte, wie viel Material ich für die Schlaufe einplanen sollte und wie viel für die Whoopi Slings. Ich werde 10 Meter spleissfähiges Dynema bekommen und wenn ich die Hälfte davon erst einmal verhundse, habe ich nur noch die anderen fünf Meter. Wieder aufgespleisstes, sieht aus wie schon mal gespleisst, geht bestimmt, sieht aber hinterher noch greller aus als gewünscht.
              Whoopie Slings sind ja bekanntlich verstellbar. Du brauchst ungefähr 250cm, sagst du. Wie gross soll denn der Spielraum sein? 200cm bis 300cm? Oder mehr? Oder weniger? Wenn du deine Antwort auf diese Frage gefunden hast, dann geh hin und gib die gewünschten Daten in den verlinkten Rechner ein oder suche anderswo nach einer sinnvollen Lösung. Ansonsten steht hier ausführlich, wie man Whoopie Slings herstellt.

              PS: Mir hat damals diese Anleitung sehr geholfen. Nach ihr habe ich meine ersten Whoopie Slings gemacht (aus 7/64er-Amsteel):

              Zuletzt geändert von Waldläufer70; 08.02.2017, 00:54.

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              • #10
                Falls du mit dem Rechner gar nicht klarkommen solltest, hier ein Beispiel, wie die Masse aussehen könnten.


                Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: image_3099.jpg
Ansichten: 1
Größe: 223,7 KB
ID: 28996

                Ich habe den Seildurchmesser auf 5mm eingestellt und die entsprechenden Daten auf ganze Zahlen aufgerundet eingesetzt. Verstellbar ist die Schlaufe von 200cm bis 300cm. Wie genau das Resultat am Schluss passt, hängt vom «Spleissfaktor» ab: Wenn man das Seil durch sich selber führt, braucht es für den Mantel mehr Seil als für den Kern. Der «Spleissfaktor» kann je nach verwendetem Seil etwas variieren. Ian Young (siehe Video oben) geht von einem Faktor von 1,25 aus.

                Wichtig ist, dass du zuerst die Markierungen für die fixe Schlaufe setzt und diese spleisst. Erst wenn diese fertig verspleisst ist, setzt du die Markierungen für die verstellbare Schlaufe!

                Die Perle braucht es, damit man die verstellbare Schlaufe nicht aus Versehen ganz zuzieht. Man kann auch ein Stückchen Aquarienschlauch dafür verwenden oder einfach einen Faden in die verstellbare Schlaufe knoten.
                Zuletzt geändert von Waldläufer70; 08.02.2017, 11:49.

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                • #11
                  UIH, das ist ja der Hammer, jetzt muss ich mich noch nicht mal mit dem calculater befassen und kann gleich los legen. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Dafür gibt es ein doppeltes Danke!!!!
                  Dafür gibt es ein ganz besonderes Bonbon.
                  Gruß Rolf

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                  • #12
                    Statt des Erdnagels würde ich (mehrere) Heringe verwenden. Man kann sie sich recht leicht aus Winkelprofilen oder längs aufgeschnittenen Rohren selbst herstellen..
                    Die selbstgefertigten Heringe die ich aus Kostenersparnis fertigte, gaben schon im Schraubstock den Geist auf in dem das Winkelprofil an der Kannte auf platzte, auch denke ich wäre beim Einschlagen in den Boden der obere Teil ziemlich schnell krumm geworden und habe mich deshalb zu dem Kauf eines Sandherings in unserem Outdoorladen mit dem vollsten Misstrauen für 1,50 € entschieden. Aus Metall. Da ich wieder einmal etwas zu schnell auf die Piste ging, vergaß ich natürlich den Gummihammer und im Park, der besser aufgeräumt ist als meine Wohnung, gab es keinen Prügel. Die Suche nach etwas festem zum einschlagen des Herings, hätte ich mir sparen können, denn auch ohne verbog der sich auf Anhieb.
                    Glücklicherweise habe ich von vergangenem Wochenende zwei angespitzte Äste dabei, die ich zur Alternative nutzen konnte. Anfangs zog es die auch raus, sobald ich mich in die HM legte, bis ich mich an eine Zeichnung von Kahel erinnerte, wo abgebildet war, das mehrere Heringe hintereinander die Last trugen und zwar so, das der hintere Hering den vorderen so unterstützte, das der keine Möglichkeit hat sich nach vorne zu bewegen. Und siehe da: Passt.
                    Dank dem Rechner von Waldläufer70 bastelte ich mir eine Whoopi sling, die einwandfrei ihren Dienst tut, wenn ich mit den angegebenen Maßen auch großzügig umging.
                    Letztendlich habe ich mit beim Globi drei Sandheringe bestellt, Fotos gibt es Ende März nach dem ersten Canadiertreffen, deren Veranstalter nach meiner Frage ob ich da mit einer Hängematte einfallen könnte, mir Antwortete, das ich doch einfach mit einem Zelt kommen sollte.
                    Soweit kommt’s noch, denen werde ich mal was zeigen.



                    Der Name meines derzeitigen Kanus ist „X“. Ist mir spontan eingefallen, kann ich mir gut merken und hat keine unnötigen Schnörkel.
                    Angeregter Name ist mir zu kompliziert, was soll ich der Schiffahrtsflusspolizei sagen, wenn die mich fragt, wieso ich da ein Gedicht auf die Seitenwand schreibe. Die fühlen sich womöglich gleich vergackeiert und verweisen mich aus dem Wasser. Lieber nicht unnötig negativ auffallen.
                    Auch hier ein kleines Danke für alle, die bedankt sein wollen.


                    Gruß Rolf

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