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Mein erstes Projekt: Allround-Hammock als Entwickler-Plattform

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  • Mein erstes Projekt: Allround-Hammock als Entwickler-Plattform

    Hallo Liebe Hänger!

    Nachdem ich im Sommer eine Hängematte angeschafft habe, bin ich Fan!
    Das Ganze hat dann dazu geführt, daß ich mir durch Anschaffung eines Tarps und basteln eines provisorischen Underquilts einen brauchbaren Ersatz für's Zelt geschaffen habe.

    Jetzt soll das ganze mal Formen annehmen, die den Liegekomfort erhöhen, praktischer im Einsatz sind und vielleicht etwas weniger improvisiert aussehen.....

    Die Ausgangslage:
    Amazonas Moskito-Traveller Pro (Polyester, gesamtlänge ca 3,50, Liegefläche ca 2,20 x 140)
    Selbstgebautes (nicht-)Amazonas Micro-Rope aus 3mm Dyneema, Toggle: Alu-Röhrchen mit selbsgebohrten Löchern.
    Als Baumschutz halten bisher Hebegurte her.......
    Bo-Tarp Camping Tarp Hexagon ca. 4,40 x 4,20/2,00)

    Der Hänger:
    1,83 m
    ca. 70 KG
    Seitenschläfer (viel rechts, weniger links mit ca. 4 Umdrehungen pro Stunde) Diagonale: Kopf links, Füße rechts

    Die Idee:
    Eine universelle Basismatte die der Traveller in folgenden Punkten Voraus ist: Komfort, Gewicht, Flexibles aufhängen mit möglichst wenigen Komponenten.
    Im weiteren Prozess sollen dann "Schnittstellen" für Moskitonetz und UQ entwickelt - ggf. eine andere Geometrie (asym/footbox o.a) probiert werden.

    Der Plan:
    Argon 1.6 als Ausgangsmaterial für eine 11' Matte über die gesamte Materialbreite (vermutl. ca. 1,50 minus umnähen)
    Die doppelt umgenähten Enden sollen dann als Tunnel für Whoopie Slings dienen, auf denen ich die Matte einfach aufziehen will. (Festes Auge (kleiner Durchmesser) durchschieben und den Verstellbaren Teil der Sling durch das Auge ziehen.)
    Als Baumschlingen würde ich je 3 Meter PE-Gurtband mit zwei Schlaufen an den Enden versehen
    Mit zwei Softschäkeln hätte ich dann alle Möglichkeiten baumschonend zu hängen.......vom 10cm Stengel bis zum Baumriesen.

    Maße (ca.) und Material:

    Argon 1.6: 3,50 x 150
    Dyneema Flechtschnur 3mm für Suspension-Whoopies: 20 m für 2 Suspensions á 5 m
    Dyneema Flechtschnur 3mm für Ridgeline-Whoopie: 5 m für Ridgeline 2,50 - 3,20 m
    Dyneema Flechtschnur 3mm für Soft-Shackles: 2 m
    Gurtband PE: 7 m für 2 Baumschligen á 3 m

    FRAGEN:

    Spricht irgendetwas gegen die Idee mit den Whoopieslings als "Endknoten" für die Matte?

    Sind 5 meter Suspension Pro Seite irgendwie kontraproduktiv? .......mir ist bewusst, dass ich ziemlich hoch auf zwei ziemlich weit auseinander stehende Bäume klettern muss, bis ich die volle Länge ausgereizt habe - aber hat das sonst noch Nachteile?

    Die Länge des Würgeteils/Reibungsbremse/Durchzug bei den Whoopie-Slings wird oft mit ca 25 cm. angegeben. Ist das Notwendig??? ich habe aus (echt beschi.....enem) Liros Dyneema eine Whoopie Sling gebastelt, deren Bremse im gestreckten Zustand 14 cm lang ist und damit mal Richtig am Baum geschaukelt........da bewegt sich NIXXX!!!! allerdings ist das LirosPro übelst Spröde und hart.....wie lackiert irgendwie. Dyneema von Kani-Rope ist z.B. ganz weich und seidig........brauche ich da mehr Bremsfläche?

    Dyneema.......: Hätte ich nicht soviel über Amsteel, Zingit und andere gelesen, würde ich einfach bei Dyneema Flechtschnur von Kani-Rope bleiben http://www.kanirope.de/product_info....eflochten.html Allerdings bietet Extremtextil etwas "unbeschichtetes" an, dem irgendwo nachgesagt wurde es sei ideal für Whoopies. Ist allerdings dünner (2,5mm), was sich auf die Tragkraft auswirkt - ma denke an meine 5 meter Ausleger....... Und nicht nur die Amis schwören auf Amsteel...... hat jemand Erfahrungen mit den diversen Dyneema Schnüren? What's best?

    Bin gespannt auf Eure Antworten, Einfälle und konstruktive Kritik und bedanke mich jetzt schonmal bei TreeGirl, die mir eine Bestell-Odyssee in Übersee ersparen wird!





    Mein Camp Set-up..... ......im Freien.
    Zuletzt geändert von jmkoeln; 17.08.2017, 12:42.
    - Wer lang hat, lässt gern lang hängen *Ignatius Golz
    - Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage? *Koito Yavazuka
    - War doof - merkste selbst ne? *Unbekannter Sozialpädagoge

  • #2
    Aus meiner Sicht: Alles richtig gemacht. Wenn Die Woopiesling Dein Gewicht sicher hält, ist der/die/das Bury, also der Seil-in-Seil-Teil, den Du Bremsstrecke nennst, lang genug.
    5 Meter sind üppig, aber besser man hat, als man hätte. Dyneema wiegt ja fast nichts. Amsteel verarbeitet sich etwas besser, vor allem bei dünnen Schnüren. Das war's aber auch schon. Ob nun etwas steifer oder nicht - ich will mit den Schnüren nicht kuscheln, sondern die Hängematte damit aufhängen.
    Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

    Kommentar


    • #3
      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Die Ausgangslage:
      Amazonas Moskito-Traveller Pro (Polyester, gesamtlänge ca 3,50, Liegefläche ca 2,20 x 140)
      ... Ich gehe mal davon aus, dass die 3,50m mit Seilen sind, und die Stofflänge bei 2,80m liegt...

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Der Plan:
      Argon 1.6 als Ausgangsmaterial für eine 11' Matte über die gesamte Materialbreite (vermutl. ca. 1,50 minus umnähen)
      Die doppelt umgenähten Enden sollen dann als Tunnel für Whoopie Slings dienen, auf denen ich die Matte einfach aufziehen will.
      Was meinst du mit "doppelt" umnähen?

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      auf denen ich die Matte einfach aufziehen will. (Festes Auge (kleiner Durchmesser) durchschieben und den Verstellbaren Teil der Sling durch das Auge ziehen.)
      Also du willst das feste Ende der Whoopie Sling direkt durch den Tunnel ziehen?

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Als Baumschlingen würde ich je 3 Meter PE-Gurtband mit zwei Schlaufen an den Enden versehen
      Mit zwei Softschäkeln hätte ich dann alle Möglichkeiten baumschonend zu hängen.......vom 10cm Stengel bis zum Baumriesen.
      3m Tree Hugger sind sehr lang für Whoopie Slings. Der Gurt ist ja nur dafür da, um einmal um den Baum zu gehen. Ein 3m-Baumgurt reicht für einen 95cm dicken Baum. Die meisten Whoopie Sling Nutzer verwenden 2m Tree Hugger. Ich verwende Klemmschnallen und 3,65m Baumgurte - und das hat mir bisher in 95% der Fälle gereicht.

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Dyneema Flechtschnur 3mm für Suspension-Whoopies: 20 m für 2 Suspensions á 5 m
      5m Whoopies sind definitiv Overkill und unnötig. Ich musste meine Hängematte ein paar mal zwischen extrem weit auseinanderstehenden Bäumen aufhängen:

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: longsuspension.jpg
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Größe: 500,1 KB
ID: 35947


      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: wide_hang.jpg
Ansichten: 2
Größe: 370,1 KB
ID: 35948


      Stehen die Bäume weiter als 10m auseinander, ist es nicht mehr ratsam eine Hängematte dazwischen zu hängen. Zum einen musst du sehr hoch klettern um die Aufhängung auf die richtige Höhe zu bringen, zum anderen schwanken die Bäume und der Ausschlag wird mit zunehmender Höhe immer größer. Dazu wird selbst eine geringe Dehnung deutlich spürbar und der Aufhängewinkel muss angepasst werden. Bei starkem Wind (vor allem Böen) würde ich befürchten, dass es mir Tarp und Hängematte zerreisst.

      Wenn du von 10m Maximalabstand ausgehst, und die Hängematte abziehst, bleiben noch ca. 4m pro Seite, plus Baumumfang. Mit 4m langen Whoopie Slings würdest du also in 99,9% aller Fälle hin kommen. Allerdings wirst du schnell feststellen, wie nervig es ist, 98% der Zeit mit überflüssigem Seil zu kämpfen. Das vertüddelt sich, und muss ständig aufgedröselt oder zumindest aufgewickelt werden.

      Mein Vorschlag wäre: mach die Whoopies normal lang, sprich ca. 2m. Dafür brauchst du ungefähr 4,50m Seil pro Whoopie. Für die paar Fälle wo du wirklich große Baumabstände überbrücken musst, spleisst du dir 2 Dog Bones mit 2m Länge. Damit kannst du im Notfall deine Aufhängung verlängern.

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Dyneema Flechtschnur 3mm für Ridgeline-Whoopie: 5 m für Ridgeline 2,50 - 3,20 m
      Wenn du deine Hängematte nicht super straff aufhängen willst (Aufhängewinkel unter 20°), muss die Ridgeline keine großen Kräfte aushalten. Es reicht also auch Lash-It / Zing-It (Bruchlast ca. 230kg). Aber Amsteel schadet nicht - ist halt nur etwas schwerer und voluminöser.

      Ansonsten ist die Rohlänge meiner verstellbaren Ridgelines 4,30m. Das reicht locker für 10'-12' Hängematten.

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Gurtband PE: 7 m für 2 Baumschligen á 3 m
      Brauchst du 25cm große Schlaufen?? Normalerweise reichen 10cm, macht 2 x 320cm = 640cm.

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Spricht irgendetwas gegen die Idee mit den Whoopieslings als "Endknoten" für die Matte?
      Hast du mal ein Foto damit man sehen kann was du mit "Endknoten" meinst?

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Sind 5 meter Suspension Pro Seite irgendwie kontraproduktiv? .......mir ist bewusst, dass ich ziemlich hoch auf zwei ziemlich weit auseinander stehende Bäume klettern muss, bis ich die volle Länge ausgereizt habe - aber hat das sonst noch Nachteile?
      Zusätzliches Gewicht, deutlich größeres Packvolumen, ständige Frickelei mit dem überflüssigen Seil, umständliches Handling.

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Die Länge des Würgeteils/Reibungsbremse/Durchzug bei den Whoopie-Slings wird oft mit ca 25 cm. angegeben. Ist das Notwendig??? ich habe aus (echt beschi.....enem) Liros Dyneema eine Whoopie Sling gebastelt, deren Bremse im gestreckten Zustand 14 cm lang ist und damit mal Richtig am Baum geschaukelt........da bewegt sich NIXXX!!!! allerdings ist das LirosPro übelst Spröde und hart.....wie lackiert irgendwie. Dyneema von Kani-Rope ist z.B. ganz weich und seidig........brauche ich da mehr Bremsfläche?
      Ich verwende immer 25cm. Weniger hält auch, hat aber einen kleineren Sicherheitsspielraum. Und Material nutzt sich ab und altert. Vielleicht hält die Whoopie Sling ein Jahr lang, aber fängt dann an durchzurutschen. Ist es dir das Wert?

      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
      Dyneema.......: Hätte ich nicht soviel über Amsteel, Zingit und andere gelesen, würde ich einfach bei Dyneema Flechtschnur von Kani-Rope bleiben http://www.kanirope.de/product_info....eflochten.html Allerdings bietet Extremtextil etwas "unbeschichtetes" an, dem irgendwo nachgesagt wurde es sei ideal für Whoopies. Ist allerdings dünner (2,5mm), was sich auf die Tragkraft auswirkt - ma denke an meine 5 meter Ausleger....... Und nicht nur die Amis schwören auf Amsteel...... hat jemand Erfahrungen mit den diversen Dyneema Schnüren? What's best?
      Ich habe diverse Dyneema Seile ausprobiert, inklusive dem von Kanirope. Funktionieren tun alle Seile. Aber ich schlage mich nicht mehr mit Nicht-Amsteel herum. Sowohl die beschichteten als auch die seidig-soften Varianten spleissen sich besch...eiden. Beim weichen Dyneema muss man ständig aufpassen, dass man keine Fäden zieht. Und auch später muss man auch aufpassen, dass man nicht irgendwo hängen bleibt. Ob dir das die kleine Ersparnis Wert ist kannst nur du entscheiden.

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      • #4
        Für die optimalen Masse der Whoopie Slings habe ich mal einen Rechner gemacht. Die Masse, die einem der Rechner für die Burys (Spleisse) vorschlägt, beruhen auf den Angaben von Samson Rope zum Amsteel, dürften sich aber auf andere Leinen aus Dyneema (UHMW-PE) übertragen lassen.

        Wenn du die Minimalmasse einhältst (in der Mitte ablesen und rechts - auf den nächsten Zentimeter aufgerundet - in die grünen Felder übertragen), verlierst du nichts, was die Bruchlast anbelangt. Die Burys länger zu machen, bringt keinen Gewinn. Die schwächste Stelle ist eh die, wo das lose Ende den Spleiss (Bury) verlässt. Wenn eine Whoopie Sling reisst, dann dort. Ich meine, die Bruchlast betrage dort noch etwa 70% der Bruchlast der Herstellerangaben (Angabe ohne Gewähr, finde die Stelle gerade nicht. EDIT: Ja, 70% ist korrekt, siehe hier in der Anleitung von Samson Rope.). Auch aus diesem Grund spricht nichts dafür, die Burys unnötig lang zu machen.

        Hier noch ein paar hilfreiche Angaben zu verschiedenen Leinen, die wir mal zusammengetragen haben.

        Viel Spass und Gelingen beim Planen, Nähen und Zusammenbauen!

        PS: Mir hat das Bestellen in den USA immer Spass gemacht, Klar, es kamen auch Porto- und Zollkosten dazu, aber mit diesen bin ich in der Schweiz ohnehin meistens konfrontiert, wenn etwas hier nicht erhältlich ist, auch bei Bestellungen aus dem EU-Raum.
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 17.08.2017, 17:02.

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        • #5
          Ich vermute, du möchtest die Whoopie Slings direkt durch den Kanal der Hängematte ziehen. Dagegen spricht zuerst mal nichts, das funktioniert sehr gut. Der Nachteil ist einzig, dass du - nach einem Regenguss - die nassen Whoopie Slings zusammen mit der trockenen Hängematte einpacken musst. Falls dich das stört, so könntest du bei der Hängematte Continuous Loops oder Dogbones durch die Kanäle ziehen und dann die Whoopie Slings mit leichten Kletterkarabinern, Softshackles oder Whoopie Hooks (dutchwaregear.com) an der Hängematte einhängen.
          Zuletzt geändert von Waldläufer70; 17.08.2017, 15:11.

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          • #6
            Für die Ridgeline würde ich auch Lash-It (grau) / Zing-It (gelb oder rot) verwenden. Aber Amsteel geht auch.

            Hierfür habe ich den Rechner für die Whoopie Slings nochmals etwas überarbeitet, so dass du deine bevorzugten Hängewinkel für das Minimal- und Maximalmass eingeben kannst: Adjustable Ridgeline Calculator.

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            • #7
              Sicherlich nur ein kleiner Nebenaspekt den man beachten kann:

              Wenn ich dich richtig verstanden habe möchtest du die Whoopie Slings direkt mit der Hängematte verbinden. Bei Regen kann - trotz Tarp - Wasser über die Baumgurte und Whoopie Slings in deine Hängematte fließen und diese nass werden. Daher würde ich dir empfehlen Water breaks / drip lines am Ende deiner Whoopies anzubringen.

              Viel Erfolg beim Nähen, ich selbst hatte dabei echt Spaß!!

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              • #8
                Zitat von Carto Beitrag anzeigen
                Sicherlich nur ein kleiner Nebenaspekt den man beachten kann:

                Wenn ich dich richtig verstanden habe möchtest du die Whoopie Slings direkt mit der Hängematte verbinden. Bei Regen kann - trotz Tarp - Wasser über die Baumgurte und Whoopie Slings in deine Hängematte fließen und diese nass werden. Daher würde ich dir empfehlen Water breaks / drip lines am Ende deiner Whoopies anzubringen.

                Viel Erfolg beim Nähen, ich selbst hatte dabei echt Spaß!!
                Die Whoopie Slings haben ja ein loses Ende, das nach unten weggeht. Vorausgesetzt, diese liegen unter dem Tarp: Weiss jemand wie gut diese losen Enden als "Drip Lines" funktionieren? Ich habe hier keinen praktischen Erfahrungswert. Fliesst an den losen Enden ausreichend Wasser nach unten weg? Auch bei Starkregen?

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                • #9
                  Ach ja, für die Soft Shakles fand ich diese Anleitung von Tac Blades sehr hilfreich. Mit dieser Bauweise kommt man auf rund 230% der Bruchlast des verwendeten Seils:

                  Kommentar


                  • Waldläufer70
                    Waldläufer70 kommentierte
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                    Ist der von TreeGirl erwähnte "Improved Soft Shackle".

                • #10
                  Wow ....... das ist viel Info......arbeiten wir es von vorne ab:

                  Die Stofflänge der Traveller Pro sind die 2,20 m..........der Rest sind Schnüre, die in einem Ring-Knoten zum befestigen der Aufhängung münden.......so lässt sich zwar das (relativ kurze) Tuch gut stretchen - aber wenn man nicht aufpasst, gibts Schnürchen-Chaos und nachts habe ich die Lösung als sehr luftig empfunden.'

                  Mit "doppelt" umnähen meine ich, daß ich erstmal ein großes Stück umnähe, und dieses dann halbiert nochmal umnähe - so daß 4 Schichten Stoff entstehen...... in der Mitte würde ich dann das Amsteel durchziehen, alles raffen und dann das feste Auge - mit dem aufgezogenen Stoff - spleissen. Warum soll ich das Auge durch die Matte schieben..... hätte ich auch sofort drauf kommen können!

                  Die Baumschligen sollen wirklich so lang sein......die Ösen werden natürlich auf eine vernünftige Größe gebaut - und wenn die Schlinge etwas länger wird ..... egal. Die brauche ich tatsächlich, wenn ich in unserer Umgebung freie Platzwahl haben möchte - einer meiner Lieblingsplätze sind z.B. 2 Buchen mit je ca. einem Meter Durchmesser. Die will ich auf keinen Fall beschädigen!!! Überhaupt ist der Wald hier sehr aufgeräumt, Alter Bestand wird stehen gelassen - der Rest schön in schonungen gesetzt und bis zum Schlagen in Ruhe gelassen. Da tut man auch den Tieren einen gefallen, wenn man sich an die großen Bäume hält.......die dann halt auch mal etwas weiter auseinander stehen.

                  Endknoten: Das Ende der Hängematte inkl. Befestigungssschlaufe

                  OK.......5 Meter sind zuviel...... aber 4 will ich haben!!!!! Baumbewegung ist natürlich ein sehr gutes Argument für zu hohe Befestigungspunkte im allgemeinen - ich werde das in meine nächste Platzwahl mit einbeziehen! Sollte mir die Frickelei zuviel werden schneide ich was ab :-)

                  AMSTEEL - habe ich verstanden.......Check! Da die gängigen 2,5 mm unter den hier Anwesenden bisher scheinbar jeden Jux mitgemacht haben....GO!

                  Das werde ich dann für alles verwenden - der einfachheit halber........ist die Ridgeline halt etwas stabiler.

                  Die Frage, wie lang der Bremstunnel sein muss, hat sich dank des Whoopie- Rechner s vom Waldläufer wohl erledigt. Habe noch nicht reingeschaut.....aber Whoopie-Sling-Rechner!!!!! Ihr sei doch Irre! SUPER!!!!!

                  Das Problem des ablaufenden Wassers, dachte ich, hätte ich durch die Whoopie Sling an sich gelöst........das verstellbare Ende mit dem Schnurüberhang ist ja direkt an der Matte, bildet also einen prima ablauf - falls nicht, habe ich natürlich immer noch ein paar cm Kordel im gepäck :-)



                  Also der Zwischenstand:

                  1.6 Argon OK
                  Integrierte Whoopie Sling (fixes Auge an der Matte) OK
                  Amsteel 2,5 mm OK
                  Suspension-Länge ca. 4 m jede Seite
                  Packtasche mittig (so können nasse Whoopies draußen bleiben)

                  NEUE FRAGEN:

                  Welche Garn/Nadel Kombination hat sich im Zusammenspiel mit Argon bewährt?
                  Ich nähe auf einer alten Pfaff 30.....ohne verstellbare Unterfadenspannung.......ist das sinnvoll oder soll ich mir besser was "modernes" leihen?












                  Zuletzt geändert von jmkoeln; 17.08.2017, 17:02.
                  - Wer lang hat, lässt gern lang hängen *Ignatius Golz
                  - Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage? *Koito Yavazuka
                  - War doof - merkste selbst ne? *Unbekannter Sozialpädagoge

                  Kommentar


                  • #11
                    Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                    Die Stofflänge der Traveller Pro sind die 2,20 m..........der Rest sind Schnüre, die in einem Ring-Knoten zum befestigen der Aufhängung münden.......so lässt sich zwar das (relativ kurze) Tuch gut stretchen - aber wenn man nicht aufpasst, gibts Schnürchen-Chaos und nachts habe ich die Lösung als sehr luftig empfunden.'
                    Für den Liegekomfort ist die Strecke von "Knoten" (Whip / Kanal) zu "Knoten" entscheidend.

                    Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                    Mit "doppelt" umnähen meine ich, daß ich erstmal ein großes Stück umnähe, und dieses dann halbiert nochmal umnähe - so daß 4 Schichten Stoff entstehen...... in der Mitte würde ich dann das Amsteel durchziehen, alles raffen und dann das feste Auge - mit dem aufgezogenen Stoff - spleissen. Warum soll ich das Auge durch die Matte schieben..... hätte ich auch sofort drauf kommen können!
                    Ich würde nur knapp 1,5cm umfalten und dann nochmals 5-6cm für den Kanal umfalten und das dann mit 3-4 Nähten festnähen. Der vierfache Stoff bringt dir nichts ausser dass du komfortable Länge verschenkst. Aus den 350cm Stoff kannst du eine rund 335cm lange Hängematte machen. Wenn sie eine Spur länger ist als 335cm schadet das auch nichts. - Den Rest deines Kommentars verstehe ich nicht wirklich. Also: Auge durch den Kanal ziehen und dann den Hauptteil der Whoopie Sling durch das fixe Auge ziehen. Fertig.

                    Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                    Die Baumschligen sollen wirklich so lang sein......die Ösen werden natürlich auf eine vernünftige Größe gebaut.
                    Kürzen kannst du später immer noch, wenn du merken solltest, dass die Aufhängung zu lang ist. Vernünftige Grösse wäre: So, dass die verwendeten Karabiner gut durchpassen!

                    Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                    Die Frage, wie lang der Bremstunnel sein muss, hat sich dank des Whoopie- Rechner s vom Waldläufer wohl erledigt. Habe noch nicht reingeschaut.....aber Whoopie-Sling-Rechner!!!!! Ihr sei doch Irre! SUPER!!!!!
                    Ich spiele halt gerne mit Excel. Und zudem übernehme ich selten blind, was andere machen. Ich informiere mich mal unabhängig und baue dann die Masse, die mir für meine Ausrüstung passen. Schliesslich sollen die Whoopie Slings so kurz wie möglich werden, damit der minimale Baumabstand nicht unnötig vergrössert wird. Wer noch mehr sparen möchte, zieht die fixe Schlaufe zweimal (oder dreimal) durch den Tunnel und zieht erst dann den ganzen Rest durch die fixe Schlaufe.

                    Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                    Das Problem des ablaufenden Wassers, dachte ich, hätte ich durch die Whoopie Sling an sich gelöst........das verstellbare Ende mit dem Schnurüberhang ist ja direkt an der Matte, bildet also einen prima ablauf - falls nicht, habe ich natürlich immer noch ein paar cm Kordel im gepäck :-)
                    Kordel oder die Ersatz-Schuhbänder (habe ich von echinotrix gelernt)
                    Wenn du die fixe Schlaufe mehrmals durch den Kanal ziehst, sind die losen Enden noch näher an der Hängematte.

                    Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                    Welche Garn/Nadel Kombination hat sich im Zusammenspiel mit Argon bewährt?
                    Ich nähe auf einer alten Pfaff 30.....ohne verstellbare Unterfadenspannung.......ist das sinnvoll oder soll ich mir besser was "modernes" leihen?
                    Ich nähe mit einer Bernina Record aus dem Jahr 1962, manchmal auf einer modernen Bernina. Wenn du die Oberfadenspannung so anpasst, dass eine schöne Naht entsteht, dann passt das schon. Viele verwenden für die Kanäle ein extra reissfestes Garn von Gütermann. Ich habe bisher immer den Allesnäher von Gütermann verwendet und damit 3-4 Nähte gemacht. Ich kann bisher keine Probleme erkennen.

                    Gehen wir mal davon aus, dass der Grossteil deines Gewichtes auf etwa einen 50cm breiten Streifen der Hängematte zu liegen kommt und du 2.5mm als Stichlänge wählst. Dann kommen auf die 50cm 200 Haltepunkte. Bei einer Dreifachnaht sind das bereits 600 Haltepunkte. Bei einem 100kg-Brocken wird ein "Haltepunkt" also mit knapp 170g belastet. Bei vier Nähten sind es nur noch 125g.

                    Ich persönlich würde die 3-4 Nähte nicht zu dicht beieinander nähen (ca. 3-4mm Abstand), so können sich Spannungen besser ausgleichen, die Belastung verteilt sich besser auf alle Nähte.
                    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 17.08.2017, 17:55.

                    Kommentar


                    • #12
                      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                      Mit "doppelt" umnähen meine ich, daß ich erstmal ein großes Stück umnähe, und dieses dann halbiert nochmal umnähe - so daß 4 Schichten Stoff entstehen......
                      Das hat keinerlei Mehrwert. Damit verlierst du nur Stofflänge. Es reicht ca. 1cm umzuklappen (um die Schneidekante zu sichern und zu verstecken), und nochmal ca. 5cm für den Tunnelzug umzuklappen. Der Tunnelzug selbst wird viel weniger belastet als die Stofflage direkt unterhalb des Tunnelzugs. Vier Stofflagen im Tunnelzug bringen nur dann etwas, wenn die ganze Hängematte aus vier Lagen besteht.

                      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                      in der Mitte würde ich dann das Amsteel durchziehen, alles raffen und dann das feste Auge - mit dem aufgezogenen Stoff - spleissen. Warum soll ich das Auge durch die Matte schieben..... hätte ich auch sofort drauf kommen können!
                      Kann man machen. Aber dann kannst du die Aufhängung nicht mehr austauschen ohne die Whoopie Sling zu zerschneiden (oder mühsam aufzudröseln). Wenn du einen Ankerstich durch den Tunnelzug vermeiden willst, spleisse einfach einen improved Soft Shackles und ziehe den durch den Tunnelzug und durch das feste Auge der Whoopie. Oder spleisse einen Continuous Loop durch den Tunnelzug und einen Dutch Whoopie Hook. Dann kannst du die Whoopies dort einhängen - aber eben auch gegen eine andere Aufhängung austauschen.

                      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                      Packtasche mittig (so können nasse Whoopies draußen bleiben)
                      Wenn die Whoopies patschnass sind, wird die Hängematte auch feucht werden wenn du die Whoopies aus der Packtasche hängen lässt. Und gerade bei sehr großen Baumabständen werden die Whoopies deutlich schneller nass (-> größere Angriffsfläche für den Regen).

                      Ich finde angenähte Packtaschen ja total unpraktisch. Es ist viel umständlicher die Hängematte da rein zu packen. Von allen Packsack-Varianten die ich ausprobiert habe ist der doppelendige Packsack am vielseitigsten (kann man z.B. als "Endkappe" benutzen, die Schutz vor unter das Tarp gewehten Regen bietet) und am einfachsten zu benutzen.

                      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                      Welche Garn/Nadel Kombination hat sich im Zusammenspiel mit Argon bewährt?
                      Polyestergarn ist am besten, da es nicht (so schnell) verrottet und sich wenig dehnt. Mit hochwertigem Garn (z.B. Gütermann) kann man sich eine Menge Ärger beim nähen ersparen. Im Prinzip reicht der normale Allesnäher, aber für stark belastete Nähte (Tunnelzüge!) verwenden die meisten kräftigeres Garn (z.B. Gütermann Mara 70 oder Tera 60). Du kannst aber auch einfach mehr Nähte machen. Bei direkt belasteten Tunnelzügen sind 3 Nähte mit Mara 70 Standard.

                      Für Stoff werden Microtex-Nadeln empfohlen. Die Stärke hängt vom Garn ab. Ich nehme die dünnste durch die das Garn noch problemlos rutscht. Dicke Nadeln machen halt auch dicke Löcher in den Stoff...

                      Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                      Ich nähe auf einer alten Pfaff 30.......ist das sinnvoll oder soll ich mir besser was "modernes" leihen?
                      Alt ist nicht gleich schlecht. Alte Pfaffs sind zum Teil besser als viele neue Maschinen. Ein Obertransport (heisst bei Pfaff IDT) ist Gold wert.
                      Zuletzt geändert von TreeGirl; 17.08.2017, 17:38.

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                      • #13
                        Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                        Ich nähe auf einer alten Pfaff 30.....ohne verstellbare Unterfadenspannung.......
                        Also bei meinen Pfaffs wird die Unterfadenspannung direkt an der Spulenkapsel eingestellt - mittels Schraube. Wenn du noch ein Handbuch zu deiner Pfaff hast, dann sollte da eine Anleitung drin sein. Es wird immer gesagt, man solle an der Unterfadenspannung nicht herum spielen. Die wäre von der Fabrik oder vom Wartungsservice richtig eingestellt. Aber meine Erfahrung ist, dass die Fadenspannung meist für dünnere Garne optimiert ist. Beim Mara 70 hatte ich Probleme. Wenn du häufig mit verschieden dicken Garnen nähst, lohnt sich die Anschaffung einer eigenen Spulenkapsel für die unterschiedlichen Garnstärken.

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                        • Waldläufer70
                          Waldläufer70 kommentierte
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                          Danke für den Hinweis mit der Schraube. Ich muss mal schauen, ob und wie das bei meiner alten Bernina funktioniert. Vielleicht finde ich ja noch eine weitere Kapsel dafür.

                      • #14
                        Zitat von jmkoeln Beitrag anzeigen
                        Mit "doppelt" umnähen meine ich, daß ich erstmal ein großes Stück umnähe, und dieses dann halbiert nochmal umnähe - so daß 4 Schichten Stoff entstehen...... in der Mitte würde ich dann das Amsteel durchziehen, alles raffen und dann das feste Auge - mit dem aufgezogenen Stoff - spleissen. Warum soll ich das Auge durch die Matte schieben..... hätte ich auch sofort drauf kommen können!
                        Habe ich Dich richtig verstanden? Du willst die Schnur durch den Kanal ziehen, den Hängemattenstoff am Kanal zusammenschieben und dann das feste Auge so spleißen, daß der zusammengeschobene Stoff des Kanals im Auge eingeschlossen ist? In dem Fall wäre die Aufhängung unlösbar (bzw. nur mit hohem Aufwand lösbar) mit der Hängematte verbunden. Das ist keine gute Idee.
                        Besser ist es, die Whoopie Sling mit dem festen Auge voran durch den Kanal zu schieben bis das Auge wieder zum Vorschein kommt und dann das andere Ende der Whoopie Sling durch das Auge zu ziehen. Die dabei entstehende Schlaufe ist bei Bedarf schnell lösbar.
                        Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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                        • Waldläufer70
                          Waldläufer70 kommentierte
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                          Ich glaube, jmkoeln wollte das ursprünglich so machen, hat aber bereits die Idee aufgegriffen, die Whoopie Sling durch das fixe Auge zu ziehen.

                      • #15
                        Zu passenden Nadeln und Faden fand ich dieses Video sehr hilfreich (falls du ausreichend Englisch verstehst):

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