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Doppelte Ridgeline

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  • Doppelte Ridgeline

    @ Mios Dios: Also was man da in Bild1 unter dem Tarp sieht das ist eine doppelte Dyneema Ridgeline die mit Bambusstäbchen aufgespreizt ist.
    (Die Structural Ridgeline von der HM ist auch noch zu sehen, das ist auch eine doppelte, aber das hat keine Bewandtnis!).
    In Bild2 kann man den prinzipiellen Aufbau sehen.

    Bild3 zeigt das Setup von oben
    Bild 4 zeigt das Setup exakt frontal

    Das Problem und die Idee dahinter sind folgende:
    • Jede Ridgeline hängt durch, egal wie stramm gespannt.
    • Die Folge ist das nicht nur der First sondern die ganze Tarp-Seite in der Fläche erheblich nach innen durch hängt.
    • Dem kann man entgegenwirken indem man das Tarp im First kurvig zuschneidet. (Kettenlinien-Schnitt)
    • So einen Schnitt haben die allermeisten Tarps aber nicht.
    Als Ersatz für den fehlenden Kettenlinien-Schnitt nehme ich eine doppelte, gespreitzte Ridgeline, das hat den gleichen oder sogar einen größeren Effekt wie ein Kettenlinien-Schnitt
    Und wenn man in Bild 4 ganz genau hinsieht dann erkennt man sogar das beide Tarp-Seiten in der Fläche nicht nach innen durchhängen, sondern sogar ein bisschen nach außen gewölbt sind.
    Um das zu schaffen ist die doppelte Ridgeline mit etwa 40 Kilo vorgespannt​​​​​. Die längsten Speitz-Stäbchen haben 22cm

    Im Ergebnis habe ich:
    • mehr Platz unter dem Tarp
    • die Flächen sind gleichmäßig gespannt und fangen bei wind nicht an zu flattern
    • schön aussehen tut es auch noch

    Double Ridgeline Prinzip Split Ridgeline Von Oben

  • #2
    Es freut mich sehr, dass hier ein Entwickler zu uns gestossen ist. Die Lösung gefällt mir sehr gut. Was ich mich frage ist höchstens:
    • Wird der Aufbau auf diesem Weg nicht etwas umständlicher? Oder sind die Stäbchen fix mit der Ridgeline verbunden?
    • Wie sieht es mit dem Mehrgewicht aus?
    Ich habe bisher zwei Tarps mit Kettenlinienschnitt selber genäht und besitze auch ein gekauftes Hex-Tarp (eher klein) und ein paar gekaufte rechteckige Tarps:
    • Die gekauften rechteckigen lassen sich erstaunlich gut abspannen, die Seiten hängen kaum durch. (z.B. DD SuperLight Tarp)
    • Beim gekauften Hex-Tarp hängt die Ridgeline in der Mitte etwas durch, die Seiten lassen sich aber doch recht satt abspannen. Eine Ridgeline unter dem Tarp trägt zu einem schöneren Aufbau bei.
    • Das erste selbst genähte Tarp hat eine ganz leichte Kettenlinie am First und an den Seiten. Der Schnitt ist allerdings nicht optimal. Es lässt sich ganz schlecht abspannen und hängt extrem durch.
    • Das zweite selbst genähte Tarp ist ein Hex-Tarp, ungefähr nach einer Anleitung von Ripstop by the Roll. Es verfügt über keine Kettenlinie am First, dafür sind die Kettenlinien den Seiten entlang (v.a. unten) etwas stärker ausgeprägt (aber weniger stark als in der Anleitung). Es ist viel besser gelungen und lässt sich auch viel besser abspannen. Allerdings hängen auch bei diesem die Seiten etwas durch.
    Warum lassen sich die gekauften rechteckigen Tarps besser abspannen als meine selbst genähten mit Kettenlinie? In meinem Fall liegt es daran, dass mir die Nähte die Seiten des Tarps gegenüber dem eigentlichen Stoffmass eine Spur verkürzt haben. Ich frage mich, wie meine Eigenkreationen sich abspannen lassen würden, wenn mir eine bessere Naht gelingen würde. Sollte ich für dieses Problem keine Lösung finden, so wäre auch eine doppelte Ridgeline mit Spreizstäbchen keine wirkliche Lösung. Für ein sauber genähtes Tarp wäre es aber alleweil eine Überlegung wert.

    Deine Konstruktion löst jedenfalls das Problem des eher engen Raums unter einem Tarp mit First sehr elegant und wölbt, wie du schreibst, die Seiten sogar leicht nach aussen. Einige (wie z.B. echinotrix) versuchen, ein vergleichbares Resultat - vielleicht sogar noch etwas ausgeprägter - mithilfe von Tie-Outs in den Seitenwänden zu erreichen. Ich vermute, du kennst diese Möglichkeit auch. Es gibt auch einige kommerzielle Produkte, die das so lösen.
    Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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    • #3
      • Wird der Aufbau auf diesem Weg nicht etwas umständlicher?
      Ja, schon, ein bischen, zumindest wenn man das so "aufzieht" wie ich das mache:
      Die Ridgeline ist fest am Tarp angebaut. Siehe Bild1, sie endet an je einem Ring links und rechts. Das Tarp ist auch an den Ringen fest dran. Die Länge der Ridgeline ist einmalig so eingestellt das sich beim spannen das Tarp-Tuch im First so gerade gut strafft, aber nicht überdehnt. Jede weitere noch so große Spannung wird von der Dyneema Ridgeline übernommen.
      Zwei Whoopies und zwei Tree-Straps geben nun eine große Felxibilität was Baum-Abstand und die gewünschte Position des Tarps zwischen den Bäumen angeht.
      Bei ggf. hoher Vorspannung der Ridgeline halte ich Treestraps für notwendig.
      Wenn man alle Einzelteile durchzählt komme ich auf 15. Im Gegensatz dazu bei einer traditionellen Ridgeline z.B aus Paracord und 2 Prussek-Schlaufen komme ich auf 3 Einzelteile.
      • Oder sind die Stäbchen fix mit der Ridgeline verbunden?
      Nein, das ist beim verpacken ungünstig. Die Stäbchen sind lose sie haben an den Stirnseiten eine kleine Kerbe damit halten sie ganz von alleine. Alle Kanten sind entgratet damit das Tarp nicht beschädigt wird. Für das dazwischen-setzen brauche ich greade mal 30 Sekunden.
      Diese rechteckigen Stäbchen sind sehr gut: http://kk.org/cooltools/bamboo-chopsticks/
      • Wie sieht es mit dem Mehrgewicht aus?
      Gering! Dyneema ist super leicht und die Bambus-Stäbchen sind grade mal 5mm dünn. Die wiegen alle zusammen unter 10 Gramm
      • Die gekauften rechteckigen Tarps lassen sich erstaunlich gut abspannen, die Seiten hängen kaum durch. (z.B. DD SuperLight Tarp)
      Ja. habe auch ein DD Super Light, das ist ganz klasse weil der Stoff sehr elastich ist. Er passt sich ganz einfach elastich an die durchhängende Ridgeline an und die Flächen beliben schön gespannt. Tie Outs an den Seitenwänden sind bekannt, das ist auch eine elegante Lösung.
      Zuletzt geändert von Biker61; 03.05.2017, 10:09. Grund: Link zu Bambusstäbchen eingefügt.

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      • #4
        Vielen Dank, auch für die Skizze. Jetzt kann ich es mir noch viel besser vorstellen.

        Das Mehrgewicht ist wirklich im Rahmen. Im Grunde sind es ja nur die beiden Leinen unter dem Tarp (wenn man nicht ohnehin eine durchlaufende Leine verwendet) und die sechs Stäbchen.

        Ich dachte, dass du die Ridgeline vielleicht separat versorgst. Dann könnte man die Stäbchen auch fix montieren und die doppelte Leine einfach samt den Stäbchen einrollen. So stimmt dafür auf Anhieb die Spannung, das ist ein grosser Vorteil.

        Den grössten Vorteil sehe ich hier in der zusätzlichen Breite gleich von oben an. Das gefällt mir gut.
        Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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        • #5
          Gestern habe ich mal probiert wie sich eine stärker gespreizte Doppelridgeline macht. Die Spreizen haben nun doppelte Länge. Für's Rucksack-Wandern ist das natürlich wenig attraktiv, aber für ein Tarp im Garten durchaus eine Option. Die Spreitzen haben nun folgende Maße:
          2 Stück 44cm (100%)
          2 Stück 37cm (84%)
          2 Stück 22cm (50%)
          Die gleichen prozentualen Längen hatten zuvor die kürzeren Spreizen auch.
          Momentan sind die Spreizen aus 5mm Bambus, werde aber umsteigen auf deutlich stabilere und leichtere 5mm bis max. 6mm CFK Rohre (13g/m bzw. 23g/m). An den Enden kommt eine Splittkappe drauf die in die Ridgeline einrastet. Ist auch im Bild5 zu sehen.

          Die breiteren Spreizen bieten noch mal zusätzlichen "Raum" unterm Tarp. Ich hatte den Eindruck das die Seitenwände bei Wind von quer nun deutlich weniger eingedrückt werden und der Wind leichter über den First hinwegstreicht.

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

Name: DSC00053.JPG
Ansichten: 1
Größe: 144,6 KB
ID: 31695



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          • #6
            Sieht sehr elegant aus! 44cm wären jetzt im oder am Rucksack nicht mal unbedingt ein Problem: Zwei Gummibänder drum und in die Seitentasche stecken.
            Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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            • #7
              Mir gefällt die Konstruktion ausgesprochen gut. Ich komme ursprünglich vom Zelten und wenn man ein Kuppelzelt (Geodät) und die damit verbundene Kopffreiheit gewöhnt ist, ist ein normales Tarp einfach zu einengend.

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              • #8
                Danke für das teilen dieser Idee, ich werd das auch ausprobieren.
                Die Spreitz-Stäbchen werd ich aus Reststücken gebrochener Karbon-Pfeilen von Bogen bauen und an die Enden kommen die Nocken, in die normalerweise die Sehne eingelegt wird. Das sollte gut passen. Die Stäbchen kann man auch gut im inneren der Alustäbe der Bridge Hammock transportieren.
                Seit 30 Jahren Bushcraftrookie :-)

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                • Biker61
                  Biker61 kommentierte
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                  Hi Michabbb, du auch Biker?
                  Bei den Nocken schau mal ob die scharfe Kanten haben, ggf. vorher abfeilen damit das Tarp keine Löcher bekommt.

                • Michabbb
                  Michabbb kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Hi Biker61, ja die AT im Avatar fahre ich auch.
                  Die Nocken sind von vornherrein recht abgerundet aus einem eher weichem Plastik.

              • #9
                Die Enden der Spreizstäbe sehe ich auch als kritisch (oder wenigstens beobachtungsbedürftig) an, da sie gegen den empfindlichen Tarpstoff gedrückt werden, wenn auch unter einem flachen Winkel. Abhilfe könnte eventuell ein Stückchen Leder oder Karton schaffen. Das wäre dann aber wieder ein zusätzliches Teil, das mitgeschleppt werden muß und leicht verlorengehen kann.
                Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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                • #10
                  Ich persönlich würde vermutlich ohnehin die doppelte Ridgeline fix mit den Bambus- oder Karbonstäbchen bestücken und für den Transport zusammenrollen. Man kann dann die neuralgischen Punkte fix so polstern, wie man das gerne möchte.

                  Für den Aufbau würde man wie folgt vorgehen: Erst würde das Tarp relativ lose aufgebaut, dann die Ridgeline eingehängt und zum Schluss Firstlinie und die seitlichen Abspannleinen wie gewünscht gespannt. Je nach Konstruktion der Aufhängung für die doppelte Ridgeline hätte man damit auch sicher ausgeschlossen, dass Regenwasser unters Tarp gelangt.

                  Man könnte beispielsweise beidseitig am First unter dem Dach je ein LineLock für die doppelte Ridgeline anbringen. Allerdings würde ich für diese Nutzung eines Tarps am First eher eine doppelte Kappnaht nutzen als die sonst oft genutzte Französische Naht, denn die doppelte Ridgeline verstärkt aufgrund des veränderten Winkels die zur Seite wirkenden Zugkräfte am First. Man kann natürlich auch einfach den Kamm der Französischen Naht auf eine Seite falten und dort festnähen.
                  Zuletzt geändert von Waldläufer70; 12.05.2017, 18:44.
                  Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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                  • Waldläufer70
                    Waldläufer70 kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Wenn ich es mir nochmals überlege, würde ich wohl Ridgeline und Spreizen doch eher separat belassen, aber vielleicht die Ridgeline dennoch nicht fix mit dem Tarp verbinden. Ich würde sie wohl irgendwie so gestalten, dass ich sie mit wenigen Handgriffen unters Tarp spannen könnte, ohne dass sie mit der Aufhängung des Tarps in Berührung kommt. Ich habe mal kurz eine Ridgeline fix am Tarp gehabt und hatte damit immer einen Kampf, weil sie bei Aus- und Einpacken des Tarps nicht immer dort blieb, wo ich sie haben wollte.
                    Zuletzt geändert von Waldläufer70; 12.05.2017, 18:50.

                • #11
                  Die Diskussion zu Snakeskins habe ich verschoben... http://www.haengemattenforum.de/foru...konstruktionen

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                • #12
                  Dieses Foto habe ich gerade auf HamockForums.net gefunden. Wie findet ihr diese Konstruktion? Die Spreiz-Stangen müßten ja vielleicht nicht ganz so lang sein.

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                  • #13
                    Zitat von barfuß Beitrag anzeigen
                    Dieses Foto habe ich gerade auf HamockForums.net gefunden. Wie findet ihr diese Konstruktion? Die Spreiz-Stangen müßten ja vielleicht nicht ganz so lang sein.
                    Diese Konstruktion habe ich schon öfters gesehen. Ich fand sie immer sperrig und kompliziert. Ich würde nie dieses zusätzliche Gewicht mitnehmen, nur um unter dem Tarp etwas mehr Platz zu haben. Auch wenn der Platzgewinn weniger ausgeprägt ist, würde ich es vorziehen, das Tarp mit vier Leinen nach aussen abzuspannen.
                    Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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                    • #14
                      Ich finde die Konstruktion gut, habe sie jedoch noch nicht anwenden müssen. Bisher fanden sich immer günstig gelegene Abspannpunkte. Falls es aber seitlich in Kopfhöhe keine Äste gibt, an denen man die Tie-outs des Tarps befestigen kann, ist die Stock-auf-dem-Tarp-Methode die Rettung. Wenn man Trekkingstöcke oder herumliegende Äste verwenden kann, entfällt auch das Problem des zusätzlich mitzunehmenden Gewichts.
                      Also: Idee im Hinterkopf abspeichern, man könnte sie mal benötigen!
                      Anleitung: Wie binde ich Bilder in einen Beitrag ein? || Erweiterte Suche

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                      • #15
                        Ich hatte bisher noch an keinem Tarp Tie-Outs auf den Flächen und habe sie noch nie vermisst. Wenn ich mehr Raum benötige, wähle ich den Porch-Mode. Aber klar, auch ich sehe den Vorteil, dass man gegenüber einem normal aufgebauten Tarp etwas zusätzlichen Raum gewinnt. Nur überlege ich mir gerade, ob ich die "doppelte Ridgeline" dann nicht fast die elegantere Lösung finde.
                        Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte)

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                        • Mittagsfrost
                          Mittagsfrost kommentierte
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                          Für eine gathered end Hängematte benötige ich die tie outs auch nicht. Bei einer Brückenhängematte ist es im Bereich der Querstreben vorteilhaft, wenn das Tarp etwas mehr Abstand zur Hängematte hat. So verhindert man das Anstoßen (im schlimmsten Fall: Durchstechen) der Strebenenden am Tarp. Bei schönem Wetter ist porch mode die sicherste Lösung. Regnet es jedoch schräg, muß das Tarp weiter heruntergezogen werden. In dem Fall nutze ich die tie outs. Die doppelte Ridgeline setzt hier möglicherweise zu weit oben an und nicht an der Stelle, wo der größere Abstand benötigt wird.

                        • Waldläufer70
                          Waldläufer70 kommentierte
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                          Das leuchtet ein. Ich frage mich nur gerade, ob dann diese Tie-Outs für eine Brückenhängematte auch am richtigen Ort sind? Ich denke, da braucht man ein Tarp, das genau auf die Brückenhängematte abgestimmt ist. (War, so glaube ich, vor ein paar Tagen anderswo ein Thema im Zusammenhang mit der Ridgerunner oder Koma.)

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