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Stoffauswahl DIY-Tarp, was noch beachten?

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  • Stoffauswahl DIY-Tarp, was noch beachten?

    Hallo zusammen!

    Ich überlege, mir aus Kostengründen ein Tarp zusammenschneidern.

    Wichtige Faktoren sind Wetterschutz, Gewicht, Robustheit, Tarnung in dieser Reihenfolge.

    Da ich bisher keine Tarps selbst gebaut habe, dachte ich, ich hole mir mal ein paar gute Ratschläge von euch. Vom Stoff her dachte ich bisher an was sehr leichtes wie z.B. dies hier: https://www.extremtextil.de/ripstop-...=70777.LAUBGRU
    Hätte auch gleich einen brauchbaren Tarneffekt, wobei mich das Warbonnet-Tarnmuster auch sehr beeindruckt: https://www.warbonnetoutdoors.com/wp...ly-600x600.jpg

    Was haltet ihr von einem so "dünnen" Stoff? Auf was sollte man generell beim verarbeiten achten?
    Hang on!

  • #2
    Ich glaube, aus dem Stoff haben sich schon einige Leute im Forum Tarps genäht (echinotrix ?) - mit guten Ergebnissen. Die Frage ist nur, ob du für dein erstes Tarp nicht lieber einen günstigeren Stoff verwendest. Beim ersten Projekt läuft es meiner Erfahrung nach meist nicht so rund; da lernt man für das zweite und dritte Projekt

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    • #3
      100% Zustimmung zum von TreeGirl geschriebenen. Es wäre schade, wenn Du die rund 70 EUR Materialkosten in den Sand setzt. Das Silnylon ist extrem rutschig und bei der Verarbeitung nicht mit gewöhnlichem Stoff vergleichbar.
      Du könntest natürlich auch einen Meter mehr kaufen und aus diesem Stück erst mal 10 Minitarps (maßstabsgetreue Modelle) nähen. Wenn Du mit dem Resultat zufrieden bist, kannst Du Dich mit den gewonnenen Erfahrungen an das richtige Tarp wagen.
      Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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      • #4
        Ich habe auch mein Tarp aus dem Stoff gemacht. Mir gefällt er ganz gut. Deine Kriterien erfüllt er jedenfalls. Ich würde heute allerdings lieber ein eher braun-/olivfarbenen Stoff wählen. Mir erscheint das universeller zu sein, wenn man nicht zu auffällig unterwegs sein möchte. Tarnmuster würde ich nie wählen - das behalte ich Militär und Jägern vor. Muss ja nicht zartrosa sein, aber camouflage ist in meinen Augen ebenfalls nicht angemessen, für dass was ich damit vorhabe.
        Ansonsten bestätige ich TreeGirl und Mittagsfrost : der Stoff der sehr(!) rutschig. Hast Du noch nie mit dünnen Silnylons gearbeitet, plane ein paar Probenähte ein. Hat man die aber gemacht, geht es ganz gut. Den Vorteil von einem günstigeren Erstlingswerks-Stoff sähe ich darin, dass man Schnitt und Maße evaluieren kann: ist das, was man sich ausgedacht hat, lang genug? Will man einen CatCut? Braucht man den vielleicht sogar? Muss es breiter sein? Wie soll die Ridgeline des Tarps ausgeprägt sein? Sowas lässt sich mit günstigerem Stoff gut ausprobieren.

        Viel Spaß! :-)

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        • #5
          Ich habe den Stoff zweimal verarbeitet, einmal in der leichten (36g/m^2), einmal der schweren Variante (55 g/m^2). Das Erste habe ich mit einer doppelten Kappnaht gemacht, das Zweite mit einem franzözischen Saum, verstärkt mit Polyesterband. Beide Tarps sind gut geworden, das Schwerere ist mein Standardtarp. Ich finde die dünnen, beschichteten Stoffe zwar auch schwerer zu nähen als z.b. Baumwolle, aber es geht eigentlich. Richtig nervig hab ich eigentlich immer nur die Umschlagsäume an den Kettenlinien gefunden.

          Probier's einfach mal aus!

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          • #6
            Probiere doch für die Abspannung zum Boden die Leinen, die Biker61 hier vorgeschlagen hat. Die sind günstig in der Anschaffung und sollten helfen, dass das Silnylon nicht so durchhängt, wenn es feucht wird.

            Die Stoffe sind wirklich sehr rutschig. Das ist das Problem Nummer 1: Probiere das Nähen zuerst mit Stoffresten, die es bei fast jedem nicht rechteckigen Tarp gibt. Mach mal ein paar Packsäcke. Vielleicht hilft es, wenn du den Stoff hinter und vor dem Nähfuss etwas spannst und ihn dann im richtigen Tempo mitführst. Andere verwenden Klammern, um den Stoff zu fixieren (z.B. WonderClips). Allenfalls kannst du die Nähte auch mit etwas SilNet (Nahtdichter auf Silikonbasis) bestreichen und so vorfixieren. Das werde ich beim nächsten Tarp machen.

            Problem Nummer 2 ist die Länge der Stoffbahnen: Das Gewicht erschwert das Nähen zusätzlich. Lege den Stoff nicht auf den Boden, sondern hinter die Nähmaschine. Lege ihn so bereit, dass er bereits richtig positioniert ist, die Naht, die du nähen möchtest, liegt rechts. Führe ihn unter dem Arm der Nähmaschine nach vorne (gegen dich) und schlage ihn dann nach oben um. Dann führst du ihn unter dem Nähfuss durch wieder nach hinten. So kannst du ihn leichter führen und das Gewicht des Stoffs zieht nicht nach unten, weil es auf dem Tisch liegt.

            Den Einschlag-Umschlag den Rändern entlang kannst du mit einem Bügeleisen (nicht zu heiss einstellen!) vorfixieren. Bei mir hat das wunderbar geklappt.

            Das aus meiner Sicht einfachste Vorgehen ist das, welches echinotrix bei seinem zweiten Tarp (siehe Links oben) angewendet hat.
            Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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            • #7
              Hmmm, das klingt alles irgendwie so, als würde ein DIY-Tarp doch erstmal teurer als ein gekauftes. Und "zum Üben" Stoff zu bestellen klingt auch nicht effektiv, was Zeit und Wirtschaftlichkeit betrifft. Da müsste man ja schon fast mehrere tarps brauchen
              Hang on!

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              • #8
                Genau so ist es. DIY macht man nicht um zu sparen sondern weil man Interesse daran hat und/oder indivduelle Ausrüstung haben will. Bis man das Ausrüstungsteil so hat wie man es haben will, hat man oft mehr Geld ausgegeben als wenn man es fertig gekauft hätte. Die Zeit ist dabei natürlich nicht eingerechnet. Damit will ich dich keinesfalls vom Nähen abhalten sondern nur deine Erwartungen anpassen Ausrüstung selber machen ist toll aber nicht billig.

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                • #9
                  Zitat von Captain Backpack Beitrag anzeigen
                  Hmmm, das klingt alles irgendwie so, als würde ein DIY-Tarp doch erstmal teurer als ein gekauftes. Und "zum Üben" Stoff zu bestellen klingt auch nicht effektiv, was Zeit und Wirtschaftlichkeit betrifft. Da müsste man ja schon fast mehrere tarps brauchen
                  Versuche es doch einfach. Ganz ohne Übung geht es nicht, aber mein erstes Tarp war zumindest keine Katastrophe:
                  • Die Nähte haben den Stoff zu stark verkürzt, weshalb es ballonartig zu stark durchhängt. Sprich: Es lässt sich nicht optimal abspannen. Deshalb mein Hinweis mit dem Spannen des Stoffes. Dieser Punkt ist wirklich ärgerlich, weil es vom Wind stark "aufgeblasen" werden kann.
                  • Die Türen habe ich nicht abgewinkelt, was die Nutzung erschwert. Es gibt aber genug Schnittmuster im Netz, die man übernehmen kann und die funktionieren.
                  • Dann hat leider unmittelbar nach der Fertigstellung eine Katze darauf Turnübungen gemacht, als ich es nach dem Nahtabdichten einige Zeit unbeaufsichtigt stehen liess, weshalb es nun völlig zerlöchert ist. Das war ärgerlich, zumal das Abdichten vermutlich nicht mal nötig gewesen wäre. Zumindest spricht dieser Punkt nicht gegen einen Versuch.
                  Ich habe bisher nie "zum Üben" Stoff bestellt. Meistens klappt es bei mir auf Anhieb. Das Tarp war eher eine Ausnahme. Und natürlich kann man immer etwas verbessern. Meiner Ansicht muss ein selbstgemachtes Produkt aber nicht unbedingt professionell sein.
                  Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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                  • TreeGirl
                    TreeGirl kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Die Katze wollte dich lediglich ermuntern es besser zu machen

                  • Waldläufer70
                    Waldläufer70 kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Was ihr auch gelungen ist!

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