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Dog Bones

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  • Dog Bones

    Letzten Sonntag habe ich erstmals Dog Bones gespleisst. Dog Bones sind sehr stabil. Sie bestehen aus zwei fixen gespleissten Schlaufen an den beiden Enden eines relativ kurzen Seils und erinnern deshalb ein wenig an einen "Hundeknochen" (engl. Dog Bone).

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DogbonesMedium.jpg Ansichten: 1 Größe: 261,5 KB ID: 25704

    Die Länge eines Dog Bones wie auch die Grösse der Schlaufen sind variabel und können an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden:
    • Wer damit Continuous Loops ersetzen möchte, hält sie mit Vorteil eher kurz. (Mit Standard-Schlaufen von 7,5cm Länge sind sie etwa 36cm lang.)
    • Wer die Hängematte etwas verlängern möchte, kann sie aber beliebig länger machen.
    • Um die Hängematte über einen Toggle oder eine Schnalle zu hängen, kann man die Schlaufe so klein wählen, dass sie sich gerade angenehm aufhängen lässt, ohne sich aber ohne Gewicht allzu leicht von der Aufhängung lösen zu können.
    • Die Schlaufe kann aber bei Bedarf auch beliebig gross gestaltet werden.
    • Und natürlich kann man auch eine kleine Schlaufe mit einer grossen Schlaufe kombinieren.
    Excel-Tabelle für die individuelle Anpassung der Masse
    Da ich mir für die Whoopie Slings und die Adjustable Ridgeline bereits eine Excel-Tabelle erstellt hatte, habe ich mir nun auch gleich eine für die Dog Bones gemacht. Gerne stelle ich euch das Dokument hier als Google-Datei online zur Verfügung:

    Hier der Link zum Online-Dokument zur Berechnung individuell angepasster Dog Bones.

    Das Online-Dokument zeigt einem auf einen Blick, wie viel Seil man für eine bestimmte Länge des Dog Bones braucht. Zudem gibt sie an, wo man - jeweils vom Ende her gerechnet - die Markierungen setzen muss. Dazu einfach die grün hinterlegten Zahlen verändern. So hat man sehr schnell raus, wie viel Seil man braucht, um den Dog Bone genau nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten.

    Video-Anleitung von Tac Blades
    Hier die Video-Anleitung von Tac Blades, die ich bisher am nützlichsten fand. Von dort habe ich auch die empfohlenen Masse für einen "Standard-Dog-Bone" übernommen. Sie decken sich mit den anderen Angaben, die ich im Internet gefunden habe:


    Tac Blades meint im Video, dass für das Stück in der Mitte des Dog Bone, welches ungespleisst bleibt, wenigstens 1 Inch (2,54cm) nötig sei. Meine ersten Dog Bones habe ich dort ganz bewusst mit 0,0cm Abstand gemacht. Selbst das funktioniert, nur kann es dann passieren, dass ein paar einzelne Dyneema-Fasern in der Mitte herausschauen, was optisch nicht ganz schön ist. Mit 1,0 cm Abstand (oder sogar etwas weniger) funktioniert es aber problemlos. 2,5cm und mehr sind jedenfalls nicht nötig, ausser man möchte lieber etwas längere Dog Bones haben.

    Zwei Beispiele
    • Standard-Dog-Bone (nach Tac Blades): 79cm Dyneema mit 7,5cm langen Schlaufen und 10cm langem Spleiss ergeben einen 39cm langen Dog Bone mit einem etwa 4cm langen Mittelstück.
    • Sehr kurzer Dog Bone: 66cm Dyneema mit 5,0cm langen Schlaufen und einem 10cm langen Spleiss ergeben einen 31cm langen Dog Bone mit einem 1cm langen ungespleissten Mittelstück.
    Überlappend gespleisste Dog Bones
    Im Verlauf der Diskussion unten (ab hier) ergab sich die Idee, das Mittelstück immer weiter zu verkürzen. Das Mittelstück kann auch eine negative Zahl annehmen: Dann nämlich, wenn man die ausgedünnten Teile der Schlaufen sich im Spleiss überlappen lässt. Das hat mehrere Vorteile:
    • Der Dog Bone wird kürzer.
    • Hält man sich an die Empfehlungen von Samson Rope zur Hestellung von Whoopie Slings, so kann man mit einer erhöhten Reissfestigkeit rechnen. (Allerdings fehlen mir hierfür aussagekräftige Tests!)
    • Der Dog Bone ist auf der ganzen Länge gleich dick. Die dünne, stärker bewegliche Stelle in der Mitte des Dog Bones fällt weg.
    • Ich persönlich finde einen überlappend gespleissten Dog Bone auch schlicht und einfach schöner.
    Ich würde empfehlen, zwischen dem Brommel-Lock und der Ausdünnung des Seils wenigstens 3cm, besser 4cm klassisch zu verspleissen. Aus meiner Sicht wird das Resultat schöner und der Dog Bone auch stabiler.

    Beispiel: Aus 68cm Dyneema entsteht ein 28cm langer Dog Bone mit zwei 6cm langen Schlaufen und einer Überlappung von 8cm (zweimal 4cm nicht überlappend verspleisst).

    Ein spezieller Dank für den Anstoss, Dog Bones überlappend zu spleissen, geht an Friedolino.

    Dog Bones mit unterschiedlich grossen Schlaufen
    Verwendet man den Dog Bone für die Hängematten-Aufhängung (Details ab hier), so sehe ich keinen Sinn darin, beide Schlaufen gleich gross zu machen:
    • Die Schlaufe, durch die das andere Ende durchgefädelt wird, kann maximal klein gehalten werden. Der Dog Bone wird dadurch nicht geschwächt, vielmehr wird er bei gleicher Stärke deutlich kürzer.
    • Die Schlaufe, die man für die Aufhängung der Hängematte verwendet, kann den eigenen Bedürfnissen entsprechend grösser gemacht werden.
    Beispiel: Aus 66cm Dyneema entsteht ein 27cm langer Dog Bone mit einer 3cm und einer 8cm langen Schlaufe und einer Überlappung von 8cm (zweimal 4cm nicht überlappend verspleisst).

    Gutes Gelingen beim Spleissen von Dog Bones wünscht

    Michael

    PS: Schon vor längerer Zeit kam mir die Idee, mir einen "Knochen" mit zwei festen Schlaufen als Ersatz für die Continuous Loops zu spleissen, Damals war mir nicht bewusst, dass sich diese Idee unter dem Namen "Dog Bone" bereits weit verbreitet hat.
    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 04.02.2017, 01:16.
    Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

  • #2
    Mir fällt beim DogBone das gleiche auf, was mir schon bei den Whoopies aufgefallen ist. (http://www.haengemattenforum.de/foru...8-whoopies-ucr) Man verwendet doppelt so viel Material erhält aber nur die einfache Stärke, weil der ungespleißten Bereich eine Art Sollbruchstelle darstellt. Wenn dieses Mittelstück sehr lang ist, z.B. als Ridgeline, ist das Verhältnis natürlich günstiger. Aber ich denke, bei diesen kurzen DogBones lohnt es sich darüber nachzudenken, wie man mit ein wenig zusätzlichem Seil überlappende Spleiße herstellen kann, sodass durchgehend die doppelte Stärke vorhanden ist.

    Leider ist mein Seil noch nicht da, sonst würde ich selbst Experimente starten.

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    • Waldläufer70
      Waldläufer70 kommentierte
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      Ich würde diesen Bereich einfach Schwachstelle nennen. Eine Sollbruchstelle ist ein gewollt schwacher Bereich, der im Schadenfall gerade schlimmeren Schaden verhindern soll. Ansonsten hast du natürlich recht!

  • #3
    Hallo,

    wenn du die Seile am Ende ausdünnst, sollte das auch überlappend gehen.
    Aber bei Bruchlasten von 500kg und dann noch Schaufe also 1000kg Bruchlast
    ist das doch echt egal, oder?
    Dünnere Leinen kann man nicht mehr nehmen, da diese ins Material einschneiden.

    Gruss
    Konrad

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    • #4
      Zitat von Konradsky Beitrag anzeigen
      wenn du die Seile am Ende ausdünnst, sollte das auch überlappend gehen.
      Hast du das mal ausprobiert? Da man dabei überlappend spleissen müsste, besteht die Gefahr, dass man bereits verspleisste Fasern wieder aus dem Kern rauszieht. Ich hatte dieses Problem - wie oben beschrieben - bereits, als ich nur schon das einfache Mittelstück auf 0cm Länge reduzieren wollte: Ein paar Fäserchen habe ich dabei wieder herausgezogen, weil ich ja mit dem Spleisswerkzeug leicht überlappend arbeiten musste.

      Um wirklich eine grössere Stabilität zu erreichen, müsste man die ausgedünnten Enden mindestens auf einer Strecke von 10cm (4'') überlappend führen (können). Wenn einem das gelingt, könnte man einen nur 10cm plus zwei Schlaufen langen Dog Bone herstellen.

      Ich sehe zwar das von Friedolino geschilderte Problem, empfinde das aber beim geringen Gewicht von Amsteel als "Klagen" auf sehr hohem Niveau. Ich sehe den Vorteil von Dog Bones primär darin, dass die beiden fixen Augen absolut sicher halten, während die Continuous Loops streng genommen nur über eine "Steckverbindung" verfügen, die sich über längere Zeit theoretisch in ganz kleinen Schrittchen wieder lösen könnte. Der Vorteil von Continuous Loops ist sicher, dass bei ihnen das Seil doppelt geführt ist. Zudem finde ich sie auch optisch schöner. Dog Bones wiederum halten - bei richtig gewählter Grösse der fixen Schlaufe - im unbelasteten Zustand viel sicherer auf einem Toggle oder auf einer Schnalle.
      Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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      • Waldläufer70
        Waldläufer70 kommentierte
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        PS: Vielleicht könnte man einen so kurzen Dog Bone tatsächlich spleissen, wenn man

        a) auf dem überlappenden Teil die Hälfte der Faserbündel entfernt und
        b) mit zwei Spleisswerkzeugen (Loop-Turnern) in entgegengesetzter Richtung arbeitet.

        Hast das schon mal jemand hier ausprobiert? (Ich sollte bald ein paar Loop-Turner bekommen, die ich auf Ebay gekauft habe; dann kann ich es ausprobieren.)
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 25.11.2016, 20:43.

    • #5
      Probieren geht über studieren. Und probieren geht auch ohne Loop-Turner und stattdessen wie bisher mit feinem Draht...

      Vorgehen und Resultat

      Zuerst werden auf 10cm Länge die Hälfte der Faserbündel entfernt. (In diesem Fall waren es vier von acht Faserbündeln.)

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00388.jpg Ansichten: 1 Größe: 489,5 KB ID: 25752Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00391.jpg Ansichten: 1 Größe: 470,6 KB ID: 25753

      Nachdem auf beiden Seiten die fixen Schlaufen vorbereitet sind, müssen wie üblich die losen Enden in den Kern des Amsteels gezogen werden. Da sich die Enden auf der ganzen Länge von 10cm überlappen sollen, muss von beiden Seiten her in entgegengesetzter Richtung ein Spleiss-Werkzeug (hier aus dünnem Draht) eingeführt werden.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00396.jpg Ansichten: 1 Größe: 491,6 KB ID: 25754

      Das hat gut funktioniert. Allerdings braucht das Durchschieben der losen Enden etwas Geduld, geht aber erstaunlich gut.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00398.jpg Ansichten: 1 Größe: 490,4 KB ID: 25750

      Nach einiger Zeit kommen die losen Enden tatsächlich zum Vorschein.

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00404.jpg Ansichten: 1 Größe: 470,5 KB ID: 25751
      Zuletzt geändert von Waldläufer70; 29.12.2016, 20:28.
      Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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      • #6
        Die losen Enden ziehe ich abwechselnd ganz heraus und lasse sie wieder fast im Spleiss verschwinden, damit sich allfällige Verdrehungen der Faserbündel lösen können.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00405.jpg Ansichten: 1 Größe: 490,8 KB ID: 25756Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00412.jpg Ansichten: 1 Größe: 499,7 KB ID: 25757

        Zum Schluss ziehe ich den Dog Bone ganz in die Länge. Tatsächlich verschwinden die losen Enden im Inneren.

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00416.jpg Ansichten: 1 Größe: 481,1 KB ID: 25758

        Leider hat es mir bei meinem ersten Versuch auf einer Seite ein paar der nicht ausgedünnten Fasern nicht in den Spleiss reingezogen. Vom Prinzip her scheint es aber zu funktionieren!

        Die folgenden Masse habe ich dafür verwendet, die Länge des Amsteels aber auf 70cm aufgerundet:

        Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: image_2672.jpg Ansichten: 1 Größe: 141,0 KB ID: 25759
        Zuletzt geändert von Waldläufer70; 29.12.2016, 20:31.
        Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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        • #7
          Wie stabil ein solcher Dog Bone ist, kann ich nicht sagen. Jedenfalls habe ich ein durchlaufendes äusseres Stück Amsteel und im Spleiss zwei vierfache Faserbündel, die auf rund 10cm parallel verlaufen.

          Der fertige Dog Bone ist knapp 29cm lang. Die Tabelle hat also recht genau funktioniert. Das gute Stück wiegt knapp 3g.

          Ich vermute, es wäre von Vorteil, den Spleiss 14cm lang zu machen und weiterhin 10cm davon auf die Hälfte auszudünnen. Dann bräuchte man 79cm Amsteel und der fertige Dog Bone wäre knapp 32cm lang. Die Chance, das Amsteel ganz im Schaft zu versenken und damit auch die Schlaufe stabiler zu machen, würde dadurch erhöht. Der fertige "Hundeknochen" wäre nur unwesentlich länger und "schwerer", aber eine grosse optische und funktionelle Aufwertung wäre damit erreicht.
          Zuletzt geändert von Waldläufer70; 25.11.2016, 23:23.
          Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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          • #8
            Danke, dass Du es ausprobiert hast. Gefällt mir sehr gut. Allein von der Theorie her, sollte die Bruchlast um etwa 50% höher sein. Jetzt gibt es zwei Schwachstellen, und zwar jeweils dort, wo das eine Seil schon ausgedünnt ist, das andere aber noch nicht parallel verläuft.

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            • Waldläufer70
              Waldläufer70 kommentierte
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              Das müsste eigentlich mehr oder weniger bündig sein: Die 10cm Ausdünnung und das -10cm lange "Mittelstück" entsprechen einander. Aber stimmt, ich habe nicht bedacht, dass dort jeweils vier Faserbündel stumpf aufeinander treffen, also "nur" 8+4=12 und nicht 16 Faserbündel tragend sind. Zumindest ist dadurch, dass keine oder kaum eine Lücke vorliegt für eine gleichmässige Verteilung des Drucks gesorgt. Was mir auch gefällt, ist der Umstand, dass der Knochen nun nicht mehr in der Mitte einknickt, sondern überall gleich fest ist. Ein Nachteil könnte sein, dass man den Spleiss nicht mehr von aussen glatt streichen kann, um die Fasern gleichmässig zu strecken, da das Strecken der einen Hälfte mit der anderen Hälfte das Gegenteil macht.

          • #9
            Wie verhält es sich denn mit dem Winkel bei der Aufhängung im Auge? (also z.B. ein Auge in einem Karabiner) Lohnt es sich überhaupt das Mittelteil zu verstärken? Bin mir da nicht ganz sicher... Wo sind die Physiker?

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            • Waldläufer70
              Waldläufer70 kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Der "Improved Soft Shackle" (siehe im entsprechenden Thread oder schau dir das Video dazu von Tac Blades an) reisst bei rund 230% der Bruchlast des einzelnen Seils. Daraus schliesse ich, dass die einfach geführte fixe Schlaufe ausreichend Last trägt, vorausgesetzt, man führt sie nicht um einen allzu dünnen Gegenstand. Beim erwähnten Soft Shackle geht die einfache Schlaufe um zwei gespleisste Seile, also 2mal 16 = 32 Faserbündel.
              Zuletzt geändert von Waldläufer70; 26.11.2016, 21:07.

          • #10
            Ich frage mich auch, was das "Verstärken" des Mittelteils bringen soll. An der Stelle, an der die beiden inneren Stränge aneinanderstoßen, wird die Zugkraft doch zu 100% vom äußeren Schlauch übernommen, oder? Und da eine Kette so stark ist wie ihr schwächstes Glied ...
            Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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            • #11
              Die inneren Stränge stoßen ja nicht aneinander. Sie überlappen sich. Die Schwachstellen sind jetzt an den ausgedünnten Enden der inneren Seile, weil dort statt der 8+4+4 Stränge im Mittelteil nur noch 8+4 sind. Das sind aber dann 150%. Aber wie es sich bei Umschlingung eines Karabieners oder mit einem Ankerstich verhält, würde mich auch interessieren.

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              • Mittagsfrost
                Mittagsfrost kommentierte
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                Sorry, das mit dem Überlappen war mir beim ersten Lesen durch die Lappen gegangen.

              • Waldläufer70
                Waldläufer70 kommentierte
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                Richtig. 10cm à 4 Faserbündel sind doppelt geführt. Ich vermute, man könnte sogar 2mal 5 Faserbündel parallel führen. Ich war erstaunt, wie leicht ich die 2mal 4 Faserbündel inklusive die 2mal 2 Drähte durch den Kern des Amsteels schieben konnte. (Zur Erinnerung: Beim Spleissen wird geschoben, nicht gezogen. Wer Kraft braucht, macht etwas falsch.)
                Zuletzt geändert von Waldläufer70; 26.11.2016, 21:20.

              • Waldläufer70
                Waldläufer70 kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Wie bei Stesch weiter oben bemerkt, reicht beim "Improved Soft Shackle" die kleine, verstellbare, einfach geführte Schlaufe für eine Bruchlast von rund 230% des einfachen Seils. Diese Schlaufe wird dort um zwei gespleisste Seile (also 2mal 16 = 32 Faserbündel) geführt. Ein engerer Bogen dürfte die Bruchlast heruntersetzen. Spätestens wenn man die Schlaufe um eine Messerklinge führt, wird deutlich, weshalb das so ist: Amsteel lässt sich ja mit einem scharfen Messer recht gut schneiden.
                Zuletzt geändert von Waldläufer70; 26.11.2016, 21:21.

            • #12
              Habe heute im Zug unter den neugierigen Blicken zweier Schweizer und eines Hamburgers das Experiment mit einem 18cm langen Spleiss wiederholt, bei dem 10cm doppelt (2mal 4 Faserbündel) geführt sind.

              Der Dog Bone sieht sehr schön aus und ist bei zwei 7cm langen Schlaufen rund 32cm lang und etwa 3,5g schwer. Er kann nach Belastung wie eine Kerze gehalten werden und kippt nicht um.

              Nicht geplant waren zwei ganz kurze Stellen auf beiden Seiten, an denen 8+8+4=20 Faserbündel parallel verlaufen.

              Fotos:

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00423.jpg Ansichten: 1 Größe: 365,5 KB ID: 25787Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00425.jpg Ansichten: 1 Größe: 373,0 KB ID: 25788Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00427.jpg Ansichten: 1 Größe: 406,5 KB ID: 25786Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: resized_DSC00428.jpg Ansichten: 1 Größe: 337,0 KB ID: 25785
              Zuletzt geändert von Waldläufer70; 29.12.2016, 23:07.
              Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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              • Friedolino
                Friedolino kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Ich denke mit den zwei 20er stellen verschwinden die Schwachstellen und die Bruchlast nähert sich den 200%

            • #13
              Hier noch die Daten, die ich für die Herstellung verwendet habe:

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: image_2677.jpg Ansichten: 1 Größe: 119,2 KB ID: 25791

              Hinweis: Ich habe die Länge des Amsteels auf 79cm aufgerundet. Die Länge des fertigen Dog Bone beträgt eine Spur mehr als 32cm.

              EDIT: Man könnte den 4cm langen nicht ausgedünnten Teil des Spleisses allenfalls noch etwas verkürzen (z.B. auf 3cm), womit der fertige Dog Bone nur noch 30cm lang wäre. (Mit nur 2cm ohne Ausdünnung war es beim ersten Versuch - siehe weiter oben - etwas schwierig.)

              Jedenfalls halte ich die so gestalteten Dog Bones für sehr schön und hochwertig. Die Bones sind - gerade wenn man sie aus 1/8''-Amsteel macht - im unbelasteten Zustand sehr geschmeidig und beweglich. Nachdem sie unter Last standen, sind sie eher fest im Griff. Mit zwei gebogenen Drähten kommt man relativ schnell und leicht zum Ziel!

              PS: Zwei Loop-Turner sind eher ein Hindernis als eine Hilfe. Die Schlaufen aus dünnem Draht lassen sich leicht biegen und so optimal aneinander vorbeiführen.
              Zuletzt geändert von Waldläufer70; 29.12.2016, 23:03.
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              • #14
                Danke, Friedolino, für deine tollen Gedankenanstösse. Ich probiere immer gerne Neues aus!

                Letztlich stelle ich meine Excel-Tabellen genau für solche Experimente zur Verfügung: Man kann damit ohne grosse Rechnerei Neues ausprobieren, ohne - im dümmsten Fall - einen Haufen Material verschwenden zu müssen. Man gibt einfach die Wunschdaten ein und liest ab, wie viel Material man braucht und wo man die Markierungen setzen muss.

                PS: Wer genau hingeschaut hat, hat vielleicht bemerkt, dass ich für die letzten beiden Darstellungen eine erweiterte Version des Rechners verwendet habe, die den ausgedünnten Bereich des Spleisses defensiver berechnet als den nicht ausgedünnten Bereich. Sollte sich die neue Version in der Praxis bewähren, so werde ich den oben verlinkten Rechner auf den neuen Stand bringen.
                Zuletzt geändert von Waldläufer70; 26.11.2016, 21:37.
                Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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                • #15
                  Habe soeben die über Ebay bestellten Loop-Turner im Briefkasten gefunden. Weiteren Spleiss-Projekten steht also nichts mehr im Wege...
                  Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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