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  • Holzgestell

    Ich möchte euch mein am Montag gebautes Hängemattengestell aus Holz vorstellen. Die Idee habe ich von Hammockforums und da ich ja immer noch auf der Suche nach einem transportablen Gestell für Übernachtungen bei Freunden oder in Ferienwohnungen bin, kam mir dieses gerade recht.
    Ich hatte ja vor einiger Zeit einen Pipe Stand gebaut, der allerdings schwerer (ca. 10 kg) ist und doch in Längsrichtung schaukeliger war, als ich es mir erhofft hatte.

    Bei diesem Holzgestell hatte ich diesbezüglich ein besseres Gefühl, da mir die Firststange recht gut fixiert erschien.
    Als Stangen habe ich Schichtholz wegen der besserer Steifigkeit gegenüber Massivholz genommen: 3,5 x 3,5 cm stark, die 4 Beine sind 1,60 m lang und die Firststange besteht aus 2 Teilen à 1,70 m, die in der Mitte auf einer Länge von 10 cm angeschrägt und zusammengeschraubt sind, so dass 2 x 1,60 m reale Länge herauskommen.
    Das Gestell wiegt komplett nur 7,1 kg und ist zwar auch nicht ganz schwankfrei in Längsrichtung, aber doch weniger elastisch als der Pipe Stand. Ich werde wahrscheinlich noch diagonale Verbindungen von den Beinen zur Firststange machen und dann müßte es eigentlich recht gut sein.

  • #2
    Das ist ja richtig schön geworden. Gratuliere dir!

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    • #3
      Hallo,
      sieht Klasse aus, sehr professionell. Wann gehst Du damit in Serie? Wir bestellen schon mal ;-)
      Grüße
      Andreas

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      • barfuß
        barfuß kommentierte
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        Das wird eher nichts werden: ca. 65,- € Materialkosten und 3,5 Std. Arbeit. Ich hätte gedacht, dass es viel schneller geht, weil es ja recht einfach aussieht. Man muß aber doch recht präzise bohren.

    • #4
      Bei 40x40mm in Buche wäre es noch leichter geworden und die Schwingungen wären
      stark reduziert worden.
      Ich sagte ja schon, dass genau diese 35x35mm Beinchen das Problem darstellen.
      Wenn ich mich da jetzt mit meinen 100kg reinhänge, werde ich seekrank.
      und die Beine würden sich spreizen.

      Gruss
      Konrad

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      • barfuß
        barfuß kommentierte
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        Vielleicht könnte das ja auch an deinen 100 kg liegen. Ich habe ja nicht gerade eine filigrane Figur, aber meine 70 kg hält es, ohne dass sich die Beine spreizen. Weit davon entfernt...die Beine geben in Querrichtung überhaupt nicht nach. Lediglich in Längsrichtung ist etwas Spiel.

    • #5
      Hat noch jemand einen Tipp, wie man die leichte Schaukelbewegung (ca. 3 cm, wenn man sich - nicht allzu schwungvoll - in der HM umdreht) eliminieren kann? Ich habe mal ein Stahllineal oben über Eck hingehalten und dann das Gestell hin-und herbewegt, aber da habe ich gar keine Bewegung unter dem Lineal gemerkt. (Man kennt das ja sonst von Regalen, bevor man hinten ein Stahlkreuz draufschraubt. Da spürt man die Bewegung unter dem Kreuz, beim Festhalten vor dem Anschrauben.)

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      • Konradsky
        Konradsky kommentierte
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        Klar, das da keine Bewegung feststellbar ist, weil die Resonnanzen ja von den dünnen Beenen kommen
        Ich sagte ja schon, wenn die Beine in sich schwingen, addiert sich das.
        Wahrscheinlich kannste auf den Beinen wenn du in der Matte liegt, Geige spielen.;-)
        Aber hatte ich schon gesagt und Spott war die Antwort.

      • barfuß
        barfuß kommentierte
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        Ich habe mal darauf geachtet ob sich die Beine in sich bewegen, wenn ich mich in die Matte setze oder etwas in ihr wippe, aber ich sehe nichts. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie sich "verbiegen". In Querrichtung bewegen sich die Füße gar nicht: ich würde ja sehen, wenn sich der Teppich verschieben würde.
        (Du warst bei deinem Kommentar in Mengerschied aber auch von deutlich längeren Beinen ausgegangen und von einem größeren Gewicht des Hängemattennutzers.)

    • #6
      Zitat von barfuß Beitrag anzeigen
      Hat noch jemand einen Tipp, wie man die leichte Schaukelbewegung (ca. 3 cm, wenn man sich - nicht allzu schwungvoll - in der HM umdreht) eliminieren kann? Ich habe mal ein Stahllineal oben über Eck hingehalten und dann das Gestell hin-und herbewegt, aber da habe ich gar keine Bewegung unter dem Lineal gemerkt. (Man kennt das ja sonst von Regalen, bevor man hinten ein Stahlkreuz draufschraubt. Da spürt man die Bewegung unter dem Kreuz, beim Festhalten vor dem Anschrauben.)
      Ich glaube, ich würd' die Beine knapp über dem Boden mit Dyneema abspannen. Ein paar Stifte in's Holz und je zwei Seile in Längs-und Querrichtung - da rührt sich nix mehr.

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      • barfuß
        barfuß kommentierte
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        Danke für den Tipp. Das werde ich mal probieren. Muß aber erst noch Dyneema bestellen.... wird also noch etwas dauern, bis ich berichten kann ob es was gebracht hat. Heute Nacht werde ich jedenfalls das 1. Mal drin schlafen.

      • Konradsky
        Konradsky kommentierte
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        Am besten ist es eine dreieckige Sperrholzplatte von 1,50m Höhe und 5mm Stärke auf die Beine zu verleimen.
        Dann hat man Ruhe. Schrauben reicht nicht.

    • #7
      Sieht doch super aus, die Rändelmuttern gefallen mir richtig gut. Würde aber auch noch mit Seile diagonal Verspannungen anbringen. Wenn's nicht so aufs Gewicht ankommt würde sich auch Drahtseil anbieten das lässt sich auch super spannen.
      Never without my Hammock!

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      • Konradsky
        Konradsky kommentierte
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        Dyneema ist leichter und stabiler als Drahtseile.
        Es lässt sich auch leichter verarbeiten und hat auch kein Reck.

    • #8
      Ist super geworden! Sind die Balken auf Sperrholzart verleimt? Sieht irgendwie so aus.

      Wenn die Schwankbewegung tatsächlich durch die Verbindung verursacht wird, hilft es wohl nur das Gestell zu verschränken - z.B. mit Schrägverbindern:

      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: holzgestellverstaerkung.jpg
Ansichten: 1
Größe: 222,4 KB
ID: 34366


      Mit Dyneemaseilen geht das sicherlich auch, aber da brauchst du vermutlich mehr Länge und/oder zusätzliche Ankerpunkte.

      Hast du das Gestell mal auf den "Rücken" gelegt und versucht die Beine in Längsrichtung zu bewegen? Vielleicht kannst du so ausschließen, dass die Bewegung eine Folge sich durchbiegender Beine ist. Beim Pipe Stand kann man es jedenfalls gut nachvollziehen dass die L-Verbindung der Schwachpunkt ist.

      Kommentar


      • #9
        Ich habe heute Nacht zum 1. Mal in dem Gestell geschlafen und es hat super geklappt. Es wackelt doch sehr wenig.

        Zum Vergleich habe ich vorhin auf meinem Balkon noch den Pipe Stand (aus den Wasserrohren) aufgebaut und der gibt deutlich mehr nach, und zwar nicht nur wie bei dem Holzgestell in Längsrichtung, sondern auch in Querrichtung. (Das betrifft aber nur den Pipe Stand für die GE, der für die Hammocktent steht deutlich besser)

        TreeGirl: diese Art Verstärkung habe ich probiert, aber daher kommt das leichte Schwanken nicht. Eher vielleicht wie Konradsky meinte, von den nicht so dicken Beinen. Ich wollte das Gestell ja möglichst leicht haben und habe deshalb keine großen Durchmesser genommen, dafür aber wie Sperrholz verleimtes Holz, weil das 40% stabiler sein soll, als Massivholz in gleicher Stärke. Außerdem waren die Stangen alle schön gerade und die Massivstangen aus den Baumärkten sind ja schon beim Kauf alle verzogen.....
        Gerade habe ich das Gestell auch "auf den Rücken" gelegt, aber dann ist es recht instabil - schon weil sich dann die Firststange durchbiegt, was sie aber nicht tut, wenn das Gestell richtig herum steht und ich mich hineinlege.

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        • Konradsky
          Konradsky kommentierte
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          Mit der Stabilität unterliegst du einem Irrtum. Die Stabilität und Biegesteifigkeit mit deinem Sperrholz in Längsrichtung des Holzes ist 50% weniger als
          bei durchgehendem Holz.
          Die Stabilität bei Querbelastung zur Faser ist jedoch viel höher als bei Massivholz, nur leider tritt die bei
          dir nicht auf.
          Holz kauft man nicht im Baumarkt, sondern im qualifiziertem Holzhandel oder Hobelwerk oder macht es eben aus Bohlen selber.
          Da Sperrholz durch den großen Leimanteil(bis zu 70% sehr schwer ist, wäre es sinnvoll gewesen astfreie Fichte in 40x40mm zu nehmen
          und noch 25% leichter und stabiler zu sein.

        • TreeGirl
          TreeGirl kommentierte
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          Konrad, hast du vielleicht eine Adresse von einem qualifizierten Holzhandel in Niederbayern? Mir gefällt das Holzgestell sehr gut. Das wäre für drinnen eine leichtere und weniger sperrige Alternative zum Pipe Stand. Der steht bei mir jetzt im Garten, für das gelegentliche Nachmittagsschläfchen.

        • Konradsky
          Konradsky kommentierte
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          Am besten den Schreiner des geringsten Mißtrauens in deiner Gegend fragen.
          Der kann auch aus einer 45mm Diele Klasse 0 die Kanteln schneiden.

      • #10
        Bei uns gibt es nur Baumärkte und einen richtigen Holzfachhandel, aber da habe ich schon Holz gekauft und das war keinen Deut besser, als das vom Baumarkt. Genauso frisch, genauso verzogen, genausoviele Äste und schiefe Jahresringe....

        Hier ein Zitat von Hornbach betreffend des von mir verwendeten Holzes: "besonders Formstabil und maßhaltig durch verleimte Furnierlagen, verwendbar im Innen- und Außenbereich, 25 % mehr Biege- und Zugfestigkeit als Fichtenholz der gleichen Abmessung, geeignet für den Holzrahmenbau": deshalb habe ich das gekauft.

        Selber machen kann ich nicht: dazu bräuchte ich eine Abrichte, evt. eine Hobelmaschine, eine Kreissäge oä., was ich als Geigenbauerin eben nicht habe. (Ich habe nur kleine Handhobel, die eine Sohlenlänge zwischen 18 cm und 1,5 cm haben....)

        Aber ich könnte mir vorstellen, noch so ein Gestell aus massiver Fichte zu bauen. Das System erscheint mir gut; vorallem die Verbindung von Firststange zu den Beinen ist echt gut.
        Evt. verkleinere ich das jetzige Gestell noch etwas: es braucht gar nicht ganz so lang und hoch sein. Dadurch würde es auch noch stabiler.

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        • #11
          Wüsteneisenholz...

          Nein.
          Sehr schöne Arbeit mit vielen Details.
          Die angeschrägten Füße, die Schrauben, die Kanten.
          Sauber!
          Reiseberichte Trekkingplätze Pfalz

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          • Konradsky
            Konradsky kommentierte
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            Deshalb schrieb ich ja zum Schreiner gehen, eine 45er Fichtenbohle Klasse 0 durch die Dickte schicken
            und dann 40mm breite Riegel draus schneiden.
            Das ganze kostet dann auch nicht viel mehr als im Baumarkt.
            Man muß halt wissen was man genau will.
            Aber dazu gibts ja den Forumsschreiner.
            Baumärkte wollen nur eins. Manch ein Verkäufer hatte letzte Woche
            noch Wurst verkauft.

          • TreeGirl
            TreeGirl kommentierte
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            Ich bestell mir die Balken bei dir - vor dem nächsten Treffen

          • Konradsky
            Konradsky kommentierte
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            Rechtzeitig vorher Bescheid gesagt, bringe ich dir gerne die Hölzer mit.

        • #12
          Vielleicht könntest du durch eine Vorspannung der Beine etwas Ruhe ins System bringen. Ich stelle mir das ähnlich wie in diesem Beitrag vor. http://www.haengemattenforum.de/foru...-handy-hammock

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          • #13
            Das System der Handy Hammock kenne ich, weil ich die schon seit einigen Jahren habe. Ich will aber erstmal die einfache Lösung mit dem Verkleinern des Gestells probieren. Ich könnte mir vorstellen, dass das schon ausreicht und ich mag (sofern möglich) einfache Lösungen....

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            • #14
              Gestern habe ich das Gestell verkleinert, so dass es gerade für meine TTTM paßt: die Beine sind jetzt nur noch 1,35 m lang und die Firststange hat eine Gesamtlänge von 2,85 m.
              Die Continuos Loops der HM hänge ich direkt über das Ende der Firststange.
              Jetzt wiegt das Gestell nur noch 6,5 kg, ist gut zu transportieren und schaukelt fast nicht mehr: oben ca, 1 cm, wenn ich mich in der Matte umdrehe, so dass ich sehr zufrieden bin.

              Auf Teppich steht es sehr gut, auf glattem Boden wie Parkett drückt es die Beine ca. einen halben cm auseinander und auch in Längsrichtung rutscht es etwas. Für diesen Fall wäre es sicher gut, irgendetwas rutschfestes wie ein Stückchen Gummi o.ä. unter die Füße zu kleben.
              Zuletzt geändert von barfuß; 09.07.2017, 12:28.

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              • #15
                Zitat von barfuß Beitrag anzeigen
                Auf Teppich steht es sehr gut, auf glattem Boden wie Parkett drückt es die Beine ca. einen halben cm auseinander und auch in Längsrichtung rutscht es etwas. Für diesen Fall wäre es sicher gut, irgendetwas rutschfestes wie ein Stückchen Gummi o.ä. unter die Füße zu kleben.
                Oder du verbindest die Beine in diesen Fällen mit einem Stück Schnur.

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