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Was tun mit einem unpassenden Underquilt?

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  • Was tun mit einem unpassenden Underquilt?

    Vor einigen Jahren - als ich noch jung und unerfahren war - habe ich mir von UK Hammocks einen Underquilt für meine Brasilianische Hängematte nähen lassen. Mein Problem war, dass der Liegekomfort in der Brasilianischen Hängematte immer super war, bis ich meinen Hammock Gear Underquilt drunter gehängt habe. Damit wurde ich noch stärker als schon in den Campinghängematten aus der Diagonalen gedrückt, und hatte ganz extrem das Gefühl in einer Badewanne zu liegen. Meine Vermutung war, dass die normalen Camping-Underquilts einfach zu schmal sind, um sich optimal an die extreme Liegeposition anzupassen die man in einer traditionellen Hängematte hat.

    UK Hammocks hat sich dann bereit erklärt mir einen XXL Underquilt anzufertigen. Ursprünglich war geplant, den Underquilt 165cm breit und 210cm lang zu machen, aber nach einem Test hat UK Hammocks ihn dann "nur" ca. 150cm breit gemacht. Laut UK Hammocks ist er mit 650g 800+FP Daune gefüllt. Der Spaß hat mich umgerechnet knapp 300€ gekostet. Nicht billig, aber es wäre OK gewesen WENN der Underquilt so funktioniert hätte, wie er es hätte tun sollen...

    Leider hat UK Hammocks aber wohl nicht verstanden was ich meinte als ich gesagt habe "ich schlafe sehr kalt". Sie sind wohl davon ausgegangen, dass mein Metabolismus so funktioniert wie bei einem Mann der sagt, dass er kalt schläft... Brandon von Warbonnet sagt ja auch immer, dass er sehr kalt schläft - aber er kann seine 20°F Quilts bis an die Frostgrenze benutzen. Bei mir ist schon bei 15°C Schluss. Jedenfalls hat UK Hammocks sich nicht die Mühe gemacht Stege zu nähen (also H-Kammern), sondern hat die Hülle einfach durchgenäht. Ich war damals noch unerfahren, und habe das nicht bemerkt bzw. erkannt. Ich habe mich nur gewundert, warum ich mit so einem prall gefüllten Underquilt selbst in lauen Sommernächten friere.

    Ich habe viel mit dem Underquilt experimentiert, aber letztendlich hat er nur als "Über-Underquilt" funktioniert, d.h. wenn er unter einem anderen Underquilt hing. Deshalb ist er letztendlich in den Schrank gewandert - zusammen mit der Brasilianischen Hängematte - wo er seitdem ungenutzt hängt und wertvollen Platz wegnimmt. Ich kann mich nicht entscheiden was ich damit machen soll.

    So wie ich es sehe habe ich folgende Optionen:
    • Ich versuche den Underquilt zu verkaufen. Allerdings ist die Frage, wer Verwendung für so einen großen und schweren Underquilt hat (er wiegt ca. 1.100g!), der aber viel weniger warm ist als er es auf Grund der Füllmenge sein müsste.
    • Ich schlachte den Underquilt und verwende zumindest die Daune für ein DIY-Projekt. Die Daune ist vermutlich um die 130€ wert. Ob ich den Stoff weiterverwenden könnte, weiss ich nicht. Und die Frage ist, wie aufwändig ist es, die Daune aus dem Quilt zu sammeln.
    Hat jemand noch eine andere Idee? Und hat jemand mal Daune aus Kleidung oder Ausrüstung entfernt und kann einschätzen wie aufwändig und machbar das ist?

  • #2
    Falls du ihn bis zum Sommertreffen weder verkauft, noch weiterverarbeitet hast, könnte ich ihn mir ja mal ansehen. Das Gewicht wäre für mich nicht wichtig, weil ich ihn evt. im Winter zu Hause verwenden würde. Hast du ein Foto davon?

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    • #3
      Nein, ich habe keine Fotos auf denen man den Underquilt gut erkennt. Kann ich aber machen.

      Ich dachte du schläfst auch kalt? Am einfachsten wäre es für mich natürlich, ich würde einen Käufer finden - sofern der Preis noch halbwegs erträglich ist. Ich kaufe lieber ein Paket Daunen für einen DIY-Quilt als sie aus einem fertigen Quilt heraus zu sammeln. Nur sind Maße und Gewicht ungewöhnlich und nicht wirklich für den Outdoor-Gebrauch geeignet.

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      • barfuß
        barfuß kommentierte
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        Ja, ich friere auch schnell, aber wenn ich ihn nur zu Hause verwende müßte er ja reichen. Du schreibst, dass er bei dir bis 15 Grad warm genug war. Vielleicht wären es bei mir dann 12 Grad und so kalt ist es bei mir zu Hause ja nun auch wieder nicht..... Aber muß nicht sein - wenn du ihn gut verkaufen kannst - mach das doch einfach.

      • TreeGirl
        TreeGirl kommentierte
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        Nee, das mit den 15°C bezog sich auf den 20°F (-6°C) Wooki! Der UK Hammocks Underquilt hat ohne zusätzliche Isolierung nie funktioniert. Ich denke das ist die Schuld der durchgenähten Kammern. Die bilden immer leichte Luftkanäle. Nur wenn ich die mit zusätzlicher Isolierung (z.B. eine dünne aber bauschige Decke) zwischen Hängematte und Quilt geschlossen habe, war mir nicht mehr kalt. Aber es ist mir zu dumm, so einen Aufwand zu treiben - auch wenn der Quilt durch die riesigen Dimensionen sehr bequem ist.

    • #4
      Du bist ja nicht auf Facebook, aber da gibts Verkaufsgruppen und Hängemattengruppen.
      Wenn Du mir Fotos lieferst, von dem UQ und für welche Matte er am besten geeignet ist, Maße und Preis,
      dann poste ich das gerne im Auftrag in den Gruppen.
      Den bekommste sicher los.
      Reiseberichte Trekkingplätze Pfalz

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      • TreeGirl
        TreeGirl kommentierte
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        Danke für das Angebot - darauf komme ich gerne zurück. Es würde mich aber echt wundern, wenn sich dafür ein Käufer fände der mir zumindest die Wiederbeschaffungskosten für das Material bezahlt. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen

    • #5
      Warum ist denn der Quilt so schwer, wenn da 650 g Daune drin ist und er auf über 1 kg kommt? Aus welchem Material ist die Hülle?

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      • #6
        Zitat von echinotrix Beitrag anzeigen
        Warum ist denn der Quilt so schwer, wenn da 650 g Daune drin ist und er auf über 1 kg kommt? Aus welchem Material ist die Hülle?
        Der Quilt ist vor allem wegen der Maße so schwer. Überleg mal - 1,50m x 2,10m = 3,15qm während ein normaler Underquilt ca. 1,11m x 1,80m = 2qm hat. Eher weniger, weil sich so ziemlich alle Underquilts zum Fußende stark verjüngen. Dieser Underquilt ist wirklich rechteckig. Allerdings muss die Hülle tatsächlich vergleichsweise schwer sein. Wenn ich ca. 3,15qm zu Grunde lege, komme ich auf ein Stoffgewicht von ungefähr 1.9oz/sqy, und der Stoff macht tatsächlich einen sehr "soliden" Eindruck. Dafür fasst er sich aber auch sehr gut an.

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        • #7
          Mir ist gerade noch was eingefallen. Im Grunde hast Du ja das gleiche Problem, wie bei einem Underquilt aus einer Daunendecke: keine Stege und (wahrscheinlich) kein differentieller Schnitt (?). Vielleicht wären ja falsche Stege ("faux baffles") eine Lösung, das würde beide Fliegen mit einer Klappe schlagen. Vielleicht wäre der Quilt dann warm genug für Dich.
          Zuletzt geändert von echinotrix; 01.03.2017, 21:57.

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          • #8
            Interessante Idee. Aber da würde ziemlich viel Breite verloren gehen. Die Stege müssten ja mindestens 2cm hoch sein - das heisst für einen Steg gehen 4cm verloren. Ich weiss auswendig nicht, wieviele Kammern der Quilt hat, aber der Incubator hat ja schon 9 Kammern - da werden es wohl mindestens 10 sein. Also gehen gehen mindestens 40cm von der Breite verloren. Damit wäre er nicht mehr breiter als ein normaler Underquilt. Dazu kommt, dass ich nicht wüsste wie ich die Stege mit der Maschine nähen könnte. Und die Kammern sind recht prall gefüllt, was die Sache nicht einfacher macht. Da scheint es mir weniger Aufwand zu sein wenn ich die Nähte auf mache, die Daune in eine Ecke schüttele und raus hole, und dann ggf. Stege einziehe. Das würde ich vermutlich versuchen wenn sich kein Käufer findet.

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            • #9
              Alles berechtigte Einwände. Ich kann mir vorstellen, dass das Nähen wirklich keinen Spaß machen würde.

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              • #10
                Wenn Du die Daune als Rohstoff verkaufst, in der Verpackung eines Quilts?
                Auch wenn Du damit evtl mal weniger bekommst als Du dafür bezahlt hast.
                Aber so ist es nur totes Geld und liegt Zuhause rum, nimmt Platz weg.
                Manchmal legt man halt drauf und muss es unter Lehrgeld verbuchen.
                Reiseberichte Trekkingplätze Pfalz

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                • #11
                  Das war mehr oder weniger mein Gedanke. Wenn ich den Quilt verkaufe, dann hätte ich dafür aber gerne die Materialkosten - also 130€ für die Daune plus 20€ für den Stoff. Dass ich damit ein Verlustgeschäft mache ist mir klar, aber mehr Verlust sollte es nicht sein, denn dann verwende ich das Material lieber selbst. Insofern lohnt es sich für andere Bastler natürlich nicht, den Quilt als "Rohstoff" zu kaufen. Es macht nur Sinn, wenn man den Quilt benutzen will bzw. kann. Und es ist fraglich ob es so einen Käufer gibt.

                  Der Quilt an sich ist nicht schlecht, aber er wurde für die Verwendung zu Hause gemacht, wo das Gewicht weniger wichtig ist als der Komfort, und die Temperaturen eher nicht unter 10°C fallen. Ich weiss halt nicht, ob der Quilt für jemanden mit einem halbwegs normalen Metabolismus warm genug ist.

                  Ich kann den Quilt ja mal fotografieren, für 150€ zum Verkauf ausschreiben und schauen was passiert. Wenn sich niemand findet, schlachte ich ihn. In dem Fall würde ich vermutlich aus der alten Hülle eine neue mit Stegen nähen und die Daune zurück füllen. Und ich würde es dann mit einer Clew-Aufhängung versuchen, denn breit genug ist er ja. Wenn das funktioniert habe ich eine Art von Wooki - wenn nicht kann ich ihn zumindest als brauchbaren Underquilt weiter verkaufen. Derzeit sehe ich mich nicht zu einem traditionellen Undequilt zurück kehren - dazu ist das Wooki-Design einfach zu bequem.

                  Ich werde mal auf HammockForums fragen wie die Erfahrungen mit der Daunen-Rückgewinnung sind. Ich befürchte halt, dass das eine Sauerei ohne gleichen ist...

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                  • #12
                    Also ich, als Mann der Maschinen liebt, würde in einen nicht all zu alten Staubsauger, einen neuen Beutel rein machen, und dann mit schwächster Stufe die Daune absaugen.
                    Beutel voll, in einem großen Müllsack entleeren.
                    So würds ich machen. Ich weiss aber nicht wie praktikabel das ist.
                    Reiseberichte Trekkingplätze Pfalz

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                    • #13
                      Zum Daune absaugen habe ich mir auch schon meine Gedanken gemacht, und bin zu dem Schluss gekommen, dass für mich nur ein Fangsack vor dem Sauger in Frage kommen würde. Ich würde z.B. eine Wäschetonne nehmen, unten ein Loch für das Rohr meines Werkstattsaugers reinmachen, und dann einen Sack aus dünnem Stoff reinhängen der etwas kleiner ist als die Tonne. Oben einen Deckel mit Schlauf draufimprovisieren und los kann's gehen. Keine Sauerei und kein Verlust wertvoller Daune. Das sollte gut funktionieren.

                      Ein normaler Staubsauger mit neuem Beutel geht sicher auch, aber man muss den Beutel halt oft leeren. Dafür hat man das Rumgebastel im Vorfeld nicht.
                      Zuletzt geändert von echinotrix; 02.03.2017, 12:11.

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                      • #14
                        Ja, die Saugerlösung... Mein Sauger verwendet keine Tüten und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich die (hoffentlich) saubere Daune durch den halben Staubsauger leiten will. Da müsste ich vorher gründlich mit Wasser durchspülen. Ich muss mich mal über die diversen Techniken informieren.

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                        • #15
                          Ich hatte ja auch darüber nachgedacht, ob es nicht sinnvoll wäre den Quilt vorher zu waschen und aufzutrennen bevor die Daune getrocknet ist. Aber die kleinsten Federchen werden wohl am Stoff kleben bleiben - und ich muss die nasse Daune vor der Weiterverwendung auch erstmal trocknen und entklumpen. Dabei fliegen mit Sicherheit auch die Federn. Ich hab halt noch nie mit Daune gearbeitet, deshalb fällt es mir schwer einzuschätzen wie gut oder schlecht das ginge.

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